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Tipps zu NAS?

Moin,

nein. Zumindest kannst Du keine Daten davon übernehmen. Das NAS ist ja keine exakte Kopie der internen Platte. Außerdem kann man eine Platte aus einem RAID-Verbund nciht einzeln ohne RAID-Controller benutzen.

Grüße,

Heiner
 
Hallo Franky,

Du läufst glaube ich in die falsche Richtung ;) Versuchen wir es mal von Anfang an:

Auf Deinem lokalen PC befinden sich Betriebssystem, Programme und Daten.
Für den Fall, daß Du infolge eines Software (z.B. Virus), Hardwarefehlers (z.B. Plattencrash) oder Bedienerfehler (z.B. löschen von noch benötigten Daten) nicht mehr arbeitsfähig bist / Daten verlierst empfiehlt es sich diese Daten mit einem Backup-Programm regelmäßig auf externen Datenträgern zu sichern.

Ein NAS-System speichert Daten (Texte, Bilder,) angeschlossen über ein Kabel oder auch Kabellos (WLAN, geringere Geschwindigkeit), wenn benötigt auch für mehrere Nutzer und/oder Endgeräte zugänglich. Natürlich besteht auch die Möglichkeit (und es ist dringend empfohlen) diese Daten extern auf einem anderen Laufwerk zu sichern.

Du kannst die Daten von Deinem lokalen PC auf ein NAS-System sichern.

Um sich gegen Plattenfehler zu schützen, gibt es Systeme mit mehreren Platten (RAID 1-5) in unterschiedlichen Sicherheitsstufen. Dies wird i.d.R. nur bei NAS-Systemen und praktisch nie bei lokalen PC's gemacht.

Wenn ich das richtig interpretiere, dann möchtest Du eine Platte bei einem Fehler vom NAS-System ausbauen und zum sofortigen weiterarbeiten in den PC einbauen. Dies geht nicht - Du würdest die Daten verlieren.

Wenn Deine Festplatten im PC ausreichende Kapazität haben, dann lautet - unter dem Gesichtspunkt einfacher Handhabung für einen Laien - meine Empfehlung, zwei externe HDD in mindestens gleicher Größe wie die Festplatte zu kaufen.
Eine Platte im Haus für die laufenden Sicherungen, eine außer Haus um bei Diebstahl und Brand nicht vor dem vollständigen Verlust aller Daten zu stehen.
 
Also mein gesamtes Betriebssystem ist dann gesichert, wenn meine PC-Festplatte die Hufe hoch macht, geht ohne wenn und aber mit einer Festplatte aus der NAS weiter ?
Um ein komplettes Betriebssystem zu sichern bedarf anderer Wege als nur einfach auf das NAS zu übertragen. Nein, die Festplatte kann nicht im PC gebootet/verwendet werden.

Und wenn die Platte im PC kaputt geht kann ich eine aus der NAS im PC einbauen ?
Nein, das geht nicht.
 
Moin,

Wenn Deine Festplatten im PC ausreichende Kapazität haben, dann lautet - unter dem Gesichtspunkt einfacher Handhabung für einen Laien - meine Empfehlung, zwei externe HDD in mindestens gleicher Größe wie die Festplatte zu kaufen.
Eine Platte im Haus für die laufenden Sicherungen, eine außer Haus um bei Diebstahl und Brand nicht vor dem vollständigen Verlust aller Daten zu stehen.

Aber auch in dem Fall gilt, dass man die externe Platte nicht einfach im PC einbauen kann, falls die Platte dort mal kaputt geht. Man muss also in einem solchen Fall eine neue Platte kaufen, das Betriebssystem installieren und anschließend das Backup wieder einspielen. Vielleicht gibt es für Windows auch Programme, die die komplette Installation aus dem Backup wieder herstellen können, so wie das bei Apple mit TimeMachine der Fall ist.

Ansonsten denke ich, dass in der Handhabung zwischen NAS und externer Platte kein Unterschied ist. Einstöpseln und tut.

Grüße,

Heiner
 
Ihr merkt schon, ich habe das nicht so drauf.
Warum kann das Backup nicht auch auf die NAS sein ?
 
Moin,

selbstverständlich kann das Backup auf dem NAS sein. Backup heißt aber hier nicht, dass die Dateien alle in exakt der selben Weise auf dem NAS liegen, wie im Original. Normalerweise macht man ein "echtes" Backup mit einem Backup-Programm. Dieses sichert in bestimmten Zyklen immer nur die geänderten Dateien. Dabei werden aber mehrere Generationen gehalten. Du kannst also auch eine ältere Version einer Datei wieder zuück spielen. Im Ergebnis heißt das, dass die Datenstruktur im Backup sehr vom jeweiligen Backup-Programm abhängt. Und normalerweise kann man ohne dieses Programm nichts aus dem Backup wieder herstellen.

Wo ein Backup aber liegt - ob auf einer internen Platte, einer externen, oder einem NAS - spielt aber keine Rolle.


Grüße,

Heiner
 
Aber auch in dem Fall gilt, dass man die externe Platte nicht einfach im PC einbauen kann, falls die Platte dort mal kaputt geht.
Wenn das bei mir noch nicht deutlich genug war - hast natürlich recht.

Man muss also in einem solchen Fall eine neue Platte kaufen,
Genau

das Betriebssystem installieren
Falsch

und ...das Backup wieder einspielen. Vielleicht gibt es für Windows auch Programme, die die komplette Installation aus dem Backup wieder herstellen können, so wie das bei Apple mit TimeMachine der Fall ist.
Ja - es gibt "Bordmittel" (da kenne ich mich nicht aus) und viele zusätzliche Programme Bsp. "Acronis True Image" (welches wir einsetzen).


Ansonsten denke ich, dass in der Handhabung zwischen NAS und externer Platte kein Unterschied ist. Einstöpseln und tut.
EINSPRUCH - wegen der aufgrund der Fragestellung vermuteten sehr geringen EDV-Ktn. ist NAS für "Franky" nach meiner Überzeugung nicht geeignet. Für ihn ist m.E. eine USB-Festplatte die richtige Lösung.
 
Ein USB habe ich ja schon und da kommt auch immer das Windows Backup drauf und meine RAW Bilder.
 
Liege ich richtig mit meiner Annahme, dass ein NAS nur hilfreich ist, wenn ich einen Festplattenfehler habe. Ein Virus würde sich doch automatisch auf alle verbundenen Festplatten ausbreiten???
hauli
 
Hallo Hauli

Ein NAS hat folgende Vorteile:

1. Schnellerer Zugriff
2. Höhere Datensicherheit
3. Zugriffsmöglichkeit im Netzwerk von verschiedenen Rechnern aus

(1. und 2. abhängig vom RAID-Level (=Art der Datenverteilung über die einzelnen Disken), der darauf gefahren wird. Ausserdem bringt es nur etwas, wenn mindestens 2 Disken enthalten sind).

Viele Grüsse
Jörg
 
Ein Virus würde sich doch automatisch auf alle verbundenen Festplatten ausbreiten???

Hallo Hauli,

das kann man aus meiner Sicht nicht so pauschal sagen, da Du "Virus" hier quasi als Oberbegriff verwendest und es da ganz verschiedene gibt. Vielleicht hilft das: Ein RAID-System speichert eine Datei (identisch) ggf. an mehreren Orten. Ist diese Datei mit einem Virus versehen gibt es keine "saubere" Kopie aus diesem System. Deshalb für rudimentäre Sicherheit:
.... Eine Platte im Haus für die laufenden Sicherungen, eine außer Haus um bei Diebstahl und Brand nicht vor dem vollständigen Verlust aller Daten zu stehen.
Dies hat den Vorteil, daß man auf die "Außer-Haus-HDD" zurückgreifen kann,

Epfehlenswert ist mit Hilfe von BU-Software
- Tägliches Differenz-Backup (veränderte Dateien, sowohl Daten als auch Betriebssystem) auf eine an ein NAS-Raid 1 (2 x HDD) angeschlossene USB-HDD (oder ein weiteres NAS). Steigerung: Die USB-HDD wird nur dann mit dem Netz (sowohl Daten als auch Strom) verbunden wenn das BU läuft.
- Je nach Wichtigkeit und Datenmenge alle 1/2/3 Wochen BU auf eine seperate USB HDD welche außer Haus gelagert wird.
Dafür braucht man dann 3 x USB-HDD und 1 x NAS (oder 2 x NAS + 2 x USB).
 
Was diese Netzwerkgeschichten angeht bin ich - anscheinend genau wie Frank - wohl als DAU zu betrachten. Derzeit machen wir zu Hause unsere Sicherung auf die Time Capsule über Time Machine. Deren Kapazität wird aber für die 2 - 3 Rechner im Haushalt bald nicht mehr ausreichen, wenn die internen Festplatten immer voller werden. Insofern habe ich auch mal über eine andere Möglichkeit nachgedacht, die Daten zu sichern.

Welchen Vorteil bringt mir so ein NAS-System, gemessen auch an den anfallenden Kosten? Theoretisch könnte ich ja auch per Kabel eine externe Festplatte an jeden Rechner hängen, auf die die Time-Machine sichert. Aber dann habe ich ja "nur" eine Sicherung und auch noch einen Port belegt. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann ich aber im NAS zwei oder mehr Platten betreiben, die sich spiegeln oder wo die Daten zweimal drauf geschrieben werden. Krieg ich denn sowas als Laie auch installiert? Das hört sich so kompliziert an.
 
Marc, vielen Dank für Deine Links. Ich habe erst einmal nur kurz reingesehen. Auf den ersten Blick schreckt mich das leider eher ab, als es weiterhilft. Ich will nicht noch ein Zweitstudium aufnehmen müssen. ;) ;) ;)
 
Marc, vielen Dank für Deine Links. Ich habe erst einmal nur kurz reingesehen. Auf den ersten Blick schreckt mich das leider eher ab, als es weiterhilft. Ich will nicht noch ein Zweitstudium aufnehmen müssen. ;) ;) ;)

Mich hat es nicht abgeschreckt, die Standards scheinen auch für den DAU recht einfach zu sein.
Was da noch alles geht wird sich entwickeln oder auch nicht.
 
Moin,

Krieg ich denn sowas als Laie auch installiert? Das hört sich so kompliziert an.

Auf den ersten Blick schreckt mich das leider eher ab, als es weiterhilft. Ich will nicht noch ein Zweitstudium aufnehmen müssen. ;) ;) ;)

Eigentlich ist das alles kein großes Problem. Die NAS haben in der Regel alle eine Konfigurations-Oberfläche, die per Webbrowser betrieben wird. Ich selbst verwende Synology und bin damit sehr zufrieden. An Deiner Stelle würde ich ein vorgefertigtes NAS kaufen, also eines, in dem die Platten bereits eingebaut sind. Dann heißt es auspacken, ans Netz anschließen, einschalten und anschließend die entsprechende URL im Browser aufrufen. Dort muss dann das NAS in der Regel erst initialisiert werden. Du kannst normalerweise zum Beispiel die RAID-Konfiguration einstellen. Bei einem NAS mit zwei Platten stellen sich da zwei Möglichkeiten: RAID 0 und RAID 1. RAID 0 ist aber für Backup nicht zu empfehlen. Da wird dann nämlich nichts gespiegelt, sondern die Daten gleichmäßig auf beide Platte verteilt. Ergebnis: Wenn EINE Platte ausfällt, sind ALLE Daten weg.

Also RAID 1 nehmen.

Das Initialisieren dauert eine Weile, vor allem, wenn man das Ergebnis noch prüfen läßt, was durchaus zu empfehlen ist. Das kann man getrost über Nacht laufen lassen.

Dann kann man normalerweise noch Shares für die Nutzer anlegen, oder auch für TimeMachine. Anschließend muss man nur noch TM sagen, wo es die Backups hinlegen soll.

Es ist richtig, dass ein NAS mehr kostet als eine einfache externe Platte. Man sollte aber bedenken, dass die Festplatten, die in dem NAS eingebaut sind, für Dauerbetrieb ausgelegt sind. Dadurch sind sie wesentlich langlebiger als irgendwelche "normalen", billigen Festplatten.

Grüße,

Heiner
 
... Ich will nicht noch ein Zweitstudium aufnehmen müssen. ;) ;) ;)

Dann mal ein ganz anderer Vorschlag, beginnend mit einer Frage: Hast Du Dir Deinen Router schon mal näher "angesehen" ?

An meine "Fritz-Box" kann ich via USB eine externe HDD anschließen und somit allen im Netz zugänglich machen. Dies gilt zumindest unter "Windows" - vermute aber, daß es mit MAC in gleicher Weise geht.

Da es mich interessiert hat, habe ich ganz kurz "gebingt" und festgestellt, daß es anscheinend auch Platten mit USB Anschluß
http://www.lindy.de/USB-SATA-eSATA-Dockingstations.htm?websale8=ld0101&ci=5006
auch für 2 HDD gibt:
http://www.lindy.de/USB-3-0-Docking...tplatten.htm?websale8=ld0101&pi=43112&ci=5006
Das würde ich mir an Deiner Stelle mal näher ansehen. Hätte auch im Hinblick auf die Kosten einen interessanten Aspekt, da einfach erweiterbar und auch für externe Sicherheitskopie eine praktische Lösung.
 
Habt vielen Dank für Eure Hilfestellung. Ich muss das Problem sowieso grundsätzlicher angehen, da im nächsten Jahr ein Hausbau ansteht und wir entscheiden müssen auf Kabel und/oder WLAN zu setzen. Davon und von den geänderten Räumlichkeiten werden sicherlich die weiteren Entscheidungen beeinflusst.
 
... wir entscheiden müssen auf Kabel und/oder WLAN zu setzen....

muss man sich da wirklich entscheiden? Meine Wenigkeit hat überall 10 Gigabit Kabel verlegt. Im Altbau ;) In einem Neubau und bei vielleicht 300 über WLan vs ganz sicher 1.000 über das Kabel (und in Zukunft 10.000) gibt es da doch wohl nicht wirklich Diskussionsbedarf...

Gruß vom See

Klaus
 
Wenn ich noch mal ein Haus bauen würde, dann ohne wenn und aber wie Klaus vom See über Kabel.
 
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