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Mr. Turner

Dicki

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Mitglied seit
6 Jan 2010
Beiträge
12,900
komme gerade aus dem Kino. Nachdem ich den Beitrag zu dem Film "Mr. Turner" auf ARTE sah hatte ich mir vorgenommen den Film im Kino anzusehen.
Gegenstand des Filmes:
Der Film zeigt die letzten 25 Jahre im Leben des Landschaftsmalers William Turner auf.

Mein Eindruck:
Im Grunde genommen ist es kein "richtiger Kinofilm". Ich hatte eher den Eindruck einer sehr schnellen Aneinanderreihung von Bildern. Landschaftsbildern, großartigen Landschaftsbildern die fließend über die Leinwand wandern. Der Hauptdarsteller stiefelt schwerfällig durch eben diese malerischen, fotografischen Eindrücke die sich dem Betrachter unweigerlich einbrennen.

Empfindung:
Letztlich ein sehr schwerer Film, mit einer durchgehend tiefen Gefühlslage, die am Ende in einer durchgehenden Filmszene ihren Höhepunkt findet und die unverstandene Gefühlslage Turners zum Ausdruck bringt.

Sehen:
Interessant wie die damals gelebt haben. Künstler die sich schon vor langer Zeit in die selben Streitigkeiten wie heute verwickelt haben.
Während des Filmes habe ich an Bilder aus England hier im Forum gedacht. "Jan und seine Landschaftsbilder" kam mir in den Sinn.
Interessant auch die Meinung Turners über das Aufkommen der Fotografie.

Fazit:
Ein schwerer, letztlich gefühlsbetonter Film über einen zu seiner Zeit mißverstandenen Maler, der die Moderne einläutete und doch die Verdrängung seiner Kunst (wir wissen heute Irrtümlich) voraus erahnte.
Die Bilder, Filmsequenzen, der Schnitt ist dermaßen genial das er schon ein Muß für Landschaftsfotografen und Maler ist. Doch macht eben dieser Schnitt, die sich bewegenden Landschaftsaufnahmen aus der Figur Turner einen Maler, einen Künstler der über 2 Stunden durch die Welt seiner eigenen Bilder wandelt.
Nachdenklich, Beeindruckend, Anrührend und voller Inspiration.
 
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