Und die Grenzen sind nun mal vor allem das Rauschen und der Weißabgleich.
Moin Werner,
eigentlich habe ich immer noch nicht verstanden worauf Du hinaus willst
Grundsätzlich ist es ja so, dass Du mit dem Vergleich von Film entwickeln zu Digitaltechnik klar auf das RAW-Format hinweist, also unterstelle ich Deiner Frage mal zunächst - es geht Dir um RAW und die Entwicklung.
Rauschen ist ab ca ISO 1200 überhaupt erst in Wirkung wahrzunehmen, bei der K-3 minimal schneller als bei der K-5II und der Dynamikumfang liegt etwa gleich zwischen den beiden Kameras bei 13.4 (K-3) und 14.1 (K-5II) und somit zieht man einen Strich und überlegt sich -> Wo will ich hin mit welchen Maßnahmen.
Moderates Entrauschen ist dabei sehr wichtig, Helligkeitsrauschen würde ich weniger stark reduzieren und Farbrauschen stärker, dann bleibt das Foto mit den meisten Details erhalten.
Alles, was damit (RAW) zu tun hat macht jedoch nicht die Kamera und es ist demnach auch keine "Einstellung" in der Kamera nötig um Unterschiede im Rauschen zu verewigen.
Der Weißabgleich ist ebenfalls so eine Sache, die oft als "wie mache ich das nur"-Problem hochgeschaukelt wird. Es ist dabei so einfach, zu 90 % schraubt man den halt auf das Tageslicht fest, also irgendwas zwischen 5000 bis 5600 K und lässt es auch dort. Das bringt am Tag sowohl in der City als auch im Wald die unverfälschte Stimmung herüber.
AWB nutze ich fast nie und wenn es zu Tabletops im Studio oder sonstwo kommt messe ich den WB einfach ein am Motiv (z.B. Weißabgleichdeckel oder Tempotaschentuch) und bin schneller fertig.
Das hat zwar keine finalen Auswirkungen auf das RAW ansich, hilft jedoch bei der nachträglichen Entwicklung ungemein wenn man so eine Referenz schon vorher festgelegt hat.
Abends in der Blauen Stunde geht es auch schionmal gut auf 4000 K oder sogar 3500 K runter um das letzte Blau noch zu verstärken.
Mache Dir nicht so viel Gedanken was Du alles an den Einstellungen der Kamera machen könntest, denn für RAW brauchst Du nur die Blende, Zeit, WB, ISO und eine gute Hand, der Rest geht im Postprocess dann besser
