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Ist so'ne Sache, denn die Frage, ob ich auch zu analogen Zeiten soviele Bilder geschossen hätte, ist natürlich auch eine des Geldes, von dem der eine mehr hat, und der andere weniger. Wenn also meine ganze Familie für die Eintrittskarten zur "Pyronale" (die sie mir zu meinem 60. geschenkt hat) zusammenlegte, wäre ich sicher nicht nur mit zwei KB-Filmen zum Olympiastadion gezogen, zumal ja auch nicht abzusehen war, ob ich sowas in meinem Leben nochmal jemals zu sehen bekomme. Es war also schon so, dass auch ich es an diesen beiden Abenden bewusst "krachen ließ", nur halt fotografisch. Und wie Du weiter schreibst:Dir ist klar, daß Du das Äquivalent von 70 36er KB-Filmen verballert hast, mit Entwicklung für rund 1000 € Material? Nur um mal die Relationen zurechtzurücken... Hättest Du diese Bilderflut auch zu analogen Zeiten erzeugt? Nein? Dann hast du viel zu viele Photos gemacht.
Genau das aber ist bei solchen Events der Fall, denn du weißt ja dabei nie, wo's als nächstes kracht und blitzt, und ich hab auf diese Weise, wenngleich als Fotos vielleicht nicht so umwerfend, superinteressante Bewegungsstudien des Feuerwerks bekommen, die ich mit bloßem Auge so nie gesehen hätte.Superschnelle Bildfolgen sind was für Bewegungsstudien, schnelle Doubletten nimmt man bei Portraits von Mensch und Tier, um so dem Augenzwinkern ein Schnippchen zu schlagen.
Interessant allerdings ist, dass viele der hier Antwortenden, selbst Du, neben der knallharten Profi-Schiene dann stets auch noch eine sozusagen private zweite Schiene fahren, in der Fotos "mit besonderem Erinnerungswert" u.dgl. ihr Refugium finden. Wozu dann passt, dass wir vor einigen Monaten hier im Forum mal darüber sprachen, warum jeder so fotografiert, und sich zeigte, dass selbst "alte Hasen" sich gern das Türchen des "Amateurs", also wörtlich des "Liebhabers" offen halten.
Interessant, eine ähnliche Beobachtung habe ich gestern gemacht: Hatte aus den 2.500 ursprünglichen Aufnahmen ja erstmal 1.000 gemacht, die mehr oder minder sehenswert sind, und aus denen dann nochmal in langsamer Auswahl die 52 besten ausgewählt, und von denen schließlich 13, wobei im Falle der allerbesten Fotos die Entscheidung dann interessanterweise auch jedesmal schnell und leicht fiel. Mal drüber nachdenken, woran das liegen könnte...Übrigens hilft dabei, die Bilder nicht lange am Monitor zu studieren, sondern sie nur ein paar Sekunden auf sich einwirken zu lassen und dann spontan zu entscheiden: Top oder Flopp...

Moin,
ja, an der Sache der LR-Philosophie ist was dran...
Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Dinger heißen in LR "Sammlungen", ohne "Ver"
VG Jan
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