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Bildkritik...

grauer_wolf

Gesperrt
Mitglied seit
11 Jan 2008
Beiträge
11,133
Teil 1:

Aus aktuellem Anlaß ein Thema, das immer wieder mal hochkommt... Scheint, als wäre es mal wieder an der Zeit... :rolleyes:

"Bildkritik
" oder "Wer sich auf's Glatteis begibt, rutscht garantiert aus..."
Bildkritik
ist eine recht heikle... nein, eine sehr heikle Angelegenheit. Negative Punkte, die sich in technischer Hinsicht äußern, sind schnell erkannt, isoliert und leicht beschrieben, ggf. auch mit Ratschlägen, wie man sie beheben kann. Manchmal ist es ja wirklich nur eine Kleinigkeit wie falsches Schärfen, mal eine halbe Blende daneben, die aber u.U. große Auswirkungen haben kann.

Bei guten Bilder wird naturgemäß Lob erwartet und das nicht nur in der Form "Schönes Bild!", sondern möglichst noch differenziert. Aber das ist schwieriger als man gemeinhin denken mag...

Bei einem Bild, in dem technisch alles stimmt, kann man nicht die einzelnen Punkte rauspicken und sagen, dies und das und jenes... ist alles richtig. Und zwar deswegen nicht, weil in diesem Fall die untrennbare Summe des Ganzen stimmt und kein isolierbarer negativer Aspekt zu sehen ist.

Was Inhalte angeht wird, es noch schwieriger, speziell dann, wenn die Technik an sich o.k. ist.
Was dann sagen, wenn's einem ein Bild trotz perfekter Technik nicht gefällt? Ich habe so manches Bild gesehen, daß in puncto Fototechnik schlichtweg perfekt war, aber trotzdem seelenlos, kalt, tot, dem man ansah, daß der Fotograf keine emotionelle Beziehung zum Dargestellten hatte...
Ehrlich gesagt, bei Kommentaren wie "schöne Schärfe", "tolle Farben", da käme ich mir versch*** vor und würde mich fragen, was ich falsch gemacht habe, da sich der Blick offensichtlich nur auf Äußerlichkeiten richtet... Womit wir beim wichtigsten Punkt sind:

Äußerlichkeiten, Inhalte und "Was ist ein gutes Bild?"...
Die ästhetische Qualität eines Bildes zu bewerten, ist unglaublich schwierig, weil unweigerlich die eigene Persönlichkeit des Betrachters mit einfließt und so die Botschaft des Bildes immer auch in der geistigen Struktur des Empfängers zu suchen ist...
Ein schönes Bild ist für mich das, welches die Stimmung, die der Fotograf bei der Aufnahme gefühlt hat oder die er induzieren wollte, auch bei mir aufkommen läßt. Das heißt aber auch, daß ein wahrhaft gutes Bild nicht zwingend auch ein technisch perfektes sein muß.
Das Problem ist, daß gerade in der Fotografie als Hobby, welches sehr stark die Technik in den Mittelpunkt stellt (welche Linse hast du benutzt, welche Kamera, wie hast du dir den Hals gewaschen und zeig mal'n 100% Crop...), das stimmungsvolle, subtile Foto, möglicherweise diffus, nicht ganz scharf (oder sehr selektiv), mit Lichthöfen, Überstrahlungen, Rauschen, Randabfall und was der "Fehler" mehr sind, ins Hintertreffen gerät und nicht so gewürdigt wird, wie es es eigentlich verdient. Der Blick verfängt in völlig unnützen, oberflächlichen Details.
Man kann beim Betrachter eben nicht zwingend Kunstverständnis oder gar ein Kunststudium voraussetzen, was manche Bilder aber eigentlich erfordern.
Der Punkt ist, wird erkannt, was man mit seinen Bildern rüberbringen will? So wie sich in einem Roman die Botschaft zwischen den Zeilen verstecken mag, so mag sie sich in einem Bild in kleinen, scheinbar unwesentlichen Details verbergen und ob sie gefunden wird, liegt dann wieder in der Struktur des Betrachters (s.o.).

Dann ist da noch die Frage der Motivation des Fotografen. Geht es nur um die Technik, die schönen Cams und Linsen, geht es um den Augenblick des "klick", ist das Bild an der Wand die Hauptintention oder die Erinnerung an einen schönen Urlaub? Ich z.B. fotografiere, um meine Sicht der Dinge rüberzubringen, um zum Nachdenken anzuregen, um Stimmungen zu bewirken, ja sogar, um den Betrachter der Bilder (meistens im Zusammenhang mit einem Text) in meinem Sinne zu beeinflussen (Naturschutz, Tierhaltung, Ökologie etc.). Ich fotografiere, weil ich die Welt in Bildern sehe, um das, was ich sehe, anderen Menschen mitteilen zu können (und natürlich, um Geld zu verdienen). Wie ist es mit Euch, warum fotografiert Ihr...? Motivation und Bildergebnis hängen unmittelbar und vor allen Dingen untrennbar zusammen...

Technische Qualität im Sinne einer optimalen Umsetzung (keinesfalls im absoluten Sinne: Siehe "Fehler") setze ich dabei voraus. Außer für mich privat (wenn der rein ideelle Wert zählt) zwinge ich mich ständig, GEO- oder National-Geographic-Niveau zu erreichen. Gelingt es mir mal nicht, meine Visualisierung adäquat umzusetzen, weiß meine Umgebung davon ein Lied zu singen: Dann habe ich nämlich sauschlechte Laune! Nur haben eben solche Visualisierungen nicht immer was mit dem technisch perfekten Bild zu tun, manchmal sogar mit dem Gegenteil!

Nur, wäre es richtig, diese Maßstäbe hier im Forum bei einer Bildkritik
anzubringen? Denn ich kann als Professional nicht aus meiner Haut raus und lege eigentlich bei jedem Bild, das ich sehe, diese Meßlatte an (alte Berufskrankheit... ). Ich weiß es wirklich nicht... Manch einer mag durch solche Maßstäbe angespornt werden, anderen verleidet man dadurch vielleicht sein Hobby ("schaffe ich eh nie..."), was ja nun wirklich keinen Sinn macht, denn ein Hobby soll Freude machen und keinen Druck erzeugen...

Bilder von guten Fotografen schaue ich mir gerne an, freue mich darüber und kann allenfalls noch sagen, ob sie mich ansprechen oder nicht. Technische Kritik brauchen gute Fotografen von mir nicht, denn ich gehe davon aus, daß sie das, was sie zeigen, genau so zeigen wollen und nicht anders, daß es ihre Ausarbeitung ihrer Visualisierung. ihrer Vision ist. Hier zu sagen "Das kannst du so oder so aber nicht fotografieren, das mußt Du anders machen!" hieße gleichermaßen zu sagen "Da kannst du aber so oder so nicht drüber denken!". Man würde in diesem Falle die Sichtweise, die Denkweise des Fotografen infragestellen, nicht sein Foto in engeren Sinne.

Und andere Fotos? Ich mußte oft die Erfahrung machen, daß man nirgendwo so schnell und gründlich in's Fettnäpfchen treten kann (eigentlich schon eher in einen Fettbottich) wie bei ehrlicher, ggf. auch harter Kritik bei Hobbyfotografen, die sich für Könner halten, daß der Wunsch nach echter Kritik eigentlich sehr rar ist.

Aber was soll man sagen zu Bildern, die technisch schlecht und/oder inhaltsleer ohne Aussage sind, die keine Botschaft beinhalten? Um mal wieder A. Feininger zu zitieren: 1000-fach fotografiert ohne innere Beteiligung, nur weil's in ist, weil andere das auch fotografieren... Fotos, gemacht von Motiven, zu denen man keine wirkliche, innere Beziehung hat, bleiben nun einmal oberflächlich. Das ist heute in 2010
(inzwischen ist's ja Ende 2012) nicht anders als 1964. Man muß zu dem, was man fotografiert, eine emotionale Brücke aufbauen, sonst wird das nichts, sonst ist es nur eine seelenlose Reproduktion der Szene vor der Kamera, ein Foto vielleicht, aber kein Bild...
Und ehrlich gesagt, bei Kommentaren wie "schöne Schärfe" oder "schöne Farben" (die ich für mich selber auch nicht mag: s.o.) käme ich mir unehrlich vor... Also sage ich oft lieber nichts, weil ich niemandem wehtun möchte, der sein Hobby liebt, aber vielleicht nicht wirklich die Fähigkeiten hat. Allerdings gibt es auch gute Bilder, zu denen ich inhaltlich nichts sagen kann, weil ich keinen Zugang zu dem finde, was gezeigt wird, z.B. die Thematik "Motorsport", "Kinderfotos" oder die vielfachen "Bienchen & Blümchen", während ich z.B. zu "Wildernis/Landscape" im allgemeinen und "Wölfe/Hunde" im besonderen eine sehr tiefe Beziehung habe, die mich sofort erkennen läßt, ob im Bild eine Botschaft steckt oder nicht... Will sagen, bei der Bildkritik
und der Beurteilungsfähigkeit spielen persönliche Neigungen/Interessen eine mehr als große Rolle...

Technik und kein Ende...
Was mich zugegebenermaßen ziemlich annervt, ist, daß immer wieder die Frage nach den technischen Daten aufkommt, den immer wieder gerne genommenen EXIFs...
Ich habe ein echtes Problem damit, ausführliche, technische Daten rauszurücken, von EXIFs ganz zu schweigen, die manchmal Daten enthalten, die nicht einmal Redaktionen zu sehen kriegen (Fundorte seltener Tiere und Pflanzen, präzise Locations etc.). Auch die ständige Frage Aufforderung (schon erwähnt): "Zeig mal einen 100% Crop!" geht mir, gelinde gesagt, auf den Senkel. Was hat ein 100% Crop mit den ästhetischen Qualitäten eines aussagestarken Bildes zu tun? Nichts, aber auch gar nichts! Umgegehrt ist natürlich ein technisch miserables Bild nicht zwangsweise ein Kunstwerk...

Das, was ich mit meinen Bildern zu sagen habe zur Natur, zum Leben mit Tieren, allgemein zur Welt, in der wir leben, ginge in technischen Debatten nur unter und das sehe ich auch bei anderen Fotografen so. Ich lasse lieber das Licht sprechen als trockene Aufnahmedaten, zeige, was ich gesehen und gefühlt habe vor Ort, versuche, die Betrachter der Bilder daran teilhaben zu lassen.
Welche Kamera, welche Linse ich dazu benutzte, welcher ASA-Wert, welche Blende, welche Verschlußzeit anstand, das ist imho sowas von nebensächlich, denn schon wenige Minuten später stellt sich die Lichtsituation ganz anders dar. Aufnahmebedingungen sind eigentlich außer im Studio nie reproduzierbar...

Langer Rede kurzer Sinn: Bildkritik ist wirklich eine äußerst heikle Angelegenheit...

Ein paar ungeordnete Gedanken von jemandem, der Photograph (= Zeichner mit Licht) mit Leib und Seele ist und sein Herzblut in die Bilder steckt (wie man so schön sagt), nicht Fototechniker*)...

*) Auch wenn technisches Wissen keinesfalls schädlich ist...
 
Teil 2:

Dieser Artikel kam noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt aus einem ähnlichen Anlaß ins Gespäch und ich greife die Passage und meine Antwort darauf hier mal raus...
Vielleicht sollten wir alle mal ein bisschen darüber nachdenken, ob es nicht viel schöner wäre, zuerst einmal die positiven Aspekte an den eingestellten Bildern zu sehen und auch zu schreiben, anstatt direkt mit den Worten anzufangen - Ganz ehrlich, ... die Bilder sagen mir gar nix ...
Das halte ich persönlich nämlich nicht unbedingt für freundlich und kann bei zart besaiteten gemütern zu einer absoluten Demotivation führen.
Ich gebe zu, manchmal ist es nicht einfach, positive Aspekte zu finden. Es gibt halt Bilder, da stimmt im Grunde gar nichts. Nur, wie willst Du dieses Problem angehen? Ich gebe zu, in solchen Fällen schreibe ich lieber gar nichts (ja, der Wolf kneift... :blush: ), weil man sich damit fürchterlich in die Nesseln setzen kann.
Im günstigsten Fall ist der Betroffene nur eine Zeit lang eingeschnappt, im ungünstigsten Fall nimmt man demjenigen den Spaß an der Fotografie, was ja auch nicht im Sinne des Erfinders ist, denn Spaß an der Fotografie als Hobby ist ja nicht zwingend mit "Meisterwerken" verbunden. Allerdings ist wirkliche Lernbereitschaft und Einsicht speziell in der Hobby-Fotografie deutlich seltener, als es Dir möglicherweise erscheint...
Leider habe ich da mehrfach einschlägige Erfahrung. Ein ehemaliger Bekannter von mir war tödlich beleidigt, weil ihm die Lobeshymnen verweigert wurden (ich hasse Urlaubs-Diavorträge und Einladungen dazu). Der gute Mann hielt sich für den absoluten Crack, war aber einfach nur grottenschlecht und in jeder Hinsicht beratungsresistent. Als ich mich weigerte, ihn bei meiner Agentur zu empfehlen, war's aus...
Bei einem anderen Fall waren es dicke Packen Urlaubsfotos aus den USA... Nur waren die nicht automatisch gut, eben weil sie aus den USA waren. Die Kritikfähigkeit auch in diesem Fall zumindest stark eingeschränkt. Endgültig schnappte diejenige dann ein, als ich mich weigerte, sie als eine Art Lehrling auf meine Touren mitzunehmen. Das hätte nicht funktioniert, weil einfach das Potential nicht da war. Aber sag das mal einem auf diplomatische Art, der von sich absolut überzeugt ist... :rolleyes: Aus gutem Grund habe ich seinerzeit den Individual-Workshop, den ich mal gab, auf Fortgeschrittene beschränkt. Das war für mich in jeder Hinsicht einfacher, weil die Grundlagen schon da waren. Erst dann kann man nämlich ins Eingemachte gehen in punkto Technik und erst recht in punkto Bildgestaltung und Kunsttheorie...
Ein weiteres Beispiel stammt aus meiner eigenen Familie, mein Vater, der es nie verwinden konnte, daß ich ihn schon mit 16 weit überflügelt habe... usw. usf. Meiner Erfahrung nach sind auch speziell Absolventen von Volkshochschulkursen oft äußerst empfindlich gegen Kritik (Kamerabedienung und ein bißchen EBV oder früher Labor machen keinen Fotografen!). Mit Sicherheit läßt sich das nicht pauschalisieren und ich werde mich hüten, das zu tun, aber (nicht nur) mir fiel's halt schon deutlich auf...
Ich habe ja schon früher ausführlich geschrieben, wie ich die Kritk-Problematik sehe:

(Bezugnahme auf "Bildkritik" oder "Wer sich auf's Glatteis begibt, rutscht garantiert aus...")
Letztlich läuft es auf das hinaus, was auch Robert so treffend formuliert hat:
Es gibt genug Foren, in denen auch das schlechteste Bild noch mit einem freundlich Kopfnicken begleitet wird. Da wird einfach alles beklatscht; konstruktive Kritik ist vielerorts nicht erwünscht. Das bringt den Fotografen nicht weiter... Ich glaube, man lernt nichts durch falsche Komplimente und kann sich so auch nicht verbessern.
Genau deswegen bin ich aus einem anderen Forum raus, weil einfach erwartet wurde, daß zu den schlechtesten Fotos "toll, geil, schöne Farben, schöne Schärfe" geschrieben wurde. Das gipfelte dann in massiven Beleidigungen gegenüber dem jeweiligen Kritiker. Da ich für so etwas nicht zu haben bin, schon gar nicht in meiner freien Zeit -> tschüß...
Davon sind wir hier zum Glück weit weg. Hier wird Klartext geredet und erfreulicherweise, ohne jemals persönlich zu werden, weshalb ich dieses Forum so schätze... Außerdem ist hier im Mittel ein ziemlich hohes fotografisches Niveau, das es natürlich Anfängern nicht unbedingt einfacher macht, wie ich gerne zugebe...
Alles in allem empfinde ich hier die Diskussionskultur immer noch als sehr angenehm. Ausreißer git's natürlich, aber wer von uns hätte nicht mal einen Tag, an dem man mit dem linken Bein aufstand, der Toast anbrannte, der Kaffee auf der Hose landete und man einfach sch**** drauf war. Ich denke mal, das ist nur menschlich. Daß hier ein rauher Umgangston Fuß faßt, das kann man imho aber nun wirklich nicht sagen... ;)
Und darüber bin ich sehr froh!

So weit die damalige Diskussion im Nikon-Forum, die meiner Meinung nach solange aktuell ist, wie rund um den Globus irgend jemand Bilder kommentiert. ;)

In diesem Sinne
Gruß
Wolf


PS.: Ich mußte zweiteilen, mehr als 10.000 Anschläge...
 
Moin,

lesen werde ich die beiden langen Beiträge noch, mehr als 10.000 Anschläge sind ja wirklich ein langer Text ;) Wenn gestettet, würe ich gern meinen Beitrag hier auch nochmal posten, der zu Thema passt:

...Die Formulierung "für die Tonne" wurde nun schon zu Genüge kritisiert, ein Drama ist es aber auch nicht. Natürlich hätte man es anders verpacken können, á la "für mich ist kein klares Motiv erkennbar" oder ähnliches, oder eine Frage formulieren oder sonstwas; trotzdem kein Drama...

In der Kategorie "für die Tonne" sollte man vielleicht eher technisch misslungene Photos sehen, trotzdem wird's immer noch kein Drama.

Ich möchte hiermit niemand persönlich ansprechen, aber malmeine Gedanken zum Gesamtkontext: ja, wir befinden uns hier in einem Photographie-Forum. Gerade in Zeiten der absoluten Bilderflut im www durch fb, fc, flickr, Picasa, diverser Foren und wie sie alle heißen, sinken die allgemeingültigen Ansprüche an die Photographien, die so gezeigt werden. Und nochmal: wir befinden uns hier in einem Photographie-Forum, in dem es für mein Verständnis vorrangig eben nicht Ziel sein sollte, persönliche Erinnerungs-Schnappschüsse zu zeigen, dafür gibt's das Familien-Album.

Schwierig ist natürlich, die Grenze zu ziehen. Ein jeder sollte versuchen, beim Betrachten seiner eigenen Bilder einen objektiven Abstand zu gewinnen und sich zu fragen, ob das Bild die gewünschte Stimmung an einen völlig unbeteiligten Betrachter auch transportiert, ob Bildaufbau, Farbgebung usw einen völlig unbeteiligten Betrachter ansprechen werden usw usf.

Das ist nicht ganz einfach...

Hinzukommt, dass ein Photographie-Forum in der Regel aus einer Horde von "Fachidioten" besteht; will sagen, alles Leute, die sich mit ihrer Leidenschaft, der Photographie mehr oder weniger intensiv auseindersetzen. Daraus folgt, dass jeder dieser "Fachidioten" im Laufe seiner "photographischen Laufbahn" gewisse Ansprüche an seine eigenen Photographien entwickelt. Es liegt absolut in der Natur der Sache, dass man diese Ansprüche auch auf die Beurteilung der Werke anderer überträgt und entsprechende Kritiken formuliert.

Und nochmal: ja, wir sind ein Photographie-Forum und zum Glück nicht das blaue. Demzufolge unterstelle ich, wenn jemand ein Bild einstellt, dass er es für zeigenswert erachtet. Vielleicht hat sich der- oder diejenige aber die o.g Gedanken zur Objektivität gar nicht gemacht, oder sonstwas. Egal. Wenn ich grundsätzlich diese Annahme treffe, kann ich doch konstruktiv reagieren. Sei es, Verbesserungsvorschläge zu geben, sei es um einen konstruktiven und differenzierten Verriss zu formulieren. Alles kein Beinbruch, solange ich die "Nettiquette" beachte...

Nochmal: unterstelle ich grundsätzlich, dass ein Photo ganz bewusst und gemäß gewisser Ansprüche (die sich mit meinen nicht decken müssen) eingestellt wurde, kann ich mir nach einem Ansprüchen ein subjektives Bild machen, ob es sich wohl um einen Anfänger oder einen erfahrenen Photographen (vielleicht ja auch nur im entsprechenden Motivbereich unerfahren) handelt und meine Kritik, die im idealfall ein "Hilfsangebot" darstellen sollte, entsprechend formulieren.

Das alles hat auch nichts mit "Pentaxer" oder nicht zu tun, wobei ich um ehrlich zu sein meine, dass hier und da ein bißchen mehr kritische oder gar negative Kommentare durchaus angebracht gewesen und auch gut getan hätten...

Was erwartet man denn von den Kollegen in einem Photographie-Forum? Undifferenzierte Lobhudelei, oder ehrliche, konstruktive Kritik, die einen selbst und vor allem die eigenen Photos weiterbringt?


VG Jan
 
Hallo Wolf
Vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen.
Ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen (schreiben).
Für mich ist es immer eine gute Sache wenn mir jemand, mit ERFAHRUNG, etwas über meine Aufnahmen sagt.
Ich zähle mich zwar nicht mehr zu den Anfängern aber bis zum guten Fotografen habe ich auch noch ein gutes Stück.
Ich bin sehr Dankbar für jede ehrliche Kritik, so lange sie nett und höfflich ist, bin ich der letzte der beleidigt wäre.
Dabei kann ich Dich voll und ganz verstehen wenn man lieber nichts, als etwas sagt was falsch verstanden wird. (mache ich auch lieber so).
Für mich als Lernenden ist es aber auch mit das wichtigste, zu erfahren was habe ich falsch gemacht??? Wie hätte ich diese Fehlervermeiden können,
Was muß ich beim nächsten mal beachten??? Du hast ja auch mal gelernd und warst bestimmt auch über jede Hilfe froh die Du bekommen hast.
Wie heisst es so schön "wer nicht fragt bleibt Dumm" und das gilt natürlich auch und meiner Meinung nach besonders in der Fotografie.
Ich hoffe auch in Zukunft ein paar Worte von Dir zu hören wenn ich wieder mal ein Bild einstelle. Keine Angst ich möchte Kritik hören und oder lesen
und gerade von Dir ist mit das sehr wichtig, da Du meiner Meinug nach sehr viel über alles rund um die Fotogragfie weisst.
Und wenn das Bild so Unterirdischobermegasuperoberaffenbeschissen ist, dann möcht ich das wissen um es das nächste mal besser zu machen.
Es muss ja nicht gleich heissen "bring deine Linsen zum Altglas die Taschen zum Altkleidercontainer den Rest zum Alteisenhändler kauf dir nen Strauss Blumen,
setzt dich auf den Friedhof und warte bis du Tot umfällst." Bisher hat das mit meinen drei Lieblingsworten (Nett, Freundlich und Respektvoll) immer
super Funktioniert und genau das wünsche ich mir hier in diesem Forum auch weiterhin.
LG
Denis
 
Wenn ich mir die Bilder heute ansehe die ich zu Zeiten meiner Anmeldung im Forum präsentierte und die die ich heute einstelle, dann kann ich etwas feststellen. Nämlich, dass sich da etwas getan hat in Sachen Fotos.
(Ihr könnt dies ruhig als überheblich werten- damit leben kann)
Die vielen Tipps und Ratschläge haben mich weitergebracht, mehr als ich sicher in jeder Zeitschrift, oder sonst wo erfahren hätte können.
Eine Bereitschaft für Kritik muss man dabei aber mitbringen, denn etwas dafür tun muss man halt, sonst bleibt alles beim alten.

Gruß, Stefan
 
Moin,

Wolf, Dein 15.370 Zeichen langer Beitrag - ich habe nachgezählt ;) - hat schon was, da liegt eine Menge Wahrheit drin. Es ist ein sehr defiziles Thema, das stimmt. Wenn ich eine Bild einstelle, rechne ich aber grundsätzlich damit, dass es (auch wenn ich es toll finde) von anderen zerlegt wird. UNd ich rechne auch damit, dass destruktive bis unfreundliche Kritik kommt... Ist numal so ;) Ich für meinen Teil wünsche mir bei meinen Bildern ehrliche Kritiken...

An dieser Stelle würde ich aber gern nochmal ganz tief in die Kiste der Weisheiten greifen, denn mein großes photographisches Idol, Ansel Adams schrieb 1987 in seiner Autobiographie:


«An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.​
Ein Foto wird meistens nur angeschaut - selten schaut man in es hinein.»​


Amen...


Gruß, Jan
 
Hallo Herr Wolf, Du spricht mir aus dem Herzen! :z04_xmas_wave:
Zuerst sei gesagt, ich finde solche Diskussionen sehr sinnvoll. Sie sind in großem Maße kreativ und unbedingt von Nöten.
Zum Thema: Man muß nicht nicht jedes Foto, Bild, Kunstwerk toll finden um es zu kommentieren. Man muß auch nicht alles "abstrafen" was man nicht mag. Ein kleiner Tip in die Richtige Richtung, damit ist vielen schon gedient. Auch wenn dieser nur zum Nachdenken anregt.
Bei der Bildbetrachtung finde ich mich in Deinen Worten wieder. Auch bei der Art an die Aufnahme heran zu gehen auch. Im Bereich Bildbesprechungen ist es oft ja auch sehr interesant was den der Betrachter in meinem Bild sieht. Fernab der Technik. Konnte ich meine Aussage rüber bringen, empfindet der Betrachter das gleiche wie ich? Was kann ich aus dem Bild machen? Alleine das ist schon Interesant. Und hilfreich zudem.
Sichjer, es gibt auch die gar nicht den Anspruch erheben wollen und sollen sich in eine "Kunstform" einzureihen. DA ist man schon glücklich diesen kleinen seltenen Käfer überhaupt erwischt zu haben, die Zeichnung der Wolken so hinbekommen zu haben, etc.
Und die Technik interessiert ja auch nur damit andere Wissen wie. Um es auch mal zu probieren. Früher waren es kleine Zettel, die heute Exif heißen. Um ehrlich zu sein, mich interessiert es auch nicht: womit und wie. Ab und an frage ich aber schon mal nach, wenn ich gerade ein ähnliches Bild verbockt habe.

So, daß war es mal in Kürze, muß los! Wie hören, sehen uns.

PS: nur um es entgegen allen Unkenrufen mal klar zu sagen: Diese Themen wie Aussage im Bild, Umgang, Kritik, etc. haben wir vor der Umstellung auch diskutiert. Das es sowas im "alten Forum" nicht gab ist falsch. Da mischt sich die Panik des Neuen mit den Gefühlen. Ich denk, das geht halt im Moment vielen noch so. Aller Coleur.
 
Hola Ihr Vielschreiber ;)

Ich hatte bei dem Thread (Ihr wisst wohl alle welchen ich meine) das Gefühl, dass hier einige ein Foto-Forum mit einer Foto-Galerie verwechseln. In eine Foto-Galerie gehören die besten Bilder, in einem Foto-Forum können/dürfen/sollen auch weniger gute bis schlechte Bilder zur Diskussion gestellt werden.

Saludos
Marcel
 
Buenos, Marcel,

..., in einem Foto-Forum können/dürfen/sollen auch weniger gute bis schlechte Bilder zur Diskussion gestellt werden.


natürlich, unbedingt. Nur dürfen / sollen auch Kritiken geäußert werden; positiv wie negativ, Hauptsache konstruktiv ;)


VG Jan
 
Da hast Du vollkommen recht und ich denk das wir da alle der Meinung sind.
Das war wohl etwas unglücklich.
PS: Würd ja gerne mal ein schlechtes Bild von Dir sehen ;-)
Marcel
 
Hallo Wolf,

"...daß sie das, was sie zeigen, genau so zeigen wollen und nicht anders..."

das ist für mich der Satz, der meiner Einstellung entspricht. Und diese Sichtweise kann keine andere Person verstehen.
Man sollte also mit etwas Abstand die Fotos aus der Sicht des anderen bewerten.... schwierig aber möglich.

Danke für deine Ausführung.

Gruss
 
Und diese Sichtweise kann keine andere Person verstehen.
Man sollte also mit etwas Abstand die Fotos aus der Sicht des anderen bewerten.... schwierig aber möglich.

Mit dieser Äußerung hadere ich etwas.

Wenn jemand Bilder nur für sich macht, ist seine Sichtweise die einzig maßgebliche. Sobald er aber das Bild einem anderen Betrachter zeigt, gibt er seine Gedanken, Gefühle, Sichtweisen aus der Hand. Jetzt sprechen nur noch das Bild und der Erfahrungs- und kulturelle Horizont des Betrachters. Insofern muß nicht der Betrachter in die Schuhe des Fotografen steigen, sondern der Fotograf bei der Gestaltung der Aufnahme den (unbefangenen) Betrachter im Hinterkopf haben. Nur dann kann er eventuell seine eigenen Gefühle und Ideen mittels des zweidimensionalen Wirklichkeitsausschnitts rüberbringen.

(Das soll nicht heißen, dass ein Bild eines Anfängers mit dem gleichen Maßstab der Kritik gemessen werden muß wie das des Profis.)
 
Das leidige Thema Bildkritik.
Es ist so vielschichtig, aber gerade in einem Fotoforum wichtig.
Ich befinde mich da permanent in einem Dilemma. Einerseits wird von den meisten, die Bilder einstellen, zumindest ein Kommentar erwartet. Konstruktive Bildkritik ist manchmal auch erwünscht, kommt aber recht selten. Das ist die Erwartungshaltung des "Einstellers", der seine eingestellten Bilder tatsächlich besprechen möchte.
Als Betrachter hast du jetzt aber das Problem bei der Bilderflut, entscheiden zu müssen, zu welchen Bildern du dich äußerst. Entweder traut man sich nicht, schiebt eigenes Unvermögen vor, hat keine Zeit für die intensive Beschäftigung oder eben keine Lust. Persönliche Sympathien oder Antipathien spielen auch noch eine Rolle.
Im "alten" Pentax-Forum wurde das Thema Kommentare zu Bildern bzw. Bildkritik regelmäßig diskutiert.
In unserer schnelllebigen Welt ist Zeit ein wertvolles Gut, und für die intensive Auseinandersetzung mit einem Bild braucht man Zeit. Zeit wird auch benötigt, um die Bildkritik in Worte zu fassen und einzutippen.
Wenn also wiedermal (zu) wenig an (erwünschter) Bildkritik kommt, sollte das nicht zu sehr frustrieren. Manch einer lernt durch das bloße Anschauen von Bildern, seien es besonders ansprechende oder eigentlich misslungene.

Das Thema "Bild erzeugen" aus Sicht des Fotografen oder aus Sicht des Betrachters finde ich ganz spannend. Das könnten wir noch ein wenig diskutieren...

Grüße
Andreas, der schon wieder mehr Zeit als geplant mit diesem Kommentar verbracht hat
 
Hallo,
ich bin ja, wie man auch an der anzahl meiner Beiträge sehen kann noch sehr neu.
Ich habe mich zwar schon immer etwas für das Fotografieren interessiert, aber der schalter, das es wirklich zu einem Hobby wurde und ich meine Leidenschaft dafür entdeckt habe ist gar nicht lange her, somit bezeichne ich mich als Anfänger.

Nun, was soll ich sagen? Ich verstehe manchmal nicht, das leute Fotos, oder dinge im allgemeinen irgendwo reinstellen und dann beleidigt sind, wenn es einigen nicht gefällt und sie ehrliche konstruktive kritik bekommen. Aber ja, es gibt solche Beratungsresistenten leute und ich gehöre keinesfalls dazu.

Zu dem Thema Technick wollte ich noch zu sagen: Ja, wenn man dabei schreibt, was man für Einstellungen benutzt hat, ist es zumindest ein hinweis. Aber wie Wolf schon sagte, die Lichtsituation kann sich sehr rapide ändern, wie man unter anderem auch einem meiner kürzlich geschossenen Bilder auch sehen kann. Von daher ist es tatsächlich situationsabhängig. Solche angaben helfen mir allerdings trotzdem etwas, wenn ich etwas Fotografieren will, was ich noch nie vorher Fotografiert habe, dann schaue ich mir gerne Bilder mit ähnlichen Motiven und nehme die einstellungen wie Belichtungszeit, Blende und Isowerte als groben hinweis, passe aber dann eben entsprechend an, wie ich in dem Moment glaube das es passen könnte.
Außerdem finde ich, Technik wird oft etwas überbewertet. Ich lade einige meiner besseren Bilder auf meiner Facebookseite, und viele wollten mir nicht glauben, das die Bilder mit einer normalen Kompacktknipse die Preislich im U180 Euro bereich war geschossen wurden. Dabei sind meine Bilder echt noch sehr Verbesserungsfähig.
Will damit bloß sagen, wenn man absolut keine ahnung und kein Talent hat bringt einem die tollste DSLR nichts während ein guter Fotograf auch mit einer Kamera die in ihren Technischen möglichkeiten stark eingeschränkt ist gute Fotos machen kann. Ich nehme da mal Wolfs Pilze als Beispiel die er mir gezeigt hat um zu sagen das eine Kompacktkamera nicht unbedingt ein riesen nachteil sein muss.

Zum Thema man muss eine Emotionale Verbindung zum Motiv haben, ja, stimme ich zu. Ich würde behaupten, wenn man 10 Fotografen vor das selbe motiv setzt, kommen 15 unterschiedliche Bilder dabei raus, weil jeder eben etwas anderes sieht und etwas anderes als "schön" empfindet.
Ich sehe das so, wie wenn eine Kunstlehrerin einer Klasse mit 30 Schülern sagt "malt einen Wald" sie am Ende 30 verschiedene Wälder bekommt.

Es gibt genug Foren, in denen auch das schlechteste Bild noch mit einem freundlich Kopfnicken begleitet wird. Da wird einfach alles beklatscht; konstruktive Kritik ist vielerorts nicht erwünscht. Das bringt den Fotografen nicht weiter... Ich glaube, man lernt nichts durch falsche Komplimente und kann sich so auch nicht verbessern.

Genau deshalb habe ich mich für dieses Forum entschieden. Es erweckte beim ersten durchblättern den Eindruck, das hier nicht alles einfach mit toll und gut abgestempelt wird, sondern auch kritisiert wird wenn etwas nicht passt. und genau das habe ich gesucht. Ich mein, wenn ich keine Ahnung habe was ich falsch mache, wie soll ich mich denn da bitte verbessern?
Ich währe höchstens beleidight wenn jemand schreibt "alles scheiße" und dann nicht sagt warum. Sowas kann ich gar nicht leiden. Kritik, ja, sehr gerne, aber KONSTRUKTIVE und "alles scheiße" ist nichts konstruktives.
(Ich habe schon einiges erlebt, zum glück nicht hier)

Ich bin sehr Dankbar für jede ehrliche Kritik, so lange sie nett und höfflich ist, bin ich der letzte der beleidigt wäre.
Für mich als Lernenden ist es aber auch mit das wichtigste, zu erfahren was habe ich falsch gemacht??? Wie hätte ich diese Fehlervermeiden können,
Was muß ich beim nächsten mal beachten???

Genau das!

Eehm, genug geschrieben.
:p
 
Moin Lucie,
Du bringst es auf den Punkt!
 
Moin,
natürlich, aber der sichere Umgang mit selbiger ist nur die Voraussetzung - kein Selbstzweck.
Es ging hier aber darum, daß konstruktive Bildkritik eine sehr nützliche Angelegenheit ist ;)



Viele Grüße von unterwegs, Fritzi
 
Hallo.

Bei technischen Angaben im Rahmen der Bildpräsentation oder Bildkritik habe ich auch immer Bedenken. Sicherlich sind manche Angaben u. U. hilfreich (mir fällt da ein Mitzieher-Bild eines startenden Kormorans ein - hier kann eine "Anfängerfrage" nach der verwendeten Verschlußtzeit durchaus angebracht sein), aber in aller Regel sind EXIF-Angaben relativ sinnlos, zumal sich die eingestellten Werte ja auch in der Nachbearbeitung in ihrer Wirkung verändern lassen.

Ich bin ein großer Freund qualifizierter Kritik. Für mich ist bei einer detaillierten Kritik wichtig, ob der Kritiker genug Erfahrung hat, eine fundierte Meinung zu äussern. Natürlich nehme ich auch ein "Das Bild sagt mir nichts" von einem Anfänger entgegen, das bringt mich aber nicht weiter. Ich erlebe immer wieder (insbesondere in einer anderen, recht bekannten "FotoGemeinschaft") Kritiken, die entweder vollkommen sinnfrei sind ("Schöne Schärfe" hatte ich schon mehrfach - danke, dafür habe ich eine Kamera), oder von Leuten geäussert werden, die ausser ein paar Knipsbildchen selbst nichts vorzuweisen haben. Da tue ich mich dann schwer, einen Rat anzunehmen.

Wenn ich Bildkritik äussere, bemühe ich mich um sachdienliche, hilfreiche Kritik und um eine positive Formulierung. Fällt mir zu einem Bild so gar nichts ein, was es retten könnte, halte ich mich (ähnlich wie Wolf) zurück.

Sehr hilfreich ist nach meiner Erfahrung die Blindkritik. Es werden Bilder gezeigt, der Fotograf aber nicht genannt. Der Urheber darf sein Bild auch nicht "verteidigen", nur zuhören. Dadurch, dass man in der Regel nicht weiß, wem man gerade auf den Fuß tritt, kommen interessante Ansichten zutage, positiv wie negativ. Es setzt allerdings voraus, dass die Kritiker sachkundig und die Teilnehmer lernwillig sind.

Grüße

Matthias
 
Sehr hilfreich ist nach meiner Erfahrung die Blindkritik. Es werden Bilder gezeigt, der Fotograf aber nicht genannt. Der Urheber darf sein Bild auch nicht "verteidigen", nur zuhören. Dadurch, dass man in der Regel nicht weiß, wem man gerade auf den Fuß tritt, kommen interessante Ansichten zutage, positiv wie negativ. Es setzt allerdings voraus, dass die Kritiker sachkundig und die Teilnehmer lernwillig sind.
Leider erlaubt das die Copyright-Lage nicht, aber ich würde nur zu gerne mal ein Bild der alten Meister wie Edward Steichen oder Edward Weston einstellen und zuschauen, was passiert... :D

Gruß
Wolf
 
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