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Bilderflut-Strategien

Google mal nach Peter Krogh Digital Asset Management. Seine Verfahrensweise halte ich für mich persönlich für zu kompliziert. Aber es gibt viele Anhänger von seiner Workflowmethode. Er hat auch ein Buch darüber geschrieben.

VG
 
Hallo Wolf, danke erstmal für Deine "knallharte" Antwort ;) - Du schreibt
Dir ist klar, daß Du das Äquivalent von 70 36er KB-Filmen verballert hast, mit Entwicklung für rund 1000 € Material? Nur um mal die Relationen zurechtzurücken... Hättest Du diese Bilderflut auch zu analogen Zeiten erzeugt? Nein? Dann hast du viel zu viele Photos gemacht.
Ist so'ne Sache, denn die Frage, ob ich auch zu analogen Zeiten soviele Bilder geschossen hätte, ist natürlich auch eine des Geldes, von dem der eine mehr hat, und der andere weniger. Wenn also meine ganze Familie für die Eintrittskarten zur "Pyronale" (die sie mir zu meinem 60. geschenkt hat) zusammenlegte, wäre ich sicher nicht nur mit zwei KB-Filmen zum Olympiastadion gezogen, zumal ja auch nicht abzusehen war, ob ich sowas in meinem Leben nochmal jemals zu sehen bekomme. Es war also schon so, dass auch ich es an diesen beiden Abenden bewusst "krachen ließ", nur halt fotografisch. Und wie Du weiter schreibst:
Superschnelle Bildfolgen sind was für Bewegungsstudien, schnelle Doubletten nimmt man bei Portraits von Mensch und Tier, um so dem Augenzwinkern ein Schnippchen zu schlagen.
Genau das aber ist bei solchen Events der Fall, denn du weißt ja dabei nie, wo's als nächstes kracht und blitzt, und ich hab auf diese Weise, wenngleich als Fotos vielleicht nicht so umwerfend, superinteressante Bewegungsstudien des Feuerwerks bekommen, die ich mit bloßem Auge so nie gesehen hätte.

Und so gesehen sind meine "Pyronale"-Fotos also auch nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Im übrigen dagegen stimme ich Dir dann über weite Strecken zu, also, dass man nach Möglichkeit versuchen sollte, das meiste schon vor dem Auslösen zu klären bzw. zu gestalten.
Interessant allerdings ist, dass viele der hier Antwortenden, selbst Du, neben der knallharten Profi-Schiene dann stets auch noch eine sozusagen private zweite Schiene fahren, in der Fotos "mit besonderem Erinnerungswert" u.dgl. ihr Refugium finden. Wozu dann passt, dass wir vor einigen Monaten hier im Forum mal darüber sprachen, warum jeder so fotografiert, und sich zeigte, dass selbst "alte Hasen" sich gern das Türchen des "Amateurs", also wörtlich des "Liebhabers" offen halten.
Ok, und was die Detaildiskussionen zu Lightroom & Co. angeht, kann ich dazu hier nix sagen, denn diese technischen Details wollte ich in diesem Thread bewusst ausklammern, weil da fast jeder mit anderen Programmen arbeitet. Getreu dem Murphy'schen Axiom, wonach jede Festplatte zu klein ist, sind auch das für mich nur äußere Hilfsmittel, die ohne ein inneres Ordnungsprinzip früher oder später an ihre Grenzen kommen müssen. Oder um Dich, Wolf, zu paraphrasieren: Ordnung macht der Photograph, nicht die Software :) !
Bin gespannt auf Eure weiteren Wortmeldungen,
QN
 
Interessant allerdings ist, dass viele der hier Antwortenden, selbst Du, neben der knallharten Profi-Schiene dann stets auch noch eine sozusagen private zweite Schiene fahren, in der Fotos "mit besonderem Erinnerungswert" u.dgl. ihr Refugium finden. Wozu dann passt, dass wir vor einigen Monaten hier im Forum mal darüber sprachen, warum jeder so fotografiert, und sich zeigte, dass selbst "alte Hasen" sich gern das Türchen des "Amateurs", also wörtlich des "Liebhabers" offen halten.

Ich denke mal, das wird jeder engagierte Photograph so halten, egal ob Amateur oder Profi. Es gibt Momente, die sind unwiederbringlich und die bewahrt man auf, auch wenn sie vielleicht unscharf oder falsch belichtet sind. Vieles kann man ja auch heute per EBV erstaunlich gut hinbiegen. Aber sobald es um professionelle Shootings angeht, ist jede Konzilianz gegenüber mangelnder Bildqualität fehl am Platz. Da muß kritisch selektiert werden, sonst geht's nach hinten los...
Übrigens hilft dabei, die Bilder nicht lange am Monitor zu studieren, sondern sie nur ein paar Sekunden auf sich einwirken zu lassen und dann spontan zu entscheiden: Top oder Flopp...

Gruß
Wolf
 
Hallo Jan und Ludwig,
wenn Ihr in LR seid, oben den Reiter "Datei" anklicken. Im Popupmenü erscheint dann als 2. von oben "neuer Katalog".
In den Voreinstellungen kann man bestimmen ob die sogenannten Vorgaben Katalogspezifisch oder allgemein gehandhabt werden sollen.
Ich bin hier aber nicht der LR-EBV-Superduper-Guru. Ich bin mit dem Buch noch lange nicht durch und andere können gerne helfen.:D
 
Hallo Wolf,
recht hast Du, aber nicht alle von uns müssen vom Fotografieren leben. Darum hab ich den "Zeitabstandhalter";) eingebaut.
Da bei uns hauptsächlich im Urlaub fotofrafiert wird, hängen natürlich auch eine Menge Gefühle und Erinnerungen dran. Mit ein paar Monaten Abstand kann ich besser entscheiden was fliegt.
Dass ich bei Bildern, die ich hier zuhause aufnehme, gleich viel härter ausmiste, dürfte klar sein.
 
Übrigens hilft dabei, die Bilder nicht lange am Monitor zu studieren, sondern sie nur ein paar Sekunden auf sich einwirken zu lassen und dann spontan zu entscheiden: Top oder Flopp...
Interessant, eine ähnliche Beobachtung habe ich gestern gemacht: Hatte aus den 2.500 ursprünglichen Aufnahmen ja erstmal 1.000 gemacht, die mehr oder minder sehenswert sind, und aus denen dann nochmal in langsamer Auswahl die 52 besten ausgewählt, und von denen schließlich 13, wobei im Falle der allerbesten Fotos die Entscheidung dann interessanterweise auch
jedesmal schnell und leicht fiel. Mal drüber nachdenken, woran das liegen könnte...
Man liest sich,
QN

PS. Das hier in punkto Fotografie diskutierte Problem trifft übrigens fast 1:1 auch den modernen Dokumentarfilm, wo, seitdem die Leute mit Digicams filmen, nachher hunderte von Stunden Rohmaterial zu selektieren sind, während das Schnittverhältnis zu Analogfilmzeiten im Durchschnitt bei 4 bis 5 lag (1 Leinwandminute <- 4-5 Minuten Rohfilm). Wenn die Leute wussten, dass in jeder Minute, die die Kamera läuft, Dutzende an Dollars Rohfilm verbraten werden, arbeitete es sich halt konzentrierter. Das aber ist, wie schon gesagt, nur ein äußeres Korsett, und sobald das wegfällt, braucht es halt anderer Lösungen, um nicht aus den Fugen zu gehen...
 
Hey Qn,
was bei mir fotografisch zur "Korsettierung" geführt hat, waren die Dateigrößen meiner Kamera und der irre Zeitaufwand nachher beim Durchforsten und Verarbeiten.
 
Hi,
in LR mehrere Kataloge zu verwenden spricht gegen die Philosophie von LR!
Hier sollte man dann doch besser die Versammlungen gebrauchen ...

Ich persönlich verwende IMatch zur Datenflutbeherrschung, pro Jahr fallen bei mir so durchschnittlich 10.000 Aufnahmen an, die ich erst grob Kategorien (Schlagworten) zuordne, die ich dann eventuell später noch verfeinere. IMatch ist hier sehr flexibel, weil ich alle Zuordnungen später noch verändern kann.

So habe sich im Laufe der Jahre rund 120.000 Aufnahmen angesammelt, von denen bis auf die letzten 2.000, alle ihre Kategorie gefunden habe.

Das schöne an IMatch ist die Einfachheit und das Anlegen von Parallelkategorien. Alle meine Aufnahmen sind in Jahres/Monats/Datums-Ordnern abgelegt, die automatisch beim Herunterladen der Aufnahmen von der Speicherkarte angelegt werden.

Gruß
Gerd
 
hey Gerd,
komisch, Martin Evening und andere Fotografen haben das mit den verschiedenen Katalogen vorgeschlagen.
Aber jeder nach seiner Fasson. Mir hilft die Sache in LR den Überblick zu behalten. Das heist jetzt auch nicht, dass ich Unmengen von Katalogen habe.
Aber Reisefotografie will ich von meinen Zoobildern getrennt haben. Dass die Bilder in separaten Ordnern untergebracht sind versteht sich von selber.
Was sind Versammlungen?
An die von Dir produzierte Menge an Bildern (das ist wertfrei gemeint) komme ich sowieso nie ran, ich bin nur Freizeitknipser.
Vielleicht finde ich nächstes Jahr mal wieder etwas mehr Zeit und Ruhe zum Fotografieren.
 
Hallo Elmar,
trotzdem ist das Unterbringen von Aufnahmen in mehreren Katalogen gegen die Philosophie von LR ..
Ich habe es jetzt praktisch bei mir selber erlebt. Bestimmte Aufnahmen, die ich für mich gemacht habe, in einem Katalog und die Aufnahmen für den Foto-Kursus in einem zweiten Katalog.
Physikalisch sind sogar die Photo's in verschiedenen Ordner-Stämmen untergebracht. Trotzdem passiert es immer wieder, daß ich mal eben ein Foto vom Kursus mit einem anderen Nicht-Kursus-Foto vergleichen will, dann habe ich das selbe Bild zweimal importiert. Manchmal wird es eben auch bearbeitet, aber wo nun?

Habe ich alles in einem Katalog, dann lege ich mit Themen-Versammlungen an und wenn ich die Foto's woanders brauche, werden sie eben als Katalog exportiert.

Na ja, zum anderen nervt natürlich auch das ewige Schließen und Öffnen der Kataloge ...

Aber es ist ja jeder frei, es nach seinem eigenen Gusto handzuhaben ...in diesem Sinne :z04_bier01:

Gruß
Gerd
 
Moin,

ja, an der Sache der LR-Philosophie ist was dran...

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Dinger heißen in LR "Sammlungen", ohne "Ver" ;)


VG Jan
 
Moin,

ja, an der Sache der LR-Philosophie ist was dran...

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Dinger heißen in LR "Sammlungen", ohne "Ver" ;)


VG Jan

Hi Jan,
stimmt, ich arbeite manchmal mit der englischen Einstellung, manchmal mit der deutschen und meistens mit der niederländischen Einstellung und in niederländisch sind es "Verzamelingen", da habe ich zu 'direkt' übersetzt ... :eek:

Gruß
Gerd
 
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