Qniemiec
Kennt den Türsteher
Vertrackte Dreierbeziehungen
Genau! Wenn man das Wechselverhältnis mehrerer Variablen, die sich womöglich auch noch in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben, studieren will, ohne dabei 'nen Vogel zu kriegen, muss man sich auf das Wechselspiel von jeweils zweien konzentrieren und alle übrigen erstmal als konstant betrachten.
Die Komplettierung des og. Wikipedia-Satzes wären dann zB. folgende Beobachtungen:
Die Sache ist nämlich die, dass die Lichtausbeute einer bestimmten Blende sich - Vorsicht, jetzt kommt ein Kartong! - aus dem Kehrwert des Quadrats des Blendenwerts ergibt, also in allergrößter Verkürzung: Große Zahl - kleines Loch im Strahlengang des Objektivs - wenig Licht, kleine Zahl - großes Loch im Strahlengang des Objektivs - viel Licht. Und für die mathematisch Interessierteren mit einem Zahlenbeispiel: Blende 2,8 liefert wegen 1/2,8² = 1/8 etwa doppelt soviel Licht wie Blende 4 mit 1/4² = 1/16. Wenn Ihr Euch die Zahlen auf dem klassischen Blendenring einmal näher anseht, werdet Ihr erkennen, dass das allesamt Potenzen von √2 = 1,4142... sind: 1.4, 2, 2.8, 4, 5.6, 8 usw. usf., und mit jedem dieser Werte halbiert sich dann auch die Lichtmenge.
Womit auch klar wird, warum, wenn ich die Blende von 2,8 auf 4 zudrehe und damit nur noch die Hälfte des Lichts in die Kamera lasse, ich zwangsläufig auch entweder die Belichtungszeit verdoppeln muss, oder aber einen doppelt so empfindlichen Film nehmen, im Fall einer Digitalkamera also einen doppelt so hohen ISO-Wert.
Wenn ich hier schließlich von ISO-Werten als digitalem Synonym der guten alten "Filmempfindlichkeit" spreche, wird damit vielleicht auch klar, was es mit dem "Rauschen" auf sich hat... Krude gesagt, bekommt so ein Sensor dann halt irgendwann Visionen, sieht er Farbpunkte, wo gar keine sind. So wie Leute, die man in einen schalltoten Raum sperrt, auch irgendwann von sich aus irgendwelche Melodien oder Stimmen zu hören glauben. Entsprechung dieses Effekts beim klassischen Schwarzweiß-Film war das "Korn": Wenn nur noch sehr wenig Licht zur Belichtung des Films ausreichen sollte, züchtete man die lichtempfindliche Schicht halt so, dass die wenigen belichteten Silberkörnchen dafür entsprechend größer und irgendwann als kleine schwarze (oder beim Farbfilm bunte) Körnchen sichtbar wurden.
Womit ich hoffe, allen, die nicht schon das Verständnis-Handtuch geworfen haben, ein wenig Aufklärung gebracht zu haben ;-)).
Man liest sich,
QN
aus Wiki: "Ein Weitwinkelobjektiv mit einer kürzeren Brennweite erzeugt, bei gleicher Gegenstandsweite, eine größere Schärfentiefe als ein Teleobjektiv mit einer langen Brennweite".
Das gilt aber nur bei gleicher Blende!
Genau! Wenn man das Wechselverhältnis mehrerer Variablen, die sich womöglich auch noch in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben, studieren will, ohne dabei 'nen Vogel zu kriegen, muss man sich auf das Wechselspiel von jeweils zweien konzentrieren und alle übrigen erstmal als konstant betrachten.
Die Komplettierung des og. Wikipedia-Satzes wären dann zB. folgende Beobachtungen:
- "Ein Objektiv mit geschlossener Blende erzeugt, bei gleicher Gegenstandsweite, eine größere Schärfentiefe als dasselbe Objektiv mit offener Blende."
- "Ein Weitwinkelobjektiv mit offemer Blende erzeugt, bei gleicher Gegenstandsweite, dieselbe Schärfentiefe wie ein Teleobjektiv mit geschlossener Blende." usw. usf.
Die Sache ist nämlich die, dass die Lichtausbeute einer bestimmten Blende sich - Vorsicht, jetzt kommt ein Kartong! - aus dem Kehrwert des Quadrats des Blendenwerts ergibt, also in allergrößter Verkürzung: Große Zahl - kleines Loch im Strahlengang des Objektivs - wenig Licht, kleine Zahl - großes Loch im Strahlengang des Objektivs - viel Licht. Und für die mathematisch Interessierteren mit einem Zahlenbeispiel: Blende 2,8 liefert wegen 1/2,8² = 1/8 etwa doppelt soviel Licht wie Blende 4 mit 1/4² = 1/16. Wenn Ihr Euch die Zahlen auf dem klassischen Blendenring einmal näher anseht, werdet Ihr erkennen, dass das allesamt Potenzen von √2 = 1,4142... sind: 1.4, 2, 2.8, 4, 5.6, 8 usw. usf., und mit jedem dieser Werte halbiert sich dann auch die Lichtmenge.
Womit auch klar wird, warum, wenn ich die Blende von 2,8 auf 4 zudrehe und damit nur noch die Hälfte des Lichts in die Kamera lasse, ich zwangsläufig auch entweder die Belichtungszeit verdoppeln muss, oder aber einen doppelt so empfindlichen Film nehmen, im Fall einer Digitalkamera also einen doppelt so hohen ISO-Wert.
Wenn ich hier schließlich von ISO-Werten als digitalem Synonym der guten alten "Filmempfindlichkeit" spreche, wird damit vielleicht auch klar, was es mit dem "Rauschen" auf sich hat... Krude gesagt, bekommt so ein Sensor dann halt irgendwann Visionen, sieht er Farbpunkte, wo gar keine sind. So wie Leute, die man in einen schalltoten Raum sperrt, auch irgendwann von sich aus irgendwelche Melodien oder Stimmen zu hören glauben. Entsprechung dieses Effekts beim klassischen Schwarzweiß-Film war das "Korn": Wenn nur noch sehr wenig Licht zur Belichtung des Films ausreichen sollte, züchtete man die lichtempfindliche Schicht halt so, dass die wenigen belichteten Silberkörnchen dafür entsprechend größer und irgendwann als kleine schwarze (oder beim Farbfilm bunte) Körnchen sichtbar wurden.
Womit ich hoffe, allen, die nicht schon das Verständnis-Handtuch geworfen haben, ein wenig Aufklärung gebracht zu haben ;-)).
Man liest sich,
QN