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Musiker-Portraits

Ham Gamdschie

Gold CI-Pate
CI-Pate
Mitglied seit
27 Apr 2010
Beiträge
7,398
Moin Zusammen,

Immer mal wieder mache ich mit einem befreundeten Musiker gemeinsame "Shootings", für just for fun, aber auch für seine Website, Werbung usw. Hin und wieder kommen auch imho brauchbare Erbnisse dabei raus.

Eines davon - und mit der Zeit auch weitere - möchte ich hier gern zeigen.

Entstanden noch mit der Canon 5d + 85 f1,8 und 3 x Metz MZ 40 mit Lichtformern nach Strobist.

Kommentare sind gern gesehen. Wenn Ihr mehr wollt, sagt Bescheid
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Viele Grüße, Jan



Kleine Ausrede vorab: Mein erstes bewusstes People-Shooting und meine ersten Strobist-Versuche...



#1​

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Hallo Jan,

als Portrait finde ich es von der Beleuchtung her ganz gelungen und für eine Webpage eines Musikers, sozusagen als Bewerbungsbild sicherlich auch nicht schlecht. Ich assoziiere Musikerbilder allerdings auch immer mit tollen Lichteffekten und spezieller Beleuchtung, wie im Konzert halt. Von daher ist mir das Bild zu clean, zu wenig Rock'n'Roll.

Die Pose sagt mir zu und auch der gewählte Ausschnitt ist ok. Ich würde aber schauen, dass du künftig keine Finger abschneidest. Links darf auch noch was weg (dieses Geländer lenkt ab) und dann noch das Bild etwas gerade richten...

Gruss und ich sehe mir gerne auch noch mehr an :-)
Michi
 
Nicht übel!
Kleiner Tip: Ich würde das gerade eben reinschauende Gerüst/Geländer/wasauchimmer wegschneiden. Es trägt nichts zum Bild bei und stört nur. Gleichzeitig erhört dieser Schnitt die Dynamik des Bildes.
Der angeschnittene Kopf ist als Stilmittel o.k., die linke Hand des Musikers sollte jedoch voll sichtbar sein, und nicht "gerade eben ein bißchen angeknabbert".

Gruß
Wolf
 
Moin Michi und Wolf,

vielen Dank für Eure Kommentare!


Ich würde aber schauen, dass du künftig keine Finger abschneidest. Links darf auch noch was weg (dieses Geländer lenkt ab)...

Die angeschnittene Hand ist genau das, was mich an dem Bild stört; ich bin ja durchaus selbstkritisch ;) Bis auf die Blitze war es nahezu stockdunkel und für diesen Fauxpas könnte ich mir echt ins Knie beißen... Seit 2009 habe ich mich aber hoffentlich weiterentwickelt.

Den engen Schnitt oben und unten habe ich halt gewählt um eine besonders intensive Beziehung zwischen Musiker und Instrument herzustellen. Leider unten das berühmte Quäntchen zu knapp...

Das "Schiefe" finbde ich eigentlich ganz ansprechend, das Geländer sollte ich nochmal wegschneide, da hast Du recht.

Mehr kommt, auch mit Konzertbeleuchtung; versprochen ;)


Gruß, Jan
 
Als Fotograf UND Gitarrist muss ich wohl was dazu schreiben:).

Zunächst mal: Schöne Gitarre, auch wenn sie nichts für mich wäre...

Was mir gut gefällt: Die Belichtung finde ich insgesamt gelungen - vermutlich wäre mit einer richtig großen Softbox von schräg links es noch etwas weicher gegangen, der Schattenwurf vom Hemdkragen ist noch ziemlich ausgeprägt. Ansonsten ist aber schön Zeichnung im dunklen Anzug genauso wie in den weißen Hemdpartien. Optimal finde ich den Einsatz der Schärfeebene - beide Hände sind scharf, aber nach vorne verläuft der Hals in die Unschärfe. Trotzdem setzt der Reflex vom Stimmknebel für die g-Saite nochmal einen schönen Akzent (auch wenn das vermutlich so nicht geplant war;)).

Was ich nicht so glücklich finde ist der nach unten gerichtete Blick, vor allem weil man beim (vom Betrachter aus) linken Auge noch einen minimalen Teil des geöffneten Auges sehen kann, was imho einen Portraitierten immer etwas belämmert aussehen lässt. Dann lieber darauf achten, dass der Blick ganz nach unten gerichtet ist, oder aber die Augen voll erkennbar sind. Außerdem stört *mich* dass erkennbar ist, dass die Kamera nicht waagerecht ausgerichtet ist - nicht in bezug auf den Musiker, sondern auf die gelb-schwarze Kantenmarkierung im Hintergrund und insbesondere durch das vertikale Geländer links. Wenn es für die dynamische Darstellung besser ist, das Bild nicht zu drehen, würde ich dann aber links etwas beschneiden und das Geländer entfernen.

Und zuletzt evtl. in PS die Nase etwas abpudern, die glänzt doch deutlich.

Gruß, Holger
 
Moin Holger,


Danke für Deine Anmerkungen ;)


vermutlich wäre mit einer richtig großen Softbox von schräg links es noch etwas weicher gegangen,

Hauptlicht mit 80er Oktobox von vorne links, Aufhell-Licht mit 70x40 Softbox von rechts, und ein zusätzlicher Aufhell-Blitz mit Reflektor-Karte von hinten oben, auf die Haare. Letzterer war bei dieser Pose aber nicht aktiv...



Was ich nicht so glücklich finde ist der nach unten gerichtete Blick,

Hm, genau das gefällt mir. In Kombination mit dem Schnitt soll dies ja die Konzentration auf das Spiel und das Instrument transportieren...


Ausrichtung und / oder Schnitt sowie die Nase werde ich mir nochmal vornehmen...



Zunächst mal: Schöne Gitarre, auch wenn sie nichts für mich wäre...


Lieber sowas (leider ist von der Gitarre nur wenig zu sehen, aber Du kennst Dich ja aus ;))?



#2 - Live​

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Pentax K5 + 50-135 f2,8, AL​
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Von meinem ersten Konzert (photographisch). Ja, Schattenwurf am Auge ungünstig, ich weiß ;)​
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Freue mich auf und über weitere Meinungen und Kommentare!​
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VG Jan​
 
Moin Zusammen,

ich habe mir Bild 1 nochmal vorgenommen...
Was habe ich getan? Erstmal neu ausgerichtet. Da ich zum Hintergrund eine leicht schräge Position hatte, habe ich anhand einer Vertikalen ausgerichtet, dem störenden Geländer links. Das Ausrichten hat mich natürlich oben und unten Fleisch gekostet. Eine exakte Ausrichtung hätte einen Anschnitt beider Hände zur Folge gehabt, also musste ich ein bißchen tricksen; das Photo ist also nicht exakt in der Waage, gerade so, dass die zweite Hand ganz drauf bleibt. Ich finde aber, das geht optisch als "in Waage" durch...

Anschließend habe ich einen mutigen Schnitt von links durchgeführt. Mittigkeit aufheben, noch enger, noch stärkere Konzentration?

Schließlich habe ich die Mikrokontraste etwas angehoben und die Highlights dezent zurückgenommen. Um dem Gitarrengurt und die "Warnkante" der Laderampe etwas Dominanz zu nehmen habe ich den Gelb-Kanal in Sättigung und Luminanz etwas zurückgefahren.

Zu guter letzt habe ich den globalen Kontrast leicht angehoben und den Glanzfleck auf der Nase ein klein wenig nachbelichtet.

Hier das Ergebnis:



#1a​
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Und noch ein weiteres Photo möchte ich Euch präsentieren (auf Sakko und Hemdkragen hätte ich achten müssen ;)):​
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#3​
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Über weitere Anregungen und Kommentare würde ich mich sehr freuen!​
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Viele Grüße, Jan​
 
Moin Jan,

sieht insgesamt doch schon recht ordentlich aus, die Probleme mit der Kleidung hab ich auch immer, man achtet zu wenig darauf weil man die ganze technische Umsetzung von Licht und Co. im Kopp hat. So wurden die Fotos von meinem Frauchen auch im Nachhinein mit erheblichem Ausschuss und nur wenigen Restbildern überhaupt verwertbar, einmal war die Halskette verrutscht und einmal der Träger vom BH zu sehen etc.

Optimal ist es, wenn man einen Menschen dabei hat, der auch außer dem Assistieren auf MakeUp und Kleidung achten würde...

:z04_bier01:
 
hi!
Als Fotograf UND Gitarrist muss ich wohl was dazu schreiben:).

So geht es mir auch......
also das letzte Bild ist schon ganz gut geworden, aber bei einem Gitarristen würde ich IMMER darauf achten, dass alle Finger drauf sind, sprich nichts angeschnitten ist.
m.E. sind es die Finger die das wirklich Wesentliche ausmachen bei Jemanden der genau dieses Instrument spielt!
 
Moin Jan,

da fällt mir noch eine Sache ein - wenn ich jetzt einen Gitarristen in Scene setzen sollte, dann würde ich mir (wie eigentlich immer vor Fototouren) anhand von Fotos im WWW einen Überblick schaffen.
In diesem Fall würde ich nach Carlos Santana und Richie Blackmore suchen und mir die Ergebnisse anschauen - man muss das ja nicht 1:1 kopieren, allerdings kann man davon einiges lernen und auch kombinieren, bzw. kreativ anders machen.

:z04_bier01:
 
#3 finde ich von der Farbanmutung sehr gelungen, würde glatt als Cover durchgehen ..... wenn nicht dieser doofe Haken in der Wand wäre, so sieht es aus, als wenn er den Haken anschaut und sich fragt, ob er die Gitarre an selbigen hängen soll:)

Carlos Santana und Richie Blackmore
... also ich würde mich sehr täuschen, wenn diese beiden zu dem passen, was der Portraitierte so spielt. Der Vorschlag passt schon, aber die Musikrichtung sollte dann auch halbwegs passen.

Gruß, Holger
 
Hallo Jan,

1a ist deutlich besser und bei 3 bin ich ganz bei Holger plus die von Jack monierten angeschnittenen Finger. Die Bildanmutung ist aber wirklich gelungen.
Nr. 2 steht wieder schief und mir fehlt, für einen Live-Auftritt, die Emotion im Gesicht.

Gruss und danke für den Nachschlag.
Michi
 
#3 finde ich von der Farbanmutung sehr gelungen, würde glatt als Cover durchgehen ..... wenn nicht dieser doofe Haken in der Wand wäre, so sieht es aus, als wenn er den Haken anschaut und sich fragt, ob er die Gitarre an selbigen hängen soll:)

... also ich würde mich sehr täuschen, wenn diese beiden zu dem passen, was der Portraitierte so spielt. Der Vorschlag passt schon, aber die Musikrichtung sollte dann auch halbwegs passen.

Gruß, Holger

Moin Holger,

es geht nicht um die Musik der beiden, die hört man auf den Fotos nicht unbedingt - es geht um eine Vielfalt an Posen, Perspektiven, Szenerien und so weiter - teilweise auch Outfits, und grade Blackmore und Santana haben das ganze Portfolio der Posen durch, teilweise im Maßanzug und teilweise in traditionellen Gewändern und auch mal in Leder etc. Blackmore machte übrigens früher sowohl Hardrock (mit Rainbow) als auch heute Folk (Blackmore´s Night) - man findet viel von beiden Stilen und auch normale Portraits und Santana machte in den 60ern auch etwas anderes als er heute macht.
Beide Gitarristen haben in dieser Zeit eine ganze Menge an Fotos erzeugt, schuae sie Dir mal an, Du wirst sehen was da an Vielfalt drinsteckt...

:z04_bier01:
 
Moin!

Danke für Eure weiteren Kommentare, ich habe noch recht viel auf der PLatte, was ich nach und nach hier einstreuen möchte; ich hoffe, Euch vergeht die Lust nicht ;)

Natürlich haben wir uns so einiges an Posen usw angeschaut. Als Berufsmusiker hat mein Kumpel ja ohnehin einen ziemlich großen Fundus an "Idolen", Plattencovern usw. Ist ja nun auch nicht so, dass ich hier schon einen großen Fundus gezeigt hätte; kommt noch mehr.

Zu dem "gelangweilten" Blick beim Live-Gig: das war das erste Konzert dieser Swing-Truppe und die Jungs hatten zwei mal miteinander geprobt. Da ich selber Gitarre spiele weiß ich einzuschätzen, dass die Songs hammerschwer und -schnell sind; insofern fehlte da wohl auch ein wenig die Lässigkeit ;)

Ich werde noch weitere inszenierte Photos zeigen, zur Auflockerung aber mal zwei Bilder anderer Protagonisten dieser Truppe beim gleichen Konzert.


Enjoy!


Gruß, Jan




#4​
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Miniatur, bitte klicken​
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#5​
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Moin Jan,
auch wenn ich ja eher der klassische Typ mit Orchester und Gedöns bin, mir gefallen Deine Bilder.
Nummer 1a finde ich besser als die erste Version, auch wenn das mit der Dran-Schere für die linke Hand noch nicht geklappt hat ;)
Beim zweiten Bild kommt für mich die Konzentration des Musikers gut rüber - eines sei aus eigener Erfahrung gesagt: Im Konzert sind die Gesichtszüge das Allerletzte, woran ein Musiker denkt, vor allem, wenn ein Programm noch nicht x-mal gelaufen ist! Bühnenbeleuchtung ist natürlich schwierig, weil sie fast immer von oben kommt und daher an den unmöglichsten Stellen Schatten wirft.
Bei Nummer 3 frage ich mich, warum Du den Kumpel so von oben aufgenommen hast, da habe ich irgendwie ein seltsames Gefühl, wenn ich ihn ansehe - er wirkt irgendwie fragend-bittend. In Kombination mit dem Haken stellt sich wirklich die von Holger schon angesprochene Frage. Für ein Musiker-Portrait finde ich das eher ungünstig.
Die beiden letzten finde ich sehr gelungen, auch wenn ich mich selber lieber nicht in so einem blauen Licht sehen würde (da kommt wieder der Klassiker durch). Wenn ich meckern sollte, würde ich einzig die schwachen Konturen in der linken Wange des Sängers monieren.
 
Moin Gerd,
meinst Du Bild 2? Das ist ohne Blitz gemacht. (Im Konzert blitzen ist den Musikern gegenüber mehr als nur unfair, es lenkt total ab, man sieht im ersten Moment nichts und die Stimmung ist dahin.)
Längere Zeiten wären natürlich auch ohne Blitz möglich ;)
 
Moin Fritzi,

nein, ich meinte schon das Ursprungsbild und ich persönlich favorisiere auch Available Light.
Da Jan aber seinen Blitzaufbau beschrieben hat war die Idee, mit längerer Belichtungszeit etwas Bewegungsunschärfe mit dem Restlicht mitzunehmen.
So ist es mir für einen Gitarristen zu statisch.

LG von einer absoluten Niete, was den Einsatz von Blitzen angeht,
Gerd
 
Moin Gerd,
aber das Ursprungsbild ist ein gestelltes Portrait, ob der Kollege überhaupt gespielt hat?
Viele Grüße von einer, die überhaupt bloß einen Aufsteckblitz besitzt ;)


Viele Grüße von unterwegs, Fritzi
 
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