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M und L-Mount Objektive für Digitale

offroad

Mitglied
Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
18
Hallo RF-Gemeinde,
ist es nicht so, dass Objektive für digitale Kameras extra "gerechnet" sind!?!?
Da Chips ja "Minilinsen" besitzen und ein Chip eine tiefere Abbildungsebene hat!?!?!
Soll heissen, ein Film ist wesentlich "flacher" als ein Chip.
Ein herkömmlicher Film hat demnach nicht die Tiefe eines Chips beim Auftreffen des Lichtes.
So können dann Moaire-Effekte entstehen. (Ich hoffe Moire Schreibt man so?!?!?)
Kommt dann zur Digitalen Leica und Zeiss ein neuer Satz Optiken oder bin ich auf dem Holzweg?
Habt Ihr Euch dazu schon mal Gedanken gemacht oder hat jemand schon Erfahrung mit der Epson R-D1 zu diesem Problem, wenn eins ist!?
Freue mich auf Antworten ;-)

Beste Grüße Horst
 
Hallo Horst,
soviel ich weiß, gibt es dazu soviele Meinungen wie Experten. Da die Chips bei den verschiedenen Herstellern meist kleiner sind als 24x36mm ergibt sich schon deshalb eine Änderung des Schärfentiefe-Verhaltens. Z.B. fängt eine normale kleine Kompakt-Digicam mit einer größten Öffnung von 2,8, bezogen auf die Schärfentiefe mit Blende 11 an, sprich, Portraits mit aufgelöstem Hintergrund sind nicht möglich.
Zudem mögen Chips nicht, wenn das Licht schräg auftrifft, wie dies bei Weitwinkeln der Fall ist. Daran kann, soviel ich weiß, auch eine "Extra-Rechnung" nicht viel ändern. Das erklärt auch die mäßige Qualität von Digi-Weitwinkelaufnahmen hinsichtlich Vignettierungsverhalten.
Tests, die auch letztes Jahr in der LFI beschrieben wurden (ich suche mal raus, in welchem Heft) zeigten, dass sich mit den herkömmlichen Objektiven z.B. von Leica und an der R9 mit DMR, also digital, exzellent fotografieren läßt und ohne (abgesehen von dem Weitwinkelproblem) Qualitätseinbußen.
Eine eigene Neurechnung hat deshalb wohl vor allem den Grund, die Brennweiten an den Verkürzungsfaktor anzugleichen (z.B. den Zoombereich) und die Objektive können wegen des kleineren Chips ebenfalls kleiner und leichter werden. Soviel zumindest habe ich bislang davon mitbekommen. Über eine Änderung der Rechnung zugunsten des sozusagen dickeren "Filmmaterials" des Chips weiß ich nichts, das macht physikalisch aber auch wenig Sinn, denn Schärfepunkt ist Schärfepunkt.
Wers besser weiß, der möge ergänzen oder korrigieren...
Viele Grüße,
Nils
 
Hallo @ Alle,

soweit ich gehört habe, sollen fast alle alten und alle neuen Objektive praktisch uneingeschränkt für digital und analog geeignet sein. Da praktisch jedes Objektiv durch den Verlängerungsfaktor 1,33 ungefähr eine Brennweite höher rangiert (21=28, 28=35, 35=50 etc.) ist ein 15er Weitwinkel geplant, um die untere Lücke zu schließen. Dieses wird angeblich auch analogfreundlich, sprich für 24x36 geeignet, gerechnet. Vielleicht haben die auch die Hoffnung, irgendwann doch noch eine Vollformat Digi-M rausbringen zu können, noch nicht ganz verloren ;-)
Was die Schärfentiefegestaltung angeht, können wir denke ich mal bei der digitalen M mit dem Effekt 1/3 Blendenöffnung zu verlieren ganz gut leben. Bei den Superzoomdigis verliert man da 5-6 Blenden!

VG, Arne
 
Dem gibt's eigentlich nichts hinzuzufügen.

Lt. Leica wird das neue SuperWW für die M soll absolut 24x36 tauglich sein. Das Festhalten von Leica an diesem Format wurde schon mehrfach geäußert (wollen wir beim Erfinder ja auch mal hoffen
biggrin.gif
). Das ist auch der Grund warum es für die R bislang noch kein Crop-gerechnetes WW Zoom gibt. Auch für die R soll angeblich eine Vollformattaugliche WW Lösung kommen - hier wohl als Zoom unterhalb oder leicht tangierend zum 21-35. Warten wir einfach mal die Photokina ab.

Gruß vom See

Klaus
 
@ Klaus

Bei der R bzw. dem DMR habe ich sowieso nicht verstanden, warum man sich für einen kleineren Chip mit Crop-Faktor entschieden hat, die Canon EOS 1Ds MkII zeigt ja, daß sowas mit Vollformatchip sehr gut geht. Das Problem mit den zu schräg auf den Chip einfallenden Strahlen gibt es ja bei den SLR wohl nicht.

Gruß, Arne
 
Arne, die 1Ds ist eine kpl. neue Kamera, das DMR ist ein Rucksack auf eine Konstruktion die (über) 10 Jahre alt ist. Der Chip musste irgendwie ins Filmfenster passen, und das eben nach Möglichkeit ohne dem Anwender eine Feile mitliefern zu müssen. Die schräg einfallenden Strahlen gibt's überall, beim Film gab's keinen Grund das nicht zu tun.

Gruß vom See

Klaus
 
Hallo,
Danke für die Antworten! Das hört sich ja gut an. Somit bin ich um ein Stück Erfahrung reicher und sicherer beim Kauf von analogen Objektiven ;-) !!!
Grüße von den, heute sonnigen, Allgäuer Alpen, Horst!
 
Hallo Horst, hallo Klaus,

nur zur Ergänzung: aufgrund des geringeren Auflagenmaßes (Abstand zwischen Wechselbajonett und Film) bei der M von 27,8mm im Vergleich zur R (47,0mm) fallen bei gleichen Weitwinkelbrennweiten bei den M-Leicas die Strahlen wesentlich schräger ein als bei der R. Dies ist auch der Grund, warum ich gegenwärtig nicht an die Anschaffung einer digitalen M denke. Ich rechne nämlich trotz des Randabschnitts mit erheblichen Qualitätseinbußen. Leica hat sich nur aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit zur Entwicklung einer digitalen M durchgerungen.

Gruß, Jochen
 
Die digitale M wird die neue Kodak-Sensor-Generation bekommen, welche weniger randstrahlenempfindlich ist. Dies ist auch der Grund, warum man zuerst das DMR für das unwichtigere R-System herausbrachte und erst jetzt mit der M nachzieht.
Damit ist wohl auch eine Vollformat-SLR möglich, das geringere Auflagenmaß UND Vollformat liegt aber scheinbar noch einen Schritt weiter entfernt.

Ich bin mir absolut sicher, dass die digitale M eine hervorragende Qualität bieten wird, öffentlicher Druck hin oder her, dieser führte lediglich zum Kompromiss (um die Qualität halt trotz technischen Unzulänglichkeiten zu ermöglichen) 1,33x Crop.

Ich habe Alpa-Aufnahmen mit 22MPixel-Rückteilen und neuesten DALSA-Sensoren gesehen, die waren bis hin zu 35mm (echten!) bis in die Randbereiche hervorragend!

Man darf auch nicht vergessen, dass die unbefriedigende Randqualität bei Vollformat nur teilweise am Sensor liegt, sondern auch schlicht an der mangelhaften Qualität der Canon/Nikon-Optiken für derartige Ansprüche (manche Vergleichen die MarkII ja schon mit 4x5Inch...). Wer heute ein Magazin mit Weitwinkel-Aufnahmen aufschlägt, kann schon bei einem A4-Bild (und das bei 0815-Druckqualität) die Ecken mit mangelhafter Schärfe und fürchterlichen Farbsäumen "bewundern" (wohlgemerkt mit Optiken, welche auch vierstellige Beträge kosten!) - da war dann wieder ein 16MPixel-Geschoss mit USM IF ED L stabilized hastenichgesehen Flaschenboden dran.

Die Randstrahlenproblematik ist schließlich kein grundsätzliches, physikalische Problem, sondern ein Makel derzeitiger Technik. Deswegen sind Basteleien zur Problembehebung von der anderen Seite (z.B. Optiken mit größerer Schnittweite dafür mit größeren Abmessungen und schlechterer Qualität) kurzsichtig, in wenigen Jahren wird es noch weiter verbesserte Sensoren geben und die (eigentlich viel langlebigeren) Optiken/Systeme dieser Form haben nur noch Nachteile.
 
Hallo Georg,

Danke für deine klärenden Worte, das habe ich nicht gewusst.

Gruß, Jochen
 
Hallo Georg,

auch ich danke Dir für diese sehr interessanten Infos, habe aber dazu eine Frage:

*...zuerst das DMR für das unwichtigere R-System...*

Warum ist das R-System unwichtiger bzw. warum ist es angeblich oder tatsächlich unwichiger? Oder ist das Deine Meinung?

Grüße aus Bonn und jetzt schon danke für Deine Antwort,

Monti
 
Hallo Monti,

das ist die übliche Meinung unter den "richtigen" Leicanern. Nur die M ist überhaupt eine Kamera, alles andere ist sowie Schwund....

Genau wertvoll wie alle anderen ignoranten Behauptungen auf dieser Welt.

Gruß vom See

Klaus
 
Hallo Klaus und Monti,
der Hinweis auf das "unwichtigere R-System" bezieht sich soviel ich weiß auf die Verkaufszahlen, es werden wohl mehr M7 und MP verkauft als R9. Somit kann auch ich als R-ler mit dieser Aussage ganz gut leben...
Gruß,
Nils
 
Die Leica M hat nur mit Erscheinen von neuen Modellen einen Schub bekommen, ansonsten sind die Verkaufszahlen generell eher gering - die Krankheit eines langlebigen Nischenproduktes...

Meine Aussage bezog sich aber tatsächlich auf Verkaufszahlen, ich habe mich auch gewundert, als ich zum ersten Mal aufgeschlüsselte Zahlen sah - wenn mich meine Erinnerung nicht trübt, waren es ziemlich mächtige Unterschiede! (M >2x so stark vertreten?).

Wir Leicianer unterschätzen dies vielleicht, aber die M ist eine Kamera, die auch beruflich anderswaltig gebundene Photographen für Hobby-Zwecke als zweit-System einsetzen - die R in der Regel nicht.

Deswegen ist die digitale M für Leica geschäftlich noch wesentlich wichtiger als das DMR...
 
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