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Telebrennweiten Fest und Zoombrennweiten

fotoharry

Gesperrt
Mitglied seit
9 Nov 2003
Beiträge
745
Telebrennweiten empfinde ich überhaupt nicht als überflüssig. Peter schrieb in einem vorgängigen Thread sein 180er bleibt vorwiegend im Schrank und eine Telebrennweite ist keine Garantie für bessere Bilder. DAS ist richtig! Andere Brennweiten eröffnen einem aber neue Sichtweisen. Und selbst in banalen Situationen erlangt man häufig neue Ergebnisse. Ganz abgesehen von Situationen, wo man ganz einfach Distanzen überbrücken muß.
Ein ganz anderes Problem erscheinen mir aber die Zoom- bzw. Varioobjektive. Aufgrund der schnellen Änderung der Brenweite verliert man sehr schnell den Ausdruck des Bildes. Nein, sorry, ich. Meine Faulheit siegt zu oft zu schnell den Standort zu wechseln um eine gewisse Aussage zu treffen. Bei Festbrennweiten habe ich eine bestimmte Vorstellung, wenn diese im Sucher nicht entspricht, muß ich reagieren, arbeiten. Aber das Ergebnis ist in der Regel viel befriedigender.
Gruß Harald
 
Hallo Harald,
vielleicht wäre Dein Ansatz in anderer Form besser, nämlich nur zwischen Varioobjektiven und Festbrennweiten zu unterscheiden.
Dann stimme ich im wesentlichen Deiner Aussage zu.

Dann gibt es noch den Bereich Teleobjektive und langbrennweitige Zooms. Ich denke hier kann sich schon sehr leicht die Waagschale zum Zoom neigen. Nicht grundsätzlich doch kann man so den Bildausschnitt in vielen Fällen besser anpassen, bevor man einen tagelangen Fußmarsch unternimmt
proud.gif

Da würde ich schon bei knapp 200 mm anfangen

Darunter und vorrangig unter 100 mm empfehle ich den Einsatz von Festbrennweiten. Bei 50 oder 35 mm ganz zu schweigen. Festbrennweiten zwingen einen oft sich selbst zu bewegen, wo ein Zoom nur träge macht. Und sich selbst zu bewegen regt die Phantasie an. Und noch was, Festbrennweiten haben bestimmt einen höheren Lernfaktor, da sieht man dann gleich ob der Abstand gut war. bei einem Zoom muß ich nur drehen oder schieben, bleibe aber vorrangig am selben Fleck.
Ich lehne ein Zoom nicht generell ab, gibt es doch das tolle 21-35 oder das 105-280. Auf der anderen Seite passen sie nicht zu meiner Form der Fotografie und sind für mich letztlich auch unerschwinglich.
Wie bei so vielem muß auch hier jeder für sich entscheiden für welches Objektiv er sein geld locker macht, einem Lehrling würde ich aber immer zu einer Festbrennweite raten. 50mm sind da ein hervorragender Anfang
talker.gif

Gruß in den Mai
Jörg
 
Hallo Harald, hallo Jörg,

wie ihr wisst, gehöre ich schon zu der reiferen Generation. In meiner Jugend gab es keine Zooms. Ich weiß noch, das erste Zoom kam von Voigtländer. Es war das Zoomar 2,8/36-82mm für M42 und Bajonett mit 14 Linsen. Es galt als vergleichsweise schlechtes Objektiv.

Als Technikfreak hat jedes Objektiv für mich seine ganz indviduelle Note, ja sogar Persönlichkeit. Dies gilt aber nur für Objektive mit Festbrennweiten. Für Zooms habe ich diese Empfindung nicht entwickelt, möglicherweise weil diese Objektive erst später kamen. Ich liebe Festbrennweiten-Objektive mehr als die dazugehörigen Kameras. Ihr werdet mich in Anbetracht dieser Meinungsäußerung für einen ordentlichen Spinner halten. Sicherlich bin ich das in dieser Hinsicht auch.

Nun aber zurück zur fotografischen Realität. Durch mein Arbeiten mit Festbrennweiten kann ich vorher einschätzen, welche Brennweite ich für ein bestimmtes Bild benötige. Meine Frau - die besser fotografiert als ich - hat diesen Brennweitenblick nicht so ausgeprägt wie ich, da sie bisher hauptsächlich mit Zoomobjektiven fotografiert hat. In der letzten Zeit tendiert sie aber mehr und mehr dazu Festbrennweiten zu verwenden.

Als M-Fotograf mache ich meine meisten Bilder mit dem 50er, gefolgt von dem 35er. Ich glaube, in dieser Einstellung unterscheide ich mich nicht von dir, Jörg.

Spaß machen mir allerdings auch meine Superweitwinkelobjektive (15 und 21mm), die ich im wesentlichen für Innenarchitektur und Landschaft verwende. Ich nutze sie aber doch vergleichsweise selten.

Ich habe nur ein altes 90er (Elmarit aus dem Jahr 1960). Ich glaube nicht, dass ich dieses Objektiv jemals durch das Traumobjektiv Apo-Summicron-M 2/90mm asph, das eine apochromatische und sphärische Korrektur hat, ersetzen werde, da ich ein Objektiv dieser Brennweite viel zu selten benutze. Daher würde für mich eine Investition in diese Richtung - genaugenommen - Geldrausschmeißerei bdeuten.

Auch mein 135er verwende ich recht selten (nur für Fernausnahmen: Architektur und Landschaft).

Ich komme zu folgender Empfehlung: Wenn jemand sich eine M-Ausrüstung zulegen möchte, hat er mit einem 50er und einem 35er meiner Ansicht nach ein fast komplette Ausrüstung.

Gruß Jochen
 
Hallo Jochen,
kann Dir da weitgehend zustimmen.
Eine sehr gute zukünftige Kombination dürfte allerdings auch 35 und 2/75 sein und das natürlich mit dem 0,72-Sucher, denn als Brillenträger ist der 35er Rahmen nach meiner Erfahrung nicht mehr ausreichend erkennbar.
Bei der R-Ausrüstung bevorzuge ich nur Festbrennweiten. Denn, wenn schon Leica wegen der ausgezeichneten Objektive, dann auch die besten (und das sind nun mal die Festen).
Die Bilder Deiner Frau bestaune ich schon eine ganze Weile, mein Kompliment an sie
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Wenn sie das mit Varios hingekriegt hat, dann bewahrheitet sich wieder einmal die Erkenntnis: der Fotograf hinter der Kamera bestimmt das Ergebnis, weitgehend unabhängig vom Equipment
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Grüsse, Wolfram
 
Hallo Wolfram,

meine Frau hat sich natürlich über dein Lob sehr gefreut. Sie möchte dieses Lob aber wieder zurückgeben: Ich soll dir nämlich sagen, dass sie auch deine Bilder sehr bewundert und dich für einen großen Fotografen hält.

Grüße - auch ganz besonders von meiner Frau Annelies -
Jochen
 
Hallo Jochen,

oh, wie das schmeichelt
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ich wünschte, Deine Frau hätte Recht
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Grüsse an Euch beide, Wolfram
 
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