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R8 oder M6

oliver_g

Aktives Mitglied
Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
89
Seit dem Eintritt ins Forum habe ich immer mehr meine Schwächen und Leidenschaften der Fotographie entdeckt und entwickelt, eine klasse Plattform für alle Ebenen des Könnens....und ein Contrapunkt in der Welt der surealen Digitalwelt! Gott sei Dank gibt es Leica.

Nun, jetzt möchte ich mein Leica-Sortiment erweitern und stelle mir die Frage in Richtung R8 oder M6-gebraucht.

Die M6 gefällt mir etwas besser, ich verwende mehr meine M3 als meine Ur-Leicaflex.

Da mir aber im R-System mehrere Brennweiten zur verfügung stehen (35, 50-makro, 90 70-210) und bei der M3 nur 50 u. 135 werde ich mich wohl für R8 entscheiden,....müssen, die Leicaflex würde ich in zahlung geben, die R8 ist auch günstiger.

Nach Durchsicht des Forums,abgesehen vom Gewicht und Handling ist sowohl die hohe Seiennummer i.B auf die Elektronik mit konsekutivem Ausfall bei Winderbenutzung wohl sehr wichtig?!

was sollte ich noch beachten, eine spezielle Kamera habe ich mir noch nicht ausgewählt!

Freue mich auf Eure Tipps,


Grüsse vom Rhein,
Oliver
 
Hallo oliver,
solltest du dich von deiner Ur-Leicaflex trennen wollen, sprich mich an. Meine hat einen Defekt und ich habe sie immer noch nicht reparieren lassen - wegen der ueberproportionalen Kosten - aber ich will wieder eine Ur-Flex haben.
zur R8: Entweder du suchst nach einer mit einer Seriennummer groesser 247xxxx (glaube ich, muesste aber daheim nochmals exakt nachsehen - steht im R-Buch von Osterloh - uebrigens sehr empfehlenswert), dann ist bereits die neue Elektronik drin oder es muss eine Kamera sein, die bereits beim Service in Solms war - aber mit Beleg, woraus der Tausch der Elektronik hervorgeht. Uebrigens gibt es bei der alten Elektronik laut Osterloh nicht nur Probleme mit dem Winder, auch bei Benutzung aelterer Blitzgeraete soll zum Kollaps fuehren.
Beim Wechsel von Flex auf R8 ist uebrigens zu beachten, dass die Objektive den R-Steuernocken haben muessen - komfortabel ist die zusaetzliche ROM-Leiste bei Zoom-Objektiven und Blitzbetrieb - aber laut R8-Usern kann man auf die Rom-Leiste auch gut verzichten. Die Flex-Steuerkurven sind ab der R3 nicht mehr erforderlich.

Gruesse

Wolfgang
 
In einem Gespraech mit Leica wurde gesagt, dass die ROM-Leiste nur beim Arbeiten mit Blitz zum Tragen kommt.

Ich dachte zunaechst, das Program erkennt laengere Brennweiten und shifted zu kuerzeren Verschlusszeiten - zur Minderung der Verwacklung (wie bei P-Hi und P-Lo von Nikon). Dem sei aber nicht so, sagte man mir aus Solms.

Gruss

UPu
 
Lieber Oliver,

die ersten beiden Ratgeber, Wolfgang und UPu, sind im wesentlichen R-Fotografen (auch wenn Wolfgang zusätzlich eine MD und eine CL besitzt). So möchte ich als reiner M-Fotograf für die M6 plädieren (obwohl ich die R8 auch nicht schecht fände!
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).

Die M6 ist die kleinere Kamera, die man auch einfach mal in die Tasche stecken kann, mit der man (fast) unbemerkt fotografieren kann, da sie so leise ist, bei der man verwacklungsarm bei 1/30 bis 1/15s (bei 50mm Brennweite) fotografieren kann, ohne an eine Spiegelvorauslösung denken zu müssen, bei der man bei 50mm- und 35mm-Objektiven sehr genau fokussieren kann. Die Objektive sind viel zierlicher als die Objektive der R8. Für den Weitwinkelbereich hat man Objektive (gilt allerdings nur für moderne Rechnungen) besserer Qualität. Es gibt allerdings nur ein (aber ein ausgezeichetes Pseudo-)Zoom.

Natürlich hat die M-Fotografie auch ihre Grenzen, die an anderer Stelle hier im Forum schon ausführlich diskutiert wurden.

Was vermisse ich an meiner M6? Selten einmal Makro und auch selten einmal ein Objektiv mit einer Brennweite von 180mm.

Willst du noch mehr wissen über dieses kleine mechanische Wunderwerk der Technik, das zu deiner M3 sehr gut passen würde, dann kannst du hier in unserer Dokumentation noch vieles finden oder du fragst uns M-Fotografen einfach.
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Gruß Jochen
 
Hier mal ein emotionales Statement.
Ich bin seit ca. 1987 SLR-Fotograf (überwiegend Canon, seit 12 Jahren ausschließlich Canon).
Seit dem Frühjahr 2004 arbeite ich nun privat mit Leica. Zwei R4 Gehäuse sowie Festbrennweiten von 24 bis 180mm liegen mittlerweile in meiner Tasche.
Nachdem ich hier aber immer wieder neben dem allgemeinen Leicavirus, über die "Krankheit" M gelesen habe, bin ich neugierig geworden.
Den entscheidenen Fehler habe ich dann auf unserem Treffen in Köln gemacht. Ich habe die Chromfarbene M6 von Stefan Ansorge in die Hand genommen. Obwohl ich sie ihm mit den Worten "nimm sie zurück, sonst will ich sie auch haben" zurück gab, war es zu spät. Seit der vergangenen Woche habe ich nun eine M6 mit zunächst nur einem 50er Objektiv.
Ich habe vorher überlegt, ob ich wegen des Preises nicht doch eine M4-p nehme, im Sommerurlaub hatte ich in einem Hamburger Laden schon eine in den Fingern. Hier im Forum haben mich dann aber verschiedene Leute doch von der M6 überzeugt, letztendlich gab mir das Angebot von Giselher den Rest. Ebay traue ich bei solchen Summen nicht gern.

Langer Rede kurzer Schluß.
Ich habe nun den vierten Film belichtet, nächste Woche habe ich Urlaub, dann werden es vielleicht 40.
Die M6 ist Klasse. Ich werde weiterhin mit SLR arbeiten, schon des Berufes wegen. Aber immer wenn ich Zeit habe werde ich bestimmt mit der M6 losziehen. Wenig Gewicht, einfache Bedienung, keine Verführung (Programme oder ä.) und das Gefühl dem Begriff "Fotografieren" ganz nah zu sein.
Mehr möchte ich erst nach dem 100sten Film sagen. Also so in vier bis fünf Wochen. :-)

Ostalbgrüsse

opo
 
der grund für r8 war ausschliesslich die weitere verwendung der r-objektive und der günstigere preis in der anschaffung im vergleich zur m6. dieser preis erklärt sich nun wohl für mich aufgrund der ermangelungen in der elektronik, wie ich es oben herausgehört habe.

die verwendung der m3 ist ein wahrer genuss trotz exteren belichtungsmessung, ich habe mich so auf lichtmessung eingeschossen, klappt eigentlich ganz gut.....

ich möchte mir eine kamera kaufen, die mindestens so lange mich begleitet, wie die m3 meinem vorgänger, bei der r8 bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher?

kann ich denn die objektive der m3 (50 und 135 mm) dann auch mit der m6 problemlos verwenden?

einige haben ttl, einige nicht, ist dies zwingend erforderlich, zumal ich fast nie blitze!?
oliver
 
ich glaube nicht, daß die r8 viel billiger ist als die m6. beide so um 1000 euro. die m6 ist halt ultraschön, gibt superobjektive dafür. die r8 ist ein ziemlicher brocken, liegt aber sehr schön in der hand. ich hätte beide gerne ;-)
im moment verkneife ich es mir aber, da meine r4 meine bedürfnisse eigentlich schon übererfüllt. was ich da halt sehr schätze ist die spotmessung, die belichtungsautomatik auch mal (seltener) die blendenautomatik. aber mehr brauche ich nicht. mit ner r8 würde ich glaube ich keine wesentlich besseren bilder machen als mit der r4. Kuck doch einfach mal, welche funktionen du wirklich brauchst und such dir danach deine kamera aus. (und womit du besser zurechtkommst) vielleicht reicht dir ja auch ne r4 oder 5, die sind für sehr wenig geld zu haben. dann könntest du noch was für objektive ausgeben. die haben meiner meinung nach deutlich mehr einfluß auf die bildqualität als die gehäuse. vielleicht magst du ja noch was im stärkeren weitwinkelbereich.
 
Ich habe mit der R8 angefangen und konnte mit der M6 vorher nichts anfangen. 2 Jahre später hatte ich Sie dann und habe Sie inzwischen gegen eine MP eingetauscht und auch das Objektiv gewechselt (von Summicron zu Summilux). Inziwschen benutze ich die M bei 80% meiner Aufnahmen (auch Stativ etc.).
Es hängt immer stark von der "Photographier-Mentalität" ab und du scheinst dich mit der M ja scheinbar anfreunden zu können.
Ein Problem gibt es allerdings:
Die R8 ist eine aktuelle Kamera, die R9 nur in Details verbessert.
Die M6 dagegen hat das berüchtigte White-Out-Problem, welches erst mit MP und späteren M7 wieder (nach M3) behoben wurde. Manche Leute bemerken es nicht einmal, andere (so wie ich) haben sich deswegen eine neue M gekauft!
TTL ist ohne Blitzen unnötig, allerdings hat sie ein besser bedienbares Zeitenrad.
Eine Leica ist keine kurzfrisitige Investition, deswegen würde ich zu einer aktuellen M (1800-2000€ bei Ebay) tendieren, deine alten M-Optiken kannst du selbstverständlich problemlos benutzen.
 
@Uwe

die r9 hat die von Dir angesprochene Brennweitenabhänge Programmautomatik.

@Oliver G.

das ist so eine Frage die ich überhaupt nicht abkann
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Meßsucher und SLR sind einfach 2 paar Stiefel, und das zu vergleichen ist so, wie wenn man Objektivtestes draußen macht. Da Du ja selber schon beide Systeme hast, kann Dir niemand einen besseren Rat geben, als Du selbst, was Dir besser liegt. Es gibt für bei beide Systeme für-und-wieder, die hier sicherlich auch noch zuhauf von den jeweiligen Usern aufgezählt werden.
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Wenn es Dir um den "Mehrwert" der neuen Bodys gebenüber Deinen alten geht, hilft nur ausleihen und probieren.

Auch bei der M6 gibt es wohl Seriennr.-Bereiche die weniger zu empfehlen sind. Anfälligkeit der Elektronik ist eine Sache (auch keine tolle...) aber wichtig ist auch der Service, ich hatte selber ja meine erste R8 bereits wiede in Solms, und sie kam generalüberholt wieder. Andere Hersteller haben gerade mit Elektronik auch immer wieder Probleme, sind aber z. T. bei weitem nicht so kulant, ich möchte nur mal Olympus nennen, hier habe ich schon einige schlechte Sachen mitgekriegt (innerhalb der Garantie wohlgemerkt!).

Viel Spass bei der Entscheidungsfindung
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Gruß vom Bodensee

Klaus
 
Hallo Kai,

ich kenne zwar "White-out" auch nicht. Aber wofür hat man denn Internet dort habe ich folgendes gefunden:

"Mit dem englischen Begriff White-Out bezeichnet man in der Meteorologie die extreme Helligkeit, die bei dünner Bewölkung und einer Neuschneeauflage (z.B. im Hochgebirge oder auch in den Polregionen) zu beobachten ist.

Die Ursache für die extreme Helligkeit liegt in der starken diffusen Reflexion des Sonnenlichts an den Schneekristallen und der Bewölkung. Der Begriff White-Out bezieht sich dabei speziell darauf, dass durch die extreme diffuse Reflexion jegliche Konturen der Landschaft verloren gehen können, was eine völlige Orientierungslosigkeit zur Folge haben kann."

Gruß Jochen
 
Hallo Oliver,

hinsichtlich der zwei Paar Stiefel muss ich Klaus völlig Recht geben.

Ich möchte hier aber noch auf etwas hinweisen, das ich schon einmal hier im Forum gesagt habe, das ich aber nicht wiederfinden kann, daher entschuldige bitte die Wiederholung!

Die R8/9 hat eine sehr komfortable Belichtungsmessung. Die M6/7/P hat nur die Selektivmessung. Trotzdem vermisse ich die tolle Belichtungsmessung der R8/9 nicht.

Meine Frau hat eine R9. Obwohl sie ihre komfortable Belichtungsmessung sehr lobt, muss sie allerdings zugeben, dass ich bei meinen Aufnahmen nicht mehr Belichtungsmessfehler mache als sie.

Meiner Ansicht nach können die vielen Methoden häufig auch verunsichern statt zu nutzen. Ich arbeite in kritischen Lichtsituationen sehr viel mit Ersatzmessungen. Meine einzige Belichtungsmessmethode kenne ich genau.

Zusätzlich arbeite ich dann mit einem externen Belichtungsmesser, wenn meine Leica auf dem Stativ steht. Aber auch meine Frau macht das bei ihrer R9.

Gruß Jochen
 
Ist wohl im Englischen wohl etwas dramatisierend für den M6-Sucher gemeint, wenn starkes Licht seitlich einfällt, die Rahmen unsichtbar sind und das Messfeld sich kaum abhebt.
Manche kleben deswegen eine gelbe Folie über das Belichtungsfenster, andere (ich) decken kurz mit dem Mittelfinger ab. Ich hatte allerdings selten Probleme damit.
Gruß, Giselher
 
Bei mir trat das Problem in min. 50% der Fälle auf. Das Messfeld ist das eigentliche Problem, es wird praktisch komplett weiß und man darf die Entfernung schätzen! Mit irgendwelchen kuriosen Basteleien (welche die Sucherhelligkeit verringern) und Fingerakrobatik bekommen manche Leute es im Griff, ich nicht (ich hatte allerdings auch die angeblich besonders anfällige 0.85).
Dann habe ich mich zusammengerissen und rund 800€ für eine MP draufgezahlt (M6 wieder verkauft) und kann mich an dem etwas besserem Finish, einer nicht zurückspringenden Kurbel, einem geschmeidigerem Verschlussgeräusch/Transportmechanismus und vor allem eines brillianteren Sucherbildes ohne White-Out erfreuen! Ich empfehle dies vor dem Kauf unbedingt zu berücksichtigen.

Jedesmal wenn ich irgendwo eine 90%-Lösung genommen habe (Summicron statt Summilux, 135er statt Apo, M6 statt MP) habe ich früher oder später Zweifel bekommen und habe dann gewechselt und damit auch Verluste erlitten (Ebay-Gebühren, Wertverlust). Vielleicht nur eine schlechte Angewohnheit von mir?
 
Ich hatte mich bei meinem Entschluß mir eine Leica zu kaufen eine R8 zugelegt. Diese hatte ich als sogenannte "Academie-Kamera" von einem Hamburger Fachgeschäft gekauft, wo ich gut beraten wurde.
Beim stöbern durch die Foren bin ich immer wieder über die M gestolpert, sodass ich jetzt Eigentümer von zwei Leicas bin. Einmal R8 und einmal M6.

Die letzter habe ich mir außerdem gekauft, da ich im Dezmber vorhabe meinem Urlaub in Brasilien zu verbringen. Hier habe ich mir gedacht, dass der Brocken in silber die Begehrlichkeit des einen oder anderen mehr weckt als eine schwarze mit Isolierband getarnte M6.

Ich konnte sie jetzt in meinem Kurzurlaub auf Mallorca testen und muss feststellen, dass man mit der unbeobachteter fotografieren kann.

Interessant ist auch die Einstellung mit dem 2/35 Blende 11 auf 2 m fokusiert und geschultert abdrücken. Hier entstehen ein paar interessante Bilder. Allerdings auch viel Ausschuß.

Gruß Mark
 
Hallo Mark,

dafür, dass du dir eine M6 zugelegt hast, muss ich M-Fotograf dich besonders loben. Ich wünsche dir mit dieser ausgezeichneten Kamera viel Freude besonders für deine Reise nach Brasilien, um die ich dich aber sehr beneide.

Viele Grüße
Jochen
 
Hallo Jochen,

vielen Dank, ich kann es noch nicht ganz glauben, dass ich Sylvester bei ca. 38°C verbringen werde
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Gruß Mark
 
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