dann will ich mal.
Am besten ich beginne mit einem beliebten Spruch "meines" Professors (Ulrich Mack):
...Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen hieße es Wullst.. soweit das Zitat.
Ein andere schlauer Kopf sprach auch davon, daß Kunst im Auge des Betrachters entsteht. Da kommen wir der Sache schon etwas näher. Doch sind wir dann immer noch im individuellen Segment.
Kunst ist erst Mal alles für mich, was von Menschenhand erschaffen wurde, auch die (für mich) unsäglichen Skupturen und Plastiken eines Arno Breker. Antike Kunst oder die Kunst "alter" Meister bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erfreuen sich der Zustimmung einer breiten Masse. Ab den Ex- und Impressionisten scheiden sich schon die Wege, Kubismus, Dadaismus fordern schon den Intellekt. Dem mag sich nicht jeder unterordnen. Ganz dramatisch wird es, wenn für ein Bild, das nur eine gleichmäßige farbige Fläche hat, eine riesige Summe bezahlt wird. Ist es dann Kunst? mindestens in dem Maße, das der Künstler es geschafft hat sein Bild mit diesem Geldbetrag zu verkaufen
Was Kunst ist, wird oft von namhaften Kritikern oder von Leuten propagiert, denen man unterstellt, sie wissen wovon sie sprechen. Dann wird es brav in Presse, Funk und Fernsehen verbreitet und irrgendwann glaubt es die Mehrheit. Ist es dann Kunst? Wird so aus einem Filzanzug an der Wand oder Fett in der Ecke Kunst?
Ist William Eggleston ein großer zeitgenösschischer Fotograf, weil er einen Bekannten im MoMa in NY hat, der erstmalig seine Bilder zeigte? ja, vielleicht.
Habe ich keine Ahnung vom Fotografieren weil ich noch nie einen Preis oder eine Auszeichnung beim DVF gewann? wo mir doch Zuspruch von allen Seiten aus meinem Bekanntenkreis zu Teil wird. Von Leuten denen ich ein Urteilsvermögen zubillige, (z.B. Artdirektoren, Drucker, Lehrer an Kunstschulen)also Leute, die ständig mit Bildern im Beruf zu tun haben.
Und wann halte ich ein Foto für gut? wenn es mich emotional anspricht, egal was auf dem Bild zu sehen ist, dann kann es auch ein dümmlich grinsender "Köter" sein.
Mit Kunst der Malerei und Bildhauerei verhält es sich genauso.
Auf der anderen Seite gehe ich nicht so weit, das was mir nicht gefällt, zu verteufeln, da bin ich toleranter, ruhiger geworden. Liegt vielleicht am fortschreitenden Alter.
Gruß
Jörg