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Vergleichstest von 90mmObjektiven

Hallo Arne,

Wolfram hat völlig Recht. Die Aufnahme zeigt die Spiegelung der 10 Blendensegmente, die bei Gegenlicht im Bild sichtbar werden können. An den Holzkanten kommt die Gegenlichtsituation völlig zum Tragen. Du brauchst dir meiner Ansicht nach keine Sorgen zu machen.

Gruß, Jochen
 
Hallo Wolfram, Jochen und alle anderen,

ist mir schon klar, daß das von den Blendenlamellen kommt, aber wenn ich mir vorstelle, bei einem Portrait vor nächtlicher Illumination fliegen Portraitierten ganze Scharen von Sägeblättern um die Ohren...
uhoh.gif

Da sind mir die kreisförmigen Ballons des Summilux 75 erheblich lieber. Dachte immer so häßliche Effekte würden nur bei wenigen Blendenlamellen (5-8) auftreten. Wobei das Summicron 35 ASPH nur 8 Lamellen hat und ich da noch keine "Stopschilder" bemerkt hab.
wink.gif



VG, Arne
 
Moin, moin,
wenngleich ich nicht der Topexperte bin, hätte ich mir für ein teures Leica-Objektiv ein besseres Gegenlichtverhalten versprochen. Neben den Unschärfekreisen (die "Sägezähne" stören mich weniger) ist deutliche Schleierbildung im Motiv zu sehen. Wie stark war denn das Gegenlicht?

Udo
 
Hallo Udo,

die Gegenlichtsituation war sehr heftig (tiefstehehende Sonne unmittelbar links über der Oberkante des Bildes), da ich kann ich Dich beruhigen, Objektivleistung ist diesbezüglich sehr gut, im Sucher der M war allerdings nur mit drüber gehaltener Hand überhaupt was zu erkennen.

VG, Arne
 
Schau mal durch das Objektiv und verändere die Blendengröße. Dann kannst Du sehr schön (oder schlecht?) die sich ändernde Gestalt des Bledendurchlasses erkennen. Warum Leica das trotz der 10 (!) Lamellen nicht besser hingekriegt hat, ist mir ein Rätsel
sad.gif

Die Blendenerscheinung des 1.4/75 ist tatsächlich eher rund über alle Einstellungen. Allerdings werden die Unschärfescheiben in der Mitte heller und am Rand sehr dunkel dargestellt. Umgekehrt wäre der Idealfall.
Ohne hier Werbung betreiben zu wollen, aber Wettbewerber schaffen das Problem mit 8 Lamellen völlig aus der Welt. Warum also nicht der auf (fast ausschließlich auf Feinmechanik abgestimmte) Hersteller Leica ?

Grüße, Wolfram
 
Hallo,
vielleicht könnten hier unsere beliebten MTF Kurven wieder mal helfen.
Stelle mal folgende Hypothese auf: Ich hörte mal, daß für einen schönen Unschärfeverlauf ein gewisser Randabfall der Schärfekurven im Bereich feiner Strukturen förderlich sei. Mag sein oder nicht.
Wenn das jedoch stimmt, wundert es nicht, dass die Asphärentechnologie einerseits zwar sehr scharfe Bilder erzeugt, andererseits jedoch ein wenig an Charme verliert.
Ist da was dran?

Udo
 
Ich finde es nicht richtig, aus einem zufälligen Gegenlichtfoto mit "Nebenbildern" (so heißen diese störenden Blendenabbilder, die durch vagabundierendes Licht entstehen) mit einer M-Kamera sofort auf ein Mangel an Qualität beim Objektiv zu schließen. Bei einer Spiegelreflexkamera kann man diese Nebenbilder beim Blick durch den Sucher sehen und durch leichtes Verstellen des Standpunktes beheben. Bei einer M-Kamera geht das nicht, da man nicht durch das Objektiv blickt.

Nebenbilder und Kontrastreduzierung hat man besonders bei Gegenlicht, schlechter Vergütung, Nichtverwenden einer Gegenlichtblende, bei geschlossenen Blenden.

Durch asphärische Linsen wird die sphärische Aberation (unterschiedliche Brennpunkte für Rand und Zentralstrahlen) herabgesetzt. Man kann sie auch durch zusätzliche Linsen beheben (Faustregel: eine asphärische Fläche ersetzt eine Linse), aber eine höhere Zahl der Linsen reduziert auch den Kontrast.

Ein Geheimnis der guten Quallität der Leica-Objektive ist die relativ geringe Zahl der Linsen.

Hallo Udo,

die von dir zitierte Theorie kenne ich nicht. Ich habe in der LFI einen Bericht über das Bokeh ("Eleganz der Unschärfezone") bei 35mm -Objektiven gelesen. Es wurde festgestelt, dass die modernen Rechnungen bei dieser Brennweite auch das beste Bokeh zeigen.

In den letzten Jahren haben manche Objektive ihre Ausstrahlung verloren. Früher gab es Objektivkonstruktionen. Die einzelnen Firmen hatten spezielle Bezeichnungen für ihre besondernen Konstuktionen, die allein deswegen schon für eine hohe Qualität garantierten. Durch die modernen Rechnungen gibt es kaum noch diese altehrwürdeigen Konstuktionen. Die meisten Firmen verwenden keine Objektivnamen mehr, der Name der Leica-Objektive ist heute nur noch lichtstärkenabhängig.

Die MTF-Kurven haben auch dazu beigetragen, dass der Nimbus der altehrwürdigen Objektive verloren gegangen ist; denn durch die MTF-Kurven zeigte sich, dass die alten Objektive gar nicht so super waren. Früher waren diese MTF-Kurven nicht für jeden zugänglich. So konnte man nicht wissen, dass Objektive mit modernen Rechnungen oft viel leistungsstärker sind.

Gruß, Jochen
 
Hallo,
dankeschön für die Richtigstellung, war ja auch nur eine hypothetische Behauptung, die ich mal irgendwo aufgeschnappt zu haben meine.

Auf der Leica Homepage habe ich dann interessantes gefunden.
Der Download "Leica M-Objektive- Ihre Seele und ihre Geheimnisse" sagt auf Seite 10 etwas über den Unschärfeverlauf - zitiere: "Die Unschärfekreise wirken oft etwas unruhiger und das sollte man bei der Aufnahme beachten."
Also- alles in Butter. Jede Optik hat nun mal ihren Charakter!

Udo
 
Hallo Jochen,

wenn ich die Diskussion richtg verstanden habe, ging es nicht um die Nebenlichter, sondern um die Erscheinungsform unscharfer Spitzlichter ( wie im Foto von Arne gezeigt ), die ja auch einen Teil des Bokeh darstellen.
Darauf bezog sich auch meine Stellungnahme.

Grüße, Wolfram
 
Hallo Ihr Alle,

muß Wolfram recht geben.

VG, Arne
 
O.k., verstehe, dazu kann ich nun auch nichts weiter sagen. Ich bin mit meinem 75er (bis auf das hohe Gewicht) auch sehr zufrieden.
Arne, ich würde vielleicht mal bei Leica nachfragen. Eine andere Möglichkeit wäre, Erwin Puts anzuschreiben.

Gruß, Jochen
 
Letzten Freitag hab ich auf einem Betriebsausflug fleißig fotografiert, dabei sind einige nette Bilder rausgekommen, aber auch, daß die Sägezähne vielleicht doch was mit der extremen Gegenlichtsitiuation zu tun hatten.
Hier sieht's doch ganz fein aus das Bokeh, oder?


27946.jpg


VG, Arne
 
Arne, das ist natürlich von der eingestellten Blende abhängig
biggrin.gif

Wenn du die Blende völlig öffnest, bekommst du einen feinen Kreis
wink.gif


Grüße, Wolfram
 
Wolfram, das stimmt natürlich...
lol.gif


Das werde ich dann in Zukunft immer machen.
rofl.gif


Die Abbildungsqualität ist ja allerdings wirklich bei dem Objektiv schon voll geöffnet Weltklasse.

Hier ein kleiner Beleg, hoffe der Mann vom See schimpft nicht:

27950.jpg


VG, Arne
 
Der Streit "ASPH oder nicht" wird nicht enden.

Ich persönlich fand das aktuelle 90 nicht besser als das alte, und m.E. ist das 75er dazu gerechnet, schwierige Lichtsiutationen zu bewältigen. Und mein leider abgegebenes 10-lamelliges SUMMARIT 1,5/50 hatte einen wundervollen Unschärfeverlauf. Auch für Version III und IV des 35ers kursieren Bezeichnungen "KING OF BOKEH".

Was Bildbeispiele angeht: E. PUTs Vergleich der 50er-Optiken L, N, C thematisiert auch die Bokeh-Frage, wenn auch mit m.E. sehr unterschiedlichen Bildbeispielen.

Wenn ich meinen Vergleichsfilm M-90mm (4/90 CL-Version, aus der die letzte non-asph. Version R und M entwickelt wurde, APO 90 und 'Lux 75) finde, versuche ich zu scannen, weil das (schlechtere) Gegenlichtverhalten meines APO-Exemplares und die (extrem) harte Widergabe des Hintergrundes im Vergleich deutlich wird. Schärfe und Kontrast über das Bildfeld offen sind natürlich Top.

Grüße!
Giselher
 
28126.jpg


Bin frisch ausm Urlaub zurück, das Summicron APO 90 ASPH war oft im Einsatz. s.o.

Giselhers These ist gewagt, das alte 90er zählt ja zu den schlechtesten Leica-Objektiven überhaupt, bin immer noch nicht zu Vergleichsaufnahmen gekommen *schäm*

VG, Arne
 
Hallo, Arne! "Das alte 90er zählt zu den schlechtesten Leica Objektiven überhaupt" Just heute hat mir mein Second Hand Laden ein fast neuwertiges Summicron 90 angeboten. Ist das wirklich so schlecht? Oder war das im letzten Jahr eher als Übertreibung gemeint. Schlieslich hast du das Objektiv ja wohl selbst (gehabt?) Grüße, uwe
 
Hallo Uwe,

habe das Objektiv (ebenfalls neuwertiges pre ASPH Summicron-M 90) immer noch...

Und auch immer noch keine Vergleichsaufnahmen gemacht...

Früher war es übrigens mal mein Lieblingsobjektiv, da war ich allerdings nur die Schärfe von Canonobjektiven gewöhnt, im Vergleich mit Summicron 50 oder dezent abgeblendetem Summilux-M 75mm fiel es aber schon analog deutlich ab.
Vielleicht finde ich aber demnächst doch mal die Muße es an der M8 im Vergleich zum 75er und APO 90er zu testen.

Wirklich schlecht ist es natürlich nicht, aber es liefert einfach nicht die von Leica erwartete Plastizität, sondern zeichnet eher rund und mit warmen Farben, ein wenig wie die Canon FD Objektive, was für Portraits ja gar nicht mal schlecht sein muß, so meine Erinnerung aus analogen Fuji Reala Tagen.

VG, Arne
 
Hallo zusammen
Habe mit beiden viel fotografiert. Und war mit dem "alten" so lange zufrieden (> 10 Jahre), bis ich einmal das neue ausprobiert habe... Am nächsten Tag habe ich's in Zahlung gegeben und das apo-asph gekauft. Und den Tausch nie bereut. Es zeichnet deutlich schärfer und hat eine fast greifbare Plastizität, die es der alten Version deutlich überlegen macht. Man könnte argumentieren, dass das "alte" mit seiner weicheren Zeichnung ggf. für Portraits geeignet(er) sein könnte. Ich glaube das nicht, auch hier schätze ich die grössere Plastizität der Wiedergabe des "neuen".
Würde das alte nicht kaufen, auch wenn es nicht tatsächlich richtig schlecht ist.
s' Grüessli

Till
 
Vielen Dank für die Antworten. Eure Meinung ist mir wertvoll.Ich werde also Abstand vom Kauf nehmen. Mein Laden hat noch das ASPH für 1750,--. Ebenso neuwertig. Spar ich lieber noch ein wenig. Tschö, uwe
 
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