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Timelapse - Manuelle oder automatische Belichtung?

hofo100

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Mitglied seit
29 Apr 2007
Beiträge
6,020
In den demnächst anstehenden Osterferien wollte ich endlich mal die timelapse Funktion der D4 austesten. Das passende Motiv hab ich schon visualisiert - ein schöner ostfriesischer Sonnenuntergang über dem Watt. Nun stellt sich mir - mangels Erfahrung - die Frage der Belichtungseinstellung. Wenn man es der Automatik überlässt besteht die Gefahr des "flackerns" da die Kamera evtl. "hin- und her" springt und nicht kontinuierlich nachregelt. Bei manueller Einstellung ist diese Gefahr zwar gebannt, aber dafür werden die Aufnahmen halt zu irgendeinem Zeitpunkt (zu) unterbelichtet bzw. bei Einstellen eines (wie auch immer zu schätzenden) Mittelwertes zu Beginn überbelichtet.

Software um diese Effekte zu korrigieren gibt es zwar, aber für einen ersten Versuch werd ich sicherlich nicht in so etwas investieren.

Von daher bin ich dankbar für jeden Tip von allen, die sich schon mal an der Materie versucht haben.

Danke & Gruß

Holger
 
Hallo Holger,

RAW's kannst Du doch zumindest in einem gewissen Bereich nachregeln. Also bei Tageslicht überbelichten, nachher am PC runterziehen, und was später zu dunkel wird wieder hochziehen. Reicht Dir das für den Zweck? Sonst fällt mir spontan auch nichts ein, wenn es nicht irgendeine App für's Smartphone gibt, so dass Du stündlich einen LW aufziehen kannst?

Gruß
Jürgen
 
Da wär ein Belichtungsmesser gut, der eine Lichtmessung macht, aber langsam aufintegriert. Also keine plötzlichen Sprünge macht. Der Wert müsste dann bei jedem Bild in die CAM.
Aber ich denke, der Flicker lässt sich nicht ganz vermeiden, da die Blende nicht präzise auf exakt denselben Wert "springt".

Hab mal gegoogelt: http://blogs.adobe.com/aftereffects...ion-animation-and-time-lapse-photography.html
...aber selbst noch nicht gelesen.
Gruß Matthias
 
Moin,

ich habe bislang immer die Belichtung manuell eingestellt und bei Bedarf während der Aufnahme schrittweise angepasst. Dadurch entstehen zunächst starke Sprünge in der Belichtung. Aber die kann man elegant ausbügeln. Lightroom ermöglicht es, ein Bild in der Belichtung an ein anderes anzupassen. Das ist sehr hilfreich, zum Beispiel bei Panorama-Aufnahmen, aber eben auch bei Timelapse. Ich suche mir die beiden raus, zwischen denen die Anpassung der Belichtung war. Normalerweise ist das eine deutlich unterbelichtet und das andere deutlich über belichtet. Nun nehme ich mir eines davon, und entwickle es so, dass es vernünftig aussieht. Während das bearbeitete selektiert ist, wähle ich das zweite dazu und lasse Lightroom die Belichtung anpassen.

Dann bleibt nur noch das Problem der Bilder innerhalb der Serie, die also mit einer Belichungseinstellung gemacht wurden. Hier habe ich ein kleines Programm gebastelt, das einfach die Belichtungswerte zwischen dem ersten und dem letzten Bild der Serie linear interpoliert. Diese Einstellungen werden anschließend wieder importiert, so dass LR die Belichtung für alle Bilder entsprechend anpasst. Auf diese Weise kann man problemlos auch mehrere Sprünge in der Belichtung verarbeiten. Ein Timelapse von hellem Tag bis dunkle Nacht oder umgekehrt ist damit kein Problem.

Beim Anpassen der Belichtung der Kamera sollte man nur die Zeit und/oder die Empfindlichkeit ändern, aber nicht die Blende.

Grüße,

Heiner
 
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