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Portrait am besten mit dem 50er

stefan_shanghai

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
13 Jan 2008
Beiträge
462
Hallo,
ich bin ja gerade dabei, aus meinem Archiv der letzten drei Jahre Portraits herauszusuchen und dann in die Galerie zu stellen. Macht viel Spass, nicht zuletzt, weil einem der eigene Stil, aber auch eigene Fehler mehr auffallen, wenn man mehr zu vergleichen hat.

Was mir bei mir selbst auffaellt, aber dann gerade auch bei Portrait-Leuten wie Peter, ist, dass die besten Ergebnisse meistens mit dem 50er Summicron gemacht worden sind. Meine Erfahrung geht jedenfalls absolut dahin, auch wenn ich eigentlich immer ein Fan des 2/90 war und bin.
Und das, obwohl man bei der 50er Brennweite eigentlich ganz schoen nah an die Person heran muss.
Ich stelle aber fest, dass gerade diese Naehe zu einer besseren Kommunikatin zwischen Photographen und Modell fuehrt und damit eben meistens zu besseren Ergebnissen, als wenn man aus der Distanz "schiesst".
Macht das Sinn?

Insofern schliesse ich mich hier absolut Peters 50er K&agne an
talker.gif


Gruesse, stefan
 
wie bei so Vielem gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept.
Theoretisch müßte man Portraits mit unterschiedlichen Brennweiten machen um sich das beste Ergebnis heraus zu suchen.

Man kann Portraits auch mit einem 35er oder noch kürzerer Brennweite mache oder oder.

Du entscheidest Dich für die Brennweite, wenn Du die Möglichkeit hast, ob 50 oder 90 ist erst Mal egal. Natürlich hast Du Recht, da'ß man bei kürzerer Brennweite dichter am Modell ist, dies kann von Vorteil sein oder auch nicht, es hängt wiederum vom Modell ab. geübten Modellen macht es nichts aus rückt man Ihnen auf die Pelle, andere modelle lieben aus der Unsicherheit heraus den Abstand.
Streß Dich deswegen nicht
Gruß Jörg
 
...aber zumindest mit Brennweiten unterhalb 24mm sollte man keine Portraits mehr machen, wenn das Motiv auch noch eine große Nase hat...
biggrin.gif

Gruß,
Nils
 
Wer formatfüllend und verzeichnungsfrei einen menschlichen Kopf darstellen möchte, braucht ein kurzes Tele, wie ein 90er. Wer ein Portraet mit Umgebung aufnehmen möchte, ist ggf. mit einem 35er gut beraten. Ein menschliches Gesicht formatfüllend mit einem 24er mittig plaziert wirkt unvorteilhaft.
Prinzipiell halte ich fast jedes Objektiv für Portraits geeignet. Dies liegt daran, das das Portrait als solches nicht hart definiert ist.
Freundliche Gruesse
MatthiasJ.
 
So, und jetzt auch noch meinen Senf dazu. Das Wichtigste zuerst: Alle haben Recht!
biggrin.gif


Ich denke, ich kann begründen, warum ich häufig ein 50er verwende. Das Nachfolgende ist natürlich meine ganz persönliche Meinung und Erfahrung, und Ausnahmen bestätigen die Regeln. ;)

Das 50er läßt mir alle Optionen offen. Vor allem muß (!) ich nicht allzu weit vom Modell abrücken.
Wenn man nicht gerade eine Turnhalle als Aufnahmeort hat, ist der Platz ja eher begrenzt. Um einen Oberkörper mit Umgebung so zu fotografieren, dass noch genügend Luft rund herum bleibt und das Motiv "Raum" hat, verlangt bei einem 90er schon mindestens 3-5 Meter Abstand.
Bei mir ist dann bereits immer etwas im Weg: Tische, Sessel etc. Verwendet man das 90er dann trotzdem, verleitet es sehr zum "Gesichtsmakro".
Solche Bilder sind mit Vorsicht zu geniessen - werden vor allem gern von Anfängern gemacht, nach dem Motto: Besser ordentlich "Effekt" als gar keine Bildidee. "Groß", "nah" und "schön scharf" müssen dann oft eine gewisse Ideenlosigkeit von Fotografen ausbügeln.

Mit dem 50er hingegen kann ich sowohl Bilder machen, die atmen als auch Nahaufnahmen.

Aber Achtung:
Nicht unbedingt mit dem Objektiv(!) nah ran und an die Nasenlöcher stossen - denn nah ran verschiebt die Perspektive immer, sondern lieber gute Filme nehmen, die genügend Ausschnittpotential haben. Dann kann man nämlich in aller Ruhe im Labor oder am PC entscheiden, wie "nah" das Bild letztendlich sein soll. Ein Endformat von etwa 50 x 70 cm ist bei technisch korrekter Aufnahme (Fokus, Verwacklungsfreiheit, Beleuchtung) überhaupt kein Problem. Der Kodak BW 400 CN macht das sogar ohne nennenswertes Korn. Wenn der Ausschnitt nachher 50 Prozent vom Negativ wäre, entspräche das schon einer Brennweite von 100 mm und reichte immer noch für 30 x 40 Abzüge locker aus. Wohlgemerkt bei der gleichen Bildwirkung wie der des leichten Teles.

Diese Methode erspart es einem bei Aufnahmen außer Haus zudem, mehrere Objektive mitschleppen zu müssen.

Manchmal allerdings habe ich auch richtig Spaß alles ganz anders zu machen. Das ist ja das schöne an der Fotografie: Es gibt tausend Wege.
Helmut Newton hat mal gesagt:
"Die ersten 10.000 Bilder sind immer die schlechtesten."
So, jetzt muß ich aber los, neue Filme kaufen! ;)

Gruß Peter
 
Hallo Peter,
(...das beruhigt mich aber, ich habe schon über 10.000 Bilder gemacht, oder zählen nur die Leica-Bilder? Und sind die Bilder ab dem 10.001. dann die zweitschlechtesten?)

Im Ernst: Das 50er hat den Vorteil, dass man damit "alles" machen kann, und für die Portraits, bei denen man mehr als Kopf und Gesicht auf dem Foto hat, erzeugt es auch noch keine nennenswerten Verzerrungen.
Und für Leute mit feinkörnigem Film und Sinn für's Sparen hier noch der ultimative Tip: Einfach alles mit einem 15er aufnehmen und im Nachhinein aus Abzügen von 1m x 1,50m entsprechend ausschneiden. Dann kann man die Brennweite praktisch im Nachhinein festlegen und erspart sich häufigen Objektivwechsel. Ein Film reicht dann nicht selten den ganzen Monat. Deshalb habe ich in Paris bloß Weitwinkelaufnahmen aus großer Höhe gemacht. Die witzigen Street-Aufnahmen habe ich erst in den riesigen Abzügen entdeckt. Echte Nahportraits wirken so jedoch leicht körnig. (Wie in dem Mel-Brooks-Film, war's Höhenkoller?)
Gruß,
Nils
 
@ Peter!

wieder mal geschafft den KOdak BW400CN unterzubringen!!
Was zahlt Dir Kodak so im Monat, damit auch ich meine Postinggewohnheiten anpassen kann.
proud.gif
}
 
Als ausgesprochener 50er Liebhaber (allerdings kein Summicron!) möchte ich auch noch meine persönliche Meinung hier kundtun.

Die Lehrmeinung sagt, dass ein Porträt in der Regel mit einem Objektiv gemacht werden sollte, das die doppelte Brennweite wie die Normalbrennweite (45mm) haben sollte. In diesem Fall wird die Nase im Vergleich zu den Ohren in richtigem Größenverhältnis abgebildet. Diese Lehrmeinung ist sicher auch nicht falsch; das zeigen Vergleichsaufnahmen deutlich. Diese Lehre würde ich auch befolgen, wenn ich ein vorbereitetes Porträt mit L&en in einem Studio (bei mir Wohnzimmer) machen würde.

Wenn ich allerdings auf einer belebten Straße fotografiere, können mich die vielen und sich hektisch bewegenden Leute stören, weil ich damit für ein Teleobjektiv schon einen relativ großen Abstand zu den Menschen benötige, die ich fotografieren möchte. Ich will aber lieber mitten inm Geschehen sein, in dem ich fotografisch tätig bin. Hinzu kommt, dass die Verwacklungsgefahr bei Teleobjektiven größer wird.

Für einen M-Fotografen wie mich kommt noch hinzu, dass das Sucherbild für 50mm Brennweite am ausgewogendsten ist. Das Sucherbild für 90mm ist hier schon fast zu klein und Weitwinkelsucherbilder kann ich in einem Blick kaum übersehen.

Gruß Jochen
 
@ Gernot:
Erwähnte ich etwa schon an anderer Stelle, dass ich gerne den Kodak BW 400 CN benutze? Seltsam, mein Gedächtnis lässt nach!
wink.gif


@ Nils: Die sparsamste Methode ist in der Tat, das Fisheye zu benutzen, da hast du auf einem Bild die ganze Welt. Na ja, wenigstens die halbe. *g*
Gruß Peter
 
Hallo Jochen,
was den M-Photographen angeht und den kleinen 90er Sucherrahmen...
Das ist genau der Grund, warum ich die 90er Brennweite am liebsten mit der M3, also 0.91er Suchervergroesserung mache. Da ist der Rahmen immer noch angenehm gross. Bei der M7 geht Dir das sicherlich auch so.
Gruesse, stefan
 
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