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Welches Objektiv

  • Ersteller Ersteller Texonaut
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Texonaut

aloha!
Ich gehöre auch zur Gruppe der Neu-Leicaner. Hab eine "alte" Leica von meinem Opa geerbt. Es ist eine R3. Leider sind die Objektive "abhanden" gekommen und die Möglichkeit, das sie wieder auftauchen läuft gehn Null. Also bin ich gerade dabei mich schlau zu machen. Ich würde gerne wissen, was das Ding überhaupt wert ist. Lohnt es sich noch mir ein Objektiv zu kaufen? Und falls ja, welches? Mit meiner "normalen" Kamera hab ich immer so Momentaufnahmen gemacht. Nicht gestellt, sondern einfach auf den Auslöser gedrückt. Ich weiß, dass Objektive relativ teuer sind, aber so ein Einsteiger-Kit, wenn man das so nennen kann, würde ich berappen können. Also, lasst hören was ihr mir empfehlen könnt.
 
Hallo Markus,
da die R 3 in die Modellreihe R3 - R7 einzustufen ist, gibt es keinen Grund sie nicht zu nutzen. Viele schwören auf die R3. Objektive, so lange sie nicht nur für die erste Leicaflex sind, kannst Du alle nehmen, ob mit oder ohne ROM-Kontakte.
Wenn Du im wesentlichen "Momentaufnahmen" gemacht hast, kannst Du Dir auch ein 50er zulegen. Willst Du auch im Schummerlicht fotografieren würde ich das 1,4/50 empfehlen. Das günstigste Objektiv, das Leica baut, ist das Summicron 2,0/50 mm. Damit kannst Du nichts falsch machen.
Entscheidend ist:
- daß Du alle Objektive nehmen kannst, solange der 3. Steuernocken dran ist (haben die alten Leicaflexlinsen der ersten Generation (so ca. vor 1975) nicht.
Vorsichtshalber würde ich die Kamera mal durchsehen lassen. Frag bei Kielgas in Hannover, die sollen günstig und gut sein. Adresse hier im Forum, schau mal nach oder laß suchen.
Gruß
Jörg
 
Hallo und willkommen Markus!

Jörg hat eigentlich schon alles gesagt. Auch ich würde Dir ein durchleuchten der Kamera empfehlen, sonst könnte sich da ein Problem entwicklen. Das 2/50 ist unter Ebay und auch bei vielen Photohändlern sehr günstig zu kriegen. Info´s zu den angesprochenen Steuernocken findest Du auch hier im Forum.

Gruß vom sonnigen Bodensee

Klaus
 
Hallo an Alle,
ich hatte zwar im Januar schon ein paar Beiträge ins Forum gestellt, damals war ich allerdings noch absoluter Leica-Neuling und auf der Suche nach der für mich und meinem Geldbeutel passenden Ausrüstung. Inzwischen sind ein paar Monate vergangen und ich bin fündig geworden. Habe jetzt seit ca. 2 Monaten eine R8 ohne jegliche Gebrauchsspuren (SN 277..und noch Garantie), Elmarit 2.8/35, Summicron 2/50, Elmarit 2.8/90, Extender 2x, 2 Elpro-Nahlinsen und ein Metz 44 MZ 2. Alles wirklich einwandfrei und z.T.gerade in Solms überprüft. Probeweise hatte ich auch Gelegenheit, das Apo-Telyt 3.4/180 zu testen und war von der Abbildungsleistung begeistert. Leider spielte dann der Geldbeutel nicht mehr mit.
Was haltet Ihr mit Euren Erfahrungen von meinem Einstieg ins R-Sytem? Hättet Ihr weitere Tipps oder Ideen? Von der Motivauswahl kann ich bisher bei mir noch keine besonderen Vorlieben festmachen. Also von Weitwinkel bis Tele ist ungefähr alles gleichmäßig verteilt. Momentan neige ich dazu, mir ein 28iger oder 24iger anstelle des 2.8/35 zuzulegen. Möchte doch etwas Weitwinkeliges haben, allerdings auch nicht zu viele Objektive. Für jede Anregung wäre ich sehr dankbar, denn alles ausprobieren und das Passende rausfiltern ist natürlich nicht möglich (siehe Angebot und wieder Geldbeutel).
Einen schönen Sonntag vom Niederrhein,
Klaus R.
 
Hallo Klaus !

nach einem Willkommen von mir , erstmal zur R8 - nicht nur als Einstiegsdroge ein sehr gutes und zuverlässiges Arbeitsgerät für die Praxis ;
bei den Objektiven hatte ich einen ähnlichen Einstieg , nur wurden diese binnen einem Jahr durch die lichtstärkeren 2,0/35 , 1,4/50 und das 2,0/90 ersetzt ; zusätzlich hatte ich noch das Apo-Telyt und einen in der Praxis wenig benützten 2fach Extender, der bald einem (auch wenig benützten) 2fach Apo-Extender wich .
Sollte das 35er wegfallen , ist ein 28er neuester Bauart eine empfehlenswerte Alternative und zur Abrundung nach unten ein 19er Elmarit .
Ich blieb allerdings dem 35er Summicron treu , da mir die Brennweite selbst und die Leistung bei offener Blende sehr gefällt , dazu passt als extreme Weitwinkeloptik meiner Ansicht nach das 19er , da dieses im Vergleich zum 24er die noch interessantere Gestaltungsmöglichkeit bietet und das bei gleicher Lichtstärke und einer besseren Abbildungsqualität , wenn auch das 24er eine sehr gute Qualität liefert .
Die Entscheidung kann aber nicht abgenommen werden und ist letztendlich natürlich auch vom Geldbeutel abhängig . Wenn also das 35er ersetzt wird , wäre die rundere Wahl in das Objektivgefüge ein 28er .

Viel Spass jedenfalls mit der bereits vorhandenen Ausrüstung

Norbert
 
Hallo Namensvetter!

Willkommen im Löwenkäfig :-))

Im Zweifelsfalle alle Objektive kaufen...

Die Objektivauswahl hängt schon ein wenig vom dem ab was Du machen willst, und natürlich von dem was Du ausgeben willst/kannst. Zum Wunsch nach wenig Objektiven könnte man auch mal im Zoombereich schauen. Das 21-35 ist zwar teuer aber hervorragend, das 28-70 ist lange nicht so schlecht, wie die "Experten" immer drüber urteilen, und auch noch recht günstig zu haben.

Gruß vom See

Klaus
 
ich sag auch ein herzliches Willkommen.
und zur Fotografie??
erst mal fotografieren, dann stellt sich nach einer Weile, so ab dem 500.ten Film, heraus, welche Brennweiten für Dich sinnvoll sind. kaufen kannst Du dann immer noch.
Weniger ist mehr.
Gruß Jörg
 
Hallo auch von mir.
Jörgs Hinweis mit den 500 Filmen solltest Du nur halb ernst nehmen. Allerdings deckst Du mit Deinen drei Brennweiten ja jetzt schon 98% der täglichen Aufnahmeerfordernisse ab, wenn Du nicht spezielle Ambitionen hast.
Ich hatte zunächst nur das 50er und habe tatsächlich erst nach etwa 50 Filmen eine zweite Brennweite erworben. Das übt durchaus auch den Umgang mit Festbrennweiten und Bildaufbau.
Mein ultimativer Tipp:
Behalte das 35er und nehme das 24er dazu, da die beiden Objektive ziemlich verschiedene Aufgaben erfüllen und das 28er als Kompromiss dazwischen eben immer nur ein Kompromiss wäre. Es erlaubt nicht die Dramatik des 24ers, ist aber auch für Portraits oder street-Fotografie schon reichlich weit. Ich habe (in einem anderen System) viele Jahre begeistert Aufnahmen mit einem 24er gemacht und empfinde jetzt mein übergangsweise angeschafftes Tamron 28er als "nicht Fisch und nicht Fleisch". Daher beschränke ich mich letztlich aufs 35er, bis ich auch das 24er habe.
Und es kommt natürlich auf Deine Fotogewohnheiten an: Wenn Du wenig Landschaft, Architektur und überhaupt Weitwinkelaufnahmen machsts, ist das 28er oder ein entsprechendes Zoom die bessere, weil leichtere und billigere Wahl. Und wenn Du genug Geld im Beutelchen hast, kauf Dir das 21-35er Zoom. Das kenn ich nur aus Zeitschriften...
Gruß,
Nils
 
... Newton sagte mal sinngemäß nach den ersten 100000 Bildern wird's besser, das sind dann noch ein paar Rollen Film mehr ...
rofl.gif


Jetzt hast Du ja schon alle Antworten - alles kaufen - nix kaufen
biggrin.gif


Du wohnst zwar nicht gerade um die Ecke, aber zu Frohnleichnam dürfte das meiste was Leica zu bieten hat, sich am Bodensee versammeln, siehe http://www.leicainfo.de/cgi-bin/discus/board-auth.cgi?file=/14/16130.html

da wäre eine gute Gelegenheit zum Testen.

Gruß vom See

Klaus
 
Hallo Klaus,
ich staune, dass Newton sowas gesagt haben soll, der gute Isaac hatte doch alle Hände voll mit seinen fallenden Äpfeln zu tun.
Gruß,
Nils
 
Hallo an Alle und herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme im "Löwenkäfig". Was mein Namensvetter mit dieser Bezeichnung meint, werde ich wohl noch zu spüren bekommen, spätestens, wenn ich die ersten Fotos zur Diskussion stelle(und sie vermutlich zerfleischt werden).
Und was bei Newton mit den Äpfeln klappte, hat soeben bei meiner R8 und den drei Objektiven auch funktioniert
uhoh.gif
.
Soweit dazu.- Momentan neige ich zu Nils Tip, das 35 zu behalten und mir bei Gelegenheit ein 24iger zuzulegen, denn eigentlich sagen mir beide Brennweiten sehr zu.
Norbert: Warum hast du deine 2x Extender so selten gebraucht? Ist die Abbildungsleistung doch so viel schlechter als bei einer entsprechenden "echten" Festbrennweite?
Hat jemand Erfahrungen mit dem Elmarit 2.8/180mm (II. Version)-im Vergleich zum Apo-Telyt 3.4/180. O.K. der Vergleich ist bestimmt unfähr, aber ich dachte, als Einstieg in die 180iger Brennweite reichts und ist wahrscheinlich gebraucht auch günstiger zu bekommen.
Gut, soweit für heute.
Grüße vom Niederrhein,
Klaus R.
 
Hallo !

erstmal zum Extender :
der herkömmliche 2fach-Extender war einfach flau in der Abbildungsleistung , sowohl mit dem 2,8er als auch auch mit dem 3,4/180- ich fotografierte zumeist mit offener Blende und in eher schwierigen Lichtverhältnissen ;
der Apoextender war in der Abbildungsleistung sehr gut , ihn verwendete ich nur mehr mit dem 3,4er ApoTelyt ; allerdings hatte ich mit dieser Kombination ein 360er Objektiv mit geringer Lichtstärke und mit dementsprechend langen Verschlusszeiten zu kämpfen - da ich zumeist ohne Stativ fotografiere , eine sehr verwackelungsträchtige Angelegenheit , die noch dazu nicht sonderlich in der Hand lag .

180 Elmarit vgl 180 ApoTelyt :
vorerst hatte ich das 2,8er (Seriennr 33xxxx) und war damit eigentlich zufrieden - es war scharf , lichtstark , für Porträts geeignet , sehr schönder Schmelz (heute wohl Bokeh genannt), hatte eine geringere Nahgrenze als das Apo , lag gut in der Hand .....aber überall (Händler, Medien) wurde das Apo als DAS Teleobjektiv bezeichnet - also wurde bei günstigem Wind ein gebrauchtes ApoTelyt angeschafft (Seriennr 34xxxxx), 2-3 Filme zum Vergleich belichtet und ... das 2,8er verkauft (fataler Fehler);
das ApoTelyt war (und ist) eine Spitzenoptik , allerdings optimiert für Aufnahmen im Unendlichbereich ; brachte auch mit dem Apoextender sehr, sehr gute Abbildungsleistung zustande ; so nach und nach bemerkte ich nach anfänglicher Begeisterung den einen oder anderen Nachteil : Nahgrenze bei 2 1/2 Metern , bei geringeren Entfernungen (würde sagen , so unter 8m) , vor allem mit Diafilmen (50er Velvia, 100er Sensia, 50er Kodak Elite, 100er Elite) viel zu knallige , übertrieben bunte und wenig durchzeichnete Bilder , harte Kontraste , nicht so gut in der Hand liegend wie das 2,8er ; für mich als Universaltele also nicht so geeignet wie das 2,8/180 , aber das sind alles subjektive Eindrücke , andere Besitzer werden anders denken , andere fotografische Schwerpunkte setzen und nicht meiner Meinung sein ;
jedenfalls wurde das Apo verkauft und mittlerweile habe ich für den Telebereich das aktuelle 4/80-200 , mit dem ich sehr zufrieden bin .

Gruss , Norbert
 
Dann will ich auch noch meinen Senf dazugeben.
Ursprünglich besaß ich auch das 2,8/180.
Dieses hatte aber eindeutig Abbildungsschwächen -zumindest am Leica-Standard gemessen- , besonders bei Einsatz mit dem APO-Extender, an dem lag`s aber nicht.
Auf Grund meiner Unzufriedenheit tauschte ich es gegen das 4/80-200 aus.
Dieses Objektiv ist zwar sehr scharf, hat aber andere Mängel. Die Mechanik ist nicht zufriedenstellend. Wenn man die Kamera-Objektiv-Kombination umhängen hat, läuft der Tubus nach einigen Schritten heraus, d.h., wenn die Kamera wieder hochgenommen wird, steht der Fokus im extremen Nahbereich
uhoh.gif

Des weiteren ist das Hintergrund-Bokeh erschreckend (der unscharfe Vordergrund kommt dagegen besser). Bei bestimmten Konstellationen werden helle Unscharfflecken rotationssymetrisch um die Bildmitte nicht als runde Elemente, sondern als Sicheln zur Bildmitte hin ausgerichtet abgebildet. Das Bild scheint zu rotieren.
Schließlich führt der Einsatz vom 2fach Extender systembedingt zu einer Bärenhöhle mit Anfangsöffnung Blende 8 (man sieht im Sucher fast nichts mehr).
All das führte bei mir zur Beschaffung des APO 2,8/180, mit dessen Leistung und Bokeh ich überaus zufrieden bin.
lol.gif


Grüsse, Wolfram
 
Keine Ahnung Klaus, ich meine jedenfalls das aktuelle 4/80-200.
Solltest Du es besitzen, dann überprüfe mal meine Monita
smile.gif


Grüsse, Wolfram
 
Freu Dich, Klaus.
Vielleicht bin ich auch zu perfektionistisch, aber deshalb schätze ich eben auch die Leica-Festbrennweiten. Und nur derenthalben fotografiere ich mit Leicateilen, alles andere können die Wettbewerber auch und z.T. besser, leider.

Grüsse, Wolfram
 
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