Moin Gernot,
Allerdings widerspricht sich deine Aussage bezüglich RAW + HDR mit den Erkenntnissen von Dirk...der meint HDR+RAW wäre nicht möglich.
So isses, die K-30 und die K-5 und die K-5II können kein RAW bei der HDR-Funktion mit den drei Belichtungen zusammenrechnen, eine K-3 kann das jedoch. Deshalb wird es kompliziert wenn man die Unterschiede nicht berücksichtigt
Zu HDR erst mal vorweg - normalerweise brauchst Du keine Belichtungsreihe wenn man den Begriff mal zerlegt, denn HDR soll ja High Dynamic Range bedeuten und bisher ist keine einzige Kamera in der Lage so ein HDR-Foto tatsächlich zu erstellen, denn theoretisch ist alles, was man Druckt, auf TFT sieht etc. garnicht HDR sondern LDR. Ist zwar jetzt Begriffsgebrösel, ist aber nun mal so, dass die Hersteller diesen Begriff nutzen weil der Ottonormalverbraucher eben unter HDR solche Effektfotos kennt.
Im Prinzip ist es eine einfache Art der
Kontrastumfangserhöhung und das nennt sich in
Neufotografisch denn mal DRI - das bedeutet jetzt nicht Dirty Rotten Image, sondern Dynamic Range Increase und ist ganz simpel zu erledigen:
1. Foto machen mit normaler Belichtung oder etwas Unterbelichtung - hier mal ein Schnellschuß aus der Altstadt in Hattingen:
2. Lightroom Entwicklungsmodus (geklammert die gewählten Werte aus dem Beispiel):
- Belichtung etwas korrigieren 1 (+0,25) -> bringt einem Grundhelligkeit in´s Foto
- mit dem Regler die Lichter reduzieren 2 (-45) -> erzeugt mehr Zeichnung und Details in den hellen Stellen
- mit dem Regler die Tiefen stark aufhellen 3 (+100) -> erzeugt mehr Zeichnung und Details in den hellen Stellen
- Weißpunkt reduzieren 4 (-41) -> verbessert minimal die ausgefressenen Lichter (Lampen)
- Schwarzpunkt reduzieren 5 (-9) -> reduziert den matten Effekt, den die aufgehellten schwarzen Bereiche bekommen haben
So erreicht man schon mal den DRI-Effekt, nämlich die Zeichnung in den Tiefen zu erhöhen, also quasi Stellen, die vorher schwarz waren haben nun Struktur.
- Klarheit nach Geschmack erhöhen 6 (+75) -> das bringt den plastischen Effekt der mehr oder weniger plakativ wirkenden "HDR-Bilder"
- Sättigung verstärken 7 (+22) reduziert den Eindruck der etwas matten Darstellung ein wenig und hilft noch etwas plakativer zu wirken.
Der Nachteil dieser Methode liegt ausschließlich in den sehr hellen Stellen, wo die Glühbirnen alles überstrahlt haben (
8) denn dort ist die Helligkeit gegenüber zur dunkelsten Stelle im Ursprungsfoto derart hoch, dass es keine Möglichkeit gibt das aus einem einzigen Foto der K-30 oder K-5 oder K-5II (die sind ja weitgehend identisch im Umfang), also einem RAW mit etwa 12-14 EV, noch herauszuholen.
Das sieht dann im Detail so aus:
Das Beispiel hier zeigt ziemlich genau
zwei drei Tatsachen auf:
1. Ein dämliches Foto um sowas zu demonstrieren, hatte aber kein anderes

2. DRI geht ohne Belichtungsreihe, wenn man nicht wesentlich über 12-14 EV im Foto verbuddelt hat
3. DRI geht nur mit Belichtungsreihe wenn man wesentlich mehr als 12 EV in den zwei oder mehr Fotos erreichen
muss.
Wenn es um HDR geht und die Verrechnung per Software kann man gut einmal Freeware ausprobieren und schauen, wie sich die verhält, wenn es nur darum geht eine möglichst natürliche Abbildung dessen zu schaffen, wie es das Auge auch in etwa gesehen hat, dann reicht Lightroom oft schon aus.
Soviel aus meinem Nähkästchen - vielleicht hilft´s ja weiter
