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Leica M6 TTL Unterschied zu 058 und 072

kinabalu

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
14 Jan 2008
Beiträge
374
Hallo Leute,

es heißt, dass der Sucher 0,58 besser geeigneter wäre für Brillenträger als 0,72.

Kann mir jemand sagen, wie das technisch genau umgesetzt wurde? Ich habe versucht im Internet ein paar Infos zu recherchieren. Aber wenn ich richtig verstanden habe, dann bedeutet es aber nicht, dass der 0,58 Sucher jetzt größer ist oder? Ich meine, das sog. "Guckloch" ist jetzt nicht in milimeter gemessen größer?

Gruß L.
 
Hallo Lodowing,

kleinere Suchervergrößerung bedeutet, daß die Rahmen im Vergleich zum Gesamtausschnitt kleiner werden, das heißt, daß man auch mit gewissem Abstand vom Okular noch den Sucherrahmen sieht.
Problem ist, daß auch das Fokussierfeld kleiner wird und es dann mit Brennweiten über 75mm ziemlich schwierig wird zu fokussieren.

VG, Arne
 
Als langjähriger Liebhaber des 58er kann ich hierzu folgendes sagen. Meine erste M hatte vor ca.20 Jahren natürlich den 72 Sucher. Für Brillenträger war alles unter 50 mm schlecht zu sehen. Wer häufig mit 50 mm Fotografiert, ist mit dem 58 gut bedient. Perfekt ist er aber für Menschen die bevorzugt mit der 35er Brennweite fotografieren. In dieser Version ist nur der 35 Rahmen zu sehn. Allerdings wirkt der Sucher schon etwas "rundlich". Aber auch der 28er Rahmen ist noch gut zu sehen. Für Liebhaber der Brennweiten über 50 ist die 58er Version nicht zu empfehlen.Da muß man sich mit einem Aufstecksucher behelfen.Schön finde ich bei der fotografieren mit 50 mm, das man viel vom Umfeld mitkriegt. Ich glaube HCB hätte mit der 58er Variante fotografiert, hätte es sie zu seiner Zeit gegeben. Grüße, uwe
 
Vielen dank an Arne und Uwe für die Hinweise.

Uwe Hofacker schrieb am 09. September 2007 - 22:04 Uhr:

'Allerdings wirkt der Sucher schon etwas "rundlich".'

Übrigens, wie meinst du das? Heißt, dass das der Sucher bei 0,58 dann auch leichte Verzeichnung aufweist?

Gruß L.
 
Hallo, Lodowing! Die eingespiegelten Sucherrahmen für 35 und 28 mm wirken auf mich beim Durchblick etwas aufgewölbt. Halt eben wie die Verzeichnung bei einem Weitwinkelobjektiv. Wie gesagt - wirkt! Ob das tatsächlich so ist, weiss ich nicht zu sagen. Leider bin ich auf eine Brille angewiesen. Ich habe extra für das Fotografieren mit der M mal Kontaktlinsen ausprobiert. Leider habe ich sie nicht vertragen. Ich habe ernsthaft schon mit dem Gedanken gespielt mir die Augen Lasern zu lassen . Alles für die M. Wenn du mal in Frankfurt bist, melde dich einfach. Dann kannst du gerne ein wenig rumprobieren. Was die kleinere Messbasis anbelangt, so hat mir das noch nie Probleme bereitet. Ich lasse mir eh meist Zeit für die Bildkomposition. Und konzentrieren muss man sich bei der M Fotografie sowieso.Grüße, uwe
 
Hallo Uwe und Arne,

besten dank für die Hinweise. Momentan ist es zwar nicht akkut,
aber ich spiele halt mit dem Gedanken, mir eine Sucherkamera mit
einem großen Sucher anzuschaffen. Zuerst hatte ich die ZeissIkon im Visier, da der Sucher wirklich groß ist. Aber irgendwie gefällt mir nun das Design nicht. Letztens hatte ich die Voigtländer Bessa R4 in der Hand, was ja eigentlich auch ein schönes Gerät ist.

Danke Uwe für das Angebot mal durch deinen Sucher zu schauen!Frankfurt ist leider nur eine Durchreise für mich, wenn ich am Flughafen umsteige. Aber vielleicht klappt's irgendwie doch noch.
Melde mich...

Grüße,..L.
 
Hallo Lodowing, zur Entscheidungsunterstützung, welche Meßsucherkamera für Dich die "Richtige" sein könnte, empfehle ich Dir das Standardwerk zur M-Kamera zuzulegen: Günter Osterloh, LEICA M, Hohe Schule der Kleinbildfotografie, ca. 350 Seiten, Umschau Verlag, ISBN 3-8295-6501-1. Das Buch kostete bisher um die €50.- und ist jetzt auf ca. €30.- reduziert worden. Wird vielfach auch in der "Bucht" angeboten. In diesem Buch findest Du fast alle Antworten bezüglich Deiner Fragen. So sind die Auswirkungen der unterschiedlichen Suchervergrößerungen bildlich dargestellt und die Zusammenhänge mit der Meßbasis anschaulich erläutert worden. Das "Ganze" ist mit Formeln und Diagrammen unterlegt und dementsprechend nachvollziehbar. Das Zubehör und viele Objektive sind ausführlich beschrieben und für ihren Einsatzzweck eingehend erläutert worden. Vielleicht hilft Die die Info weiter.

Gruß

Hanjo
 
Hallo Hanjo,

vielen Dank für den Tipp. Werde mir das Buch über Amazon bestellen!!
Ich halte euch dann auf dem Laufenden, wenn ich mich für eine neue Kamera dann endgültig entschieden haben sollte.


Grüße aus der Ferne..L.
 
Hallo Leute,

über Sucher haben wir schon häufiger diskutiert. Zunächst gibt es streulichtarme (M3,MP[von 2003 aufwärts], späte M7, M8) und streulichtreiche (M2-M6, CL, frühe M7) Leica-M-Sucher. Über andere Messsucherkameras kann ich hinsichtlich Streulicht (engl. Flair) nichts sagen.

Hier wurde bisher nur der Vorteil des 0,58x-Suchers herausgestellt. Man sollte aber nicht vergessen, dass ein 0,85x-Sucher einfach genauer ist und damit sich die Entfernung schneller einstellen lässt, insbesondere, wenn man wie ich gern bei einschränkter Tiefenschärfe fotografiert. ich bin übrigens Brillenträger.

Zum Buch von Osterloh, von dem ich die letzten beiden Ausgaben besitze, möchte ich bei aller Wertschätzung zu diesem Werk sagen, dass man dem Author anmerkt, dass er Leica-Mitarbeiter ist. Manchmal vermisst man bei seinen Aussagen die Objektivität.

Gruß, Jochen
 
> Hallo Jochen, es ist schon interessant , was man alles hier lernen kann ; > Dein Beitrag hat mich veranlasst , meine alten M- Leicas wieder mal aus > der Vitrine zu nehmen und gegen den Kristall- Luster an der Decke zu > halten ; Du hast recht, die M3 streut nicht, aber auch meine alte M2 mit > Rückspulknopf tut das nicht, ebenso zeigte die M5 ein sauberes Bild, > überraschenderweise war meine M6 die stärkste Strahlerin ; trotzdem > möchte ich Dir sagen, ich habe die M6 schon sehr lange - und auf den > österreichischen Bergen , mini ausgerüstet mit einem 35 er Summicron und > dem Tele- Elmarit , dem Technical - Pan und ein , zwei Filtern , ist mir > das nie aufgefallen und ich war einfach glücklich, ein präzise > funktionierendes Werkzeug zu haben ; es würde mich auch interessieren, was > Dir an dem Osterloh - Buch besonders aufgefallen ist ; In diesem Sinne gut Licht und viel Klick
 
Hallo, Jochen! Die Brennweite 35 mm ist eine mit recht sehr beliebte Brennweite im Leica M Sortiment. Ich probiere mir nun ganz praktisch vorzustellen, wie du die Rahmenbegrenzungen für 35 mm, mit Brille auch noch!!, in der 85er Version überblicken willst. Ich kann das nicht verstehen. Selbst bei meiner 72er M6 kann ich als Brillenträger nur recht unbequem den Rahmen für 35 mm sehen. Ähnlich geht es mir bei meiner 58 Version mit dem 28 Rahmen. Sehr unbequem. Oder hast du ein Latex Brillengestell. Das könnte einiges Erklären. Nix für ungut. Gruß, Uwe
 
Hallo Lothar, hallo Uwe,

entschuldigt, dass ich euch so lange warten ließ mit meiner Antwort.
@Lothar: nur ein Beispiel zu dem Osterloh-Buch (S.162f): Leica möchte offensichtlich nicht, dass die preisgünstigen Leica-Cl bzw. Minolta-CLE-Objektive an der Leica-M verwendet werden. Alle mir bekannten M-Fotografen halten zumindest die Leica-C-Objektive (die Minolta-Objektive hatten eine weitere Fertigungstoleranz) für gleichwertig im Vergleich zu den M-Objektiven, was auch von Erwin Puts bestätigt wird. Osterloh sagt hier nicht seine persönliche Meinung sondern vertritt den offiziellen Leica-Standpunkt.
@Uwe: Ich gebe dir Recht, dass der Sucherrahmen bei dem 0,85er Sucher nicht so gut in einem Blick übersehen werden kann. Das mag auch der Grund sein, dass ich bei Personenaufnahmen fast ausschließlich die 50er Brennweite verwende und nur für Architektur und Landschaft das 35mm-Objektiv bevorzuge. Bei Architektur- oder Landschaftsfotografie habe ich alle Zeit der Welt, da benöätige ich nicht einen schenellen Sucherüberblick.

Gruß, Jochen
 
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