Hallo Heiko,
nur kurz, ist schon was spät...
Angefangen habe ich 2009 mit der K200, die ich dann später mit der K-5 ergänzt habe. War damals schon ein gewaltiger Fortschritt, v.a. was High-ISO und AF anging. Vor etwa einem halben Jahr ging die K200 (immer noch gut funktionierend) dann aufs Altenteil und wurde durch die K-3 ersetzt. Seither nutze ich also K-5 und K-3 gemeinsam.
Die größten Fortschritte wurden schon genannt. Der AF ist zielsicherer (v.a. auch bei wenig Licht), hat mehr + kleinere Messfelder, ist konfigurierbar. Bei Action ist der AF-C jetzt wirklich sinnvoll nutzbar.
Deutlich weiterentwickelt wurde aber auch das Belichtungs-Messsystem (K-5 77 Messfelder, K-3 86.000) . Bei der K-5 muss ich oft deutlich! die Bel.-Korrektur bemühen, bei der K-3 sind, wenn überhaupt, fast immer nur geringe (+- 0,3 oder 0,7 LW) Korrekturen nötig.
Wenn man nicht mit festem/manuellem WA arbeiten möchte, trifft der neue "Mehrfache automatische WA" in den meisten Fällen sehr gut.
High-ISO: Nominell bieten beide ja in etwa den gleichen Spielraum (K-5 ab 80, K-3 ab 100 ISO, beide bis 51.200). Bei der Art, die Bilder zu belichten, muss man sich ein wenig umstellen. Bei der K-5 gilt ja eigentlich die Regel, eher etwas knapper zu belichten, so dass die Lichter auf keinen Fall überstrahlen, und dann die Schatten ggf. hochzuziehen.
Diese Vorgehensweise führt bei der K-3 eher zu Rauschen in den Schatten. Daher belichte ich mit ihr eher etwas reichlich, so dass die Lichter so gerade eben noch Zeichnung haben.
Haptik/Ergonomie: Die K-3 liegt minimal noch besser in der Hand als die K-5 (hätte ich eigentlich gar nicht für möglich gehalten), hat aber tlw. geänderte Funktionsschalter/-knöpfe.
Da ich an beiden Cams die Video-Funktion bisher max. 1 min zu Testzwecken aktiviert hatte, ist der Foto/Video-Umschalter an der K-3 für mich "über". Etwa dort sitzt ja bei der K-5 der AF-Wählhebel. Wenn man "Äkktschn" fotografiert und mit beiden parallel arbeitet, kann es da durchaus schwierig werden. Bei meiner meist ruhigeren Arbeitsweise (vom Stativ) ist das irrelevant.
Die größere Crop-Reserve (16 zu 24 MPx) brauche ich eher nicht, ist vllt. für Wildlife interessant, wenn man gerade kein 560er Ofenrohr zur Hand hat

.
Generell erscheinen die K-3-Bilder bei gleicher Ausgabegröße schärfer, liegt am fehlenden AA-Filter. Wie groß der visuelle Schärfe-Unterschied zur K-5IIs (auch ohne Tiefpass-Filter) ist, weiß ich nicht. Die bei Vorstellung der K-3 in diversen Foren herbeigeschrieenen Moirees habe ich bei inzwischen etwa 9.000(?) Auslösungen noch nicht produzieren können...
Das Sigma 17-50 habe ich auch seit einiger Zeit, kann aber nicht sagen, ob es an der K-3 (noch) bessere Ergebnisse als an der K-5 liefert. Ich bin einfach im fotografischen Alltag an beiden Cams zufrieden, und der Test-Knipser bin ich halt nicht...
Wunder würde ich mir bei einem Umstieg nicht erhoffen, aber einen Fortschritt merkt man auf jeden Fall.
Gruß
Uwe aus GE