CI-Fotocommunity

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Vergrösserung

Bazzy

Hat seine Zahnbürste bei uns
Mitglied seit
10 Apr 2012
Beiträge
2,840
Hallo Profis,

..ich habe wieder einmal ein Problem, ich habe eine fast unbenutzten Vergrößerer von Durst, den M 605 Color geschenkt bekommen!

Was jetzt, ich habe keine Ahnung davon, aber wie man mich kennt, muss ich da ausprobieren, negative habe ich ja genug!

Jetzt meine Frage...wie fange ich an, was brauche ich an Papieren, wo ich erstmal nicht falsch machen kann...dann kommt die Frage, welchen Entwickler und Fixierer!
Ober kann ich auch meine Negativentwickler und Fixierer hernehmen!


...bitte helft mir,..wäre neugierig darauf...
 
..ich habe wieder einmal ein Problem, ich habe eine fast unbenutzten Vergrößerer von Durst, den M 605 Color geschenkt bekommen!

Was jetzt, ich habe keine Ahnung davon, aber wie man mich kennt, muss ich da ausprobieren, negative habe ich ja genug!

Jetzt meine Frage...wie fange ich an, was brauche ich an Papieren, wo ich erstmal nicht falsch machen kann...dann kommt die Frage, welchen Entwickler und Fixierer!
Papier: Ilford Multigrade RC, glänzend (mit PE-Papieren anfangen, die trocknen schön plan einfach an der Leine. Multigrade deshalb, weil Du einen Farbmischkopf hast, der Dir unterschiedliche Härtegrade liefert. Du brauchst also nur eine Sorte, was praktisch ist. Außerdem liegen RC-Papiere schön plan auf der Grundplatte, was Dir eine teure Vergrößerungskassette erspart. Ich empfehle 20x25: Groß genug, um zu wirken, klein genug, um bezahlbar zu bleiben. Merke: Photopapiere haben weder DIN- noch 3:2-Formate!!!).
Entwickler: Ilford Multigrade Entwickler (Entwicklungszeit = 6-fache Bildspurzeit: Die Faktormethode macht die Entwicklung weniger empfindlich für die Ausnutzung des Entwicklers und sorgt für gleichmäßigere Ergebnisse.)
Stopbad: simpler 2%iger Essig
Fixierbad: Ilford Hypam 1+9
Wässern geht unter fließendem, handwarmem Wasser sehr schnell, 2 Minuten reichen.
Trocknen an der Wäscheleine.
Du brauchst für Multigradepapiere eine rote DuKa-Leuchte, keinesfalls eine gelbgrüne nehmen!

http://www.blende7.at/datenblaetter/ilford/handbuch.pdf (enthält auch Angaben für die MG-Filterwirkung von DURST Vergrößerern).

Ober kann ich auch meine Negativentwickler und Fixierer hernehmen!
Definitiv NEIN! (Nur das Fixierbad Hypam kann man für beides nutzen, aber mit verschiedenen Verdünnungen.)

Gruß
Wolf
 
Moin Harry,

zwar kein Profi, aber was soll's.

Zunächste mal macht es bei solchem Gerät immer Sinn, eine Anleitung zur Verfügung zu haben, daher solltest Du hier Klicken, dann öffnet sich auf wundersame Weise ein entsprechendes pdf ;)

So, das hätten wir. Da Du die Colour-Version hast, weiß ich nicht, wie das da mit SW-Vergrößerungen aussieht, da muss tatsächlich einer der Profis helfen, meine Vergrößerer sind mit Köpfen und Kondensor-Einheiten für SW-Photographie ausgestattet.

Papier: es ist noch einiges verfügbar. Starten würde ich mit PE-Papier (manche Hersteller nennen das auch RC). Bei PE-Papieren ist der Papierträger mit dem Kunststoff Polyethylen (Abkürzung: PE) kaschiert. PE-Papier lässt sich daher einfacher verarbeiten als Baryt, insbesondere, da Baryt-Papiere deutlich länger gewässert werden müssen und in der Trocknung deutlich aufwändiger sind.

Weiterhin würde ich für den Anfang zu Multigrade-Papieren raten, also Papieren mit variabler Gradation (variablem Kontrast). Hier kann die Gradation durch den Einsatz von Multigrade-Farbfiltern gesteuert werden; ob sich diese Filter durch die Farbfilter in Deinem Farbmisch-Kopf ersetzen lassen, weiß ich nicht. Papiere mit Festgradation erfordern halt ein entsprechend belichtetes Negativ...

Verarbeitung: Zunächst mal brauchst Du ein paar Schalen, z.B. sowas hier, in entsprechender Größe. Davon brauchst Du 4 Stück: Entwickler, Stopp-Bad, Fixierer und Wässerung - das sind dann eben auch die Chemikalien: Papier-Entwickler, Stopp-Bad und Fixierer.

Vermutlich wird es andere Stimmen geben, aber ich behaupte und habe erfahren, dass die Wahl der Chemie im Positiv-Prozess relativ egal ist. Ich verwende das Zeug von Rollei und Ilford, schrecke aber von Tetenal und Co. nicht zurück.


Beste Grüße, Jan


P.s.: da war jemand schneller ;)
 
Hallo Harry,

ich weiß ja nicht, ob Du sofort Color machst!? ...und ob Wolf´s Empfehlungen auch damit zu tun haben. Ich mach lediglich sw und nehme als Papier meist auch das Ilford MC deluxe und manchmal das schwerere Portfolio, welches eine tolle Haptik hat. Ich denke es schimpft sich seidenmatt (oder pearl) und kommt für mich wesentlich schöner, als glänzend - das ist aber sehr individuell und Du wirst bestimmt mal beides probieren.

Mein Standardentwickler ist Tetenal Eukobrom und der Fixierer ist Tetenal Superfix (alle preislich mehr als akzeptabel). Als Stoppbad nehme ich nur Leitungswasser. Sollte es ein anderes sein, kann man neben Essig (würd mir zu sehr in die Nase gehen) auch geruchslose Stoppbäder bekommen.

Viel Spaß

Dieter

PS
Hallo Profis,

..ich habe wieder einmal ein Problem, ich habe eine fast unbenutzten Vergrößerer von Durst, den M 605 Color geschenkt bekommen!

...

na Du hast vielleicht Probleme :z04_augenroll::z04_augenroll::z04_augenroll:
 
...und ob Wolf´s Empfehlungen auch damit zu tun haben.
Nein. Color selbst zu vergrößern empfehle ich heute keinem mehr. Das geht hybrid entschieden einfacher und präziser. Negativ-Colorfilm ist immer noch eine Empfehlung, wenn man extreme Kontraste überbrücken will. Das kann Film immer noch besser als jede Digitalkamera.
Aber der Farbmischkopf eignet sich hervorragend, um die Gradation für Multigrade-Papiere einzustellen (nur "ultrahart" geht mit den meisten Köpfen nicht). Daß es sich dabei um einen diffusen Vergrößerungskopf handelt und nicht um ein Kondensorgerät ist egal. Entwicklet man auf ein Beta von 0,62 (der Basiswert für heutige Entwickler), paßt das optimal. Ich selber empfinde Kondensor-Vergrößerer als suboptimal (zu kornbetonend (Callier-Effekt), zu staubempfindlich) und wollte keinen.

Sollte es ein anderes sein, kann man neben Essig (würd mir zu sehr in die Nase gehen) auch geruchslose Stoppbäder bekommen.
Wenn der Essigmief stört, nimmt man halt Stopbäder auf Zitronensäurebasis. Ich schalte grundsätzlich ein saures Stoppbad ein, um den pH-Wert des Fixierers konstant zu halten.

Gruß
Wolf
 
Hallo

Ersteinmal sage ich Euch ein großes Dankeschön, da wird was werden? Ich werde mich mit dem Thema auseinandersetzen sobald es ruhiger wird und zu Hause alles wieder beim Alten ist,...aber jetzt habe ich zumindest mal die Angaben, was ich mir langsam besorgen muss!

Danke Jan für die PDF und auch Wolf für die Angaben zum Entwickler usw. natürlich danke ich auch den Anderen die geantwortet haben.
 
Hallo Jack,...das ist fast genial,..so verstehe ich es auch,..


Ps...ich will den Rest nicht schmälern...bitte nicht falsche verstehen...
 
Hallo Harry,

bin gerade mal dem Link von Jack gefolgt, der es alles in allem wirklich gut auf den Punkt bringt. Nur noch 1 Hinweis aus meiner Praxis, der das Leben einfach macht: wenn Du die Belichtungsreihen anfertigst, um die optimale Belichtungszeit zu ermitteln, nimmt man am besten einen Schnipsel Papier (Kosten sparen), der groß genug ist für ca. 5 Belichtungen (also 2, 4, 6, 8 und 10 Sekunden) und den Du an die bildwichtigste Stelle legst (eigentlich sollte da ein Schnipsel von 10x5 cm ausreichen). Da Du das Papier mit einem Karton abdecken musst und pro Belichtung stufenweise um ca 2 cm verschieben musst, solltest Du unbedingt zwischen Papier und Karton eine Glasscheibe legen - die verhindert das Verrutschen des Papier, was sonst eigentlich unausweilich passieren wird.

Das Spiel mit den Filtern bei dem vorgeschlagenen Gradationswandelpapier wirst Du ausprobieren müssen; was die Auswirkung auf die Verlängerung der Belichtungszeit betrifft als auch die Auswirkung auf die Schwärzen und Weißen. Es gibt da Angaben des Hertsteller, z.B. Verdopplung der Zeit ab Filter 3, die aus meiner Sicht aber nicht ganz passen. Aber da liegt ja auch der Reiz.

Also viel Spaß und berichte ruhig mal, wenn es soweit war und Du Dein erstes "Wunder in der Entwicklungsschale" bei seiner Entstehung beobachten konntest.

Grüße

Dieter
 
Moin,




Ich verwende dafür einen Kaiser-Testprinter. Finde ich sehr angenehm, das Teil!


Gruß, Jan

Klar Jan, kenne ich und hab ich auch. Ich will nicht schorrig daherkommen, aber ich finde, man verbraucht damit immer noch zuviel Papier. Und das ist so mit das teuerste, was man in der Duka einsetzt. Teilweise macht man ja auch Testreihen von verschiedenen Bildteilen seperat und da ist mir verschenktes Papier zu kostbar. Manchmal sind meine Schnipsel nicht mal größer als vielleicht 5x5 cm.
Gruß
Dieter
 
Hallo und Dankeschön für Eure ganzen Tipps, ich werde mir mal langsam alles besorgen und dann mal einen Versuch starten...

Ps..wenns wieder ruhiger wird...
 
Zurück
Oben