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Noch ne Kirche...

Jessy

Bleibt öfters zum Abendessen
Mitglied seit
5 Okt 2003
Beiträge
1,512
... aufgenommen am Abend. Ich finde sie liegt so idyllisch in dem kleinen Ort. Deshalb habe ich mich heute extra auf dem Weg gemacht. Wie findet Ihr die Bilder ? Kritik unbedingt erwünscht !

comp_MORG3202.webp


comp_MORG3205.webp


Gruß Jessy
 
Hallo Jessy,

mir gefallen die Bilder sehr gut. Sowohl die Beleuchtung der Kirche als auch der Himmel werden sehr gut dargestellt. Beim Himmel sieht man noch ein dunkles Blau, und auch die Gebäude im Hintergrund sind schwach sichtbar. Somit kommt die Bedeutung der Kirche sehr gut zur Geltung, ohne dass diese zu grell beleuchtet ist. Ich habe gedanklich auch schon häufiger ein derartiges BIld machen wollen, es aber noch nicht umgesetzt. Mich würde interessieren, welche Einstellungen (Blende, ISO, Zeit) du gewählt hast, da ich die Exif-Daten nicht lesen kann.

Gruß, Dirk
 
Hallo Dirk,

hier die Daten: Blende 2,8 Zeit 1/2,0s ISO 800 P-Automatik Ohne Blitz mit Stativ Objektiv: 17-70mm 2,8-4,5


Mich stört beim 2. Bild, dass die Kirche rechts irgendwie "schief" abschliesst. Kann ich nicht besser beschreiben... Vielleicht versteht ihr ja was ich meine ?

Gruß Jessy
 
das 1. Bild ist aufgrund des Ausschnitts m.E. besser.

Stürzende Linien sind aufgrund der Perspektive und Brennweite normal. Wenn man nicht mittig, sondern schräg vor einem Gebäude steht, sind diese links anders als rechts. Auch das ist normal. Die Abbildungsqualität von Zoomobjektiven ist in Grenzbereichen (Brennweite oder Blende min bzw. max) und am Bildrand am schwächsten.

Das 1. Bild finde ich aber wirlich sehr gut gelungen.

P.S. Wie ist das "Kommunions-Shooting" gelaufen ?
 
Also muss ich mit den stürzenden Linien leben und kann da nichts machen ?
Sieht irgendwie merkwürdig aus, finde ich.

Die Kommunion ist erst im Mai. Ich werde dann ganz sicher berichten !

Beim 2. Bild habe ich übrigens die störende Dachecke und Regenrinne "bearbeitet"... Ist Dir da nichts aufgefallen ? :z04_nic_0075:

comp_MORG3205.webp
 
Hallo Jessy,

musst du nicht, nimm den jpg Illuminator und du ganz sehr leicht alles gerade richten. Beachte aber, das Bild mit mehr Umgebung zu machen, da durch das Aufrichten der Linien das Bild auch beschnitten wird.

jpg Illuminator (Kostenlos)
http://forum.penum.de/showthread.php?id=44272
Sprache: Deutsch
System: Windows

LG Kurt
 
das geht mit vielen Programmen, z.B. mit Adobe Phtoshop elements, ACDSeepro usw. Man kann heutzutage viele Objektiv- und sonstige Bildfehler hinterher korrigieren, wenn man die richtige Software und viel Zeit hat, und wenn man weiß, wie man damit umgeht. Das ändert aber zunächst einmal nichts an den fotografischen Grundlagen. Es gibt sicher Bilder, bei denen sich eine aufwendige Nachbearbeitung lohnt, wenn man aber gezwungen wäre, jedes Bild (z.B. Gebäude) aufwändig zu korrigieren, würde ich die Lust verlieren.

Wenn man in Raw fotografiert, müsste doch der Pentax-eigene Raw-Konverter die wesentlichen Objektivfehler schon von vornherein korrigieren (falls er das Objektiv kennt), oder irre ich mich da ?
 
Korrektur ist immer was Subjektives! Der eine will schräge Linien, weil die Perspektive dadurch besser zum Ausdruck kommt, der andere will es eben gerade. Der eine will lieber etwas mehr Rauschen aber dafür mehr Schärfe, der andere lieber etwas flauer aber ohne Rauschen. So könnten noch viele Beispiele aufgezeigt werden. Mir ist es lieber ich kann nach meinem Geschmack was tun, als das eine Automatik dies nach den programmierten Einstellungen tut. Ganz sicher ist das auch bei weitem nicht bei jedem Bild nötig, aber auch das ist wieder subjektiv.

LG Kurt
 
ich glaube, wir schreiben aneinander vorbei. Ich schreibe von optisch bedingten Objektivfehlern wie Vignetterung, Verzeichnung, chromatischer Abberation usw. Hierfür bieten alle Hersteller wie auch Pentax speziell für das jeweilige Objektiv Korrekturroutinen für den Firmeneigenen Raw-Konverter. Es kann aber sein, dass es für Jessys Objektiv keine speziellen Korrekturroutinen z.B. für die "stürzenden Linien gibt". Dann kann Sie natürlich deinem Vorschlag folgen, und irgendein anderes Programm nehmen, falls sie diese Linien stören.

Und ich bin überhaupt nur darauf gekommen, weil du eine Freeware vorgeschlagen hast, mit der man massive Bildveränderungen vornehmen kann, unter anderem auch die Korrektur stürzender Linien.

Ich denke, dass aus meiner Antwort eigentlich klar herauskommt, dass ich eher gegen massive Bildkorrekturen am PC bin. Auch wenn es mir immer noch zu selten gelingt, versuche ich wie zu analogen Zeiten so zu fotografieren, dass man das Bild hinterher so verwenden kann. Ohne Shift-Objektiv wird es mit einem starken Weitwinkel aber immer in Abhängigkeit vom Blickwinkel stürzende Linien geben, mit denen man dann entweder leben kann oder halt nicht.
 
Ok. Wenn ich das richtig verfolgt habe, ist es jetzt nicht sooo schlimm mit "meinen" stürzenden Linien auf dem Bild !?!
Das Bild ist trotzdem gut und vorzeigbar. :confused:

Gruß Jessy
 
ich finde es nicht schlimm. Ich finde Bild 1 sehr gelungen. Wir mussten damals im Kunstunterricht extra nach verschiedenen Methoden perspektivisch zeichnen. Da gab es jede Menge stürzender Linien.
 
Hallo Jessy,
ich finde die 2 Bilder vom Motiv her lohnend, die Aufnahmebedingungen waren nicht ganz einfach, vor allem gab es einige störende Teile, die bei der Aufnahme wahrscheinlich nicht "umgangen" werden konnten. Das Licht auf der Kirche ist angenehm warm. Die schon erwähnten stürzenden Linien konntest Du bei der Aufnahme nicht vermeiden mit dem verwendeten Objektiv. Soweit zu den äußeren Bedingungen. Warum hast Du denn mit Blende 2.8 gearbeitet? Damit vergibst Du Schärfe (Offenblende) und Schärfentiefe, die allerdings noch nicht mal wirklich fehlt. In Deiner Auflistung der Einstellungen fehlt noch die Angabe zum Weißabgleich, ich nehme an: AWB. Bei den heutigen Möglichkeiten der Bildnachbearbeitung werden stürzende Linien oft als suboptimal wenn nicht sogar störend empfunden, solange sie nicht als spezielles Gestaltungsmittel genutzt werden.

@petzi99: Ich bezweifle dass die Firmware der Kamera (DSLR) stürzende Linien korrigiert. Was wahrscheinlich funktioniert, ist, dass durch die Firmware tonnen- bzw. kissenförmige Verzeichnungen vermindert werden, allerdings nur bei Pentax-Objektiven. Jessy hatte ein Sigma-Objektiv drauf. Bei Kameras ohne Wechselobjektiv sieht das anders aus.

Wir könnten ja das Thema nutzen, um noch mehr Kirchen im Bild vorzustellen.

Grüße
Andreas
 
ich denke es dürfte durch den von Jessy gewählten Aufnahmestandpunkt schwierig sein, die "Kirche gerade gerückt" zu bekommen. Sie steht quasi links neben der Kirche. Dadurch wurden auch die stürzenden Linien auf der rechten Bildseite verstärkt, während die Linien am Kirchturm relativ senkrecht erscheinen. So sieht es in der Natur ja auch aus, das Objektiv verstärkt diesen Effekt ja nur durch den größeren Bildwinkel im Vergleich zum menschlichen Sehen.

Falls es jemand schafft, dieses Bild (1) so zu korrigieren, das die stürzenden Linien weg sind, ohne das Bild insgesamt zu verderben, würde mich das auch interessieren, wie es geht.

Gruß Dirk
 
mal auf die Schnelle (ca. 2 Minuten) mit dem JPG-Illuminator



LG Kurt
 

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Oh ja, das sieht viel besser aus !!!
 
stimmt, muss ich auch zugeben. Also doch kein besseres Weitwinkel kaufen ?
 
hier mit der Freeware "shiftn"
 

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  • comp_MORG3202_ShiftN.webp
    comp_MORG3202_ShiftN.webp
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Beim Korrigieren der stürzenden Linien muss man aufpassen, es nicht zu übertreiben. Also mMn ist es nicht unbedingt erforderlich, dass die senkrechten Außenkanten der Kirche parallel zum Bildrand verlaufen, sonst meint man, dass die Kirche nach oben hin breiter wird.

Nach der Verzerrungskorrektur gefällt mir das Bild aber auch besser als vorher.

Grüße
Andreas
 
bei "shiftN" gibt es nichts aufzupassen. Man öffnet das Bild, geht auf automatische Korrektur und fertig. Das dauert 10 sekunden. Manuell wird es bei mir nicht besser, aber vielleicht kannst du mir erklären, wie es funktioniert.
 
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