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Monitor kalibrieren, brauch ich nicht!

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Ich habe mir bei Whitewall ein Pano ausbelichten lassen und zwar auf echtem Fotopapier hinter Acrylglas. Die haben wirklich sauber gearbeitet, nur scheinbar ich nicht. Der Ausdruck ist im Vergleich zu meiner Bildschirmanzeige irgendwie kraftlos. Es fehlt an Sättigung und Brillanz.
Mein EIZO S2231W ist zwar nicht kalibriert, aber ich glaube er ist auch nicht schlecht eingestellt.


Hallo zusammen,

mein Monitor ist ja mittlerweile profiliert und ich habe mir die besagte Aufnahme mit dem Softproof angesehen.
Resultat: Der Softproof sieht exakt so aus wie der Print geliefert wurde, also auch etwas kraftlos und fehlende Brillanz.
Muss ich nun damit leben, oder wie erreiche ich ein Resultat, das meinem Bild auf dem Monitor entspricht?
Ist eine genaue Übereinstimmung gar nicht möglich?


Gruss, Robi
 
mein Monitor ist ja mittlerweile profiliert und ich habe mir die besagte Aufnahme mit dem Softproof angesehen.
Resultat: Der Softproof sieht exakt so aus wie der Print geliefert wurde, also auch etwas kraftlos und fehlende Brillanz.
Muss ich nun damit leben, oder wie erreiche ich ein Resultat, das meinem Bild auf dem Monitor entspricht?
Ist eine genaue Übereinstimmung gar nicht möglich?
Das hängt stark vom Medium ab. Am brillantesten kommen immer noch Bilder auf Fine Art Baryta gedruckt mit Ultrachrome K3 oder speziellen Schwarztinten. Dagegen fallen andere Medien oft sehr stark ab. Ggf. muß Du im Proofmodus das Bild exakt anpassen, aber auch dann setzt Dir das Medium Grenzen: Der Weißpunkt (also das Papier) und der Schwarzpunkt (maximale Sättigung resp. Tintenaufnahme) sind nun mal vom Material her vorgegeben. Ggf. hilft es Dir, die Mitteltöne etwas stärker mit mehr Partialkontrast aufzubauen. Dann bekommst Du mehr Brillanz ohne die Möglichkeiten des Mediums zu überschreiten.
Ein guter Dienstleister hat dafür speziell angepaßte Profile, die bei jedem Material möglichst viel herausholen, wobei der Knackpunkt fast immer die Schatten sind.

Gruß
Wolf
 
Moin,

Muss ich nun damit leben, oder wie erreiche ich ein Resultat, das meinem Bild auf dem Monitor entspricht?
Ist eine genaue Übereinstimmung gar nicht möglich?

Kurze Antwort: Nein, eine genaue Übereinstimmung zwischen Monitor und Druck ist nicht möglich. Zumindest bei den meisten Bildern.

Der Grund ist vor allem die vollkommen andere Art und Weise, wie ein Bild zustande kommt. Der Monitor leuchtet von alleine, der Druck reflektiert nur das Umgebungslicht.

Das hängt stark vom Medium ab. Am brillantesten kommen immer noch Bilder auf Fine Art Baryta gedruckt mit Ultrachrome K3 oder speziellen Schwarztinten.

Naja, Fine Art Baryta ist schon recht gut, hat aber leider einen leicht pinken Farbstich. Bei vielen Bildern stört das. Und wenn das Bild so gerahmt wird, dass man auch unbedruckte Teile sieht, stört es noch mehr.

Ggf. muß Du im Proofmodus das Bild exakt anpassen, aber auch dann setzt Dir das Medium Grenzen:

Ein guter Weg, den Softproof anzupassen, ist übrigens folgender:

  1. Das Ausgangsbild (möglichst TIF, je nach Motiv am besten 16bit) kopieren, die Kopie bekommt im Namen das Farbprofil oder Medium.
  2. Beide Bilder in PS o.ä. nebeneinander öffnen.
  3. Für das kopierte Bild wird jetzt der Softproof mit dem entsprechenden Profil eingestellt.
  4. Jetzt kann man den Softproof zu anpassen, dass er dem Original möglichst ähnlich sieht. Aber Vorsicht: Je nach Motiv und Profil bzw. Medium gibt es halt Grenzen in der Anpassbarkeit.
Grüße,

Heiner
 
Ein guter Weg, den Softproof anzupassen, ist übrigens folgender:

  1. Das Ausgangsbild (möglichst TIF, je nach Motiv am besten 16bit) kopieren, die Kopie bekommt im Namen das Farbprofil oder Medium.
  2. Beide Bilder in PS o.ä. nebeneinander öffnen.
  3. Für das kopierte Bild wird jetzt der Softproof mit dem entsprechenden Profil eingestellt.
  4. Jetzt kann man den Softproof zu anpassen, dass er dem Original möglichst ähnlich sieht. Aber Vorsicht: Je nach Motiv und Profil bzw. Medium gibt es halt Grenzen in der Anpassbarkeit.


Danke Heiner, das macht Sinn.


Gruss, Robi
 
Ich habe das soeben mal ausprobiert und es funktioniert ganz gut.
Photoshop Elements bietet die Funktion SoftProof ja nicht an und ich hatte mir zu diesem Zweck Lightroom als Trial installiert. Vielleicht werde ich mir LR später einmal zulegen, aber im Moment noch nicht.
Jetzt habe ich mir Elements+ für Fr.12.50 heruntergeladen, womit viele versteckte Funktionen von Elements freigeschaltet werden, unter anderem auch Softroof (hier Digitalproof).
Vielleicht etwas umständlicher in der Handhabung als LR, aber es funktioniert.


Gruss, Robi
 
Entschuldigt meine vielleicht nicht sehr professionelle Frage.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen "ausbelichten" und "drucken"?
Soviel ich weiß wird ein "gedrucktes" Bild mittels Tintenstrahldrucker erstellt. Ein "ausbelichtetes" Bild wird auf Fotopapier übertragen und chemisch entwickelt. Wo sind die Qualitätsunterschiede, Auflösung, Farbtiefe, Kosten, Haltbarkeit?
Vielleicht könnt ihr mir da ein bisschen helfen bzw. auch einen nützlichen Link bekanntgeben.

Grüße Rudi
 
Hallo Rudi,

zu den Gedruckten mit Tintenstrahl: vergleiche das bitte nicht mit Deinem heimischen Tintenstrahler! Die arbeiten mit ganz anderen Tinten, teilweise mit UV-Strahlern zum schnelleren Aushärten, ...dafür aber meist mit geringerer Auflösung als Dein heimischer Drucker. Die Druckqualität bei näherer Betrachtung kann daher nur mit guten Home-Office-Druckern mithalten, wenn Tinte, Druck und Material optimal aufeinander abgestimmt wurden! Das nämlich ist oft ein Problem im Home-Office-Bereich: die meisten sparen am Papier, Drucker werden nicht auf das verwendete Papier abgestimmt. Eigentlich könnten die Dinger viel mehr.

Ganz interessant anzusehen sind die Geräte, die auch rigide Materialien wie Forex, AluDiBond, Stein, ... im Direktdruck bedrucken: der Druckkopf so groß wie mein Farblaser zu Hause, beinhaltet links und rechts UV-Lampen in der Größe eines Baustrahlers. Die Tinte wird über lange Schläuche aus Kanistern angesogen. Um das zu bedruckende Material auf dem Tisch zu fixieren, wird ein Unterdruck darunter erzeugt. Dann wird die Höhe des Druckkopfes auf das Medium eingestellt (ich hab schon gesehen, wie 20 cm dicke Basaltplatten bedruckt wurden, die zuvor mit dem Kran vorsichtig auf den Tisch abgelassen wurden. In solchen Fällen wird auch mit Weiß vorgedruckt, was Dein heimischer Drucker ebenfalls nicht kann). Dann wird, um eventuelle Unebenheiten rechtzeitig zu erkennen und einen Headcrash zu vermeiden, der Kopf vorsichtig über alle Positionen dirigiert. Da zuvor schon ein Probedruck auf einem anderen Stückchen vom gleichen Material erfolgte, wurden Tintenmenge, Tröpchengröße, Geschwindigkeit, und weitere Parameter auf dei Saugfähigkeit des Materials eingestellt, und der eigentliche Druck kann beginnen.

Zum Ausbelichten, da musst Du die Profis hier fragen. Wo ich keine Ahnung von hab, da höre ich lieber zu.

Allerdings habe ich mal ein Cewe-Fotobuch bestellt, das offensichtlich im Rasterdruckverfahren gedruckt worden war. Richtig gefallen hat mir das Ergebnis nicht, weswegen ich das gleiche Buch noch einmal als Echtfotobuch bei Saal Digital bestellt habe - und das Cewe zurückgegeben! Das waren Welten, die jedem Betrachter sofort auffielen.

Gruß
Jürgen
 
Moin,

die Frage ist so allgemein, dass man sie kaum beantworten kann. Generell sind die Unterschiede innerhalb einer Gruppe sicherlich größer als die zwischen den jeweiligen Spitzenprodukten der Gruppen. Insofern sehe ich keine generellen Unterschiede in Qualität oder Haltbarkeit.

Praktische Erfahrung mit Ausbelichtern habe ich nicht. Was ich von Bekannten gesehen habe, sah aber immer gut aus. Ich habe einen sehr guten Tinenstrahldrucker, und größere Größen lasse ich extern drucken. Dann aber mit der selben Tintentechnologie (Ultrachrome K3 Vivid Magenta) auf den selben Papieren wie zuhause. Damit kann ich das Ergebnis zu 100% vorhersagen.

Die Qualität ist kompromislos, Haltbarkeit so, dass sie meine Kinder überleben würden (wenn ich Kinder hätte ...). Was danach kommt, interessiert mich nicht mehr.

Grüße,

Heiner
 
Hallo Jürgen! Hallo Heiner!

Vielen Dank für die raschen Antworten.
Diese großen Tintenstrahldrucker zum bedrucken von Steinplatten sind ja gigantisch. So etwas sprengt sicherlich das Budget jedes Privatanwenders. Doch Angebote für Bilder auf AluDiBonds sind mir schon öfter untergekommen.
Mir geht es hier nicht darum, Geräte zur Selbstherstellung von Bildern selbst anzuschaffen, sondern um mir einen Dienstleister zur Herstellung von Bildern entsprechend aussuchen zu können. Fotos (Formate um ca. 10x15) von Billigstanbietern (wie ich sie schön öfter in Anspruch genommen habe) werden vermutlich ausbelichtet. Ein Bekannter hat mir jedoch erzählt, dass gedruckte Bilder seiner Ansicht nach wesentlich besser wären.
Grüsse
Rudi
 
Entschuldigt meine vielleicht nicht sehr professionelle Frage.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen "ausbelichten" und "drucken"?
Soviel ich weiß wird ein "gedrucktes" Bild mittels Tintenstrahldrucker erstellt. Ein "ausbelichtetes" Bild wird auf Fotopapier übertragen und chemisch entwickelt. Wo sind die Qualitätsunterschiede, Auflösung, Farbtiefe, Kosten, Haltbarkeit?
Vielleicht könnt ihr mir da ein bisschen helfen bzw. auch einen nützlichen Link bekanntgeben.
Ausbelichtet wird z.B. in einem Lambda Belichter auf Fujicolor Crystal Archive Paper. So ein Bild hat halt die typypische Anmutung eines klassisches Farbphotos und wird letztlich auch so verarbeitet: Das laserbelichtete Bild landet in einem RA-4 kompatiblen Prozeß entwickelt. Man kann dieses Papier also auch ganz klassisch zuhause in der DuKa verarbeiten, wenn man einen entsprechenden Vergrößerer hat und sich mit Colorverarbeitung auskennt. Die Haltbarkeit von Fujicolor Crystal Archive liegt bei 60...70 Jahren unter normalen Bedingungen.

Eine etwas ältere Testreihe mit einem interessanten Überblick:
http://www.wilhelm-research.com/ist/WIR_IST_2007_03_HW.pdf
Inzwischen hat man's wohl nochmal verbessert. Fujicolor Crystal ist für 75 Jahre zertifiziert.
Der Spaß ist aber nicht ganz billig:
http://www.mario-soennichsen.de/produkte.html
Die Auflösung kann man schlecht vergleichen, da die Charaktere der Materialien recht unterschiedlich sind.
Hier sind die beiden Materialien gegenübergestellt. Recht interessant zu lesen.
http://www.salon-iris.com/index.php?article_id=136
Fazit wohl: Pigment-Drucke sind langlebiger und wohl auch schärfer, Lambda-Prints wirken analoger, "photographischer". Vieles ist also wohl Geschmacksache.

Gruß
Wolf
 
Hallo Grauer Wolf!
Danke für Deine Nachricht. Die Links sind genau das, was ich gebrauct habe. Danke!
Rudi
 
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