CI-Fotocommunity

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

M7 oder M6 TTL die Qual der Wahl

@Klaus, sparen bei Frau und Kind(ern) - mache ich nächste Woche, da bin ich mit Freunden und Motorrad in den Pyrenäen. Nur mit Wein und Gesang, ohne Weib...
happy.gif


@Ruediger, Du hast Post (sozusagen M7 Post)
talker.gif


@Dieter: Danke für die Links!
http://shphoto.de und
http://www.leica-basar.de
könnte man noch in die Liste aufnehmen.

Beidesmal der gleiche Anbieter, aber unterschiedliche Webseiten.

Viele Grüße an Euch an diesem regnerischem Tag,
Maik
 
Hallo Maik,
bin zwar nur im R-Bereich Nutzer von Zeit-Automatik, wollte dir aber meine Erfahrung nicht vorenthalten:
Habe mir vor ca. 2 Jahren nach nach 25 Jahren vollmechanischer, automatikloser Zeit eine R7 gekauft - und die Zeitautomatik richtig intensiv genutzt und kennengelernt - ist eigentlich einfach genial. Trotzdem greife ich seit ca. 2 Monaten wieder zur vollmanuellen Kamera zurueck. Die Bildergebnisse sind m.M. nach wieder besser geworden, da ich glaube, dass man ueberlegter (weil langsamer) fotografiert.
Die Zeitautomatik hat absolut ihre Vorteile, wenn es schnell - z.B. street und Personen - gehen muss.
Im gerade (leider schon wieder) beendeten Urlaub habe ich 9 Filme durch die vollmanuelle gejagt, dagegen nur zwei durch den Zeitautomat und auch den habe ich tlw. rein manuell genutzt.

Hoffendlich ist die Verwirrung bei dir nun perfekt - du musst ausprobieren, was dir besser liegt.

Gruesse
Wolfgang
 
Hallo,
ich denke auch, dass jeder fuer sich entscheiden muss, was ihm besser liegt. Ich bin nach fast 20 Jahren Zeitautomatik (Nikon FG) zum vollmanuellen Photographieren gekommen, weil ich es gehasst habe, von der Automatikl abhaengig zu sein.

Wenn die Lichtverhaeltnisse normal bis gut sind, brauche ich keine Automatik, weil ich die Belichtung voreinstellen kann. Jochens Argument gegen die Nachfuehrblende kann ich zwar nachvollziehen, ich halte aber kleine Unterschiede bei der Blende nicht fuer dramatisch.

Dramatisch ist es aber, wenn ich auf der Strasse mit einem Motiv im Sucher feststelle, dass die von der Autonatik gewaehlte Belichtungszeit zu langsam ist. Dann muss ich doch wieder bei der Blende korrigieren! Insofern ist eine Zeitautomatik auch nicht praktischer als eine vorgewaehlte Belichtungszeit, finde ich.

Gerade bei der Streetphotographe hat die kurze Belichtungszeit Vorrang vor der Blende, um Bewegungsunschaerfe bzw. Verwackelung zu vermeiden. Ich verstehe insofern nicht, warum die M7 immer als Street-Kamera genannt wird.

1000,- EUR mehr auszugeben nur fuer die Automatik, finde ich toericht! Dafuer kann man sich doch ein schoenes (gebrauchtes) lichtstarkes Objektiv kaufen!
Gruesse, stefan
 
Hallo,

mit dem Fotografieren begann ich als man noch nirgends von Zeitautomaten sprach. Unterdessen habe ich auch 3 Kameras die das recht gut können.

Es gibt oft Situationen wo der Automat hilfreich ist. Auf der andern Seite gibt es Situationen wo man mit manueller Zeiteinstellung gerade so schnell ist. Ob ich nun die Belichtungskorrektur verstelle oder am Zeitenrad drehe, kommt dann auf's selbe heraus.

Was ich damit sagen will: Für mich ist es keine Frage des Systems, sondern der Situation, oder manchmal der Laune.

Wegen der 1000.- EUR mehr für eine Automatik: Ich habe die 1000.- EUR noch viel törichter ausgegeben, für KEINE Automatik, sprich Leica MP :-)

Grüsse
Hans
 
Hallo Sefan,

sicher braucht das Nachführen der Blende kein Problem zu sein. Allerdings tendiert man (besser sollte ich sagen "tendiere ich") dazu die Belichtung nachzuregeln, weil mir der Belichtungsmesser sagt, dass ich eine halbe oder eine Blende falsch liege. Das führt eben (bei mir) dazu, dass ich zur Korrektur die Blende verschiebe. Ich habe wirklich den direkten Vergleich, da ich sowohl die M6 (von der Bedienung fast identisch mit der MP) und die M7 habe.

Für mich ist damit die M7 (im Falle von Streetfotografie) schneller und die offene Blende bleibt erhalten.

Gruß Jochen
 
Hm? Habe mit großem Interesse eure Beiträge verfolgt. Ist von verschiedenen Seiten viel Wahres geschrieben worden.
Ich meine, dass man für jeden Zweck das adäquate Werkzeug zur Hand haben sollte. Mache ich Landschaften und Natur, nehme ich die Hasselblad; mache ich Street, nehme ich die Nikon F4 mit Motor, und wenn ich mit viel Muße lustvoll fotografieren möchte, nehme ich die M6. Jede Kamera hat - finde ich - ihre entsprechenden Vor- und Nachteile. Oder?

HerzlGrüße
Jürgen
 
Lieber Jürgen,

vielen Dank für die Darstellung deines Standpunkts. Ich stimme dir weitgehend zu, möchte aber meine eigenen Vorstellungen, die sich von deinen unterscheiden, hier einmal darlegen.

Ich gebe zu, dass es schön ist, wenn man eine große Ausrüstung zur Verfügung hat. Allerdings beherrscht man dann ein System nur richtig, wenn man mit einem (kleinen) System arbeitet. Ich hatte früher auch eine große Ausrüstung (KB, MF). Ich habe jetzt aber nur eine Ausrüstung, die in einen kleinen Rucksack passt. Wenn ich auf Fotopirsch gehe, habe ich meine Tasche immer gepackt. Meist brauche ich nur einige unnötige Objektive und Gehäuse herauszunehmen.

Die Größe einer Ausrüstung ist auch eine Frage des Geldbeutels. Ich kann mir beispielsweise keine Hasselblad leisten.

Ich gebe zu und weiß aus Erfahrung, dass man Landschafts- besonders aber Architekturfotografie am besten mit Mittelformatkameras machen sollte. Besonders der Blick durch den Schachtsucher ist schon einzigartig. Allerdings halte ich die aktuellen Leica-Objektive für so gut, dass sie für diese Art der Fotografie (für die Ansprüche eines Amateurs) auch geeignet erscheinen.

Wir hatten früher auch schon einmal eine Nikon F4. Daher weiß ich, wovon ich rede. Ich halte die Leica M7 bestückt mit einem 50er für besser für die Streetfotografie als eine F4, weil sie unscheinbarer und leichter ist. Bei meiner Art der Streetfotografie möchte ich unbemerkt fotografieren können.
Lieben Gruß vom Jochen
 
Klar, Jochen, stimmt schon. Ein kleines, überschaubares System hat Vorteile, gerade wenn man unterwegs ist.
Häufig nehme ich mir allerdings ganz gezielt das eine oder andere Objekt vor und packe dann genau das ein, was ich - vermutlich - brauchen werde. Die M6 mit dem 50er ist allerdings immer dabei
happy.gif

Und in der Tat kann es schon mal passieren, dass ich dann den ganzen Kram im Auto lasse und nur mit der Leica losziehe. ;)
Ohne zuviel zur forumsfremden F4 schreiben zu wollen, denke ich, dass die F4 mit Motor und AF einfach unschlagbar gut ist, wenn's auf Geschwindigkeit und Handling angeht. Mit der M6 brauche ich einfach zu lange, bis ich fokussiert habe. Vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeschickt.

herzlGrüße
Jürgen
 
@Jochen

Du bist wohl über die aktuellen Hasselblad-Gebrauchtpreise nicht informiert
rofl.gif


@Jürgen

Ich denke schon, das Du selbst am Besten weißt, mit welcher Kamera Du was am besten umsetzen kannst
wink.gif
Und nihms locker, die meisten hier die Dir was von Schnelligkeit mit der M erzählen wollen, habe ich schon live erleben dürfen - da wird Dir ganz schon der Unterschied zwischen Internet und IRL klar
biggrin.gif


Gruß vom See

Klaus
 
... und bei all dem darf man nicht vergessen, dass große street-Fotografen, wie auch HCB, nicht nur keinen Autofocus hatten, sondern auch keinen Entfernungsmesser und keinen Belichtungsmesser. Grundsätzlich finde ich es bei Streetfotografie wichtig, dass die Kamera einigermaßen unauffällig ist, auch wenn man die Leute nicht unbemerkt fotografieren will. Eine Riesen-Nikon mit Motor wirkt da doch anders als eine M oder meine R5. Den Motor finde ich eher bei "Studiofotografie" oder für Sportaufnahmen nützlich, sonst ist er eher ein Hindernis für gute Bilder.
Aber so verschieden sind eben die Herangehensweisen.
Viele Grüße,
Nils
 
Motor im Studio - süss
biggrin.gif


Aber eben, wir alle sind verschieden, und es soll ja sogar Leute geben, die mit Mittelformatkameras auf die Straße gehen - und die sind nicht unbedingt kleiner als ne F4...

Gruß vom See

Klaus
 
@Nils:
"dass große street-Fotografen, wie auch HCB, nicht nur keinen Autofocus hatten, sondern auch keinen Entfernungsmesser und keinen Belichtungsmesser"
Ich weiß zwar nicht, wer HCB ist, aber sicher ist nicht jeder, der auf der Straße fotografiert, gleich ein "großer Meister", der so ganz ohne unterstützende Technikhilfen wie Autofokus und/oder Belichtungsautomatik auskommt. Mit hilft das gerade wenn's hektisch wird schon. Bin halt nur ein Amateur. ;)
Selbstverständlich stimme ich Dir zu, dass man mit der Rx bzw. der Mx wunderbar auf der Straße fotografieren kann. ;)

Zum unbemerkten fotografieren: Ich weiß nicht, wie ihr es haltet mit der Einverständniserklärung der Abgelichteten, aber so ganz unbemerkt wird man wohl kaum einfach Menschen "auf der Gasse" ablichten dürfen; es sei denn, es sind Personen des öfftl. Lebens.

BTW: Der Motor ist m.E. immer dann gut, wenn man sich ganz auf das bewegte Motiv konzentrieren möchte und nicht für jedes Verschlussspannen die Kamera vom Auge nehmen muss bzw. man sich jedesmal beim Filmtransport ins Auge fasst.
blush.gif


Klar, dass jeder von uns besondere Vorlieben, Techniken und Gewohnheiten hat. Ist ja auch gut so.
kiss.gif


HerzlGrüße
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

HCB ist Henri Cartier-Bresson und wohl der bekannteste (möglicherweise auch der bedeutendste) Street- und Leica-Fotograf überhaupt. Wir hier im Forum sind meist Amateure und haben nicht den Anspruch, große Meister zu sein.
Auf der Straße, auf dem sich normalerweise die Belichtungsverhältnisse nicht laufend ändern, brauche ich nicht eine Belichtungsautomatik. Bei meiner Leica-M habe ich nur eine Messmethode, die ich genau kenne, da brauche ich nicht lange zu überlegen und mich zu verunsichern, welche Messmethode denn jetzt die richtige ist, da ich nur eine habe. Der große Fehler der Spiegelreflexvergangenheit war ja meines Erachtens, dass man sich immer neue Methoden ausgedacht hat (bis zu den Chipkarten, bei der der Fotograf nicht mehr mitdenken musste!).
Ein guter Koch braucht auch keine vollautomatische Schnitzelmaschine, um seine Speisen vorzubereiten sondern nur schlicht ein einfaches scharfes Messer!
Zum Atofocus: In der Vergangenheit haben wir (meine Frau und ich) mit der Nikon F3 und F4 fotografiert. Die interessantere Kamera war die MF- Kamera F3! Ich bin der Meinung, dass ich mit meiner Leica-M in manchen Situationen schneller und auch genauer (Defokussierungsgefahr des Auges beiVorliegen der Nasenspitze) bin als mit einer Autofocuskamera, da ich (fast) mit "Realtime" fotografieren kann.
Sicher ist es nicht erlaubt, Leute auf der Straße zu fotografieren. Wir Deutschen tendieren aber dazu, alles so vorschriftsmäßig zu nehmen. In Italien beispielsweise sind die Leute offensichtlich viel weltoffener. Was ist denn daran verwerflich, wenn ich auf der Straße einen normalen Menschen (ohne Eigenarten oder Gebrechen) heimlich fotografiere, um eine schönes Motiv zu haben? Sollte ich merken, dass das jemanden stört, breche ich mein Vorhaben sofort ab oder befasse mich weiter nicht mit dem Negativ.

Die M-Leicas sind sehr leise, so dass die Aufnahmen mit diesen Kameras unbemerkt vollzogen werden können im Gegensatz zu den meisten aufdringlichen sonstigen Kameras.

Gruß, Jochen
 
Zurück
Oben