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Welches standartobjektiv als einsteiger

  • Ersteller Ersteller moisadavid
  • Erstellt am Erstellt am
M

moisadavid

hallo da draussen
ich fotografiere seit ca zwei jahren und habe mich in dieser zeit so gut als möglich mit allen möglichen fragen zur materie auseinander gesetzt... daher ist es nicht verwunderlich, daß ich mich dafür entschieden hab`mir eine leica zuzulegen. habe mir gleich das leica buch von laterna magica besorgt und mich auch sofort für eine R4s entschieden-sie gelangt fürs erste vollauf, da ich eh mit einer R7 liebäugle... das gehäuse habe ich bereits erworben, nun fehlt mir aber noch ein objektiv.wollte deswegen ein paar meinungen bei ein paar "alten hasen" einholen... mir geht es hauptsächlich um festbrennweiten weil ich von meiner nikon her bereits "zoomgeschädigt" bin. ich finde mit einem zoomobjektiv wird mir das denken abgenommen und habe angst daß ich damit komplett verdumme.
also bitte helft mir!!!!!
grüßle ausm ländle
 
Hallo, Benato aus dem Ländle...
ich würde mich sehr wundern, wenn irgendjemand etwas anderes als Standardobjektiv empfehlen würde als das Summicron 2,0/50mm!!!!
Deswegen geht man ja wohl zu Leica: damit man das beste 50er der Welt benutzen kann!
Das Objektiv ist genial... neben der optischen Höchstleistung bekommt man auch noch eine ausziebare Gegenlichtblende eingebaut! Soviel ich weiß einmalig bei dieser Brennweite...

Aber aufpassen beim Gebrauchtkauf: das 50er Summicron ist Gegenstand liebevoller Modellpflege gewesen - meines Wissens liegt es in der vierten oder fünften Generation vor; die Qualitätsfortschtritte sind sehr relevant. Also sicherheitshalber nichts unter Nummer 3.300.000 oder besser 3.500.000 kaufen.
Gut Licht!
Herbert
 
Hallo Benato,
ich bin zwar noch Leica-Neuling, habe aber schon etliche einschlägige Bücher und Tests über Leica gelesen. Mit dem Summicron 2/50 machst Du garantiert nichts falsch, meins ist mit der Anfangsnummer 3.xxx und von 1980, es ist noch wie neu und soll zu den besten zwei bis drei Standardobjektiven der Welt gehören. (Dazu gibts auch eine ausführliche Begründung von Erwin Puts im Internet: http://www.leica-camera.com/produkte/rsystem/objektive/index.html ). Außerdem ist es relativ günstig zu bekommen, meins hat (nach langem Auflauern) nur 170,- Euro gekostet (ebay natürlich), im Schnitt gehen die guten Summicron 50 für gut 200,- Euro weg, wenn sie noch nicht die ROM-Kontakte für die R8/ R9 haben. Achte auf die drei Steuerkurven und die integrierte Gegenlichtblende (ab 1976) sowie auf die Seriösität des Verkäufers (Treuhandservice sollte er akzeptieren und ein Rückgaberecht bei Mängeln einräumen).
Das Summilux ist sicherlich optisch kaum schlechter, aber es geht nicht unter 500,- Euro über den Tisch, da kaufe ich lieber mal 400er Filme...
Gruß,
Nils
 
Herbert kann ich nur unterstützen! 50er und Tele-Extender (alt; zur Qualitätserhaltung ein bis zwei Stufen abblenden) reichen ganz lange aus... Dann wird sich auch zeigen, ob man noch Ergänzung zum Weitwinkel benötigt oder welchen Telebereich man bevorzugt. Hier sind im Forum viele Empfehlungen zu lesen.
Noch ein Tip: Sehr preiswert sind die Leica-Nahlinsen "ELPRO" zu erwerben, die zwar kein echtes Makro erlauben, aber bei weitgehender Erhaltung der Qualität den Nahbereich "für unterwegs" erschließen. (Auch Top-Lupe für Dia-Betrachtung.)
Wenn die Lichtstärke nicht so wichtig ist und viel im Nahbereich gemacht werden soll: Das 2,8 Macro Elmar kommt dem 'Cron sehr nahe (ich fand es im Randbereich sogar etwas besser), aber es ist größer und schwerer. Mit Extender hat man übrigens eine deutlichere Telewirkung.
Viel Spaß!
Giselher
 
Hallo Benato,

natürlich haben alle meine Vorredner recht, wenn sie zum 50er Summicron raten! Eine bessere Optik für das Geld kann man kaum bekommen. Die Konzentration auf eine Brennweite schult das Auge und die Normalobjektive sind völlig zu Unrecht verschrien.

Ich hatte mir seinerzeit zu meiner R 7 als Erstausstattung das 4/35-70 Vario gekauft, mit dem ich übrigens äußerst zufrieden bin, wenn man von der Polfilterfummelei einmal absieht.

Nach 6 Jahren Praxis mit dieser Combo und gereiftem fotografischen Anspruch habe ich mir dann doch das 50er Summilux gekauft und nutze es seither mindestens genau so häufig wie das Zoom.

Hierbei fällt mir deutlich ein bewußteres Bestimmen des Ausschnitts durch Standortwechsel statt beherztem Dreh am Zoomring auf.

Also: bei ebay einklinken und auf Schnäppchenjagd gehen!

Gruß Matthias
 
Nachtrag:

Nicht zu vergessen die wesentlich leichtere Scharfstellung durch die geringere Tiefenschärfe (Schärfentiefe?)der ggü. Zoomobjektiven größeren Anfangsöffnung und das hellere Sucherbild!

Matthias
 
Hallo Benato,

wir haben in diesem Forum schon viel über Standardobjektive geschrieben. Du solltest das einmal nachlesen. Dabei kommt selbst das gegenwärtig lieferbare Summicron gar nicht so gut weg. Da ich gleich eine Dienstreise (nach Jena) mache, habe ich leider keine Zeit mehr nachzuschauen.

Gruß Jochen, der schon eigentlich nicht mehr da ist.
 
Hallo Beanto,

ersteinmal ein herzliches Willkommen hier im Club!

Welches Standardobjektiv Du brauchst hängt ganz davon ab was Du photographieren willst. Mit dem 2/50 kannst Du zwar nichts verkehrt machen, und viel Geld machst Du auch nicht kaputt, aber ich denke gerade die Brennweite 35mm wird auch nicht gerade selten verwendet, und bietet sich als Standard auch an.

Gruß vom sonnigen Bodensee

Klaus
 
bedanke mich recht herzlich
habe trotzdem ein paar bedenken- fehlt einem die eine blendenstufe beim summicron gegenüber dem summilux im fotoalltag nicht grad wenn es um tiefenschärfe geht? oder ist der unterschied in der praxis so gering?
 
Hallo Benato,
ich nehme an, Du meinst die erwünschte geringe Tiefenschärfe bei Portraits u.ä. (sonst melde Dich nochmal)
Auf meinen Bildern, die ich zur Heraushebung des Objektes mit Blende 2 oder 2,8 gemacht habe, verschwimmt der Hintergrund schon sehr gut. Und für ausgesprochene Portraitbilder eignet sich ohnehin ein 90er oder 135er Tele besser (wenn das Geld reicht, am liebsten das 80er Summilux 1:1,4).
Das Summilux 50 ist sicher dann die bessere Wahl (wenn das Geld keine große Rolle spielt), wenn Du viel available light Bilder machen willst, also ohne Blitz in Innenräumen und bei schlechtem Licht. Aber selbst in den Büchern zur Leica wird als Trost/ Ausweg für Summicron-Nutzer auf entsprechend eine Stufe empfindlichere Filme verwiesen, die dies ausgleichen.
Eine andere Entscheidungshilfe ist, wie Giselher zurecht anmerkt, ob man mit den Elpro-Vorsätzen und Macro-Adapter Nahaufnahmen machen will (sofern man nicht sowieso ein Macro-Objektiv kauft), dies spricht dann klar für das Summicron.
In einem Buch habe ich über die eine Blende mehr beim Summilux den sehr treffenden Satz gelesen: "Man braucht sie fast nie, aber man hätte sie doch gern." (gilt auch für mich...)

Gruß an alle aus dem trüben Stuttgart,
Nils
 
An Nils und Benato:
Die 55E R- und M-Summiluxe 50mm sind in der Bildmitte m.E. bei Blende 2 praktisch gleich gut wie die Summicrone. Nur weiter nach außen ist die Qualität dann schlechter, was bei Dias und Vergrößerungen auch zu sehen ist. Dafür hat man mit feinkörnigen, "langsamen" Filmen auch in der Dämmerung oder in Räumen noch Schnappschusszeiten!
Ab wann die Leistungen sich ähneln, darüber haben wir uns im Forum noch nicht geeinigt ;-) ab 5,6? Ab 8? Wenn man nicht allzusehr auf das Geld achten muss / will, schließe ich mich dem Vorschlag an: das 2,0/50 (auch reprofähig mit Balgen, Makro-Adapter) mit dem 1,4/80 bzw. M75 kombinieren. Ansonsten das 2,8/90 mit eingebauter Sonnenblende, es ist in seinen Eigenschaften ähnlich ausgewogen wie das 2/50 und durch die Konkurrenten APO 90 und APO 100 recht preiswert.

Auch das 1,4/50 lässt sich am Extender verwenden - wegen des geringen Lichtdurchtritts muss aber ein Blendenwert Korrektur berücksichtigt werden.

Gruß aus dem sonnenverwöhnten Potsdam,
Giselher
 
danke euch abermals.
des 90er summicron wäre genau meine nächste wahl gewesen. mit der tiefenschärfe meine ich eben diese unschärfe bei porträts oder bei aufnahmen aus kurzer distanz.da beruhigt mich deine aussage nils. die fehlende lichtstärke mit höherere asa auszugleichen ist für mich eher nebensächlich, da ich fast ausschließlich schwarzweiss mit 400 asa fotografiere- daher ist glaube ich das 50er summicron das richtige für mich.
und notfalls muss ich halt pushen- glaube aber nicht daß ich auf schwarzweiss negativmaterial oft in die lage kommen werde- und für dias benutze ich den velvia 50 und da ist des pushen um eine stufe locker drin

grüßle aus zuffenhausen
 
Hallo Giselher,
dein letzter Beitrag führt mich zu der Frage, ob Du oder sonst jemand sagen kann, welches 90er empfehlenswerter ist, das Summicron (ohne apo) oder das 90er Elmarit. Beide sind bei ebay halbwegs erschwinglich, das 80er kommt für mich leider nicht so schnell in Frage. Um die Forumsordnung hoch zu halten, stelle ich diese Frage nochmals als neuen Beitrag ein.
Gruß,
Nils
 
Hallo Benato,
ein kleiner Nachtrag zur Tiefenschärfe, in meinem R5/ R6-Buch von Hünecke ist aufgeführt:

Brennweite 50mm, bei 1m Entfernung und Brennweite 1,4: 2cm
und bei Blende 2: 4cm

für die Entfernung 3m gilt:
bei Blende 1,4: 30cm
bei Blende 2: 43cm

Vielleicht hilft´s Dir ein wenig bei der Entscheidungsfindung, es ist wirklich wenig Unterschied für die Praxis.
Gruß,
Nils
 
...Sorry ! Aber Brennweite 1,4 = BLENDE und Tiefenschärfe heißt Schärfentiefe !! Die Ergebnisse des Herrn Hünecke in Ehren, jedoch die Formel, um die Schärfentiefe zu berechnen, ist doch viel interessanter!
 
Hallo Wolf-Jürgen,
natürlich heißt es "Blende 1,4", auch bei Hünecke. Die Tabellen geben doch schlicht einen Überblick über die jeweiligen Tiefenschärfe-Zonen.
Ob man Tiefenschärfe oder Schärfentiefe sagt, ist meines Wissens egal, da beides gebräuchlich und richtig ist. Ich finde es aber spannend, wie die Schärfe definiert wird, da sie ja nicht plötzlich da oder weg ist, sondern gleitend verschwindet. Gibt es da eine allgemeinverbindliche Grenze, die durch die Auflösung in Linienpaare o.ä. definiert wird?
 
Hallo Benato,

beim 1,4/50 gibts drei Varianten:
-mit Aufstecksonnenblende
-mit Ausziehblende und E 55 Filter, aber gleiche Optikrechnung
-Neurechnung mit E 60 Filter

Die alte Rechnung ist nicht so der Überflieger, und das 2/50 ist da schon besser, während das neusteste 1,4/50 noch richtig Geld kostet (auch unter Ebay). Da läuft einem mit ein wenig Glück eher ein 1,4/35 über den Weg, und seither ist das 1,4/50 für mich kein Thema mehr, wenn 50mm dann nutze ich mein Summicron (übrigens mein erstes Leicaobjektiv...).

Gruß vom Bodensee

Klaus
 
Hallo Nils,
zu Deinen Fragen müßte ich mich schlaulesen, kann mich aber daran erinnern, dass vor Jahren eine Diskussion in der Zeitschrift Color Foto über die Begrifflichkeit geführt wurde. Wenn man fragt, wie weit bzw. tief die Schärfe von der absoluten Schärfenebene (Punktschärfe) zurück zum Fotografen reicht (Vordergrund) und nach vorne (vom Fotografen aus gesehen), also in den Hintergrund vom Objekt, dann macht das schon Sinn. Fragt man wie weit die Tiefe in die Schärfe reicht? Eher nicht. Aber der Begriff als solcher, und jeder Fotograf weiss was damit gemeint ist, wird mal so oder so ausgesprochen. Gemeint ist stets das gleiche. Zeiss hatte in den 80er Jahren und schon davor Objektive zur Hasselblad gebaut. Diese verfügten über einen Schärfentiefe-Indikator, d.h. beim Betätigen des Blendenrings wanderten die beiden Indikatoren (2 rote Pfeile) vom absoluten Schärfepunkt entlang der Entfernungsskala in den Naheinstellbereich (Vordergrund vom Motiv) bis hin zum Ferneinstellbereich > Unendlich (Hintergrund des Motivs). Auch Kodak hatte diese Einrichtung an seinen Schneider-Objektiven an der Retina. Jetzt kommt ein neuer Begriff ins Spiel: die hyperfokale Schärfentiefe!!
Das bedeutet ich stelle eine Blende ein, mit der ich sicherstellen möchte, dass ab einer bestimmten Vordergrundebene bis zu einer bestimmten Hintergrundene noch alles scharf abgebildet wird. Das allein ist aber noch nicht der ganze Sinn und Zweck. Verschiebt man den Entfernungseinstellring am Objektiv bis zu dem Punkt der Naheinstellung ab wo die Objektschärfe beginnen soll und schaut danach auf den Blendenindex der gewählten Arbeitsblende in Richtung Unendlich-Einstellung, stellt man oft fest, dass das sichtbare Unendlich bereits mit einer größeren Arbeitsblende erreicht würde. Das Unendlich liegt dann also innerhalb des Arbeitsblendenbereichs. Deshalb verschiebt man den Undendlich-Punkt auf der Einstellschnecke bis zu dem Blendenindexstrich der gewählten Arbeitsblende. Dann kann man sofort erkennen, dass der Schärfegewinn für den Vordergrund noch näher auf der Entfernungsskala gerückt ist. Wenn meine Erklärung halbwegs verstanden wurde, ich erkläre die Thematik auch gerne am Telefon im persönlichen Gespräch; stellt man fest, dass meistens die Arbeitsblende vorher zu klein gewählt wurde. Man sollte das einfach mal bewußt in der Praxis üben, bringt ne Menge, wenn es in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Zur zweiten Frage: Bei großen (lichtstarken) Arbeitsblenden ist die Schärfe im Vergleich zur Bildwirkung durch eine eingestellte kleine Blende doch ziemlich abruppt weg. Hier zeigt sich ein weiteres großes Plus der Leitz/Leica-Objektive, unscharf abgebildete Objekte lassen sich aufgenommen mit einem Leica-Objektiv meistens noch in der totalen Unschärfe erkennen!! Bei gleichen Bedingungen zeigt irgendeine "Bamigoreng-Linse" in der Unschärfe nur undefinierbaren "Matsch". Ich möchte, das betone ich hier ausdrücklich, keinen Kamera- bzw. Objektivhersteller diffamieren! Aber, ein freigestelltes Objekt vor harmonisch verlaufendem Hintergrund, kann als Kombination betrachtet schon sehr bildwirksam und aussagekräftig sein. Z.B. eine Person vor/in ihrer gewohnten oder auch typischen Umgebung!
Einen schönen Tag und ein vielleicht fotografisch erfolgreiches Wochenende wünscht allen Mitgliedern des Leica-Forums, Wolf.
 
Hallo Nils, ...Auflösung der Bildpunkte bei Kleinbild mindestens 1/30 Millimeter = wird als scharf angesehen, bei Mittelformat mind. 1/20 Millimeter.
 
Jetzt war ich gerade einmal zwei Tage nicht da, da wird in diesem Forum gepostet und gepostet...!
happy.gif


Hallo Benato,

um noch einmal auf den Problem zurückzukommen. Früher hat man in der Regel mit einem 50mm-Objektiv fast alle Aufnahmen gemacht. In den letzten 15-20 Jahren hat sich hier ein Wandel vollzogen. Viele Leute verdammen diese Standardbrennweite inzwischen, sie sagen, sie sei langweilig, weil der Blickwinkel praktisch der gleiche ist wie der unseres menschlichen Auges. Daher werden in den letzten Jahren mehr Objektive mit 35er Brennweite standardmäßig verwendet. Ich persönlich bin aber in dieser Hinsicht konservativ und fotografieren mit einem 50er lieber als mit der 35er Brennweite.

Auch wenn ich festgestellt habe, dass mein sehr schnelles Posting 327 nicht beachtet wurde, noch eine kurze Ergänzung dazu. Das, was wir über die Standardobjektive schon gesagt hatten, betraf die M-Objektive. Trotzdem möchte ich dir die entsprechenden Threads einmal empfehlen zu lesen. Wir hatten in der Diskussion festgestellt, dass das aktuelle Summicron-M 2/50mm keineswegs "Spitze" ist. Da die Objektivrechung des aktuellen Summicron-M 2/50mm mit der des Summicron-R 2/50mm identisch ist, gilt diese Aussage auch für das zweite.

Gruß vom zurückgekehrten und bald wieder verreisenden Jochen
 
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