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Leica und Voigtlaender Objektive

opribramsky

Rookie
Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
1
Ich interessiere mich fuer eine Leica M6 und wuerde gerne mein aktuellen Voigtlaender Bessa L Objektive (M39) weiterverwenden. Gibt es damit Schwierigkeiten? Wie z.B. bei der Verwendung von Konica Hexar Objektiven (wegen Toleranzen etc,) Wer kann helfen, weiss mehr dazu?
Danke und Gruesse
Oliver
 
Hallo Oliver,

ich selbst habe das Super Wide-Heliar 4,5/15mm und das Ultron 1,9/28mm. In beiden Fällen muss ich einen M-Adapter verwenden. Für das 15er kann ich beliebige M-Adaper nehmen, beim 28er sollte es ein Adaper für 90mm (bzw. 28 + 90 mm) sein. Ich persönlich halte den Adaper von Leica für stabiler(besteht aus zwei unterschiedlichen Metallen) als den von Voigtländer (aber das ist vielleicht auch Geschmackssache). Diese Adapter werden oft in Ebay angeboten (ich glaube, sie sind für ca. 45 Euro zu haben). Sonst gibt es keine Probleme.

Über die Verwendung der Hexar-RF-Kamera bzw. der Hexar Objektive haben wir bereits ausführlich in diesem Forum diskutiert (siehe in "Andere Marken mit M-Objektivanschluss" unter der Rubrik "Konica Hexar RF").

Gruß Jochen
 
> Hallo Oliver,

du musst Dir nur die entsprechenden Adapterringe besorgen (M39-Schraubgewinde auf Leica-Bajonett), für die entsprechenden Brennweiten dann bekommst Du bei der M6 auch die richtigen Sucherrahmen angezeigt. Ich besitze einige Voigtländer-Objektive, vor Allem Weitwinkel (12er, 15er) die man von Leica nicht bekommt. Die Bildqualität ist bei richtiger Verwendung (Weitwinkel immer mit Wasserwage und vorsichtig bei Gegenlicht, wenns nicht gewollt ist) einfach klasse. Mir sind keine Probleme bekannt, bei mir funktioniert alles prima. Wenn jemand andere Erfahrungen hat, würde ich mich freuen davon zu hören.

Herzlichst

Olaf aus dem nebligen Frankfurt am Main
 
... stimmt.

hallo zusammen. nutze das 15mm voigtlaender + adapterring. keine probleme.

hat jemand erfahrung mit dem 75er vs 90er voigtlaender? weiss mich nicht recht zu entscheiden.

gut licht, nils
 
Hallo Nils,

ich habe keins der beiden Objektive; ich würde mich allerdings auch wundern, wenn jemand in diesem Forum beide Objektive hätte. Daher versuch´s ich einmal; vielleicht kann ich dir bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.

Als Porträtobjektiv ist ein 90er günstiger als ein 75er, da habe ich über meine Leica-Objektive schon Erfahrung. Über das Color Heliar 2,5/75mm (6 Linsen in 5 Gruppen) habe ich schon einmal einen Test (von Erwin Puts) gelesen. Das Objektiv ist sicher nicht schlecht, allerdings soll es bei offener Blende etwas schlechter sein als das Summilux-M 1,4/75mm bei entsprechender Blende. Da mein Summilux so extrem schwer ist, habe ich mir das Color Heliar schon einmal als Zweitobjektiv vorgestellt.

Das Apo-Lanthar 3,5/90mm (auch 6 Linsen in 5 Gruppen) besitzt eine apochromatische Korrektur. Dies bedeutet, dass Farben mit unterschiedlichen Wellenlängen den geleichen Brennpunkt haben (z,B rot und blau). Apo-Objektive sind besonders bei Objektiven mit größeren Brennweiten wichtig. Was diese apochromatische Korrektur bei (Cosina) Voigtländer bedeutet, weiß ich nicht genau. Bei Leica wäre das ein deutliches Gütezeichen. Ich bin aber sicher, dass das Apo-Lanthar auch ein gutes Objektiv ist.

Für welches Objektiv würde ich mich entscheiden? Das ist sehr schwierig zu beantworten. Das Lanthar hat wahrscheinlich eine bessere optische Leistung, es ist geeigneter für Porträts, ist aber deutlich lichtschwächer, so dass es (fast) nur im Freien ohne Blitz genutzt werden kann.

Das Lanthar ist deutlich lichtstärker, kann daher auch in (relativ hellen) Räumen ohne Blitz genutzt werden. Ja, ich glaube, ich würde mir das 75er zulegen, da es nur ein sehr teures 75er von Leica gibt. Es gibt aber viele (inzwischen auch preisgünstige) antiquarische Leica-Objektive mit 90mm Brennweite. Da wird sicher irgendwann auch eins für dich dabeisein.

Gruß Jochen
 
Hallo Nils,
also, wenn ich meine Meinung äussern darf. Ich würd' mich bei 90mm Brennweite ganz klar für Leica entscheiden, gebraucht bekommst Du das Tele-Elmarit-M 2.8/90mm für etwa das Geld, dass das Voigtländer neu kostet, musst ja immer noch den Adapterring 28+90 noch dazu rechnen, wenn Du ihn nicht schon für Dein 15mm Objektiv hast. Und es ist ungefähr so gross und schwer (leicht! 225g) wie das Voigtländer 75mm Objektiv, über die Abbildungsqualität brauch' ich eh' nichts zu sagen, die ist wahrscheinlich bei beiden sehr gut (beim Tele-Elmarit weiss ich's aus eigener Erfahrung).
Das 75mm Voigtländer hätt' ich mir längstens zugelegt, wenn es eine kürzere Naheinstellgrenze bieten würde. Für ein 75mm Objektiv ist mir ein Meter einfach zu wenig.
Da wart'(Geduld, Geduld) ich einfach mal ab, was es von Leica in diesem Bereich geben wird (die Spatzen pfeifen's von den Dächern).

Grüße, aus dem frühlingshaften Stuttgart (gegenwärtige Aussentemperatur: +7°C!!)

Stefan
 
Nachtrag:
mein Favorit ist aber ganz klar das Elmarit-M der aktuellen Version, das ist im Verhältnis optische Leistung/Größe,Gewicht,Lichtstärke ein richtiger Knaller, dessen Möglichkeiten werden wir Fotografen nur unter idealen Vorraussetzungen ausnutzen können, trotzdem schön, das es solche Objektive gibt.
Und das schönste: auf dem Gebrauchtmarkt kriegst Du es schon (mit etwas Glück) für €700.-, selbst neu ist der Betrag noch (i.M. €1400.-) schulterbar. Wobei der Preisaufschlag der letzten 5 Jahre schon deftig war (ca. 35%).

Grüße
Stefan
 
Hallo, habe einige seltsame dinge in diesem forum gelesen!
1) das apolanthar 3,5/90 ist genausowenig apochromatisch wie das angebliche asph. 2,5/75 eine asph. linse hat. beides sind nur bezeichnungen ohne besondere bedeutung. (es sei denn eine "historische") (eine apo-korrektur bei einem 3,5/90 macht auch wenig sinn!)
2) die M6TTL und die M7 sind nicht 2,5mm höher wegen des Blitz-TTL-Empfängers, sondern wegen des andersrum sich drehenden Verschlusszeitenknopfs.
3) dieser ist wohl ein grosser vorteil gegenüber dem alten, weil er sich viel bequemer bedienen lässt!
4) der E-messer-sucher der Hexar ist nicht mit dem Leica-sucher zu vergleichen, weil die E-messung nicht parallaxenfrei ist; somit ist(bei der hexar) die genauigkeit bei schrägem einblick gleich null. das kann man/frau in 3 sek. ganz leicht feststellen.
5) die Cosina-Objektive (ich habe die 15, 25, 1,7/35 und 75mm) sind sicherlich sehr gut, scharf, kontrastreich, leicht, billig und sogar stabil aber sie alle haben einen fehler der bei velvia-fotografie sehr stark wiegt: sie vignettieren enorm (bis auf das 75er vll)
Die M7 ist tatsächlich leiser aber ich weiss nicht warum, sie hat auch eine andere verschlusssteuerung.
Gruss
Marc Ch&ollion
ch&ollion@gmx.de
 
Hallo Marc,

ich will dich wie alle anderen Neulinge hier im Forum willkommen heißen, obwohl ich zugeben muss, dass mir das in deinem Fall schwerer fällt als üblich. Du beginnst deinen ersten Beitrag mit fünf Punkten, die dir in diesem Forum nicht gefallen haben. Gibt es denn an unserem Forum nur seltsame Dinge?

Deine Kritikpunkte sind ja möglicherweise berechtigt. Aber wäre es nicht besser gewesen, wenn du genau gesagt hättest, wer von uns auf welcher Seite diese Aussagen getroffen hat? Dann hätten wir uns besser auf deine Einwände einstellen können. Wir hätten auch besser diskutieren können.

Du kannst sicher sein, dass wir unsere Aussagen nach besten Wissen und Gewissen treffen. Die meisten von uns sind Amateure und haben sich ihr Wissen nur durch Literatur und durch Praxis (Fotografie) angeeignet. Dass jemand einmal eine fragwürdige Meinung vertritt, ist sicher nicht schlimm und disqualifiziert dieses Forum auch nicht.

Gruß aus dem Westerwald

Jochen
 
Hallo Jochen,

natürlich ist das Forum gut, sinnvoll und hat m.E. auch ein angenehmes Klima. Aber nur Selbstbeweihräucherung bringt doch nicht weiter.

Bei den Aussagen von Marc (egal ob 1. oder 150. Beitrag) gibt es doch nur 2 Möglichkeiten. Entweder sie stimmen dann ist das o.k. oder sie stimmen nicht, dann Richtigstellung von einem der es besser weiß. Das sollte für alle Beiträge gelten.

Wen es interessiert der kann es sich ja merken.

Außderdem beeinflussen diese techn. Details mein fotografisches Handeln überhauptnicht.

Noch "tragischer" ist wohl, daß ich und wohl auch die meisten anderen hier im Forum spätestens nächste Woche das sowieso wieder vergessen haben.

Meine eher seltenen Beiträge beziehen sich grundsätzlich auf eigene Erfahrungen und darauf baue ich weiter bis ich besseres erfahre. Trotzdem betrache ich meine Erfahrungen aber nicht als die allenseeligmachenden.

Ich will auch keinen Bonus für meine Aussagen weil ich Amateur und lediglich nur guten Willen habe.

Mit gelassenen Grüßen aus Bonn

Monti
 
Hallo Marc,

ich will einmal stufenweise auf deine Bemerkungen eingehen. Zunächst zu der apochromatischen Korrektion.

Normalerweise haben die unterschiedlichen Farben unterschiedliche Brechungsindices, das bedutetfür die Objektive unterschiedliche Brennweiten. Dies wirkt sich besonders bei Teleobjektiven und offener Blende aus, die bei Nichtkorrektur Farbsäume bilden.

Ein apochromatisch korrigiertes Objektiv ist ein Objektiv, das für die Wellenlängen 656 nm (Nanometer)(Rot), 589 nm (Gelb)und 486 nm (Blau) so korrigiert sind, dass sie die gleichen Brennpunkte haben. Daraus ist auch zu folgern, dass sie einen gleichen Brennpunkt für Infrarot aufweisen, so dass bei diesen Objektiven auch keine Korrektur der Entfernungsmessung für IR-Aufnahmen notwendig wird.

Der Begriff "apochromatisch korrigiertes Objektiv" heißt eigentlich nicht mehr als ich hiermit gesagt habe. Es bedeutet nicht automatisch, dass es besser ist als ein nicht apochromatisch korrigiertes Objektiv. Wenn bei Leica ein Objektiv mit APO bezeichnet wird, bedeutet das schon mehr als "nur" eine apochromatische Korrektion.

Bei dem Apolanthar bin ich schon überzeugt, dass es eine apochromatische Korrektur besitzt. Das könnten dir vielleicht IR-Fotografen bestätigen. Ob eine apochromatische Korrektur bei einer Lichtstärke von 3,5 noch Sinn macht, möchte ich auch bezweifeln.

Übrigens hat das Apolanthar diese Lichtschwäche, weil die Bessa R bzw. Bessa R2 so einen geringe effektive Messbasis besitzt.

Dies fürs erste
Jochen
 
Zwei Anmerkungen zu der vorangegangenen Diskussion:
- Erwin Puts hat das Apo Lanthar von Cosina getestet (nachzulesen auf seiner Website). Es ist nur geringfügig schlechter als das aktuelle 2,8/90 von Leitz und nach seiner Aussage deutlich besser als ältere 90er von Leitz.
- Die Hexar RF von Konika, lieber Marc, hat einen Paralaxenausgleich. Ich weiß es, da ich die Hexar nutze. Außerdem ist der Sucher erheblich brillianter als der meiner M6. Auch in Gegenlichtsituationen ist der Sucher der Hexar dem der M6 überlegen.

Gruß
Paul
 
Hallo Paul,

vielen Dank für deine Ergänzung zu unserer Diskussion. Ich muss zugeben, dass ich heute nicht mehr verstehe, dass Leitz die streulichtfreie Messucherkonstruktion der M3 aufgegeben hat und erst mit der MP wieder einen streulichtfreien Sucher eingeführt hat.

Hallo Marc,

dass alle M-Leicas so leise sind, liegt daran, dass sie den Gummituch-Schlitzverschluss besitzen. Das Gummituch hat ein deutlich geringeres Gewicht und daher wird weniger Masse bewegt als bei dem Metall-Lamellen-Schlitzverschuss.

Auch die M7 besitzt einen Gummituch-Schlitzverschuss, der aber im Gegensatz zu den anderen M-Leicas elktronisch und nicht mechanisch gesteuert ist.

Ich besitze die M6 (classic) und die M7. Bei Kameras sind meinr Ansicht nach gleich leise.

Gruß an euch beide
Jochen
 
Lieber Jochen, Mit der ersten Antwort aus E-Mail hat es gut geklappt, daher noch einmal dasselbe praktische offline-Verfahren! Zur M 7: Mein Exemplar ist bei einigen Zeiten leiser als die M6 (auch der Filmtransport ist etwas geschmeidiger). Der Grund liegt wohl in den fehlenden Zahnrädchen, was besonders bei den langsamen Zeiten ab 1/30 oder 1/15 sec. deutlich zu hören ist (wohl auch bei R6/6.2). Die M7 macht nur elektronisch trocken und dezent: Auf - zu. Man vergleiche mit der vollen Sekunde, die bei den mechanischen M so angenehm schnurrt (oder den halben Sek. bei CL oder M5). Im Konzertsaal macht es aber schon einen Unterschied... Dass Leica wieder den Suchertyp der M3/M4 nutzt, verbessert mit Vergütung, war überfällig und ist oft von Usern kritisiert und gefordert worden. Aber damals hat wohl die Einsparung jedes Pfennigs über den Fortstand der Messsucherkameras entschieden?! Beste Grüße, Giselher
 
Lieber Giselher,

herzlichen Dank für deine präzise Beobachtung. Ich hatte in meinem Posting geschrieben, dass M7 und M6 "meiner Ansicht nach" gleich leise seien. Diese Ausdrucksweise deutet an, dass mir in dieser Hinsicht die Urteilskraft ein wenig fehlt, da ich etwas schwerhörig bin und manchmal ein Hörgerät tragen muss.

Grüße Jochen
 
Lieber Jochen,

bei Leicas habe ich schon oft Unterschiede gehört, die "normal" waren, z.B. hat meine M6 bei der 30stel noch ein kurzes, zeitlich etwas abgesetztes Klicken. Die MD ist etwas lauter, die CL im Vergleich laut. Trotzdem sind die Messucher-Leicas alle leise! Ich wollte nur den grundsätzlichen Unterschied zum elektronisch gesteuerten Verschluss hervorheben, für den eine Geräuschquelle wegfällt (die leisteste M aller Zeiten?), aber auch das "Leben" der kleinen Rädchen...

Ein schönes Wochenende!
Giselher.
 
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