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Outing Mit Humor und Motorder Winder M

ganesha

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
9 Jan 2008
Beiträge
169
Das, was ich jetzt erzähle, den Charme von schmuddeligen Heftchen, die jeder unter dem Ladentisch kauft, aber natürlich noch nie jemand gelesen hat. Also gut. Es begann ganz heimtückisch vor ein paar Wochen, kurz bevor mich ein Auftrag nach Indien führen sollte. Weil ich ein misstrauischer Mensch bin, nahm ich nicht nur meine Rolleiflex-Ausrüstung (zwei Gehäuse, damit der Rücken auch weiss, was er getan hat...), sondern, weil ich fast nie ohne eine aus dem Haus gehe, auch meine M6. Kurzum, ich liebte sie in Indien, wir waren ein perfektes Paar, aber es gab einige Momente, wo ich mir mehr Ruhe für den Daumen und schnellere Schußbereitschaft gewünscht hätte. (Aufgemerkt: nicht der Schrotschuß, sondern die sofortige Bereitschaft zum nächsten Bild sind das Ziel!) - Also, im Nachgang zur Arbeit und beim Entspannen am Strand liegend, dachte ich an meine F3 (Jahre her) mit ihrem Concorde-Triebwerksmotor und an meine F5s (längst verkauft!) mit ihrem sanften "Plopp"...aber ein Motor zur M, geht das? (Nicht technisch, emotional mein ich!) Nach meiner Rückkehr las ich ein wenig in meinen okkulten Werken (Osterloh, Eastland und so einige mehr) - meist eher abfällige Bemerkungen über den Motor. Hier im Forum las ich nix. (Also doch Schmuddelecke?) Dann las ich im Internet: Winder-M, Zustand AB, 170 EUR - das war meiner! Gekauft, angeschlossen. Und nun: ich bin begeistert, ich will einen zweiten, ich will nicht mehr ohne sein! Leise ist er! Und man kann ihn ja abschalten, wenn man ihn nicht braucht oder will. Gut, er ist hässlich (weniger hässlich als der neue Winder allerdings, finde ich!) - aber er fühlt sich gut an und ER MACHT ECHT SPASS BEIM ARBEITEN!!!

;-)

Das nur nebenbei, jetzt muß ich auch weiterarbeiten...Buchhaltung leider!
 
Dann viel Spass damit! Kameras ohne Motor sind mir sowieso ein Graus. Deshalb haben auch alle meine Kameras einen Motor. Naja fast jedenfalls, bei einer muß ich sogar noch 2x aufziehen
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so richtig konnte ich mich für den Motor an der M nie begeistern und ich habe ihn ausprobiert.
Einzelbild, Serienbilder.
Mir hats den Finger und die Kamera verrissen. Fast alles verwackelt, ich schwor mir: nie wieder

Vor Wochen sah ich ein Portrait über einen Portraitfotografen in Brandenburg oder MeckPomm. Der mit ner M und dem Motor, mit Stativ und lustig am Fotografieren, ein Bild nach dem anderen, aber keine Serie.
aaahh, dachte ich, so macht Mann das, war ich wohl zu blöd (wieder mal).
Seitdem hat sich meine Einstellung zum Motor an der M gewandelt. Vielleicht hab ich mal einen auch wenn ich mir nicht sicher bin.
Gruß Jörg
 
habe zu meiner R3 und zur R7 jeweils Winder bzw. Drive. Nach anfaenglicher Begeisterung benutze ich die Kameras seit geraumer Zeit wieder fast immer ohne Motor. Die Momente, wo ein Motor nuetzlich ist, sind doch recht selten, dafuer meistens planbar. M.M. nach wird das Equipment unnoetig schwer und m.M. nach auch unhandlicher. Jetzt wird mich die Motorfraktion steinigen - aber trefft erst mal auf die Entfernung
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Gruesse

Wolfgang
 
Nana, nicht steinigen, eher an einen alten Leica-Motor binden und von der Brücke stürzen... ;-)

Als ich noch Tierfotografie gemacht habe, war der Motor notwendig. Und als ich Reportage und Reisefotografie gemacht habe, war der Motor notwendig. Dachte ich. Bis ich irgendwann ein Heilserlebnis hatte und gemerkt habe, dass ich lediglich nach dem Schrotschußprinzip arbeite, sich meine Ergebnisse aber nicht verbessern und, das fällt mir im Nachhinein auf, ich keine emotionale Bindung mehr zu meinen Motiven hatte. Das ist mir aber erst Jahre später aufgefallen und es war ein Erlebnis wie die Erkenntnis, dass Teleobjektive nur Distanz schaffen bei den meisten Aufträgen - keinesfalls bessere Bilder.

Heute benutze ich den Motor anders. Jetzt benutze ich den Motor an der M6 wie an der Rolleiflex: ich bin schneller Schußbereit und, noch wichtiger, ich muß die Kamera nicht vom Auge nehmen. Im Mittelformat hab ich mit einer schwedischen Marke angefangen, mit der ich nicht warm geworden bin. Das wesentliche aber war: beim Arbeiten auf dem Stativ wurde durch die archaische Kurbel die Einstellung manchmal verrissen, beim Arbeiten aus der Hand sowieso. Die Rollei kann ich völlig ruhig halten. Das liegt aber auch am höheren Gewicht: bei längeren Objektiven im KB Bereich habe ich den Haltegriff und das zusätzliche Gewicht wirklich schätzen gelernt...

Zusätzlich: bestimmte Kameras gibts es ohnehin nicht ohne Motor...

Also: ich lieeebe meinen Motor an der M6, aber: ich kann ihn ja auch abschalten. Die Haltung kommt meinen "Pratzen" (bayrisch für: Hände) auch entgegen. Und der Motor ist SEHR leise (für einen externen Motor!)
 
Hallo Michael,

ja, es gibt sogar Kameras ohne Motor bei denen man auch nicht manuell transportieren muß
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Grüsse, Wolfram
 
Du meinst wohl, die "man" nicht manuell transportieren KANN, wenn ich so an meine Großformatkamera denke? ;-))))

Oder dachtest du eher an den Leicavit?
 
Ach nein, eher an Kameras, bei denen der Sensor partout nicht transportieren will
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Hast du versucht, den Sensor in eine analoge Kamera einzulegen? Ich glaub', ich muß Dir da mal was erklären... ;-)
 
Hallo Michael,
zunächst mal zur Ehrenrettung der Hasselblad:
Ich hatte eine ELM, die war auch schwer und immer schußbereit. Vor allem hatte sie Wechselmagazine! ;-)

Im übrigen kann ich der Beschreibung deiner Erfahrungen nur beipflichten: Weder Teleobjektive noch Fotoserien mit Motor garantieren bessere Bilder. Fast immer genau das Gegenteil. Sowohl mein 180er Apo als auch mein Motor liegen meistens zuhause im Schrank, weil ich anders fotografiere, wenn ich persönlich "dichter dran" bin.
Man gestaltet anders mit 50 oder 90mm Brennweite und Handaufzug.

Schönen Gruß aus dem sonigen Berlin,

Peter
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Hallo Peter,

so antiquiert arbeitest du, mit ner Analogen, an die es wohl nie ein Digiback geben wird und dann auch noch ohne Motor (der arbeitet nur im Schrank
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) - in welcher Stadt aeh Zeit lebst du denn ?
rofl.gif


Es gruessen meine Motoren, ebenfalls aus dem Schrank, deinen Motor im Schrank
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Danke! Gruß zurück!

Frei nach Reinhard Mey
in dem Stück "Über den Wolken":

Und es dringt an meine Ohren
selten das Summen der Motoren. ;)
 
Hi Peter,

jajaja...die ELW...die hab ich mir verkniffen, fand ich irgendwie nicht sehr "kommod". Wechselmagazine hat die Rollei ja auch...

Lasst Ihr nur Eure Motoren im Schrank, werdet schon sehen, was Ihr davon habt... ;-)

Und jammert mir nicht rum, wenn Ihr die Kamera vom Auge nehmen müsst um aufzuziehen und dadurch ein Motiv verpasst... ;-)

Mir fällt leider kein schlaues Lied zu Motoren ein, vielleicht "Born to be wild" von Steppenwolf? Im übertragenen Sinne...
 
"Oh Lord, why don't buy me, a Merce-des Benz...?"

;-)
 
Hallo Klaus:

...für "Jungs" ja. Aber die werden ja auch mal erwachsen! ;-))

Sonnigen Gruß Peter
 
Hallo Klaus und Peter:

volljaerig sind wir ja schon, - aber erwachsen? Sind wir doch hoffendlich nie ganz, Erwachsensein ist so furchtbar langweilig - da darf man dann doch nur noch vernuenftige Sachen machen - Z.B. keinen Motor mehr an der Kamera - statt Cabrio nur noch Limousine - etc... .Da bleib ich lieber noch ein bischen nicht erwachsen
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Gruesse

Wolfgang, der mit den Schrankmotoren und dem "Stripteaseauto"
 
Mönsch, is ja viel passiert hier. Arbeitet Ihr nicht?
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Also einen motorischen Aufzug finde ich auch sehr von Vorteil. Ich habe in meinem Leben vielleicht 2 oder 3 Serien verwirklicht. Von daher benötige ich ihn überhaupt nicht. Aber allein diesofortige Bereitschaft nach der Auslösung wie Michael es beschrieb ist Gold wert. Deshalb und ein paar weiterer Features entschied ich mich trotz des größeren Preisaufwandes für den Drive für die R8. Ich pflichte aber auch Peter bei, das die Konzentration auf das Einzelbild wesentlich bessere Ergebnisse bringt. Das Eine schließt das Andere nicht aus.
Bezüglich der Brennweiten werde ich eine neue Sparte in R eröffnen.

Gruß Harald.
 
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