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Lichtstarke Objektive und Matrixmessung

klaush2

Läuft öfters hier vorbei
Hallo Leute,

mal eine Frage an alle Experten: Seit kurzem teste ich meine neuen lichtstarken Festbrennweiten (50mm 1.4, 105mm 2.8 und 300mm 2.8). Bisher habe ich nur mit Zoom-Objektiven fotografiert, die erst bei so bei Blende 3.3 beginnen.

Ich war bisher mit Ergebissen der Matrix Messung meiner F80 und F6 immer sehr zufrieden und habe nur selten korrigiert oder Reihen fotografiert.

Nun habe ich den - vielleicht subjektiven - Eindruck, dass die Matrixmessung in Verbindung mit solch lichtstarken Objektiven sehr häufig leicht überbelichtet.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Muss ich vielleicht besser von der Matrix-Messung Abschied nehmen und sehr viel exakter manuell die Belichtung messen, sobald ich mit solch lichtstarken Objektiven fotografiere?

Klaus
 

virgil

Bleibt öfters zum Abendessen
Hi Klaus,

ich sehe keinen direkten Zusammenhang zwischen schnellen Objektiven und dem von Dir beschriebenen Effekt.

Cheers
Virgil
 

thore

Aktives Mitglied
Hallo Klaus,

interessant, dass Du das erwähnst. Ab und zu habe ich auch das Gefühl, dass meine D200 bei Matrixmessung leicht überbelichtet. Dass das evtl. im Zusammenhang mit dem Objektiv stehen könnte, darauf bin ich noch nicht gekommen. Ich kann mir wie Virgil nicht vorstellen, dass das Objektiv dafür verantworlich sein könnte. Aber man weiß ja nie. Wenn ich mir hier die diversen threads zum Thema Front-/Back-Fokus unterschiedlicher Kamera/Objektivkombinationen anschaue... Da kann ich auch nicht immer ein System erkennen.
Ich werde das bei mir mal in nächster Zeit genauer beobachten.
Viele Grüße

Thore
 

Fotofabrikator

Hat vergessen, wo er wohnt
Hallo,
nach meinen Erfahrungen mit der D200 und auch der F80 neigt die Matrixmessung bei beiden Kameras generell in manchen Situationen, speziell bei hohem Grünanteil zu Überbelichtung. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, da Pflanzengrün, meist jedoch dunklere Nadelbäume, dunkler ist als Normalgrau, auf das die Belichtungsmesser justiert werden. Folglich wird jedes Bild überbelichtet. Insofern hat das weder mit der Matrixmessung, noch mit den verwendeten Objektiven ursächlich etwas zu tun. Da, anders als bei der Matrixmessung, bei Integral und Spotmessung nicht der gesamte Motivkontrast betrachtet wird, kommt es hier natürlich zu anderen Ergebnissen. Das hängt aber auch stark davon ab, wo im Bild sich die dunklen Flächen befinden. Integral mißt nun mal im Wesentlichen in der Mitte. Matrix ist nicht so stark ortsabhängig. Das ist oft ein Vorteil, aber nicht immer.

Den einzigsten Zusammenhang einer Überbelichtung, dann aber nicht nur bei Matrixmesung, mit einem bestimmten Objektiv kann ich mir nur vorstellen wenn die Blende nicht auf den eingestellten Wert springt, sondern immer etwas offener bleibt als eigentlich gefordert.

Michael
 

thore

Aktives Mitglied
Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Das klingt alles sinnvoll.
Ist es aber nicht so, dass (unter anderem) die D200 eine 3D-Color-Matrixmessung durchführt? Da würde ich schon erwarten, dass die Kamera die Art des Grüns beim Vergleich mit den Daten der 30.000 gespeicherten Vergleichsbildern erkennt und entsprechend die Belichtung korrigiert. Wenn nicht: auch OK. Sollte man nur wissen.

Viele Grüße

Thore
 

ziege

Kennt den Türsteher
Hallo,

jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden, da bei mir die D200 eher immer zum unterbelichten neigt und in meinem "Schlauen Buch" von Data Becker, steht auch drin, dass das normal sei, denn in dunkleren Stellen sei eher noch Zeichnung vorhanden, wogegen bei völlig ins Weis ausgbrochenen Flächen nichts mehr zu retten sei (so die Ausführung im Buch).

Da ich oft Bilder schnell weiter bearbeiten muss, stelle ich entweder ganz manuell, oder aber mindestens eine drittel Stufe Überbelichtung. Auch ich verwende fast ausschließlich Lichtrießen, habe aber da noch keinen Zusammenhang zu lichtschwachen/lichtstarken und Belichtung entdeckt.
Die einzige Aussnahme, die ich feststellte, wo tatsächlich alle Bilder zu hell werden, ist Scheinwerferlicht auf Bühnen, da empfielt sich auf jeden Fall manuell einzustellen, da sonst die Gesichter gerne zu hell, oft sogar weiß wegbrechen und die stellenweise fast schwarzen Bühnenelemente dann grau werden.
Spottmessung kann ich da auch selten gebrauchen, da diese Messdiode zu lichtschwach ist und oft nur "low" angezeigt wird. Da denke ich noch wehmütig an die Belichtungsmessung meiner Canon T90, hier machte ich zu 98 Prozent richtig belichtete Bider, mit der Mehrfachspottmessung, die auch nie "low" anzeigte, sondern sogar bei Nachtaufnahmen genaue Werte lieferte, also viel viel lichtempfindlicher war.(Mehrfachspottmessung funktioniert wie bei Spottmessung, nur kann man bei Bedarf mehrere Objekte anmessen, diese werden im Sucher alle angezeigt und die Kamera ermittelt, für die Belichtung des Bildes, einen Durchschnittswert)

Man kann halt nicht alles haben, nur frage ich mich immer wieder mal ernsthaft, wo denn eigentlich der hochgelobte Fortschritt geblieben ist, wenn meine, weit über zwanzig Jahre alte Canon-knipse, für damals 1500 DM Gehäusepreis, heute für mich noch Maßstäbe setzt, die ich gerne wieder an meiner D200 oder S3 hätte, aber eben nicht habe.

Gut Licht, Richard
 

ziege

Kennt den Türsteher
P.S.
Duch das digitale Zeitalter kann ich allerdings sofort meine Belichtung überprüfen und gegebenenfalls korrigieren, wo dann nicht eine ganze Film-Serie versaut wird, wie es früher, bei Fehlbelichtung (z.B. Winterlandschaft ohne + Korrektur) der Fall war. Eine "perfekte" Belichtungsmessung ist also heute nicht mehr sooo wichtig, wie beim Dia-Filmmaterial, wo ich immer erst nach dem Entwickeln das Resultat erfuhr. (Was oft sehr spanned war, dies abzuwarten)
Heute weis ich sofort, was und wie sich die Einstellungen auf die Belichtung einwirken, so lernte ich sehr schnell, auch manuell zu knipsen, um mich an das "richtige BILD" anzunähern. Das ist schon ein bedeutender Fortschritt, in der Digitalen Zeit.
 
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