Hallo Uwe,
dass das "Leica Feeling" durch das Scannen verloren gegangen ist, mag vielleicht für dich gelten, für mich gilt es aber nicht.
Bis ein (Papier-)Foto fertig ist, durchläuft es in der Regel drei Prozessschritte. Zunächst kommt die Aufnahne mit der Kamera. Dann kommt die Entwicklung des Films und schließlich die Vergrößerung.
Ich gebe zu, dass man in meisten Fällen die Entwicklung des Films einem guten Labor überlassen kann, obwohl im SW-Bereich es sicher manchmal von Vorteil ist, auch diesen Prozess selber zu machen.
Die Vergrößerung kann man dann in seinem eigenen Fotolabor traditionell chemisch erreichen (wie das meine Frau im SW-Bereich auch tut), oder man digititalisiert das Bild und bearbeitet es.
Wie man schließlich zu einem guten Bild kommt, ist eigentlich gleichgültig. Ich halte die Bearbeitung des Bildes für (fast) ebenso wichtig, wie die Aufnahme selbst. Daher möchte ich an möglichst allen Prozessschritten zum guten Bild auch selber beteiligt sein. Da ich die Handarbeit aber nicht so sehr mag (ich könnte auch sagen, dass ich keine Zeit habe für die Handarbeit), ist für mich die Ausarbeitung mit dem Computer eine willkommene Alternative. Trotzdem habe ich am Ende immer noch das Gefühl, dass es ein Bild war, was über die Leica in meinem Kopf entstanden ist.
Revolutionäre Änderungen des Fotos (wie bei meinem Bild von der Wendeltreppe in der Fotogalerie) mache ich übrigens in der Regel nicht.
Ich hoffe, ich habe mich verständlich genug ausgedrückt.
Gruß, Jochen