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M7 oder M6 TTL die Qual der Wahl

Keule

Mitglied
Mitglied seit
11 Jan 2008
Beiträge
23
Hallo Ihr Lieben,

nach 6 Monaten Leica CM macht mir das Spiel mit der analogen Fotografie wieder richtig Spaß - und weckt die Begehlichkeiten nach einer M Leica.

Im Forum konnte ich schon vieles lesen, was für mich interessant ist.

So weiss ich als Brillenträger, dass es für meine Ansprüche eine 0,58er oder eine 0,72er Suchervergrößerung sein wird. (Ich möchte mit Objektiven im Bereich 28mm bis 50mm, evtl. auch 75mm hantieren).

Mein Favorit ist die M7 - hier schreckt mich allerdings der Preis in Höhe von 3800,- Euro für die Kamera inkl. das 50er Objektiv zurück. Das möchte ich mir als bald 2facher Familienvater und bei meiner aktuellen Auftragssituation zur Zeit nicht erlauben.

Deshalb schaue ich auch in Richtung M6TTL - mit dem Wissen, dass es ein Kompromiss wäre (weil ich auf die Zeitautomatik der M7 "scharf" bin). Allerdings sind die Gebrauchtpreise der M6 in Bereichen zw. 1100 und 1400 Euro wesentlich eher realisierbar. inkl. 50er Objektiv liege ich hier vermutlich immer noch unter der für mich magischen 2000er Marke.

Lange Rede - Kurzer Sinn:
Ich erhoffe mir an dieser Stelle Hinweise, Tips, Pro/Kontras zur Entscheidungsfindung.

Und eventuell auch das eine oder andere Verkaufsangebot von Euch.

Ich Grüße Euch, Maik
 
Hallo,
wenn die Zeitautomatik ein Muß für dich ist würde ich die M7 kaufen (manchmal gebraucht zu bekommen, aber relativ teuer). Ich fotografiere seit Jahren mit meiner M6 TTL (als Brillenträger mit Hang zu Weitwinkelobjektiven 21-35 mm mit Suchervergrößerung 0.58). Diese ist für mich optimal und habe noch nie eine Automatik vermißt. Für längere Brennweiten kann man ja noch die Sucherlupe aufschrauben (leider umständlich).

Gruß
Dieter
 
Hallo Maik,

ich habe eine M6 (classic)(0,72x) (mit Sucherlupe 1,25x) und eine M7 (0,85x), obwohl ich Brillenträger bin.

Falls du nur mit Weitwinkel fotografieren willst, ist die M6 mit 0,58x das beste. Aber ich kann dir garanieren, dass du nicht nur bei Weitwinkel bleibst. Die wichtigste Brennweite bei der M ist die 50er gefolgt von der 35er. Wenn du dir (vielleicht später einmal) ein hochlichtstarkes Objektiv zulegen willst, ist der 0,58x-Sucher zu klein, um schnell und präzise zu fokussieren.

Die M7 mit dem Zeitautomaten bietet dir nur Vorteile, wenn du Streetfotografie machen willst, dann sind die Vorteile allerdings riesengroß.

Ich würde mir übrigens nur das Gehäuse neu kaufen. Das aktuelle Summicron-M 2/50mm gibt es seit 1979, da dürfte es nicht schwer sein, es für etwa € 500,- bei Ebay in einem guten Zustand zu erwerben.

Gruß Jochen
 
Lieber Maik,

Ich hatte sie, bin aber nicht klargekommen (vielleicht auch aus Gewohnheit, da M6 / Leica CL mit Vollmechanik). Es hilft nur testen!!!

Zu Staerken und Sachwaechen hatte ich einiges geschrieben; andere sahen anderes. Schwachpunkt ist m.E. die lange Einschaltzeit bis zum ersten Bild. Ferner haben nicht alle Modelle den verbesserten (M4!!) Sucher.Als: Ausleihen und vergleichen, mein Rat.

Gruesse, Giselher.
 
Zitat Giselher:..Schwachpunkt ist m.E. die lange Einschaltzeit bis zum ersten Bild. Zitat Ende

??? das verstehe wer will, ich versteh es nicht.
Die M7 ist doch keine Digiknipse, bei der erstmal der ganze Summs an Software hochgefahren werden muß. Bei der M7 geht es doch auch so: einschalten und fotografieren
Gruß Jörg
 
Bei M6: Ausloesen. Bei M7: einschalten, ca. 1 sec. (Erinnerung) blinkende L&e, dann erst Ausloesung moeglich.
 
Bei dem Vorsatz zum Fotografieren, schaltet man sofort die Kamera ein und lässt sie eingeschaltet. Dann kann man bei Bedarf sofort auf den Auslöser drücken und hat bei der M7 sofort die richtige (oder fast, je nach Situation) Belichtung. Da muss ich doch widersprechen, Giselher. Bei der M6 muss zuerst noch die Belichtung kontrolliert werden....., fokusiert und dann geht es los...

Ein Zeitautomatik ist auf jeden Fall schneller.

LG Annelies
 
Ich bin zwar mit der R etwa um 200 % schneller als die meisten M-User die ich kenne
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, das hat aber IMO nicht wirklich mit der Zeitautomatik zu tun. Ich brauche auch mit einer sl2 nicht länger.

Gruß vom See

Klaus
 
Ich bin mit meiner M6 Classic (ohne TTL)und mit dem originalen Sucher (0,72?) 4 Tage durch Istanbul getigert. Hatte nur ein 2/35 Summicron dorthin mitgenommen und mit BW 400 CN fotografiert. Die Kamera hab ich voreingestellt, d.h. je nach Lichtverhältnissen die Zeit/Blendenkombi. Es gab keinerlei Verzögerungen oder lange Einstellzeiten. Das Ding einfach draufgehalten, scharf gestellt und abgedrückt. Eine M7 braucht man dafür nicht. Es geht alles.
Das einzige Problem: Meine Frau vermisst die Farbe. Nächstes mal.

Grüße
Gerry
 
Hallo Maik,

jetzt hast Du wieder einen tollen Querschnitt von verschiedenen Meinungen, bei denen jeweils der Verfasser denkt er hat die einzig wahre...

Die Gegend um Erlangen ist leider hier Forumsmässig m. W. dünn besiedelt. Eine M6 oder M7 kann ich Dir auch leider nicht zum Probieren anbieten, ich hab nur "richtige" Leicas
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Mein Dealer hat mehrere von beiden im Schaufenster, schau doch mal in Deiner Ecke etwas rum, da sollte das Angebot eigentlich besser sein als hier am Ende von Deutschland. Wenn der Händler was taugt kannst Du auch beide mal ausgiebig testen - dann weißt DU (und nicht irgendjemand anders) was Dir am besten liegt. Möglicherweise sagt Dir dann beide nicht zu und Du denkst lieber über eine M3 oder eine R8 oder eine Nikon F3 oder oder oder nach
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Gruß vom sonnigen Bodensee

Klaus
 
Dass eine R-Leica auch eine tolle Kamera ist, Klaus, weiß ich ich aus familiären Erfahrungen. Ich liebe meine M-Leicas, weil ich die Art der Fotografie so sehr mag. Ich hatte das vor kurzem schon einmal gesagt. Nun aber (auch das habe ich in diesem Forum schon öfter gesagt) ein kurzer Vergleich zwischen M6 und M7, der aus eigenen Erfahrungen resultiert.

Wenn ich mit der M6 Streetfotografie machen möchte, kann es sein, dass ich meine Belichtung nicht vorher eingestellt hatte. Da sich die Blenden kontinuiertlich, die Zeiten aber nur diskontinuierlich einstellen lassen, tendiere ich bei der Nachjustierung eher dazu, die Blende nachzustellen als die Verschusszeit. Dadurch tendiere ich leicht dazu, bei einer zu offenen Blende zu fotografieren. Bei der M7 kann mir das nicht pasieren. Bei Streetfotografie habe ich mein Objektiv in der Regel auf eine offene Blende eingestellt, so dass ich nicht nachjustieren muss.

Nach meiner Erfahrung erleichtert das enorm.

Gruß Jochen
 
Jochen, ich hätte wetten können, daß Du das komentieren mußt!
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Du weißt ja, wie ich es gemeint habe. Und was die M angebt, denk an mich wenn Du Dein 90iger loswerden willst
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Gruß vom See

Klaus
 
Hallo,
ich will hier als "Blinder" (da ich weder die M6 noch die M/ habe) keine Farbberatung machen, aber wenn ich mir dereinst eine M zulege (was ich sicher irgendwann mache) und da ich gerne und zunehmend Streetphotographie mache (wofür die M ja gerade gut geeignet ist), werde ich wohl die M7 nehmen. Bei Anwendungen, bei denen man Muße hat, die Kamera optimal einzustellen, kann man die Zeitautomatik ja abschalten. So mache ich's mit meiner R ja auch. Wer richtig gut ist (siehe Meyerowitz, oder HCB, der schon Belichtungsmesser verachtete), der kann's natürlich auch mit einer MP oder IIa...
Gruß,
Nils
 
...M7-Messung erst nach Aktivierung durch Antippen - dto bei TTL-Blitz: ohne Aktivierung keine Ausfuehrung, leider. War enttaeuscht, weil ich mir echte Zeitautomatik mit Visoflex erhoffte (Ablauf Messung zu traege). Automatikvorteil wurde schon schon oft besprochen vs. Nachteil bei Weitwinkel oder Gegenlicht. Gruesse!
 
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr!
Zunächst zur M7: die "Gedenksekunde" nach dem Einschalten ist bewußt geschaffen worden. In dieser Zeit wird nämlich im Sucher die Filmempfindlichkeit der eingelegten Filmpatrone angezeigt. So kann man feststellen, daß überhaupt ein Film eingelegt ist und auch dessen ASA-Zahl. Das finde ich äußerst wichtig, denn es stellt eine Erinnerungstütze dar (nicht nur im Demenzfall nützlich
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).
Ein abschaltbarer Zeitautomat kann per se eigentlich nur vorteilhaft sein. Dieser -Jochen erwähnte es- erlaubt eine STUFENLOSE Belichtungszeit bei Beibehaltung der vorgewählten Blende, also auch bei voller Öffnung. Die manuelle Zeiteinstellung kann leider nur in ganzen Stufen erfolgen. So ist es mir schon passiert, daß ich von der gewählten vollen Öffnung wieder um eine halbe Blende abweichen mußte, ärgerlich. Das sind alles Dinge, die erst im Umgang klar werden, besonders, wenn man mit Umkehrfilm arbeitet.
Jetzt noch eine Frage an Giselher: Um zu messen, muß sowohl bei der M6 als auch bei der M7 angetippt werden, oder wie war Deine Anmerkung zu verstehen?

Grüsse, Wolfram
 
Viele Dank Euch allen für die Antworten und Erfahrungen!

Ich hatte bisher 2x eine M6 in der Hand und vor dem Auge, habe den 0,72er Sucher mit 35mm Objektiv bedient - es hat mir gefallen. Besonders das Fokussieren erschien mir recht einfach.

@Giselher,
ich denke, dass das separate Einschalten der M7 sowie das Aktivieren der Belichtungsmessung durch Antippen für mich kein Problem ist. Mache ich jetzt auch bei meiner "kleinen" Leica CM.

@Klaus, zu Deinem Beitrag Nr-942:
Es gibt einen Händler in Nürnberg, www.shphoto.de . Der hat einige Gebrauchte Sachen vorrätig, ist aber auch offizieller Leica Partner. Bis dahin sind es ca. 20km, also fast um die Ecke bei mir.

Ich tendiere nach wie vor zur M7 - weil ich glaube, damit besser zurechtzukommen.

Ich freue mich auf weitere Beiträge und werde die Gebrauchtecke im Auge behalten.

Bis später & liebe Grüße,
Maik
 
......meine M7 ist tiefschwarz, 0.72 und verfuegbar...warte nur noch auf ne ansage von peter und danach muss sie auf ebay oder einen dritten der interesse hat.

man kann mit vielen kameras tolle bilder machen ;-)

gruss ruediger
 
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