Hallo,ich habe hier Informationen zusammen gestellt für diejenige die sich mit dem Thema Makrofotografie näher beschäftigen möchten .
Alle infos basieren sich auf eigener Erfahrung.
Ich denke hier findet man viele hilfreiche Infos zur
Makrofotografie
Makro Workshop
Was ist Makrofotografie?
bei einer Vergrößerung 1:1 ,ein 2cm großes Motiv nimmt auch 2cm Platz auf dem Sensor , bei 2:1 wären es schon 4cm.
Normale Objektive ,zum Vergleich, erzielen ihre maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:10.
Um größere Abbildungsmaßstäbe zu erzielen, muss ein Makroobjektiv, eine Nahlinse , Lupenobjektiv , ein Balgengerät , Zwischenringe Telekonverter bzw. ein Objektiv in der Retrostellung eingesetzt werden.
Wenn Sie schon einmal probiert haben am Mittag z.B. Insekten zu fotografieren haben Sie bestimmt gemerkt ,dass es nicht einfach ist...
Einerseits hat man ,wenn es nicht bewölkt ist, schlechte Lichtverhältnisse die zu starken Kontrasten zwischen Licht und Schatten bilden ,andererseits sind die Insekten sehr aktiv ,sodass man kaum an die ran kommt.
Deswegen fotografiert man am besten am frühen Morgen ,da die Insekten von der Nachtkälte weniger beweglich sind und gleichzeitig herrschen die beste Lichtverhältnisse für eine Makroaufnahme -(weiches Licht).Als Nebeneffekt trifft man schöne Tautropfen
Ausrüstung:
1.Zu empfehlen sind Digitale Spiegelreflex Kamera mit SVA-FUNKTION (spiegel vorauslösung) mit dem Makroobjektiv am besten 1:1 Vergrößerung und mehr.
Manche Objekte die nicht zu klein sind lassen sich auch mit den Normalobjektiven mit dem Makromodus ablichten , wer aber höchste optische Qualität erreichen möchte, sowie gutes Handling sollte ein Makroobjektiv mit 1:1 Vergrößerung haben.
Brennweite am besten ab 90mm,aber es geht auch mit dem 50mm-
man muss nur noch vorsichtiger sich dem Objekt nähern.
2.Ein stabiler Stativ dass sich auf dem Bodenniveau gut bedienen lässt z.B. Manfrotto 055 Serie mit dem Stativkopf- (Kugelkopf ist empfehlenswert ,da man damit schnell die Kameraposition ändern kann ). Man kann sicher auch mit anderen Stativköpfen arbeiten- Hauptsache die sind Stabil (kein Nachrutschen nach dem Feststellen) und Sie kommen damit gut zu Recht.
3.Kabelauslöser (am besten) da man damit die Kamera-Stativeinheit beim Auslösen nicht bewegt und damit die Mögliche Bewegungsunschärfe oder eingestellten Schärfepunkt, Ausschnitt nicht verändert.
Infrarotauslöser ist oft störend da man den von vorne auf die Kamera richten soll damit er auslöst und vorne haben Sie z.B. Insekten die sie mit unnötigen Bewegungen erschrecken könnten.
Selbstauslöser ist nur bedingt(Kameramodelabhängig) zu empfehlen ,da man damit entweder die SVA nicht benutzen kann oder man hat Modelabhängig 30sec.Verzögerung zwischen dem Spiegelhochklappen und Selbstauslösen und das ist zuviel Zeit. Außerdem man sollte Kamera möglichst nicht anfassen ,wenn die schon richtig eingestellt ist ,damit der Schärfepunkt sich nicht verschiebt(da reicht schon 1mm aus und die Aufnahme ist unscharf).
4.Aufhellreflektor oder notfalls geht auch Silberfolie aus dem Supermarkt oder Baumarkt (bis 30 cm ausreichend),damit können Sie Schatten aufhellen
Empfehlenswert:
Durchlichtreflektor- damit erzeugt man weicheres Licht, besonders ,
wenn man angewiesen ist beim harten Sonnenlicht zu fotografieren
ein Bohnensack um Kamera auf den Boden aufzulegen,
Telekonverter, Nahlinsen, Zwischenringe.
Wasserdichte Schuhe (Gummistiefel oder ähnliches), sowie
wasserdichte Bekleidung,
Spray gegen Zecken und Mücken
Unterschiede zur Technik:
DSLR/SLR/Kompaktkamera :
Der unterschied bei DSLR/SLR hängt von dem Medium Sensor/Film.
DSLR- haben größeren Sensor als Kompaktkamera was die Auswirkung auf die Schärfentiefe hat. Je größer der Sensor, desto kleiner ist die Schärfentiefe.
Die Arbeitsweise ist aber abgesehen von SVA –gleich, es sei denn ihre Kompaktkamera erlaubt keine manuelle Fokussierung oder kein Auswahl der Blende.
Brennweiten:
Man kann alle Brennweiten benutzen,
Es gibt nur bei Telebrennweiten wie 180mm schöneres Bokeh und der größere Arbeitsabstand zum Motiv ,als bei kleineren Brennweiten wie z.B. 50mm.
Die Schärfentiefe und Abbildungsmaßstab hängen nicht von der Brennweite ab und sind bei unterschiedlichen Brennweiten gleich.
Zwischenringe (ZR) –werden zwischen dem Objektiv und Kamera aufgeschraubt und bewirken eine Auszugsverlängerung ,was dazu führt dass die kürzeste Einstellentfernung dadurch verringert,
sodass man näher an das Motiv ran gehen kann und der Abbildungsmaßstab wird größer.
Zwischenringe besitzen keine Linsen, bewirken aber trotzdem durch das Eingreifen in das Optisches System Qualitätsverschlechterung.
Die ZR- schlucken Licht ,der Sucher wird dunkler und die Belichtungszeiten verlängern sich abhängig von der länge der ZR.
Sie können auch mehrere ZR kombinieren.
Man kann mit ZR nur im Nahbereich arbeiten
Telekonverter (TK): wird wie ZR zwischen der Kamera und Objektiv eingesetzt. TK besitz Linsen verlängert die Brennweite und Abbildungsmaßstab um den eigenen Faktor. Dadurch ,dass die kürzeste Einstellentfernung verändert sich nicht, aber die Brennweite schon – bekommt man größeren Abbildungs/ und Arbeits/abstand.
Telekonverter schlucken auch wie die ZR das Licht. Z.B.ein 1,4TK schluckt 1 Blende Licht, 2,0TK schon 2Blenden .
Telekonverter kann man sowohl im Nahbereich als auch im Fernbereich einsetzten .
Beispiel:150mm Objektiv mit Abbildungsmaßstab 1:1 ,mit einem 1,4TK verlängert seine Brennweite auf 210mm und Abbildungsmaßstab auf 1,4:1.
Nahlinsen: Werden in die Filtergewinde des Objektivs aufgeschraubt .Es gibt 2 Arten: Achromatische und einfache Linsen. Die Achromatische Linsen liefern deutlich bessere Ergebnisse durch die Aufbau aus 2Linsen, kosten auch teurer als die einfache linsen. Beide Linsen haben Lichtvorteil gegenüber ZR oder TK ,da die schlucken kein Licht. Man kann aber auch wie mit den ZR nur im Nahbereich arbeiten.
Nahlinsen verkürzen den Arbeitsabstand zum Motiv- und haben unterschiedlichen Dioptrien was zum Unterschiedlichen Maßstab und Arbeitsabstand führt.
Blitzen: Meine Empfehlung wenn es geht fotografieren Sie ohne Blitz, denn Blitzen macht oft die Natürlichkeit des Bildes Kaputt .Als Beispiel bekommen Sie oft einen unnatürlichen schwarzen Hintergrund sowie unschöne Reflexen auf der glatten Oberfläche.
Kameraeinstellungen:
*RAW
*WB
*ISO
*Messmodus
*Modi A
*Blende/Zeit
RAW- bietet die beste Lösung, da die Bilder nachträglich am PC viele Reserven für EBV bieten.
WB-bei RAW nachträglich möglich
ISO- nach Möglichkeit die Kleinste Modelabhängig 50 ,100,oder 200 auswählen.
Wenn herrschende Wetterbedingungen wegen Bewegungsunschärfe es nicht anders zulassen –höhere ISO ausprobieren.
Messmodus-Motivabhängig
Es gibt 3 Messmethoden:
1.Spot
2.Mittenbetont
3.Mehrfeld
Am besten stellt man Mehrfeldmessung und durch die Kontrolle am Monitor eventuelle +/- Korrektur
Modus A- man braucht nur einen Modus und zwar A -Blendenpriorität, (da man damit die gewünschte Schärfentiefe bestimmt )
Man wählt die gewünschte Blende aus und die Kamera stellt die Zeit dementsprechend automatisch ein.
Blende/Zeit- die Zeit in der Makrofotografie spielt wichtige Rolle ,zu lange BZ bringen oft die Bewegungsunschärfe die z.B. durch den kleinsten hauch Wind kommt, deswegen ist es wichtig Rücksicht auf Wind zu nehmen.
Gleichzeitig ist Zeit und Blende miteinander gekoppelt- möchte man mehr Schärfentiefe ins Bild bringen- blendet man stärker ab, was zu den kritischen ,langen BZ um 1sec führt.
Mit offener Blende kann man umgekehrt die Schärfentiefe extrem klein machen, was bei manchen Bilder interessante Effekte bildet
Bei den anderen Bilder um mehr Schärfentiefe zu erreichen kann man Bilder in unterschiedlichen Schärfenebenen aufnehmen und mit entsprechender Technik (Software z.b HeliconFocus) zu einem Bild zusammenfügen
Fokussierung :
Grundsätzlich im Makrobereich Manuell,denn AF beim zunehmendem Maßstab wird sehr langsam und oft unsicher ,außerdem wenn es darum geht mm. genau zu fokussieren weißt AF einfach nicht wo genau Sie den Schärfepunkt haben möchten !!!
Also Autofokus abschalten !!!
Belichtungskontrolle:
würde ich empfehlen am Monitor zu machen.
Als kleine Hilfe empfiehlt sich bei den dunklen Motiven +Korrektur bei den hellen – Korrektur in Betracht zu ziehen .Es muss nicht sein oft aber wenn man weißt ,dass schwarze Käfer (als Beispiel) Zeichnung in dunklen Bereichen verlieren ist es schon hilfreich die Plus Korrektur einzubeziehen.
Histogramm: kann man auch oft benutzen , ich bevorzuge gerade wenn man mit Tautropfen arbeitet die Beurteilung am Monitor, denn am
Histogramm wird zwar oft z.B. Unterbelichtet gezeigt, die Spitzenlichter in den Tropfen sind aber genau richtig belichtet, den Rest kann man lieber am PC leicht aufhellen, die überbelichtete Bereiche wenn man die einmal überbelichtet sind dann aber kaum zu retten .Von daher einfach am besten beides ausprobieren und die gute Mischung für sich finden.
Rauschunterdrückung :
Im Raw und JPG ist es besser die Rauschunterdrückung abzuschalten und wenn nötig ist nachträglich am PC selektiv durchzuführen.
Spiegelvorauslösung (SVA):
Sehr wichtig in der Makrofotografie in dem Bereich 3sec-1/80sec, da man sehr oft diese Belichtungszeit benutzt, empfiehlt sich um Erschütterung durch den Spiegelschlag zu vermeiden die SVA zu benutzen- ansonsten kriegt man oft unscharfe Fotos. Viel hängt auch von Ihrem Stativ ab, denn verschiedene Materialien dämpfen unterschiedlich die Erschütterung durch den Spiegelschlag.
Besser ist man mit einem Karbon oder Holzstativ bedingt als mit einem Aluminiumstativ.
Schärfentiefe:
Schärfentiefe spielt bei Makro oft entscheidende Rolle, denn wie es aus der Tabelle ersichtlich ist beträgt die Schärfentiefe bei 1:1 Maßstab und Blende 11 gerade die 1,45mm ,was natürlich oft nicht ausreichend ist um ein Objekt voll scharf zu bekommen. Die Schärfentiefe ist unabhängig von der Brennweite die man einsetzt.
Wie erhöht man die Schärfentiefe? :
1.Mehr Abstand vom Objekt nehmen,
2. stärker abblenden
3.Notfalls bei statischen Motiven mehrere Bilder mit unterschiedlichen Ebenen aufnehmen und per EBV zusammenfügen .
Am besten aber man positioniert die Kamera (Sensorebene) exakt parallel dem Objekt, sodass man nicht unnötig abblendet um ein Objekt scharf zu bekommen aber trotzdem ein Bild hat wo das wichtigste in der Schärfeebene liegt. Das erfordert geduld und Feingefühl .
Gestalterische Regeln:
Auch in Makro gelten die altbekannte gestalterische Regeln wie :
1.goldener Schnitt (drittel Regel)
2. Linienführung (durch gedankliches Verbinden von Bildelementen)
3.Spiel mit der Schärfentiefe (man kann Objekt durch den Auswahl der Blende freistellen, oder umgekehrt dem HG mehr Zeichnung geben
4.Hintergrund ins Bild einbeziehen aber achten dass, er nicht zu dominant ist und von dem Hauptmotiv ablenkt.
5.Licht steuern ,bzw. bewusst bestimmte Tageszeiten auswählen.
Viel Erfolg!
Diejenigen die Lust auf mehr haben,können sich bei mir melden um zusammen ein Workshop durchzuführen
Roman Serebryanyy
Alle infos basieren sich auf eigener Erfahrung.
Ich denke hier findet man viele hilfreiche Infos zur
Makrofotografie
Makro Workshop
Was ist Makrofotografie?
bei einer Vergrößerung 1:1 ,ein 2cm großes Motiv nimmt auch 2cm Platz auf dem Sensor , bei 2:1 wären es schon 4cm.
Normale Objektive ,zum Vergleich, erzielen ihre maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:10.
Um größere Abbildungsmaßstäbe zu erzielen, muss ein Makroobjektiv, eine Nahlinse , Lupenobjektiv , ein Balgengerät , Zwischenringe Telekonverter bzw. ein Objektiv in der Retrostellung eingesetzt werden.
Wenn Sie schon einmal probiert haben am Mittag z.B. Insekten zu fotografieren haben Sie bestimmt gemerkt ,dass es nicht einfach ist...
Einerseits hat man ,wenn es nicht bewölkt ist, schlechte Lichtverhältnisse die zu starken Kontrasten zwischen Licht und Schatten bilden ,andererseits sind die Insekten sehr aktiv ,sodass man kaum an die ran kommt.
Deswegen fotografiert man am besten am frühen Morgen ,da die Insekten von der Nachtkälte weniger beweglich sind und gleichzeitig herrschen die beste Lichtverhältnisse für eine Makroaufnahme -(weiches Licht).Als Nebeneffekt trifft man schöne Tautropfen
Ausrüstung:
1.Zu empfehlen sind Digitale Spiegelreflex Kamera mit SVA-FUNKTION (spiegel vorauslösung) mit dem Makroobjektiv am besten 1:1 Vergrößerung und mehr.
Manche Objekte die nicht zu klein sind lassen sich auch mit den Normalobjektiven mit dem Makromodus ablichten , wer aber höchste optische Qualität erreichen möchte, sowie gutes Handling sollte ein Makroobjektiv mit 1:1 Vergrößerung haben.
Brennweite am besten ab 90mm,aber es geht auch mit dem 50mm-
man muss nur noch vorsichtiger sich dem Objekt nähern.
2.Ein stabiler Stativ dass sich auf dem Bodenniveau gut bedienen lässt z.B. Manfrotto 055 Serie mit dem Stativkopf- (Kugelkopf ist empfehlenswert ,da man damit schnell die Kameraposition ändern kann ). Man kann sicher auch mit anderen Stativköpfen arbeiten- Hauptsache die sind Stabil (kein Nachrutschen nach dem Feststellen) und Sie kommen damit gut zu Recht.
3.Kabelauslöser (am besten) da man damit die Kamera-Stativeinheit beim Auslösen nicht bewegt und damit die Mögliche Bewegungsunschärfe oder eingestellten Schärfepunkt, Ausschnitt nicht verändert.
Infrarotauslöser ist oft störend da man den von vorne auf die Kamera richten soll damit er auslöst und vorne haben Sie z.B. Insekten die sie mit unnötigen Bewegungen erschrecken könnten.
Selbstauslöser ist nur bedingt(Kameramodelabhängig) zu empfehlen ,da man damit entweder die SVA nicht benutzen kann oder man hat Modelabhängig 30sec.Verzögerung zwischen dem Spiegelhochklappen und Selbstauslösen und das ist zuviel Zeit. Außerdem man sollte Kamera möglichst nicht anfassen ,wenn die schon richtig eingestellt ist ,damit der Schärfepunkt sich nicht verschiebt(da reicht schon 1mm aus und die Aufnahme ist unscharf).
4.Aufhellreflektor oder notfalls geht auch Silberfolie aus dem Supermarkt oder Baumarkt (bis 30 cm ausreichend),damit können Sie Schatten aufhellen
Empfehlenswert:
Durchlichtreflektor- damit erzeugt man weicheres Licht, besonders ,
wenn man angewiesen ist beim harten Sonnenlicht zu fotografieren
ein Bohnensack um Kamera auf den Boden aufzulegen,
Telekonverter, Nahlinsen, Zwischenringe.
Wasserdichte Schuhe (Gummistiefel oder ähnliches), sowie
wasserdichte Bekleidung,
Spray gegen Zecken und Mücken
Unterschiede zur Technik:
DSLR/SLR/Kompaktkamera :
Der unterschied bei DSLR/SLR hängt von dem Medium Sensor/Film.
DSLR- haben größeren Sensor als Kompaktkamera was die Auswirkung auf die Schärfentiefe hat. Je größer der Sensor, desto kleiner ist die Schärfentiefe.
Die Arbeitsweise ist aber abgesehen von SVA –gleich, es sei denn ihre Kompaktkamera erlaubt keine manuelle Fokussierung oder kein Auswahl der Blende.
Brennweiten:
Man kann alle Brennweiten benutzen,
Es gibt nur bei Telebrennweiten wie 180mm schöneres Bokeh und der größere Arbeitsabstand zum Motiv ,als bei kleineren Brennweiten wie z.B. 50mm.
Die Schärfentiefe und Abbildungsmaßstab hängen nicht von der Brennweite ab und sind bei unterschiedlichen Brennweiten gleich.
Zwischenringe (ZR) –werden zwischen dem Objektiv und Kamera aufgeschraubt und bewirken eine Auszugsverlängerung ,was dazu führt dass die kürzeste Einstellentfernung dadurch verringert,
sodass man näher an das Motiv ran gehen kann und der Abbildungsmaßstab wird größer.
Zwischenringe besitzen keine Linsen, bewirken aber trotzdem durch das Eingreifen in das Optisches System Qualitätsverschlechterung.
Die ZR- schlucken Licht ,der Sucher wird dunkler und die Belichtungszeiten verlängern sich abhängig von der länge der ZR.
Sie können auch mehrere ZR kombinieren.
Man kann mit ZR nur im Nahbereich arbeiten
Telekonverter (TK): wird wie ZR zwischen der Kamera und Objektiv eingesetzt. TK besitz Linsen verlängert die Brennweite und Abbildungsmaßstab um den eigenen Faktor. Dadurch ,dass die kürzeste Einstellentfernung verändert sich nicht, aber die Brennweite schon – bekommt man größeren Abbildungs/ und Arbeits/abstand.
Telekonverter schlucken auch wie die ZR das Licht. Z.B.ein 1,4TK schluckt 1 Blende Licht, 2,0TK schon 2Blenden .
Telekonverter kann man sowohl im Nahbereich als auch im Fernbereich einsetzten .
Beispiel:150mm Objektiv mit Abbildungsmaßstab 1:1 ,mit einem 1,4TK verlängert seine Brennweite auf 210mm und Abbildungsmaßstab auf 1,4:1.
Nahlinsen: Werden in die Filtergewinde des Objektivs aufgeschraubt .Es gibt 2 Arten: Achromatische und einfache Linsen. Die Achromatische Linsen liefern deutlich bessere Ergebnisse durch die Aufbau aus 2Linsen, kosten auch teurer als die einfache linsen. Beide Linsen haben Lichtvorteil gegenüber ZR oder TK ,da die schlucken kein Licht. Man kann aber auch wie mit den ZR nur im Nahbereich arbeiten.
Nahlinsen verkürzen den Arbeitsabstand zum Motiv- und haben unterschiedlichen Dioptrien was zum Unterschiedlichen Maßstab und Arbeitsabstand führt.
Blitzen: Meine Empfehlung wenn es geht fotografieren Sie ohne Blitz, denn Blitzen macht oft die Natürlichkeit des Bildes Kaputt .Als Beispiel bekommen Sie oft einen unnatürlichen schwarzen Hintergrund sowie unschöne Reflexen auf der glatten Oberfläche.
Kameraeinstellungen:
*RAW
*WB
*ISO
*Messmodus
*Modi A
*Blende/Zeit
RAW- bietet die beste Lösung, da die Bilder nachträglich am PC viele Reserven für EBV bieten.
WB-bei RAW nachträglich möglich
ISO- nach Möglichkeit die Kleinste Modelabhängig 50 ,100,oder 200 auswählen.
Wenn herrschende Wetterbedingungen wegen Bewegungsunschärfe es nicht anders zulassen –höhere ISO ausprobieren.
Messmodus-Motivabhängig
Es gibt 3 Messmethoden:
1.Spot
2.Mittenbetont
3.Mehrfeld
Am besten stellt man Mehrfeldmessung und durch die Kontrolle am Monitor eventuelle +/- Korrektur
Modus A- man braucht nur einen Modus und zwar A -Blendenpriorität, (da man damit die gewünschte Schärfentiefe bestimmt )
Man wählt die gewünschte Blende aus und die Kamera stellt die Zeit dementsprechend automatisch ein.
Blende/Zeit- die Zeit in der Makrofotografie spielt wichtige Rolle ,zu lange BZ bringen oft die Bewegungsunschärfe die z.B. durch den kleinsten hauch Wind kommt, deswegen ist es wichtig Rücksicht auf Wind zu nehmen.
Gleichzeitig ist Zeit und Blende miteinander gekoppelt- möchte man mehr Schärfentiefe ins Bild bringen- blendet man stärker ab, was zu den kritischen ,langen BZ um 1sec führt.
Mit offener Blende kann man umgekehrt die Schärfentiefe extrem klein machen, was bei manchen Bilder interessante Effekte bildet
Bei den anderen Bilder um mehr Schärfentiefe zu erreichen kann man Bilder in unterschiedlichen Schärfenebenen aufnehmen und mit entsprechender Technik (Software z.b HeliconFocus) zu einem Bild zusammenfügen
Fokussierung :
Grundsätzlich im Makrobereich Manuell,denn AF beim zunehmendem Maßstab wird sehr langsam und oft unsicher ,außerdem wenn es darum geht mm. genau zu fokussieren weißt AF einfach nicht wo genau Sie den Schärfepunkt haben möchten !!!
Also Autofokus abschalten !!!
Belichtungskontrolle:
würde ich empfehlen am Monitor zu machen.
Als kleine Hilfe empfiehlt sich bei den dunklen Motiven +Korrektur bei den hellen – Korrektur in Betracht zu ziehen .Es muss nicht sein oft aber wenn man weißt ,dass schwarze Käfer (als Beispiel) Zeichnung in dunklen Bereichen verlieren ist es schon hilfreich die Plus Korrektur einzubeziehen.
Histogramm: kann man auch oft benutzen , ich bevorzuge gerade wenn man mit Tautropfen arbeitet die Beurteilung am Monitor, denn am
Histogramm wird zwar oft z.B. Unterbelichtet gezeigt, die Spitzenlichter in den Tropfen sind aber genau richtig belichtet, den Rest kann man lieber am PC leicht aufhellen, die überbelichtete Bereiche wenn man die einmal überbelichtet sind dann aber kaum zu retten .Von daher einfach am besten beides ausprobieren und die gute Mischung für sich finden.
Rauschunterdrückung :
Im Raw und JPG ist es besser die Rauschunterdrückung abzuschalten und wenn nötig ist nachträglich am PC selektiv durchzuführen.
Spiegelvorauslösung (SVA):
Sehr wichtig in der Makrofotografie in dem Bereich 3sec-1/80sec, da man sehr oft diese Belichtungszeit benutzt, empfiehlt sich um Erschütterung durch den Spiegelschlag zu vermeiden die SVA zu benutzen- ansonsten kriegt man oft unscharfe Fotos. Viel hängt auch von Ihrem Stativ ab, denn verschiedene Materialien dämpfen unterschiedlich die Erschütterung durch den Spiegelschlag.
Besser ist man mit einem Karbon oder Holzstativ bedingt als mit einem Aluminiumstativ.
Schärfentiefe:
Schärfentiefe spielt bei Makro oft entscheidende Rolle, denn wie es aus der Tabelle ersichtlich ist beträgt die Schärfentiefe bei 1:1 Maßstab und Blende 11 gerade die 1,45mm ,was natürlich oft nicht ausreichend ist um ein Objekt voll scharf zu bekommen. Die Schärfentiefe ist unabhängig von der Brennweite die man einsetzt.
Wie erhöht man die Schärfentiefe? :
1.Mehr Abstand vom Objekt nehmen,
2. stärker abblenden
3.Notfalls bei statischen Motiven mehrere Bilder mit unterschiedlichen Ebenen aufnehmen und per EBV zusammenfügen .
Am besten aber man positioniert die Kamera (Sensorebene) exakt parallel dem Objekt, sodass man nicht unnötig abblendet um ein Objekt scharf zu bekommen aber trotzdem ein Bild hat wo das wichtigste in der Schärfeebene liegt. Das erfordert geduld und Feingefühl .
Gestalterische Regeln:
Auch in Makro gelten die altbekannte gestalterische Regeln wie :
1.goldener Schnitt (drittel Regel)
2. Linienführung (durch gedankliches Verbinden von Bildelementen)
3.Spiel mit der Schärfentiefe (man kann Objekt durch den Auswahl der Blende freistellen, oder umgekehrt dem HG mehr Zeichnung geben
4.Hintergrund ins Bild einbeziehen aber achten dass, er nicht zu dominant ist und von dem Hauptmotiv ablenkt.
5.Licht steuern ,bzw. bewusst bestimmte Tageszeiten auswählen.
Viel Erfolg!
Diejenigen die Lust auf mehr haben,können sich bei mir melden um zusammen ein Workshop durchzuführen
Roman Serebryanyy