CI-Fotocommunity

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

M6 Verschluss bei 11000

schlawiener

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
155
Hallo !

ist es bei einer M6 als normal anzusehen , wenn bei schnellen Verschlusszeiten (1/500 und 1/1000) eine Überbelichtung erfolgt , da der Verschluss effektiv länger offen bleibt ?

Bisher ist mir dieses Phänomen nicht aufgefallen , da ich entweder mit 400er SW-Negativfilm oder mit dem 50er Velvia Diafilm in der M6 fotografierte und bei letzterem die Verschlusszeit meist bei 1/250 oder länger lag .
Jetzt hab ich einige 100er und 200er Diafilme belichtet und leider feststellen müssen , dass bei den oa Verschlusszeiten meine Dias doch merklich überbelichtet worden sind .
Angeblich soll eine Justage des Verschlusses nicht wirklich von Erfolg gekrönt sein , da erstens eine gewisse mechanische Toleranz gegeben ist und zweitens die schnellen Zeiten ohnehin nach einigen Filmen wieder daneben liegen .

Deckt sich das mit euren Erfahrungen ?

Danke und Gruss , Norbert
 
Hallo auch,
das würde sich jedenfalls gar nicht mit den Lobhuldigungen auf die Solmser Präzision decken, ich kann mir das nicht vorstellen. Bin mal gespannt, was die alten M-Hasen sagen...
Gruß0,
Nils
 
Hallo Norbert,

Problem hatte ich bei meiner MD auch, seit der reinigung und Neujustage ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

Gruesse

wolfgang
 
was es alles so für scheinbare Gerüchte gibt.
Vom Ansatz behaupte ich, ist es egal welches Filmmaterial ich belichte. Auch Negative sind bei Abweichungen von einer oder einer halben Blende über- oder unterbelichtet. Durch die nachfolgende Möglichkeit den Printprozess anzupassen, machen sich eben Unter- oder Überbelichtungen auf dem Papier nicht bemerkbar.
Ein Diafilm reagiert ja schon merklich bei +/- 0,5 Blenden Unterschied.
Die Verschlußzeiten können sehr wohl justiert werden und verstellen sich nicht gleich wieder oder halten nur 3 - 4 Filme lang. Vermutlich ist das wieder so ein Gerücht der Freunde des elektronischen Verschlusses.

Uwe, wenn die Verschlußzeiten an Deiner M nicht mehr stimmen, dann laß sie neu einstellen.
Eine Frage sei mir noch erlaubt: was für Filmmaterial hast Du genommen???
Agfa-Film scheint wohl etwas empfimdlicher zu sein. Fuji etwas weniger empfindlich. Das macht sich dann bei einer 1/2-Blende schon bemerkbar, so daß Deine Anfrage nicht pauschal beantwortet werden kann.
Es muß also nicht an Deiner M liegen, es kann auch das Filmmaterial sein.
Gruß Jörg
 
@ Jörg !

wenn ich der Uwe sein sollte , auf den sich deine Bitte um Konkretisierung des Filmmaterials bezieht , liefere ich diese Angaben mal :
es waren frische Kodak ExtraColor 100er und Elitechrome 200er , ebenfalls mit Ablaufdatum irgendwann 2006 . Sämtliches Filmmaterial wurde in Österreich im offiziellen Fachhandel gekauft und meines Wissens keiner für den nicht belichteten und unentwickelten originalverpackten und sorgsam , hoffentlich korrekt gelagerten , Film , schädlichen Strahlung ausgesetzt
wink.gif
.

Auf einigermassen korrekte Belichtung achte ich auch , da ich dies ohnehin vom 50er Velvia gewohnt bin .
Bekannt ist auch der userfreundliche Belichtungsspielraum der meisten Negativfilme mit so ca. 4-5 Blenden , der bei starker Unter- oder Überbelichtung im Print brauchbare Ergebnisse liefert und eine Fehlbelichtung daher oft verborgen bleibt , vor allem dann , wenn ein Labor entwickelt und ausarbeitet .

Na ja , und wegen des Freundes elektronischer Verschlüsse kann ich nur anfügen , dass die Aussage von einem Berufsfotografen stammt , welcher selbst mit der M6 arbeitet .
Ich kenne halt keine Gegenbehauptung zu dieser Aussage , darum meine Frage ans Forum .

Sollten nämlich die kurzen Zeiten ohnehin bereits wieder nach 20-30 Filmen dejustiert sein , rechnet sich die Justage meiner Ansicht nach nicht (vorausgesetzt 1/250 und länger sind einwandfrei) und ich schliess die Blende nach Einstellung einer schnellen Zeit und Belichtungsmessung einfach ein bisschen .

Gruss , Norbert
 
Hallo Norbert -

wie oben beschrieben habe ich meine MD, die fast 40 Jahre nur mit Zeiteinstellung B am Reprovit benutzt wurde (und deshalb wohl verharzt war) vor einem knappen Jahr reinigen und neu justieren lassen. Seitdem funktionieren die Zeiten wieder einwandfrei - ich schaetze, dass ich in dieser Zeit ca 1000 bis 1500 Reproaufnahmen mit Tageslicht und wenn noetig mit Tageslichtzusatzl&en (also bei den verschiedensten Belichtungszeiteneiten) gemacht habe und quasi keine Fehlbelichtungen feststellen konnte, obwohl ich fast ausschliesslich mit AGFA-Diafilm, der ja wie auch Joerg sagt sehr empfindlich auf falsche Belichtung reagiert, arbeite.

Gruesse

Wolfgang
 
Hallo Norbert,
Tschuldigung, wie ich wohl auf Uwe kam?? seltsam

Mit meinem Hinweis auf CN wollte ich nur sagen, daß man am Negativ auch erkennen kann ob ein Bild über oder unterblichtet ist. Hier hat man halt gegenber dem CU den Vorteil Fehlbelichtungen im Positivprozess auszugleichen.

Ich will jetzt die Aussage des von Dir zitierten Berufsfotografen nicht in Abrede stellen, Er hat seine Erfahrungen.
Ich habe, hatte auch Kontakte zu Berufsfotografen aber keinerlei Hinweise auf diesen Umstand. An meinen Negativen (vorrangig 400 ASA) kann ich keine merklichen Auswirkungen im Bereich 1/500 oder 1/1000 mit der von Dir angesprochenen Problematik feststellen. Meine M war, glaube ich, letzmalig in 2002 zur Inspektion. Sie müßte mal wieder hin, aber nur zum Reinigen und weil der Beli ab 1600 ASA spinnt.

Mein Vorschlag:
Herrn Reinhardt von der Fa. Kielgas in Hannover fragen (+49 (511) 81 46 99 ), e-mail hab ich leider nicht. Der gibt bestimmt kompetente Auskunft, wo die Solmser eher beschönigen (vermute ich mal)
Gruß Jörg
 
@ Wolfgang
ich meine nicht, daß der Agfa auf falsche belichtung reagiert. Der Film hat eine etwas höhere Empfindlichkeit und kann so zu Überbelichtungen führen.
Es gibt aber auch die Situation, daß ein Kamerabeli anders abgestimmt ist. Meiner in der R8 eher auf CN - Meterial, so daß ich bei CU ca. 0,5 - 0,75 Blende gegenhalten müßte, um korrekt belichte Dias zu bekommen. Da ich eh keine Dias mehr mache, interessiert es mich auch nicht.
Gruß Jörg
 
Hallo Wolfgang und Joerg !

vielen Dank für eure Antworten und Kontaktadressen

Gruss , Norbert
 
Hallo Joerg,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Agfa-Dia-Filme doch recht empfindlich auf Ueberbelichtung reagieren (die Kodaks sind da toleranter) - ich mag aber die Farbwiedergabe der Agfas lieber. Ich habe mir die eingebauten Belis in der R3 und R7 und meinen Handbeli Lunasix III aufeinander abgleichen lassen, mit dem Hinweis auf die Verwendung von Agfa-Dia-Filmen. Damit konnte ich endgueltig das Problem, Beliabhaengig Zeit zugeben oder abziehen zu muessen, beseitigen.

Gruesse

Wolfgang
 
hallo,

wenn ich mir das so durchlese bekomme ich es ja richtig mit der angst zu tun... ich fotografiere seit x-jahren mit 2 canon f-1 (eine alte, eine neue version). diese kameras waren, obwohl häufig in gebrauch noch nie in irgend einer revision und arbeiten ohne jegliche fehler.
nun habe ich mir eine neuwertige leica m4 und eine neuwertige m6 (hohe seriennummer) gekauft. die m4 arbeitet bis zu den kürzesten verschlusszeiten einwandfrei, die m6 sollte ich heute bekommen.
aber wenn ich so lese, dass diese kameras öfter zur (teuren) revision müssen, stelle ich mir schon die frage ob ich mit diesem system nun tatsächlich die richtige wahl getroffen habe! wäre schön wenn ich weitere ausführungen zu diesem thema hier lesen dürfte.

herzliche grüsse
mischa
 
@Mischa
da hilft nur suchen hier im Forum, es gibt zu fast allem eine Antwort
Gruß Jörg
 
Es ist leider unter Nutzern eine bekannte Tatsache, dass der M-Verschluss bei den kürzesten Belichtungszeiten mit der Zeit verlangsamt.
Dieses fällt vielen nicht auf, weil häufig mit den anderen Zeiten belichtet und i.d.R. mit Negativfilm gearbeitet wird, welcher nicht so allergisch auf Fehlbelichtung reagiert (längere und flachere Kennlinie).
crazy.gif

Wird die Kamera dagegen selten benutzt, so können die längeren Belichtungszeiten durch Verharzung hängen.
Wie gesagt, dieses kann, muß aber nicht zwingend in regelmäßigen Abständen auftreten. Wenn es jedoch auftritt, hilft nur die Überholung in einer authorisierten Werkstatt.
uhoh.gif


Grüße, Wolfram
 
lieber wolfram

vielen dank für deine info.
ja klasse kann ich da nur sagen... so etwas kann ich gar nicht brauchen, das war mir vor meinem kauf leider nicht klar. ich ging bei einem derart hochgelobten gerät von entsprechenden qualitätsmerkmalen aus.
dies wird wahrscheinlich das aus für meine "neue" ausrüstung bedeuten und das zurück zur canon f-1

:-(

liebe grüsse
mischa
 
Hallo Mischa;

nicht gleich die Flinte ins Korn werfen
talker.gif
. Dieses Dilemma findet man bei fast allen mechan. Kameras mehr oder weniger ausgeprägt.

Grüße, Wolfram
 
Hallo,

habe ja selbst sowohl Leicas, als auch noch die Canon F-1. Bei der F-1 wird in der Bedienungsanleitung auch darauf hingewiesen, daß sie regelmäßig benutzt werden sollte und das obwohl die langen Zeiten elektronisch und nicht über ein Hemmwerk gebildet werden.
Meine M4-P und meine M6, beide etwa 20 Jahre alt, haben/hatten mit den kurzen Zeiten noch nie ein Problem.
Habe erst vor kurzem am Mittelmeer viel mit Fuji Velvia 100 bei 1/500 und 1/1000 fotografiert, ohne daß ein einziges überbelichtetes Foto dabei herausgekommen wäre. Und wenn diese "Macke" in 10 oder 20 Jahren mal auftreten sollte, dann schließt man einfach bei diesen Zeiten die Blende einen halben Wert, oder?

Gruß, Arne

ps @All: Wenn der Verschluß bei langen Zeiten hängen bleiben sollte, gibt es übrigens Möglichkeiten, den auch ohne teuren Werkstattbesuch wieder zum laufen zu bringen.
 
ja, ich bin halt einfach sehr sensibel auf diese sachen.
übrigens, bei meiner alten f-1 wird keine der verschlusszeiten elektronisch gebildet. ich habe diese kamera (baujahr irgendwann 1976 - 1981) dieses jahr prüfen lassen mit dem ergebnis das keine(!) justage durchgeführt werden muss. sogar bei meiner uralt 6x6 bronica S2A läuft die 1/1000s so genau das keine justage nötig war. naja, ich werde die beiden m's jetzt mal in aller ruhe testen...
wahrscheinlich reagiere ich mal wieder hochneurotisch
uhoh.gif


liebe grüsse und ein wunderschönes wochenende
mischa
 
Wenn die Verschlusszeit statt 1/1000s nur noch bis 1/800s reicht, sieht man das dem Bild meist auch nicht an.

Eine mechanische Kamera sollte man grundsätzlich viel benutzen, damit die Verschlüsse intakt bleiben. "Eingeschweißte" Sammelsonderserien sind nicht neu, wie die Verkäufer den Zustand dieser Sammelobjekte benennen. Ihre Verschlüsse sind stark gealtert, weil sie nicht benutzt wurden.

Hasselblad, eine andere Nobelmarke, empfielt ihren Kunden, ihre Kamera einmal im Jahr bezüglich der Verschlusszeiten einzuschicken, ein ziemlich teures Unterpfangen.

Gruß Jochen

P.S.: Hallo Mischa, ich hatte beim Posten deinen Beitrag nicht bemerkt!
 
Begnügt Ihr Euch eigentlich mit dem Leica-M System oder verwendet Ihr weitere (Kleinbild)Systeme?

Viele Grüsse
Mischa
 
Hallo Mischa,

es gibt einige hier im Forum, die haben mehrere Kleinbildsysteme. Ich persönlich benutze gegenwärtig ausschließlich das M-System (drei Gehäuse, M6 [für Farbe], M7 [für SW], MD [eigentlich überflüssig] sowie 9 Objektive). Ich mache 90% meiner Aufnahmen mit 50 bzw. 35mm Brennweiten. Makrofotografie mache ich nicht, da ich kein Makroobjektiv besitze (einzige Einschränkung).

Gruß Jochen
 
Zurück
Oben