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Zusätzliches Objektiv

Monti

Kennt den Türsteher
Mitglied seit
11 Jan 2008
Beiträge
609
Lieber Hans,

...ob ich wirklich noch ein neues Objektv brauche.

Wenn ich das hätte was ich brauche, wäre meine Wohnung sicherlich ziemlich leer...

Meine Bilder braucht eigentlich auch Keiner. Trotzdem fotografiere ich und gebe Geld für Leicaausrüstung aus, weil es schlichtweg meine Liebhaberei ist. Nach Kosten/Nutzen frage ich in dem Zusammenhang nicht - nur, kann ich mir das leisten, ja? nein? später? überhauptnicht?

Schöne Sonntagsgrüße und viel Freude an der Liebhaberei
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mit Gruß in die Schweiz
Monti
 
Hallo,
da halte ich es wie Monti - solange ich es mir leisten kann, soll mir mein Hobby, eine Sache die man ja nicht zum Ueberleben braucht, Spass machen. Eine Rentabilitaetsrechnung beim Hobby kaeme mir nicht in den Sinn.
Liebhabergruesse
Wolfgang
 
Hallo Monti, Hallo Wolfgang

wir sind da jetzt schon ein wenig OT. Das Problem ist gar nicht dass ich nicht möchte, nicht will oder es mir nicht leisten kann. Auch eine Kosten/Nutzen-Anayse mache ich nicht. Das habe ich wohl schon mit der Wahl der MP bewiesen. Ich will blos nicht sammeln.

Meine Frage welche ich mir stelle: Welche Brennweite - wenn schon. Ein 50er und 35er habe ich. Bei meiner Contax G2 habe ich alle ausser dem 16 Hologon. Drum weiss ich auch, welche Brennweiten meistens nur herumligen.

Trotzdem, die Zeit wäre günstig für ein 90er. Habe gesehen, dass sie mindestens in zwei Geschäften in Bern zum Liquidationspreis angeboten werden.

Auch ein lackiertes 35er Summicron wäre günstiger zu haben. Meines ist 'nur' ein Skopar, bin aber im Grossen und Ganzen zufrieden damit.

Der Spass ist eben nicht abhängig vom Equipment, das habe ich irgendwann mal ernüchternd festgestellt.

Mal schauen wie sich das bei mir weiter entwickelt. Aber keine Angst, ich bin wahrscheinlich der letzte, dem man Konsumverweigerung nachsagen kann :-)

Gruss
Hans
 
Hallo Hans,
ein 90er würde ich dir wirklich nahelegen ... wenn du mit geringerer Lichtstärke zufrieden bist, gibt es auch das gebraucht häufig zu bekommende preiswertere Elmar-C 4.0 (gebaut für die CL) sowie das gleichwertige Minolta Rokkor (viele wissen gar nicht, daß das ein echtes Leica-Objektiv ist!), das nicht schlechter ist als das Summicron-90, aber dafür schön klein. Falls du aber - wie ich - mit dem exakten Scharfstellen deine Probleme hast, ist wieder eine Sucherlupe 1.25 anzuraten ... und schon dreht sich wieder die Preisspirale ...
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Aber es gibt ja durchaus verschiedene Möglichkeiten, günstig an gutes Equipment heranzukommen...

Grüße, Astrid
 
Hallo Hans,

es ist sehr schwer, hier einen guten Rat zu geben, da wir alle unterschiedliche Vorstellungen haben. Ich habe zwar alle Brennweiten zur M (15-135mm) mit Ausnahme der 24 mm. Allerdings mache ich gegenwärtig meine Aufnahmen (war früher anders) fast auschließlich mit 50er und 35er. Beim 50er habe ich zwei Objektive zur Auswahl (Elmar und Noctilux), wobei ich das lichtschächere (2,8 gegenüber 1,0) mndestens in 95% der Fällen benutze, weil es leichter ist. Trotzdem möchte ich das Noctilux nicht missen.

Hinsichtlich Wichtigkeit halte ich (für mich) folgende Reihenfolge derBrennweiten für wichtig: 1. 50mm, 2. 35mm, 3. 90mm. Ich bin der Meinung, dass man nur ein wirklich lichtstarkes Objektiv benötigt, so dass ich mich bei 90mm mit einem Elamrit begnügen würde. Mein Summilux 1,4/75mm ist zwar ein sehr gutes Objektiv, ich nehme es aber nur sehr selten mit, weil es so schwer ist. Der Vorteil der lichtschwächeren, dafür aber auch leichteren Objektive hat auch Britta schon erkannt.

Gruß Jochen
 
Hallo Jochen

Ich spinne den Faden hier weiter. Also, danke viel mal für Deinen Beitrag. Er trifft genau den Kern. Die Erfahrung/Entwicklung die Du gemacht hast, habe ich auch durchgelebt, nur nicht mit Leica alleine. Der Weg ging von Nikon über Contax G2, via Hasselblad, zu Leica und weiter noch zur kleinen Canon DSLR.

Abgesehen von Einsätzen mit der DSLR, haben sich meine Prioritäten auch bei 50mm und 35mm stabilisiert. Sogar mit der F4 benutze ich heutzutage gerne das 50mm.

Was die Liechtstärke betrifft ist gerade bei Sucherkameras nicht nur das Gewicht ein Kriterium, sondern auch wie weit das Objektiv ins Sucherbild hineinragen darf. Wenn ich mir also ein 90er anlachen würde, müsste es aus diesem Grund das 2.8er sein. Es reicht mir auch, mit dem Summilux 50mm 1.4 eine lichtstarke Brennweite zu haben.

Nächstens ist auch noch eine Fotobörse in Bern, werde mal vorbeischauen was es da so gibt.

Gruss
Hans
 
Hallo Hans,
ich gehe mal auf Deine Wuensche zum 90er ein, von denen Du im anderen thread gesprochen hast.

Bill Jay, ein bekannter Editor aus USA und Herausgeber des "lenswork" Magazins, raet dazu, mindestens 70% der Bilder mit Weitwinkelobjektiven zu machen, um die eigenen Ergebnisse sichtbar zu verbessern.

Ich selbst habe anfangs viel mit dem 90er gearbeitet und besizte sogar zwei Summicrons, ein altes und ein neueres.
Die beiden liegen nur noch rum, weil ich inzwischen in die 35er und 28er Brennweiten verliebt bin. Verkaufen lohnt sich aufgrund des Preisverfalls nicht. Was die Ergebnisse der Weitwinkelphotographie betrifft, so kann ich Bill Jay nur zustimmen.

Lass Dir also ruhig Zeit!
LG, stefan
 
Hallo Stefan,

ich bin auch der Meinung, dass ein Weitwinkelobjektiv wichtiger ist als ein Teleobjektiv. Allerdings darf man bei Weitwinkelobjektiven keine Schärfentiefenreduktion erwarten. Beispielsweise erreiche ich eine echte Schärfentiefenreduktion bei meinem 35mm-Objektiv erst bei Blende 2:

https://camera-info.de/gallery/showphoto.php?photo=1642&cat=500&ppuser=8

Gruß, Jochen

P.S.: Ich habe einige Postings, die thematisch hierher gehörten, in diesen Thread geschoben.
 
Hallo zusammen

Keine Angst, da ich schon ein 35er habe, war es naheliegend zu überlegen, ob ich am andern Ende (Tele) auch mal etwas investieren sollte. Allerdings liegen bei mir ein 85er von Nikon und ein 90er zur Contax G2 ziemlich unbenutzt herum.

Gestern bin ich(nach meinem Beitrag 195) mit der Contax G2 und dem Sonnar 90mm 2.8 herumgetigert, um zu sehen ob mich diese Brennweite an der MP doch auch interessieren könnte.

Es hat mich irgendwie kalt gelassen. Obschon ich den gleichen Ausschnitt wählte, fühlte ich mit dem 90er ein Distanz, welche ich mit den kürzeren Brennweiten nicht empfand. Auch die Relationen der Dinge untereinander sind anders. Die Raumwirkung, welche ich beim Tele mit selektiver Schärfe herausarbeiten muss, kommt beim Weitwinkel fast von selber. Wenn ich unbedingt was mit selektiver Schärfe machen will, habe ich ja das 50mm 1.4 Summilux.

Ich bin einfach gerne nahe dran, seien es nun Menschen, Landschaften oder andere Motive. Drum werde ich mich wohl eher in Richtung Weitwinkel umsehen, wenn schon.

Gruss
Hans
 
Wenn ich Photos als wichtiges Medium zum Vermitteln von Informationen und/oder Photokunst betrachte, dann bin ich auf jeden Fall der Meinung, dass man immer gute Bilder braucht.

Dafuer hat man dann schliesslich eine leica, als hervorragendes Werkzeug, um entsprechend gute Ergebnisse hervorzubringen.
Sonst waeren teure Kameras doch nur wertloser Tand, schnoede Luxusartikel, Geldverschwendung!

stefan
 
Einige der bekanntesten Photos sind mit ganz einfachen Kameras gemacht worden, und das auch nicht schlechter! Teure Geräte sind einfach nur Luxus - und machen dem Nutzer Freude.

"Lebe Dein Leben, Du hast kein anderes"
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Gruß vom See

Klaus
 
Hallo Stefan, hallo Klaus

Als ich den Beitrag von Stefan zum ersten Mal las, wollte ich eine Anwort schreiben, bin dann aber immer daran gestolpert und habe ihn verworfen. Dreimal ist das so geschehen. Vielleicht gelingt es jetzt.

Rein sachlich gesehen, sind Leica-Bilder ebenso ein Teilmenge von guten Bildern, wie sie auch eine Teilmenge von schlechten Bildern sind. Das gleiche gilt logischerweise auch für Non-Leica-Bilder.

Abgesehen davon ist es halt nun einmal ein gutes Gefühl, mit feinem Gerät zu arbeiten. Ob man es nun als Luxus empfindet oder nicht - was soll's. Für mich ist die Frage ob es mir das Geld wert ist oder nicht.

Zum Beispiel bin ich davon abgekommen, mir einen Leicavit zu kaufen. Er bringt mir fotografisch nichts und ich müsste bei Luigi ein anderes Halfcase bestellen. Genervt hat mich dann vorallem, dass man das Teil den Kunden jetzt gratis nachschmeisst, wenn man eine M kauft.

Aber gelegentlich mal wieder in eine Linse investieren, das wäre vielleicht schon was.

Gruss
Hans
 
Hallo,
ich hatte viele Jahre eine Praktika und auch schöne Bilder damit gemacht. Ich finde aber überhaupt nicht, dass es egal ist, mit welcher und was für einer Kamera man fotografiert. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass iregndwelche berühmten Bilder vor x oder zig Jahren mit einfachen Kameras gemacht wurden. Für diese Diskussion gibt es aber eine eigene Rubrik. Wenn ich die Zeit finde, werde ich dort einen neuen Thread eröffnen.
Viele Grüße,
Nils
 
Hallo Nils

Hoffentlich sind wir uns dann alle einig, was wir unter einer einfachen Kamera zu verstehen haben. Nebst der Hasselblad ist für mich meine MP die einfachste Kamera die ich habe. Kein AF, keine Belichtungsprogramme, kein TTL-Blitz, manuelles Rückspulen des Filmes...

Aber wahrscheinlich meinst Du nicht DIESE Einfachheit :-)

Gruss
Hans
 
Hallo,
...ich meinte die "einfache Kamera" von der Klaus sprach, und der meinte wohl eben einfach eine "irgendeine billige Kamera". So wie meine damalige Praktica SLR mit Tokina-Objektiv, so wie eine Aldi-Traveller-Kompaktkamera für 29,-€, eine Agfa Ritsch-Ratsch-Klick aus den 70ern, eine Revueflex von Quelle aus den 80ern, eine Agfa Isolette II, eine Kodak Instamatic, eine.... aber mehr woanders.
Gruß,
Nils
 
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