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Welche Filme und Filter

ann

Mitglied
Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
20
Hallo,

ich fahre im April n


Hallo,

ich fahre im April nach Kroatien in den Nationalpark Plitwitzer Seen. Könnt Ihr mir für diese oder natürlich auch allgemein für Landschaftsaufnahmen Filme und Filter empfehlen?

Über Antworten und Erfahrungsberichte würde ich mich freuen.

Viele Grüße

Ann
 
Hallo Andrea,
ich kann Dir nu


Hallo Andrea,
ich kann Dir nur empfehlen, mit Diafilmen zu arbeiten. Es macht einfach viel Freude, das Fotografierte in der Projektion nochmals zu genießen (gerade auch mit anderen). Diafilme sollten allerdings idealerweise mit hochwertigen Objektiven (Zeichnung, Kontrast, Lichtstärke etc.) belichtet werden. Ich habe gute Erfahrungen mit Agfa RSX 50, 100 und mit Kodak Elitechrome 100 gemacht. Letzterer hat ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Die Profifilme von Kodak (Ektachrome) und Fujichrome (Velvia, Astia) sind sicherlich top, aber auch recht teuer. Zum Üben und zum "Verschießen" kann ich auch den qualitativ ganz passablen und preisgünstigen Amateurfilm Agfa CT Precisa 100 empfehlen (10er Dose für 25,- Euro bei Brenner).
Thema Filter: ein Muß (-> Schutz) für jedes Objektiv ist ein UV- oder Skylight-Filter. Darüber hinaus würde ich auch ein Polfilter für Weitwinkelaufnahmen verwenden (aber nicht zu oft).
Effektfilter sind Geschmackssache. Sinnvoll sind Korrekturfilter für Kunstlicht-Sujets.
Viel Erfolg und Spaß in Kroatien.
Grüße, René
 
hallo andrea,

als erstes mu


hallo andrea,

als erstes musst du dir überlegen ob du dias machen möchtest. etwas anderes kommt für mich im analog-bereich kaum noch in frage. darum gehe ich jetzt einmal genau davon aus.

wenn du nach kroatien fährst und dort fotos machen willst, dann nimm dir gute filme mit. "verschiessen" willst du die im urlaub wahrscheinlich nicht, so oft fährt man normalerweise nicht weg. also sollten die ergebnisse dann auch so optimal wie möglich sein, oder ??? üben kannst (solltest) du zu hause.

als film empfehle ich dir den "KODAK ELITE Chrome Extra Colour 100" oder (viel)besser noch den "KODAK EKTACHROME E100VS". der ist zwar doppelt so teuer, aber auch dreimal so gut, den unterschied kannst du wirklich SEHEN.

leg bei der entwicklung lieber noch ein paar euro und ein paar tage wartezeit drauf und lass die filme auch bei kodak entwickeln (kauf dir einsendetüten!) unterschiede s.o. du glaubst nicht, in welcher einheitsbrühe diverse labore die filme entwickeln...

zu filtern folgendes: wenn man wirklich mal ein polfilter braucht, dann sollte man sehr bedachtsam damit umgehen. kann satte farben durch die ausschaltung von reflexen bringen, aber bei den oben genannten filmen hast du farbe genug! polfilter arbeiten nur in bestimmtem winkel zum einfallenden licht und zaubern dir mit ww eingesetzt die tollsten farbverschiebungen. also: finger weg oder erst zu hause üben! es gibt keine notwendigkeit einen uv- oder (noch schlimmer) skylight-filter zu benutzen. heutige objektive haben mit uv-licht überhaupt keine probleme und der skylight verändert dir die farben. solltest du im april dort noch schnee haben, dann wirst du den mit einem skylight orange einfärben! willst du sowas?
zum thema filter als "objektivschutz": filter verschlechtern die abbildungsleistung enorm! lass die nix anderes erzählen. wenn ich mir ein "hochwertiges" objektiv kaufe dann möchte ich auch von der leistung profitieren und die nicht durch einen filter auf mittelmass runterschrauben. dann hätte ich mir gleich ein mittelmässiges objektiv kaufen und das geld sparen können.
wer kauft sich denn tolle lautsprecher für die hifi-anlage und klebt dann zum "schutz" pappe davor ??? sorry, der gedankengang ist für mich nicht nachvollziehbar!
pass einfach auf die cam auf, hol dir ne vernünftige tasche/rucksack.

ich sag das alles etwas krass, weil ich immer wieder beobachte, wie leute viel geld für eine ausrüstung ausgeben und dann versuchen an anderen ecken zu sparen. das ergebnis ist dann auch meist entsprechend. die kette ist halt nur so stark wie ihr schwächstes glied. und ein bild wird nunmal (technisch betrachtet) von objektiv und film gemacht. spare lieber am gehäuse, das ist nur ne halterung für beides. aber mit deiner eos 30 bist du eh gut bedient.
probiers am besten einfach mal aus (zu hause) kauf dir nen billigen film, schraub dir nen uv- oder skylightfilter vors objektiv und gehe dann hin und mach die gleichen aufnahmen mit einem teuren film/entwicklung und ohne filter. schau dir das ergbnis an. es ist schon wichtig, zu vergleichen. man liesst hier oft dinge wie "bin mit dem 28-300 zoom suuuper zufrieden, macht echt tolle bilder" - aber "toll" im vergleich zu was???
versuch einfach aus allem immer das beste rauszuholen, die ergnisse werdens dir lohnen.

viel spaß im urlaub,

markus
 
Hallo Markus,
ich würde gerne


Hallo Markus,
ich würde gerne das Thema "Pro/Contra Filter als Objektivschutz" aufgreifen, um weitere Meinungen und Erfahrungen zu hören.
Ich stimme Dir zu, daß jede zusätzliche Glasschicht eine Beeinträchtigung bedeutet, die aber bei hochvergüteten Filtern wohl eher theoretisch-rechnerischer Art ist. Ich glaube nicht, daß Unterschiede so krass sichtbar sind. (Ich werde dies trotzdem mal selber austesten).
Ich möchte die Frontlinsen meiner teuren Objektive schon geschützt wissen, damit ich unbefangen bei Wind und Wetter fotografieren kann.
Eine gute Übersicht über Filter liefert folgender Link:
http://www.foto-net.de/net/objektive/filter.html

Gruß aus Besigheim, René
 
Hallo Rene,

selbst bei hoch


Hallo Rene,

selbst bei hochvergüteten Filter führen die zusätzlichen Luft-Glas-Luft Übergänge zu einer Absorbtion des Lichts, bzw. das einfallende Licht wird an den Übergängen mehr oder weniger stark gebrochen.

Dies ist bei den meisten Objektiven nicht Bestandteil der optischen Rechnung des Herstellers und führt zu Lichtverlust und/oder verminderte Schärfe und Brillanz. Ebenso besteht bei Gegenlichtsituationen die erhöhte Gefahr von Lichtreflexen.

Wie Markus schon geschrieben hat ist bei neueren Objektive der UV-Filter praktisch schon mit eingebaut. Daher verwende ich diese Art von Filtern nur unter extremen Bedingungen, z.B. am Strand (oder beim Motocross). Die Gegenlichtblende und ein gewisses Maß an Vorsicht sollte Schutz genug für die Frontlinse des Objektivs sein.

Gruß Ralf
 
Hallo Markus, hallo Andrea,
d


Hallo Markus, hallo Andrea,
dies ist mal ein Beitrag nach meinem Geschmack, in diesem Forum! Optimale Ergebnisse hat man nur mit optimalem Material.
Wobei man differenzieren muß, ob die Fotos im Format 9 mal 13 in ein Flippalbum gesteckt werden oder via Projektion oder Großformatabzug präsentiert werden. Für Ersteres genügen Fuji Superia 200 Negativfilme oder Ähnliches.
Neben Filmen und ev. Filtern aber nicht das absolut wichtige (stabile) Stativ vergessen!

Gruß Frank
www.fbruechert.de
 
Hallo Frank,

ja, du hast re


Hallo Frank,

ja, du hast recht! Und dann bitte auch noch (wenn jetzt schon das Stativ steht) die Spiegelvorauslösung einsetzen ;-)

Hallo René,

"Krass sichtbar" bezog sich nicht auf die Filter (siehe Text!).-
Ich spreche auch nicht von einer EOS300 mit 28-90 Kit-"Objektiv", sondern von etwas wie (siehe Dein Profil!) einer EOS 1 plus L-Objektiv. In dem Beispiel gebe ich so etwa 5TDM über den Ladentisch, oder? Damit mach ich keine 9x13! Klar, da siehste sowieso nix. Aber nimm mal das andere extrem und beam die mit einem guten Diaobjektiv und 12*36 Panoramarahmen auf vier Meter breite... Und der Unterschied liegt auf der H(W)and!!! Kannst Du getrost ausprobieren!

Gruß, Markus
 
... nochwas vergessen:
Andrea


... nochwas vergessen:
Andrea hat gerade erst mit Fotografieren begonnen, und da denke ich, sie sollte nicht den typischen Frust erleben, wenn die Bilder nicht so sind, wie sie es sich wünscht, und sie weiss nicht warum. Das gleiche erlebt man auch immer wieder mit Artikeln wo sowas draufsteht wie "optimales Einsteiger-Objektiv" - was soll das bedeuten??? Der Hersteller möchte ganz klar, daß Du das kaufst und direkt wegschmeißt und dann was vernünftiges anschaffst! So verdient er zweimal! Ehrlicher wäre hier vielleicht "optimales 9*13 - 10*15-Objektiv".
Ich habe sowas mal vom Nachbarn bekommen (das o.a. EF28-90). Da fragst Du dich, ob du lachen oder weinen sollst!!!
Siehe auch mal die Beiträge "EF 18-55 sehr klapprig" oder "EOS 300D mit KIT-Objektiv -> Unscharfe Zoom-Bilder".

Ergo: lieber ne EOS 3000 mit L-Objektiv als eine EOS 1 mit (s.o.) !!! (Schade das die 3000 keine Spiegelvorauslösung hat ;-)

Nochmal Gruß, Markus
 
Hallo,

ich möchte mich an d


Hallo,

ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für Eure Tipps bedanken. Ich denke nicht, dass ich eine Standard-Ausrüstung habe und somit auch (bei richtiger Einstellung) gute Bilder hinbekommen könnte. Ich bin ja noch am üben und hoffe bis April einige Erfahrungen reicher zu sein. Ok, die Filmwahl fällt mir jetzt wohl leichter, ich denke, ich werde auch erst einmal bei normalen Fotos bleiben und keine Dias machen (was laut Geschäft heute sowieso teurer ist). Kann mir vielleicht jemand noch einmal kurz erklären, wie ich bei der EOS 30 die Spiegelvorauslösung einstelle? Vielleicht weiß auch jemand, wo man einen Workshop oder WE-Kurs besuchen kann?

Danke und viele Grüße

Andrea
 
Hi allerseits =))



Hi allerseits =))


Ich bin Physiker und neige daher dazu Dinge manchmal etwas zu sehr von der abstrakten Theorie her zu betrachten, außerdem Astrophotograph, was mich in gewisser Weise zum Optik-Puristen macht.

Im ersten Moment kommt mir die Idee, einen Filter zum Schutz vor ein Objektiv zu schrauben daher eher abwegig vor ...
(Theorie: 4% Lichtverlust an jedem nichtvergüteten optischen Übergang (die wenigsten Filter sind in dieser Hinsicht vergütet (Metallbed&ft und Quarzgeschützt oder ähnliches) und selbst dann bleibt ein Reflexionsanteil) das führt zu Streulicht (Kontrastverlust) und Reflexbildern) ... die optischen Fehler eines Filters, die zur Deformation der Wellenfront führen dürften hier ziemlich vernachlässigbar sein im Vergleich zu den Fehlern der optischen Komponenten des Objektivs und die Verschiebung durch das Schräge passieren des planparallelen Filters dürfte auch kaum ins Gewicht fallen)

Auf der andren Seite ist da aber immer noch die Messbarkeit unter Nicht-Laborbedingungen ... und da relativiert sich das alles ziemlich.
Tatsache ist, dass diese Unterschiede wirklich nur in ganz wenigen extremen Situationen überhaupt bemerkbar werden ... sicher wird ein UV-Filter vor dem Objektiv (solange er nicht verkratzt ist) kaum den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Bild machen ... die wenigsten Leute dürften in der Lage sein, Photos zu produzieren, bei denen man den Unterschied sieht =)
Ganz besonders falsch eingeschätzt wird oft der Faktor Staub auf der Frontlinse ... der Einfluss ist so gut wie nicht messbar (ich rede nicht von 1cm Schichten =), dagegen sehr wohl die Auswirkungen von ein paar Putz-Attacken um diesen zu beseitigen ... ein mikroskopischer Kratzer verursacht viel mehr Streulicht als zwanzig Staubteilchen ... daher sollte das Abreiben von optischen Flächen absolut tabu sein ...

Wer sich nicht sicher ist, der sollte es einfach selbst mal ausprobieren ... Kamera aufs Stativ ... ein Foto mit, eins ohne Filter dann so aufs Papier/Leinwand/Bildschirm bringen wie gewohnt, und ich wette, 99,7% der Bilder werden nicht zu unterscheiden sein =) und ihr könnt Euch beruhigt wieder den Dingen widmen, die ein gutes Foto wirklich ausmachen ... (was das auch immer sein mag ,-)

Viele Grüße,
Daniel
 
Hallo Andrea,

Spiegelvoraus


Hallo Andrea,

Spiegelvorauslösung: CFn 05 auf 1 stellen.
Kannst Du aber gleich wieder vergessen, wenn Du ohne Stativ arbeitest.

Gruß Frank
www.fbruechert.de
 
Hallo zusammen,
Danke für Eur


Hallo zusammen,
Danke für Eure Beiträge.
Daniel, interessant Deine Ausführungen. Benutzt Du nun Filter oder nicht? Wenn nein, wie würdest Du dann die Frontlinse säubern - mit Pinsel und/ oder Druckluft?

Andrea,
nochmals ein Plädoyer für Dias. Mit Dias hast Du beide Möglichkeiten: (spätere) Projektion und auch Papierabzüge.
Wenn Du trotzdem nur mit Negativfilmen (für 10x15, 13x18 Prints) arbeiten möchtest, dann würde ich an Deiner Stelle gleich die Digitalfotografie in Erwägung ziehen.
Gruß, René
 
Hallo Andrea,

mit Deiner Au


Hallo Andrea,

mit Deiner Ausrüstung kannst Du wirklich zufrieden sein und es sollten Dir viele gute Bilder gelingen.

Zur Spiegelvorauslösung, wie Frank schon geschrieben hat findest Du diese unter der Individualfunktion C.Fn 5.
Du stellst einfach die Programm-Wählscheibe auf C.Fn (auf dem Display erscheint die zuletzt aufgerufene Funktion), mit dem vorderen Einstellrad wählst Du die entsprechende Funktion aus (5) und mit der C.Fn Taste (Belichtungsspeichertaste) schaltest Du diese ein (1) oder aus (0).

Einen Workshop oder einen Wochenendkurs kann ich Dir leider nicht empfehlen, ich hab selbst noch keinen besucht. Evtl. bietet die Volkshochschule Kurse an...?

Alternativ kann ich Dir das Kamera-Systembuch von Artur Landt (erschienen bei Laterna magica) empfehlen. Dies ist aufgebaut wie eine Bedienungsanleitung, geht aber viel weiter ins Detail. Es vermittelt Grundlagen der Fotografie und ist bezogen auf das jeweilige Kameramodel. Ich fotografiere auch mit einer EOS 30 und das Buch hat mir schon oft geholfen.

Ansonsten schau Dir mal die folgenden Internetseiten an, hier findest Du auch reichlich Informationen...

http://www.fotolehrgang.de/
http://www.foto-net.de/

Viel Erfolg und einen schönen Urlaub...

Gruß Ralf
 
Hi René,

Ich benutze öfter


Hi René,

Ich benutze öfter mal einen Filter als Schutz, das liegt aber daran, dass es bei mir meist hektisch und staubig zugeht (Beachvolleyball etc ..) für Portraits usw. benutze ich keine Filter.

Reinigen nur mit Druckluft ... man sollte halt vermeiden, dass Fett (Fingerabdrücke) auf die Linse kommt ...
In der Astronomie (Spiegel) wird in extremen Fällen mit fließendem destillierten Wasser/reinem Alkohol gespült oder Collodium aufgegossen, das gibt dann einen gummiartigen Film, den man mit dem haftenden Schmutz/Fett abziehen kann ... das geht prinzipiell auch mit normalen Optiken, ist aber nur was für Extremfälle und man braucht Übung damit (das Zeug ist sehr leicht entzündlich und bei falscher Anwendung hinterlässt es Rückstände)

Viele Grüße,

Daniel
 
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