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Max Farbqualität der Ausbelichtungen

dieter

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
12 Jan 2008
Beiträge
252
Hallo *.*,

... hat eigentlich nichts mit Minolta, auch nichts mit der S414 zu tun....

Meine bisherigen analogen Erfahrungen habe ich hauptsächlich mit Dias gesammelt, die an der Leinwand mit brillanten Farben überzeugt haben - Abzüge auf Papierbilder konnten die Helligkeitsdynamik nicht abdecken, weshalb ich auch keine mehr gemacht habe.

Jetzt habe ich eine Reihe von Digitalbildern (aufgenommen mit einer Nikon) bei Schlecker ausbelichten lassen, nachdem die im Test recht gut abgeschnitten haben.

Von den Ergebnissen war ich überhaupt nicht überzeugt - alle Bilder waren gegenüber der Ansicht am Monitor deutlich blasser und es fehlten einige Rot- und Blautöne (den Monitor habe ich mit dem Adobe-Tool sauber kalibriert).

Vielleicht erwarte ich auch zuviel - es gibt ja das Argument, dass der Monitor selbstleuchtend ist, und deshalb die Farben brillanter darstellt - aber jeder Druck, der das Niveau von Tageszeitungen übersteigt, zeigt Farben brillanter, als meine Schleckerbilder.

Ist es so, dass max. ausbelichtete Bilder in ihrer Farbbrillanz immer einem guten Druck hinterherhinken?

ciao
Dieter
 
Hallo Dieter,

das ist bei den meisten Großlaboren so. Schwarz ist nur dunkelgrau und die Farben werden eher blaß dargestellt.

Bessere Ergebnisse kannst Du bei einem Fotohändler erzielen, der mit einem lokalen Digitallabor zusammenarbeitet (nicht mit eigenem MiniLab - das bringt auch nicht mehr).

Die beste Qualität erreichst Du jedoch mit einem guten Tintenstrahldrucker (Canon, Epson, HP).

Gruß,

Rudi.
 
Hallo Rudi,

sicherlich fallen die Effekte bei der analogen Fotografie nicht so auf, da man kein vergleichbares Original hat - bei der digitalen Fotografie sehr wohl.

Werde demnächst einen Test machen, ob man bei der Ausbelichtung an einen Ausdruck herankommen kann.

Kennt jemand die Gründe, warum die Großlabore flaue Ergebnisse erzielen und kleine Labore bessere - sind es nicht abgeschaltete Automatiken?
Am Equipment sollte es nicht liegen - oder sind die Großlabore zu bequem ihre Syteme anständig zu kallibrieren?

ciao
Dieter
 
Hallo Dieter,
es kann aber auch an den Einstellungen deiner Programme + PC-Bildschirm liegen! Du schreibst, dass du deinen Monitor mit Adobe eingestellt hast. Wie sehen denn die Farben z.B. mit IView aus oder einem anderen Programm ohne Farb-Anpassung?

Gruß
Gerd
 
Hallo Gerd,

"Adobe Gamma" erzeugt ein ICC-Profil, welches beim Start von Windows mit dem sog. "Gamma Loader" geladen wird. Die Einstellungen in "Adobe Gamma" sind in allen Applikationen (damit auch am Desktop) sichtbar.

Ich habe heute Nachmittag auf meinem Canon i550 ein Test-/Justierbild ausgedruckt - die Farben hatten gegenüber dem Monitorbild eine erstaunliche Übereinstimmung (wobei hier Papier und die Tinte auch noch eine Rolle spielen). Auch kann ich bestätigen, was Rudi sagt - die Farben sind einfach brillanter.

ciao
Dieter
 
... dann liegt es am Belichter-Service!

Gruß
Gerd
 
Hi Dieter,

zu Deiner Information noch Eines :

Fotolabore verstehen in den seltensten Fällen AdobeRGB / AdobeSRGB. Kleinere Labore können das, wenn das Profil in die Ausgabedatei (*.PSD) mit eingebunden wird. Das erfordert aber einen Hinweis darauf an das Labor.

Standardmäßig verarbeiten die Labore alle nur sRGB mit einer Gamma Einstellung von 2,20 von Windowsrechnern und 1,80 von Macs.

Großlabore verstehen ohnehin nur sRGB.

Wenn Du unbearbeitete Bilder, direkt von der Kamera ausbelichten lässt kann das u.U. besser aussehen, als wenn Du Bilder ausbelichten lässt, die auf Deinem System (Rechner, Monitor + Drucker) bearbeitet sind und darauf super toll aussehen.

Gruß,

Rudi
 
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