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Tageslicht - 5000 oder 5500 K ?

mae-nik

Aktives Mitglied
Mitglied seit
2 Dez 2008
Beiträge
94
Hallo,

was ist zutreffend - 5.000 K oder 5.500 K ?

Wikipedia nennt 5.000 unter Tageslichtlampe und 5.500 unter ISO 3664. Lampen werden z.Bsp. bei Amazon von DynaSun und anderen als "SYD 105 500W 5400 K" angeboten und bei Foto Brenner mit 5.000 K.

Es geht um Poduktfotos welche teilweise mit Tageslicht als Mischlicht aufgenommen werden. Bisher setze ich zwei Helios 26 W Spiral-Tageslichtlampen ein. Mit dem Ergebnis bin ich aber da nur "Lichtwer 150 W Glühlampe" nicht zufrieden. Insbesondere im Einsatz mit einem "Fotozelt / Lichtwürfel" für Produktaufnahmen hatte ich mir mehr versprochen. Aber - analog dem Thema "Hubraum bei Autos" - ist Licht wohl nur durch noch mehr Licht zu ersetzen :).


Vielen herzlichen Dank für Hinweise / Einschätzungen / Tips.

Grüsse Marc
 
Moin Marc,

Lampen als Leuchtmittel haben generell Toleranzen in der Lichtfarbe, völlig egal was draufsteht ;) von daher kann man keine pauschale Einstellung für solche Lichtsituationen machen.
Um Sicher zu sein mache einfach ein Foto mit dem Produkt und nutze eine Graukarte um später bei der Entwicklung den Farbton zu bestimmen um den Abgleich zu machen oder nutze einen Weißabgleichdeckel für das Objektiv und "messe" (je nach Möglichkeiten der Kamera) die Farben ein für den Weißabgleich.

Tageslicht und Kunstlicht zusammen ist immer recht schwierig...

:z04_bier01:
 
Wikipedia nennt 5.000 unter Tageslichtlampe und 5.500 unter ISO 3664. Lampen werden z.Bsp. bei Amazon von DynaSun und anderen als "SYD 105 500W 5400 K" angeboten und bei Foto Brenner mit 5.000 K.
Ja, die Dinger nennen sich Tageslichtlampen, haben aber als diskontinuierliche Strahler mit echtem Tageslicht nichts zu tun und sind, insbesondere in der billigen Ausführung für Aufnahmezwecke mit Vorsicht zu genießen. Nicht umsonst kosten HMI-Tageslichtstrahler mit perfekter Lichtqualität richtig höllisch viel Geld, nämlich etliche k€, zumal man einige kW braucht...

Es geht um Poduktfotos welche teilweise mit Tageslicht als Mischlicht aufgenommen werden.
Bei hohem Qualitätsanspruch würde ich einen Teufel tun und dafür diese Spirallampen verwenden, zumal das leistungsmäßig nicht hinhaut. Studioblitz und Ende oder, wenn Produkte unbedingt unter natürlichem Licht aufgezeichnet werden sollen, professionelle, absolut farbneutrale Aufheller, die aber auch ein paar hundert "Mäuse" kosten...
Produktphotos heißt für mich "professionelle Qualität" und da gibt s keine Kompromisse.

Gruß
Wolf
 
Hallo
Der gute Wolf hat wie immer recht. Ich habe schon viel mit Licht experimentiert und bin immer zu dem Schluß gekommen, wenn Kunstlicht dann alles nur von einem Hersteller.Den selbst bei den Studioblitzgeräten gibt es farbliche Unterschiede. In letzter Zeit teste ich LED Flächenpanels, welche mittlerweile immer besser werden. Bei diesen Leuchte sind die Vorteile erstens bei der Haltbarkeit der Leuchtmittel, welche 30.000-50.000 Stunden betragen sollen. Des weiteren ist der Stromverbrauch mit 36 Watt bei einer Lichtleistung von 1350 Watt mehr als genügsam. Als letztes ist natürlich auch die geringe Wärmeentwicklung zu nennen, die ganz schön nervig werden kann. Mit den Lichtemperaturen habe ich bisher keine Abweichungen (auch unter den 2 Leuchten selbst) feststellen können. Der Nachteil dabei ist natürlich wie soll es anders sein, der Preis. € 695,- pro Stück sind ne Menge Geld und müssen erst mal wieder verdient sein. Auf lange Sicht sind die LED's aber, denke ich das neue Dauerlicht. Als Alternative sind noch die Leuchte von der Firma Heddler zu nennen, welche aber unheimlich Wärme und Lärm durch den eingebauten Lüfter erzeugen. Vom Stromverbrauch einer Quarzlampe ganz zu schweigen. Dazu kommt das der Preis sogar noch über dem der LED-leuchten liegt. Aber egal für welche art man sich letzt endlich entscheidet die Graukarte ist und bleibt ein muß wenn es genau werden soll, aber Achtung auch hier gibt es Billigmüll der nur ein paar wenige Euronen kostet und das Ergebniss nur verfälscht. Gerade hier sollte man auf gute Qualität achten.
LG
Denis
 
Guten Morgen Dirk,
"Wolf" und Denis und vielen Dank für Eure Antworten - wobei mich grauer Wolf für einen "Avatar" inspiriert hat :lol:
Produktphotos heißt für mich "professionelle Qualität" und da gibt s keine Kompromisse.
Tja wenn das liebe Geld nicht wäre .....

Was soll ich sagen, ist genau das, was ich befürchtet habe. Die Ergebnisse mit dem Lichtzelt, spärlicher Beleuchtung, sowohl "D 50" als auch "D 7000" waren sowohl mit "DX 18-200 / 3,5-5,6 ED" als auch dem ebenfalls einfachen "50 - 1:1,8 D" nicht wie erhofft. Einfache "Scherben" und unzureichende Beleuchtung, da kann es die "D7000" auch nicht so einfach retten......
Was erwarte ich auch (außer einem Lottogewinn :()?

Da es auch um die Dokumentation eines Produktversuches mit einem kleinen Video geht, hilft mir ansonsten vermutlich goldrichtige Tipp
Studioblitz und Ende
leider nicht weiter. Für die reinen Fotos wäre das im Nachhinein betrachtet die bessere (und bezahlbare) Strategie gewesen.

Verstanden habe ich auch, daß Eure Erfahrungen sich auf "Profi-Equipment" beziehen, bzw. sich nur dieses als geeignet erwiesen hat. Trotzdem hilft mir auch die Einschätzung, was dann die 2.beste Möglichkeit ist. Das es sich um technische Produkte handelt, wäre die "Farbechtheit" zwar wünschenswert, ist aber nicht "kriegsentscheidend" wenn dies mit meinen Mitteln nicht zu erreichen ist.

In preislich vergleichbarer Größenordnung liegen NANGUANG LED-Ringleuchte CN-R332 mit "Illumination: 2337,8 Lm" und NANGUANG Daylight-Studioset HAVANNA mit "1760 Watt herkömmlichen Glühlampenlichts" sowie günstiger NANGUANG Bi-Color LED-Videoleuchte CN-240CH, 1350 Lux. SUPER damit habe ich "Lumen" und "Watt" und "Lux" - wie kann ich die vergleichen ?

Hat jemand mit diesen Produkten und evtl. auch dem Lieferanten "SINOADVANCE - Best of TECHNIC Shop" (oder Alternativempfehlung ?). Früher war ich ein "Foto-Brenner" Fan, aber zum einen senden die Ihren Katalog nicht mehr und zum anderen haben die in dieser Richtung ein recht schmales Programm.

Also nochmals Dank für bisherige fachkundige Reaktion und ich hoffe auf erneuten "Input".

Grüsse Marc
 
Verstanden habe ich auch, daß Eure Erfahrungen sich auf "Profi-Equipment" beziehen, bzw. sich nur dieses als geeignet erwiesen hat. Trotzdem hilft mir auch die Einschätzung, was dann die 2.beste Möglichkeit ist. Das es sich um technische Produkte handelt, wäre die "Farbechtheit" zwar wünschenswert, ist aber nicht "kriegsentscheidend" wenn dies mit meinen Mitteln nicht zu erreichen ist.
Wenn es darum geht, die Produkte zu verkaufen, ist Farbechtheit unabdingbar. Meine Reaktion auf nicht stimmige Farben bei Produktbildern ist: Da ist einer, dem sein Produkt nicht mal ordentliche Bilder wert ist. Der kann nicht davon überzeugt sein.
Die zweitbeste Lösung ist bei Dauerlicht (wenn man nicht ein paar tausend Ocken für "Briese" oder "Pro-Photo" o.ä. loswerden will), ein paar ordentliche Halogenbrenner. Hedler ist zwar auch nicht ganz billig, aber auch nicht zu teuer und bietet die Möglichkeit für Lichtformer und Filter. Die bringen den Photographen zwar zum Schwitzen und den Stromzähler auf Turbotouren, aber die Lichtqualität ist sehr fein: 100%iges Kontinuum mit Ra100 (!), das sich ggf. mit Konversionfilterfolien (die gibt es auch hitzefest für Leuchten) gut auf Tageslicht justieren läßt.
Und noch eines am Rande: Photographie ist nicht zuletzt ein Ausbildungsberuf, egal ob über Jahre (!) Lehre, Studium oder autodidaktische Ausbildung. Gute Produktphotos, dafür muß man schon richtig lernen und üben, daran kommst Du nicht vorbei! Kenntnisse über die spektralen Eigenheiten und die grundlegenden Charakteristika von Lichtquellen und vor allen Dingen das "Licht setzen" (nicht "hell machen") sind unabdingbar! Spätestens bei matt polierten, hochglänzenden oder gar gläsernen Gegenständen wird es richtig heftig!

Gruß
Wolf ;)
 
Moin,

da Du ja mit Nikon photographierst, empfehle ich Dir statt Studioblitzen die ganz normalen "großen" Nikon Blitzgeräte. Die sind erheblich kleiner und leichter, spührbar billiger, vielseitiger einsetzbar (transportabel!). Und das Beste: Solange die Kamera CLS unterstützt, können sie von der Kamera aus ferngesteuert werden, sowohl kabelgebunden, als auch kabellos.

Schau es Dir mal an, es lohnt sich.


Grüße,

Heiner
 
da Du ja mit Nikon photographierst, empfehle ich Dir statt Studioblitzen die ganz normalen "großen" Nikon Blitzgeräte.
Wenn ich das richtig verstanden habe, wollen sie Dauerlicht, weil auch Videos gedreht werden sollen. Die großen Nikon-Blitze sind ja nun auch kein "Schnäppchen" (s.u.) und es wäre eine doppelte Anschaffung nötig.
Unabhängig davon... Kompaktblitze sind wenig geeignet für Lichtformer. Dazu sind sie viel zu schwach: Der SB 800 resp. 910 hat runde 64 Ws, das ist im Studio am Former nichts... (für das Geld bekommt man auch einen Richter Nano 375 Ws, über 100 Blitze in Serie bei Vollast, 1,2 s Blitzfolgezeit, Einstell-Licht proportional, Regelung über 5 Blenden, genormtes Hensel-Bajonett für Lichtformer, also unbegrenzt ausbaubar: "Richter" bedeutet m.W. Profi-Gerät aus massivem Voll-Alu, kein Chinakracher. Hab bisher nur Gutes drüber gehört, inkl. exzellentem Service).

Gruß
Wolf
 
Moin,

Wenn ich das richtig verstanden habe, wollen sie Dauerlicht, weil auch Videos gedreht werden sollen.

Davon habe ich nichts gelesen. Aber in dem Fall nützt sowieso keine Blitzanlage.

Die großen Nikon-Blitze sind ja nun auch kein "Schnäppchen" (s.u.) und es wäre eine doppelte Anschaffung nötig.

Wieso das?

Unabhängig davon... Kompaktblitze sind wenig geeignet für Lichtformer. Dazu sind sie viel zu schwach:

Nö. Man kann die Geräte wunderbar auch mit Diffusoren oder ähnlichem einsetzen. Solange das Studio nicht zu groß ist, ist das überhaupt kein Problem. Ich habe schon Studio-Gruppenfotos gesehen, wo über 60 Leute mit nur drei SB-800 ausgeleuchtet wurden. Alles kein Problem. Hier geht es außerdem um eher kleine Objekte. Da müssen auch die Nikons schon runter geregelt werden.

Grüße,

Heiner
 
Weil auch noch eine Dauerlichtanlage her müßte. Das Video wurde in Post #5 erwähnt.

Nö. Man kann die Geräte wunderbar auch mit Diffusoren oder ähnlichem einsetzen. Solange das Studio nicht zu groß ist, ist das überhaupt kein Problem. Ich habe schon Studio-Gruppenfotos gesehen, wo über 60 Leute mit nur drei SB-800 ausgeleuchtet wurden. Alles kein Problem. Hier geht es außerdem um eher kleine Objekte. Da müssen auch die Nikons schon runter geregelt werden.
Das Einstell-Licht fehlt (um Licht blind zu setzen, braucht's doch viel Erfahrung) und ich bin mir nicht sicher, ob die Kompaktblitze dauerhaft hochlastfest sind. Ich habe schon mal ein Metzgerät (ist ja nun auch kein Schrott ;) ) heißgeschossen... Allerdings stellt sich jetzt die Frage, ob letzteres hier ein Kriterium ist. Ich weiß ja nicht, was die genau vorhaben... ;) Es wäre recht hilfreich, mal zu erfahren, um was für Produkte es überhaupt geht (Größe, Oberflächenbeschaffenheit) und wieviele...

Gruß
Wolf
 
Weil auch noch eine Dauerlichtanlage her müßte. Das Video wurde in Post #5 erwähnt.

Uups. Hab ich überlesen. Aber wie gesagt: Da hilft ohnehin kein Blitz. Video mit Einstellicht ist ja nun nicht wirklich eine Option.

Das Einstell-Licht fehlt (um Licht blind zu setzen, braucht's doch viel Erfahrung) und ich bin mir nicht sicher, ob die Kompaktblitze dauerhaft hochlastfest sind. Ich habe schon mal ein Metzgerät (ist ja nun auch kein Schrott ;) ) heißgeschossen... Allerdings stellt sich jetzt die Frage, ob letzteres hier ein Kriterium ist. Ich weiß ja nicht, was die genau vorhaben... ;) Es wäre recht hilfreich, mal zu erfahren, um was für Produkte es überhaupt geht (Größe, Oberflächenbeschaffenheit) und wieviele...

Das mit dem Einstellicht ist tatsächlich ein gewisser Nachteil. Aber aufgrund der Fernsteuerung durch die Kamera und die sofortige Kontrolle auf dem Kameradisplay, lässt sich das leicht wieder wett machen. "Hochlastfest" hängt jetzt erst mal davon hab, wie hoch die Last tatsächlich ist.

Grüße,

Heiner
 
Moin,

dann will ich mal einen weiteren Stab für die Lösungen mit Low Budget brechen :)

Profikamera und Profiglas sehe ich grundsätzlich genauso wie Profikochtöpfe - wenn es nicht schmeckt liegt es nicht am Kochtopf, sondern am Rezept ;)

Wenn Du Probleme mit dem Licht hast, dann sollte man zunächst einmal überlegen was man braucht. Ein Lichtzelt steht in der Auswahl und das Licht dafür ist sicherlich auch kein Problem. Wichtig ist in dem Fall eines Lichtzeltes ein identisches Licht von allen Seiten, also nicht drei verschiedene Leuchtmittel. Solche Zelte gibt es schon recht günstig - kommt eben drauf an was man ablichten will und wie groß das ist. Wenn man dann, mit Produkt und ausreichendem Licht (von allen Seiten) die Kamera auf ein Stativ rastet wird das Ganze auch relativ einfach mit dem Weißabgleich. In dem Fall mache ich das (mit der Pentax) über den gemessenen Weißabgleich, also mit einem durchscheinenden Weißdeckel direkt auf das Motiv, damit passt der Weißabgleich echt sehr gut, Nikon und Canon haben diese Möglichkeit des gemessenen Weißabgleichs garantiert auch, bei einer Nikon habe ich das selbst schon gesehen.
Lichtzelte haben den weiteren Vorteil, dass es die sogar mit Drehtellern gibt ;)


Hier ein Foto von der Photokina aus einem der Billigzelte, einmal mit wenig Licht um die Kehle zu erkennen...
IMGP7873-1.webp


... und einmal mit mehr Licht - jedoch (leider) nur von oben und unten.
IMGP7875-1.webp


Leider gab es keine Möglichkeit diese Zelte von vier Seiten zu beleuchten, denke aber mit etwas mehr Lichtverteilung wird das echt klasse.

Es gibt bestimmt mit Profilicht und etwas Studiokram eine gleichwertige oder bessere Lösung, nur muss man bedenken - wer professionell viel in Szene setzen will, der muss entweder schnelle Ergebnisse erzielen können oder die Produktfotografie mit finanziellem Aufwand betreiben, der dann Zeit und Geld kostet und in den Produktpreis fließt.
Somit verstehe ich den gewünschten Minimalaufwand auch ganz gut :D

:z04_bier01:
 
Hallo,

Danke für die rege Beteiligung. Da muß ich jetzt mal einige Infos liefern :)
Habe meine Ausrüstung im Profil hinterlegt und zeige etwas an Beispielen ("Grauer Wolf" bitte gnädig sein - mir sind meine beschränkten Fähigkeiten selbst schon bewußt.......)

Die bisherigen Produktaufnahmen wurden zumeist mit folgender Ausrüstung angefertigt:
"Lichtwürfel" Helios-Quadrolight 80 / 2 x BiGLAMP 501 Maxi mit Spiral-Tageslichtlampe (26W=150W)
RAW-Fehlerkorrektur mit "DxO Optics Pro 7" (bzw. Vorgänger)
D 7000 + D 50 - mit AF-S 18-200 1:3,5-5,6 G oder AF 1:1,8D

Das nachfolgende Bild entstand auf der D 50 - ISO 400 - f 16,0 - 1/8,0 s - 18-200 mm (Zoom 56,0 mm Real)
"Brilliant" ist sicher etwas ganz anderes......
E07-E08_DSC_2302_DXO.webp


Was dann am Ende so aussieht : http://tinyurl.com/c2xpu73

Aktuell beschäftigt mich ein neues Produkt. Die nachfolgende Aufnahme wurde mit Tageslicht und Unterstützung der oben erwähnten Leuchten vor einer (Dia)Leinwand angefertigt. Vor dem gleichen Hintergrund findet dann die Filmaufnahme statt, welche als "Mini-Film" (ähnlich wie hier - wobei das ein älterer Profi-Film ist - http://tinyurl.com/d3fpola ) dann auf der Website eingebunden wird.

Das nachfolgende Bild (erste Versuchsreihe) entstand auf der D7000:
ISO 400 / Zeit 1/250 s / P-Automatik - Multisegment (versuche das nächste Mal Mitte oder Spot) / 18-200 - 82,0 Real
N7E_7091_DxO-7.webp

Aufgrund der Installation kann es nicht so ganz einfach innerhalb des Lichtzeltes fotographiert werden. Ein Vorteil wäre auch eine vergleichbare Optik zwischen Film und Foto. Da aber die Website noch im Aufbau (auch hinsichtlich der Farben) ist, kann es hier auch noch zu Änderungen hinsichtlich Foto-Hintergrund (evtl. Freistellung) kommen.

So das war jetzt etwas "Butter bei die Fische"....
 
Habe meine Ausrüstung im Profil hinterlegt und zeige etwas an Beispielen ("Grauer Wolf" bitte gnädig sein - mir sind meine beschränkten Fähigkeiten selbst schon bewußt.......)
Halb so wild. Nach Deinen Andeutungen habe ich es mir schlimmer vorgestellt.


Das ist gar nicht so schlecht, die Brillanz für diesen Zweck völlig adäquat. Knackibunti ist was für die Hobbyphotographie. Für meinen Geschmack ist die Brennweite etwas kurz. Ich würde hier eher das 55-200 einsetzen, daß m.W. brutal scharf ist und eine Brenweite um 70 - 90 mm wählen. f/16 ist allerdings kontraproduktiv, weil Du da bei DX schon in der Beugung hängst.
Was imho nicht geht, sind die Farbverfälschungen auf dem Material! Ihr solltet rein weißen Untergrund nehmen und wenn das Produkt auf farbigem Grund dargestellt werden soll, freistellen und eine andere Farbe untermontieren.

Aktuell beschäftigt mich ein neues Produkt. Die nachfolgende Aufnahme wurde mit Tageslicht und Unterstützung der oben erwähnten Leuchten vor einer (Dia)Leinwand angefertigt. Vor dem gleichen Hintergrund findet dann die Filmaufnahme statt, welche als "Mini-Film" (ähnlich wie hier - wobei das ein älterer Profi-Film ist - Beispielfilm ) dann auf der Website eingebunden wird.
Die Ausleuchtung könnte sauberer sein. Ich würde da eine Lichtwanne einsetzen, die gerichtet-diffuses Licht erzeugt und die metallischen Flächen schön kommen läßt. "Profi" ist dieser Film allerdings nicht. Er ist schlampig gefertigt, nicht so sehr wegen der Ausleuchtung und des animierten Finishs, sondern wegen des Materials. Für die Präsentation eines solchen Produktes nimmt man sauberes, handverlesenes Material ohne Kratzer oder Macken mit makelloser Oberfläche, und nicht einfach ein Stück verschrammtes Rohr mit Kerben von 'ner rohrzange aus der Grabbelkiste!

Das nachfolgende Bild (erste Versuchsreihe) entstand auf der D7000:
ISO 400 / Zeit 1/250 s / P-Automatik - Multisegment (versuche das nächste Mal Mitte oder Spot) / 18-200 - 82,0 Real
Anhang anzeigen 96638
Aufgrund der Installation kann es nicht so ganz einfach innerhalb des Lichtzeltes fotographiert werden. Ein Vorteil wäre auch eine vergleichbare Optik zwischen Film und Foto. Da aber die Website noch im Aufbau (auch hinsichtlich der Farben) ist, kann es hier auch noch zu Änderungen hinsichtlich Foto-Hintergrund (evtl. Freistellung) kommen.
Den HG weiter weg, daß er keine Reflexe mehr wirft, und sehr sauber und gleichmäßig ausleuchten. Dann wie schon beschrieben, eine Flächenleuchte benutzen, die Raum zum Hantieren läßt, ohne daß es beim Bewegen gleich zu Lichtabfällen kommt, und keine Schatten auf den HG wirft. Höllisch aufpassen mit den Catch Lights. Diese Spitzlichter sind ja nichts anderes als Reflexbilder der Lichtquelle und gerade bei polierten Metallgegenständen ist die Positionierung der Leuchten kritisch, wenn es schön, gefällig und edel aussehen soll.
Wie gesagt, die Ausleuchtung ist bei Metallen nicht ohne, besonders wenn bei Videos die Teile gewegt werden und die Endposition des Werkstückes die Leuchtenposition mitbestimmt. Der ältere "Profi-Film" ist in meinen Augen eine Schande und eines Berufsphotographen unwürdig! Ich würde so etwas nicht abliefern resp. solches Material nicht akzeptieren!

Gruß
Wolf ;)



Verflixte Tipfehler... :z04_motzer:
 
@ grauer_wolf : Vielen Dank für die umfangreichen Tips und Einschätzungen! Einige Anmerkungen bzw. ergänzende Infos:

Halb so wild. Nach Deinen Andeutungen habe ich es mir schlimmer vorgestellt.
:z04_carrot:

Für meinen Geschmack ist die Brennweite etwas kurz. Ich würde hier eher das 55-200 einsetzen, daß m.W. brutal scharf ist und eine Brenweite um 70 - 90 mm wählen.
Das Objektiv werde ich probieren - Danke. Ich habe immer in der Ansicht um 50 mm "Standard" wären die wenigsten Abweichungen bewußt diese gewählt.

f/16 ist allerdings kontraproduktiv, weil Du da bei DX schon in der Beugung hängst.
Wollte etwas mehr Tiefenschärfe, daher auf f/16 - probiere ich das nächste Mal mit weniger, was wäre Deine Empfehlung ?

Was imho nicht geht, sind die Farbverfälschungen auf dem Material! Ihr solltet rein weißen Untergrund nehmen und wenn das Produkt auf farbigem Grund dargestellt werden soll, freistellen und eine andere Farbe untermontieren.
Für den Laien gilt - hinterher ist man klüger (siehe Deinen berechtigten Hinweis auf Berufsfotographen). "Spaßeshalber" wie das so in etwa abgelaufen ist:
1. Da es nur ein Zimmer mit einfacher kpl.Verdunklung gibt und ich Tageslicht für halbwegs reproduzierbare Ergebnisse ausschließen wollte, konnten der Aufbau nicht über mehrere Tage stehenbleiben.
2. Außer Edelstahl gibt es auch Kunststoff (und "Mischformen" wenn der Rost im anderen Material ist). Diese sind vor weißem Hintergrund mit "PaintShopPro 7.0" schlechter freizustellen. Es gibt zwar auch preiswerte Programme mit welchen man das wohl besser hinbekommt, aber da muß man wieder suchen und sich einarbeiten. Nach div. Versuchen ist dann die Entscheidung auf orange gefallen.
Daten (mit diesem Foto bin ich zufrieden): D 50 / ISO 400 / f 16,0 (was hier finde ich gut ist) / 1/20s (Zeitautomatik) / Multissegment Messung / 18-200 - 56,0 Real
E12_DSC_2254_DXO_Retuschiert_Saettigung-normal-hoch.webp

3. Finde ich die Fotos - durch Farbverlauf und Schatten - so natürlicher / nicht so künstlich wie kpl. freigestellte. Dieser Ansicht bin ich unverändert.
4. Das "böse Erwachen" kam, als ich die Fotos dann für eine andere (nicht so zentrale) Website freigestellt habe. Da habe ich daß was Du von vorneherein wußtest gesehene: Der verdammte Edelstahl ist verdammt organge :( .....
E05_DSC_2299_DXO_freigestellt-1.webp



"Profi" ist dieser Film allerdings nicht. Er ist schlampig gefertigt, nicht so sehr wegen der Ausleuchtung und des animierten Finishs, sondern wegen des Materials. Für die Präsentation eines solchen Produktes nimmt man sauberes, handverlesenes Material ohne Kratzer oder Macken mit makelloser Oberfläche, und nicht einfach ein Stück verschrammtes Rohr mit Kerben von 'ner rohrzange aus der Grabbelkiste! .... / .... Der ältere "Profi-Film" ist in meinen Augen eine Schande und eines Berufsphotographen unwürdig! Ich würde so etwas nicht abliefern resp. solches Material nicht akzeptieren!
Der Film ist ca. 25 Jahre alt und war nur auf einer "Profi-Kassette" (ähnlich "VHS") vorhanden. Vor einigen Jahren haben wir diesen dann mal auf eine DVD gebracht und das war dann die Basis für die Web-Aufbereitung. Da die Hauptgruppe Handwerker waren, war es glaube ich sogar die Absicht von meinem Vater, daß das Ganze "praxisgerecht" aussah. Werden wir irgendwann mal neu und besser machen.


Den HG weiter weg, daß er keine Reflexe mehr wirft, und sehr sauber und gleichmäßig ausleuchten. Dann wie schon beschrieben, eine Flächenleuchte benutzen, die Raum zum Hantieren läßt, ohne daß es beim Bewegen gleich zu Lichtabfällen kommt, und keine Schatten auf den HG wirft.
Danke - das werde ich aufgreifen.
 
Moin,

Da die Hauptgruppe Handwerker waren, war es glaube ich sogar die Absicht von meinem Vater, daß das Ganze "praxisgerecht" aussah.

Ich finde das gar nicht schlecht. So, wie ich das verstehe, ist der "Use-Case" doch der, dass man an ein bestehendes Rohr einen zusätzlichen Anschluß anbringen will. Da macht es meiner Meinung nach nichts, wenn erkennbar ist, dass das Rohr tatsächlich nicht fabrikneu ist.

Grüße,

Heiner
 
So, wie ich das verstehe, ist der "Use-Case" doch der, dass man an ein bestehendes Rohr einen zusätzlichen Anschluß anbringen will.

Hallo Heiner, Du hast das richtig verstanden. Es immer um vorhandene (i.d.R. ältere) Installationen. Grüße Marc
 
@ grauer_wolf : Vielen Dank für die umfangreichen Tips und Einschätzungen! Einige Anmerkungen bzw. ergänzende Infos:
Einfach "Wolf" reicht. Ist mein Vorname.... ;)

Das Objektiv werde ich probieren - Danke. Ich habe immer in der Ansicht um 50 mm "Standard" wären die wenigsten Abweichungen bewußt diese gewählt.
50 mm sind etwas zu knapp, obwohl sie an DX keine Standardbrennweite darstellen, sondern ein Kurztele äquivalent zu 75 mm. Für Sachaufnahmen ist eine Annäherung an die Parallel-Projektion günstig, die den Maßstabsunterschied vorn gegen hinten minimiert. Als praxisgerecht und gefällig sieht man bei der 4x5"-Kamera 300 bis 450 mm Auszug (dann ist der Abb.-Maßstab mit berücksichtigt). Bezogen auf kleine Kameras und moderate Abb.-Maßstäbe landen wir dann bei irgendwo um die 70-90 mm bei DX oder 100-150 mm bei FX. Letztlich kommt's drauf an, wie das fertige Bild wirken soll. Für technische Produkte ist eine steilere Perspektive kontraproduktiv.

Wollte etwas mehr Tiefenschärfe, daher auf f/16 - probiere ich das nächste Mal mit weniger, was wäre Deine Empfehlung ?
Ich gehe ungern über f/11...f/13 hinaus und stacke bei kleinen Objekten lieber.

1. Da es nur ein Zimmer mit einfacher kpl.Verdunklung gibt und ich Tageslicht für halbwegs reproduzierbare Ergebnisse ausschließen wollte, konnten der Aufbau nicht über mehrere Tage stehenbleiben.
Habt Ihr nicht irgendwo einen kleinen Raum in einem Keller o.ä., wo der Kram auch mal stehenbleiben kann, für den Fall daß man nachschießen muß?

2. Außer Edelstahl gibt es auch Kunststoff (und "Mischformen" wenn der Rost im anderen Material ist). Diese sind vor weißem Hintergrund mit "PaintShopPro 7.0" schlechter freizustellen. Es gibt zwar auch preiswerte Programme mit welchen man das wohl besser hinbekommt,...
Ich benutze GML-Matting für GIMP. Präzise, teilweise automatisierte Freistellung ist kein Thema...

3. Finde ich die Fotos - durch Farbverlauf und Schatten - so natürlicher / nicht so künstlich wie kpl. freigestellte. Dieser Ansicht bin ich unverändert.
Man kann ohneweiteres Farbverläufe und Schatten einbauen, aber es dürfen keine Farbverfälschungen im Material auftreten. Das heißt normalerweise, farbneutral aufzeichen und an den gewünschten Stellen Farbe nachträglich hinzufügen, wobei die Lichtführung erhalten bleibt. (Leichter zu zeigen, als zu erklären.)

4. Das "böse Erwachen" kam, als ich die Fotos dann für eine andere (nicht so zentrale) Website freigestellt habe. Da habe ich daß was Du von vorneherein wußtest gesehene: Der verdammte Edelstahl ist verdammt organge
:z04_Flucht:

Da die Hauptgruppe Handwerker waren, war es glaube ich sogar die Absicht von meinem Vater, daß das Ganze "praxisgerecht" aussah. Werden wir irgendwann mal neu und besser machen.
Ich kann das menschlich nachvollziehen, aber ich halte das nicht für verkaufsfördernd. Technische Perfektion ist bei deskriptiver Produktphotographie unabdingbar. Was anderes wäre es, wenn z.B. die praktische Montage auf einer Baustelle gezeigt würde. Dann wäre glaubhafte Action (so richtig mit Blaumann und Arbeitshandschuhen) und ein passendes Ambiente durchaus angemessen.
Werbephotographie ist in erster Linie angewandte Psychologie. Es muß einfach passen!

Gruß
Wolf
 
Moin Marc,

die Fotos der Bodenabläufe sind durchaus brauchbar, was ich ändern würde wäre die Art und Weise der Fotos der Abläufe, die Aufstockelemente und die Abläufe würden nebeneinander aufschlussreicher sein für den Verbraucher und die Entleerung mit der Klapp-Anbohrschelle würde ich lieber schräg von oben fotografiert sehen, das würde mir persönlich einen besseren Blick auf das Konstrukt geben.

Als Hintergrund finde ich Weiß auch nicht so günstig, viele Materialien auf dem Sektor sind ja schon von natur aus weiß oder grau, es würde eventuell eine grüne Fläche als Hintergrund hilfreich sein, so etwas nutze ich für Photomontagen per Greenscreen selbst, habe eine ganze Wand so angemalt :D Beispiel:

greenscreen.webp


Der Vorteil - man kann nachträglich sehr einfach per Photoshop oder irgendeinem anderen Programm, was die Hintergrundfarbe gegen jeden beliebigen Hintergrund austauschen kann, die optimale Freistellung erreichen, sogar das Produkt ausschneiden etc. da sind die Möglichkeiten sehr umfangreich - z.B. ein Bodenablauf ausgeschnitten mit Schlagschatten im Katalog etc.

:z04_bier01:
 
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