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Stichwort Testeritis...

Moin Jürgen,

Die "Kleine" ist immerhin zu dem Zeitpunkt das Topmodell der P-Serie gewesen,

Und deshalb "besser" als eine 5200?


RAW in Einsteiger-SLR: ich glaube die meisten D3xxx- und D5xxx-User haben noch nie was mit RAW anfangen können


Ich bei meiner Einsteiger-Olympus zweiter Klasse schon... Und viele andere mir (nicht zwingend persönlich) bekannte Photographen ebenso.



Deswegen verteuert RAW wie auch andere Features in meinen Augen die Kamera nur unnötig,


Nein. Die Engine wird einmal gebaut. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass in Zeiten von kostenorientierten Entwicklungs- und Produktionszyklen sowie Plattformstrategien für jede Kamera"klasse" trotz gleichem Sensor eine eigene Engine und eigene Signalverarbeitung eingesetzt wird?

Nene, für jeden Sensor wird ein mal entwickelt und das kriegen alle; das ist das einzige effiziente Modell...

Oder baut und entwickelt Mercedes für die GL-Klasse einen anderen 320 CDi als für die E-Klasse?


Gruß Jan
 
Hallo Jan,

Und deshalb "besser" als eine 5200

nicht besser, aber innerhalb ihrer Kategorie auf eine andere Zielgruppe optimiert als die P7100 in ihrer Kategorie. Was die Marktstrategen sich da gedacht haben, darüber können wir hier nur spekulieren, lohnt nicht. Wir können aber Wünsche äußern und hoffen, dass diese hier auch lesen.

Ich bei meiner Einsteiger-Olympus zweiter Klasse schon... Und viele andere mir (nicht zwingend persönlich) bekannte Photographen ebenso.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich will auch nicht abstreiten, dass so mancher D800-Käufer diese nur aus Prestigegründen gekauft hat und nur die Automatiken nutzt. Dem aber sollte man vielleicht eher die neue Hasselblad ans Herz legen?

Nein. Die Engine wird einmal gebaut. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass in Zeiten von kostenorientierten Entwicklungs- und Produktionszyklen sowie Plattformstrategien für jede Kamera"klasse" trotz gleichem Sensor eine eigene Engine und eigene Signalverarbeitung eingesetzt wird?

Nene, für jeden Sensor wird ein mal entwickelt und das kriegen alle; das ist das einzige effiziente Modell...

Oder baut und entwickelt Mercedes für die GL-Klasse einen anderen 320 CDi als für die E-Klasse?

Der Sensor der Kamera ist eine Sache, die Software eine andere. Daimler baut ganz klar den gleichen Motor für verschiedene Modelle, stimmt aber Ansaugtrakt, Zündkerzen, Auspuff und nicht zuletzt auch Software auf das unterstellte Einsatzgebiet ab. Auch Getriebe und Hinterachsübersetzung werden angepasst, ebenso wie Fahrwerk, ... Ein Auto besteht nicht nur aus dem Motor, und eine Kamera nicht nur aus dem Sensor.

Gruß
Jürgen
 
Moin,

Jürgen, ich garantiere Dir, dass es den Hersteller deutlich teurer kommt, eine Kamera nur mit jpeg, die nächste mit jpeg und RAW anzubieten.

Die Unterschiede zwischen zwei Kameras mit gleichem Sensor liegen an anderer Stelle, wie oben geschrieben.

Gespart wird bei Material, Mechanik usw, nicht beim kosteneffizient nach "Plattformstrategie" für alle Kameras einer Sensor-Generation identisch einsetzbarer Software...

Mein Vergleich zum Auto war übrigens sehr rudimentär, das jetzt auseinanderzunehmen, ändert nichts an der Sache ;)

Ist aber auch egal, hier OT und unterm Strich "weltfremd", weil unrealistisch. Im Sinne aller Photographen, die ambitionierter unterwegs sind und das Geld für ein Top-Modell nicht ausgeben können oder wollen bin ich froh, dass die Kamera-Industrie in dieser Hinsicht arbeitet, wie sie arbeitet :D


Wir können aber Wünsche äußern und hoffen, dass diese hier auch lesen.

Wieso sollte man sich wünschen, dass Einsteigerkameras beschnitten werden? Damit man sich mit seinem Top-Modell besser fühlt?

Und da ich weiß, dass Du mir erklären wirst, dass das alles Quatsch ist was ich hier schreibe und die Diskussion erstens jeglicher Grundlage und entbehrt und zweitens zu nichts führt, bin ich hier jetzt raus, hast gewonnen :p


Gruß Jan


P.s: auch mit Edelkompakten wird wohl zu 99,x% jpeg geknipst, trotzdem können die Dinger RAW; streichen?
 
Hihihi, verzeiht bitte, aber Wolf eröffnet einen Thread, bei dem Technikverliebtheit hinterfragt wird, und Ihr diskutiert über was? Technik...! :z04_popo_versohlen: ;)

Viele Grüsse
Marc
 
Hallo zusammen,

wie Michi schon in einem anderen Thread geschrieben hat:

Wir sind hier im NETTEN Forum

Und dazu trägt jeder Einzelne von uns mit seinen Beiträgen und seiner Wortwahl bei

Viele Grüsse

Ludwig
 
Hihihi, verzeiht bitte, aber Wolf eröffnet einen Thread, bei dem Technikverliebtheit hinterfragt wird, und Ihr diskutiert über was? Technik...! :z04_popo_versohlen: ;)
:D


Ham Gamdschie schrieb:
Ich verstehe die Motivation nicht, warum man RAW nur den "Pros" vorbehalten sollte. Insbesondere wenn ich mir anschaue, was manche Einstiegskamera-Photographen mit Ihren Geräten an erstklassigen Photos raushauen; da kann sich mancher Pro-Modell-Knipser weit hinten anstellen ;)
Hier gibt's sowieso eine Menge Legenden. "Pros" achten auf Effektivität und Zeit ist Geld (Besonders bei Reportagen ist der Zeitfaktor relevant: Der Formel 1 Sieger auf dem Treppchen ist Minuten später in der Redaktion!). Wenn JPG oder TIF ooC reicht, dann wird JPG oder TIF ooC photographiert. RAW ist ein "kann" und kein "muß" (hängt auch vom Kamera-Modell ab).
Ich selber arbeite überwiegend JPG ooC und ich kenne Kollegen, dies genauso machen und zwar selbst bei aufwendigen Katalogproduktionen. Wer aus analogen Zeiten gewohnt ist, das Licht präzise zu setzen (Kontrastumfang auf den Druck abstimmen!), kann sich die RAW-Hexerei sparen.
Ihr kennt alle meine Bilder aus der S5. Wozu soll ich mir da noch die RAW-Entwicklung antun und mich Stunden hinsetzen? Bei dem einen oder anderen JPG reicht für den Druck eine Korrektur der ganz tiefen Schatten und gut ist. 99% bleibt unbearbeitet und kann so verwendet werden.
Die D70s Bilder müssen dagegen via RAW verarbeitet werden, weil diese Kamera sehr "spitz" ist (etwa wie ein Velvia), was aber gerade bei trüben Lichtverhältnissen von Vorteil ist. Und dann wäre da ja auch noch die spektrale Charakteristik, die mit AdobeRGB oder gar sRGB nicht auszunutzen wäre. Hier wird einfach ein erheblich größerer Gamut gebraucht, der nur in der (standardisierten!) RAW-Entwicklung zu nutzen ist...
Zwei Modelle, zwei Arbeitsweisen, so einfach ist das...


(c)_Kribben_Photodesign_Morgenspaß_48-800.webp
​
"Morgenspaß!"​
​
​
S5, JPG, California Sunbounce Reflektor, minimale Anhebung der tiefsten Tiefen für den Druck. Zeit am Computer: Wenige Sekunden. Wenn das Licht nicht stimmt, dann bringt auch aufwendige EBV nichts mehr.​
​
In diesem Sinne​
Gruß​
Wolf​
 
Hallo.

Eine Entscheidung "nur JPEG" anzubieten ist ja keine technische, sondern eine politische. Man möchte damit bestimmte Modelle oder Modellklassen voneinander abgrenzen. Ich habe einen Fotografen getroffen, der "natürlich nur RAW" arbeitet, die Bilder aber per Stapelverarbeitung von der Karte holt und als JPEG abspeichert. Herzhaft sinnlos, das Ganze.

Ich nutze in meiner gesamten DSLR-Zeit nur RAW (seit es geht, verlustfrei komprimiert mit 14 bit), weil ich bei meinen "digitalen Negativen" die bestmögliche Qualität erzielen möchte. Ob ich sie in jedem Fall brauche? Sicher nicht, aber ich möchte nicht erleben, dass ich sie brauchen würde und dann nicht nutzen könnte.

Was die "Technikverliebtheit" angeht: für mich gehört der Umgang mit hochwertiger Technik zum Hobby Fotografie dazu und macht auch einen gehörigen Teil aus. Sicherlich wären die allermeisten meiner Bilder auch mit einem Einsteigermodell möglich, nur hätte ich bei der Benutzung keinen (oder zumindest weniger) Spaß daran. Das Bild ist natürlich das Ziel der Fotografie, aber auch den Weg dahin möchte ich so gestalten, dass ich an meinem Hobby möglichst viel Spaß habe.

Getestet wird bei mir neue Ausrüstung hinsichtlich der (soweit in der Praxis feststellbar) einwandfreien Funktion. Dazu gehört z. B. insbesondere bei der D800 das Einmessen des AF für das jeweilige Objektiv. Wenn das einmal passiert ist, wird die Ausrüstung einfach genutzt. Sollte einmal der Verdacht aufkommen, dass irgendetwas nicht funktioniert, teste ich ggf. noch einmal, um die potentielle Fehlerquelle einzugrenzen bzw. einen Bedienungsfehler auszuschliessen.

Viele Grüße
Matthias
 
Eine Entscheidung "nur JPEG" anzubieten ist ja keine technische, sondern eine politische.


Eben; und eine wirtschaftliche. Mit einer technischen Thematik oder Technikverliebtheit hatte diese Diskussion nichts zu tun.

OT war sie trotzdem, aber doch nicht unnett ;)


VG Jan
 
Hallo Leute,

jetzt schlagt doch nicht gleich alle auf mich ein!;) Sprach ich von Verzicht auf jpeg in Pro-Modellen? Nur bedingt, denn mit reduzierter Auflösung und stark komprimiert, darin sehe ich heute keinen Sinn mehr. Mein Ziel mit dieser Aussage war auch nicht der Wunsch, diese Kameras damit billiger zu machen, sondern deren Menüs abzuspecken! Anlass war Richards Aussage zu den vielen nicht genutzten Menüpunkten, was mich ehrlich auch etwas stört. Wenn ich zB Aufnahmeformat 16:9 in meiner Kamera sehe, dann frage ich mich wozu? Um anschließend auf einem Fernseher in Auflösung 1920x1080 zu präsentieren? Dazu brauche ich so ein Gerät nicht. Da würde ich lieber auf die ganzen Motivautomatiken verzichten und hätte dafür gerne eine HDR-Automatik, die auch in RAW funktioniert.

Technikverliebt? Klar, ich gebe gerne zu, dass ich technikbegeistert bin, auch gerne mal übers Ziel hinausschieße. Sparmaßnahmen mit Verzicht auf das Eine oder Andere habe ich auch schon versucht, und mich hinterher jedesmal geärgert dass ich am falschen Ende gespart hatte, nicht das damit machen konnte was ich gerade gerne wollte, mit dem höherwertigen Produkt aber hätte machen können. Klar, für den Zweck, wofür ich gekauft hatte, war das ok, aber leider nicht für den nächsten Zweck. Deswegen sehe ich mich eher als High-Tech-Käufer, der letztlich auch gerne bereit ist etwas mehr auszugeben wenn die Leistung stimmt. Ich kann mich auch für die Technik begeistern, habe schon als Kind jedes Spielzeug erstmal demontiert und wieder (richtig und funktionierend!) zusammengebaut bevor ich damit gespielt habe. Von Liebe aber mag ich da nicht sprechen, das gehört für mich in den Bereich lebende Wesen.

Gruß
Jürgen

p.s.:
Hallo zusammen,

wie Michi schon in einem anderen Thread geschrieben hat:

Wir sind hier im NETTEN Forum

Und dazu trägt jeder Einzelne von uns mit seinen Beiträgen und seiner Wortwahl bei

Viele Grüsse

Ludwig

Hallo Ludwig,

da mir nix negativ aufstieß und ich mir auch keiner Schuld bewusst bin, sag mir bitte direkt, wenn ich mich nicht korrekt verhalten habe. Will hier schließlich nicht als Neuling gleich negativ auffallen.
 
Da würde ich lieber auf die ganzen Motivautomatiken verzichten und hätte dafür gerne eine HDR-Automatik, die auch in RAW funktioniert.
Das ergibt m.E. überhaupt keinen Sinn. HDR/DRI ist ein sehr komplexes Thema und geht in puncto Rendering bis tief in die Physiologie des Auges und die Wahrnehmungstheorie. Das, was man gewöhnlich als "HDR-Augenpulver" sieht, streift diese Thematik nur am Rand und beruht eigentlich auf "falscher" Bedienung der Algorithmen. Interessante Texte dazu gibt es von Prof. Dr. Reinhard u.a.
http://www.cs.bris.ac.uk/~reinhard/papers/tvcg2005.pdf
http://www.uni-koblenz.de/~cg/Studienarbeiten/hdrtonemap.pdf
Heftiger Stoff und viel zu komplex, um ihn in einer Kamera zu implementieren...

Gruß
Wolf
 
Hallo Wolf,

wieder was dazugelernt ... ich dachte das geht einfacher. Muss ich mich mal richtig einarbeiten. Danke für die Links.


Hallo Jan,

Meinungsaustausch heißt schließlich nicht "Du kommst mit Deiner Meinung und gehst mit meiner!" Warum sollten wir nicht unterschiedliche Meinungen haben und vertreten? Gut ist nur, wenn man sich diese Meinungen sagen und begründen kann, ohne dass der jeweils andere sauer ist. Mit meiner Frau habe ich in solchen Situationen noch immer einen für beide erträglichen Kompromiss gefunden. Aber keine Angst, ich bin schon verheiratet!:z04_whip2_1::z02_banned:

Gruß
Jürgen
 
Hi,
schöner Thread! Habe auch einen Vergleich ähnlich Helmut Newtons Kochtöpfen:
Der HiFi-Bereich hat sich ja etwas überlebt, aber ich denke, es gibt immer noch die Hardcore Leute, da es auch immer noch HighEnd Shops gibt.
Als ich meine Lautsprecher erneuern wollte, habe ich erstmal viel Zeitschriften gelesen. Das habe ich dann sofort eingestellt, als in einem Bericht über Erich Klappertons neue CD etwa folgendes Resümee gezogen wurde:
"... unbedingt anschaffen ...tolle Aufnahme ... Man kann sehr gut hören, wie die Fingernägel über die Saiten zirpen..."
Und kein Wort über die Musik!!!!
Gruß
Matthias

Lass sie kaufen, was das Zeugs hält. Bringt den Herstellern Profit und uns erschwingliche Cams, oder?
 
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