Ich empfehle ein Summicron oder ein Summarit 35. ASPH muss nicht unbedingt sein.
Das kann ich bestätigen. Insbesondere das oft unterschätzte Summarit-M 35 mm ist eine phantastische Optik, die ich persönlich sogar für besser halte als das aktuelle Summicron-M 35 mm Asph. Es ist halt nur nicht so lichtstark ... und ach ja, die Nahgrenze beträgt nur 0,8 m (statt 0,7 m bei Summicron und Summilux).
Mehr Leistungsreserve hast du mit den Asphären allerdings schon.
Bei hohen Lichtstärken ja – aber nicht, wenn man sich mit einer moderateren Lichtstärke wie etwa beim Summarit zufrieden gibt.
Doch wenn es unbedingt die Lichtstärke 1:1,4 sein soll, dann ist asphärisch beim 35er in der Tat ein Muß (beim 50er nicht unbedingt). Das alte, sphärische 35er Summilux ist bei voller Öffnung nur dann akzeptabel, wenn die Devise lautet, besser irgend ein Bild als gar keins. Außerdem passen viele Exemplare nicht bzw. nur nach einer Modifikation durch den Kundendienst uneingeschränkt an die digitalen Leica-M-Modelle.
Vom asphärischen 35er Summilux gibt es drei Varianten:
1. Summilux-M 1:1,4/35 mm Aspherical (1992-1994)
2. Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph (1994-2009)
3. Summilux-M 1.1,4/35 mm Asph (mit Floating Elements, seit 2010)
Die Nr. 1 (mit dem voll ausgeschriebenen Wort "Aspherical") besaß handgeschliffene Asphären und ist auf dem heutigen Gebrauchtmarkt schwer zu finden und sehr teuer ... aber nicht etwa wegen überlegener Leistung, sondern nur, weil sie so selten ist.
Die Nr. 2 ist gebraucht recht häufig und zu angemessenen Preisen zu finden. Sie besitzt blankgepreßte Asphären, die in der Qualität aber den früheren handgeschliffenen absolut nicht nachstehen (Leica-Spezialität).
Die Nr. 3 hat die Nr. 2 erst Anfang dieses Jahres abgelöst und ist bis heute aufgrund hoher Nachfrage und kleiner Produktionszahlen kaum erhältlich (schon gar nicht gebraucht). Die Optik ist fast dieselbe wie die der Nr. 2, sie wurde nur minimal überarbeitet. Außerdem besitzt die Fokussierung nunmehr Floating Elements (wie auch schon z. B. im Summilux-M 50 mm Asph und Apo-Summicron-M 75 mm Asph), was die Nahbereichsleistung verbessert. Außerdem ist der Blendenfehler reduziert worden, d. i. die Fokusverschiebung beim Abblenden. Wie sehr der Blendenfehler bei der Version Nr. 2 gestört hatte, war und ist Gegenstand hitziger Debatten unter Leica-Freunden. Tatsache ist jedenfalls, daß der Blendenfehler auch bei Nr. 2 schon sehr klein war, aber an Digitalkameras etwas deutlicher zutage tritt als auf Film.