Nach zwei Wochen ging es weiter nördlich zum Hätte Camping in Tranäs .
Region Jönköping
93.
Südlich liegt eine ca 35 m tiefe Schlucht, der Skurugata Canyon mit einer Länge von 800m,
einer Breite von 7 - 24 m und einer Tiefe von 20 - 50m.
Die Schlucht liegt ca. 15 km nördlich von Eskjö.
Skurugata Infos klick
94. noch ist alles gut begehbar....
95.
Was die nackten Zahlen nicht aussagen, ist die Tatsache, dass bei der Wanderung gut 900 Höhenmeter zusammenkommen und je nach Route , diese bis 5 Stunden dauern kann.
Obwohl in der Beschreibung von überwiegend gut begehbaren Wegen gesprochen wird, ist eine gute Grundkondition und Trittsicherheit schon erforderlich.
Die Zuwege sind prima, aber ab dem Zugang zum Canyon wird es schwierig und kniffliger.
Erst noch schmale Pattwege, danach über nackte Steine und Felsen und dabei rauf und runter und das nicht zu knapp.
Wir hatten das Glück, dass es sehr trocken gewesen war in den Wochen zuvor.
Bei Nässe wäre diese Wanderung erheblich schwieriger und je nach der eigenen Fitness- und Trittsicherheit Einschätzung eine echte Abwägung, ob man diese Aufgabe angeht.
Trotz der Vorbereitung im Vorwege war ich doch sehr überrascht, wie oft es dort steil hinauf und wieder herunter ging.
Mein größter Fehler war gewesen, dass ich meine Kamera nur mit einem Halsgurt mit mir führte und daher diese immer frei umher schwang, bzw. ich eine Hand brauchte, um diese vor dem Fels zu schützen bei meinen Bewegungen.
Daher ging es nicht nur um meine Sicherheit , sondern auch um den Schutz der Kamera.
Ein Fehler, der mir so sicherlich nicht nochmals passieren wird.
Warum ich meinen Rucksack aus dem Auto nicht mitgenommen hatte, war mir nachträglich ein Rätsel.
Dass wir feste Wanderschuhe tragen, versteht sich von selbst, auch wenn die Sandalen und Turnschuhe Fraktion wir dort auch sahen.
Ebenso “verloren” wir ein Paar, das wir trafen, die wohl umdrehen, als es das erste Mal steil bergauf ging.
96. Zugang
Nun aber zu dem genüsslichen Teil.
Der Canyon ist schon toll, gerade wenn das Sonnenlicht immer mal hineinfällt.
Natur pur !
Und bei nur wenigen anderen Menschen in der Zeit , die auch dort unterwegs waren,
eine sehr angenehme Zeit , trotz der Anstrengungen.
Die steilen Stellen im Canyon sind herausfordernd, da alles naturbelassen ist.
Also kein “gespurter” Weg - den muss man für sich selbst finden.
Dabei sollte unbedingt die Eigensicherung vorrangig sein, denn eine Hilfe von außen wäre bei einem Unfall weit weg und ob es in der Schlucht einen Handyempfang gibt ?
97.
98.
99.
100. rauf und runter .....
101.
102.
103. von unten links ging es aus der Schlucht hinauf......
Fast am Ende des Canyon angelangt, ging es nochmals steil hinunter und danach wieder ebenso auf der anderen Seite steil hinauf.
Hier gab es erstmals einen Notausstieg aus der Schlucht.
Eine steile Holztreppe führte hier nach oben auf den Rand des Canyons.
Wir schauten uns an und waren uns schnell einig, hier dieses Angebot anzunehmen.
So klettern wir hier hoch und waren froh , als wir heil oben ankamen und machten erst einmal eine Pause.
Nach der Aufnahme eines Energieriegels und einem großen Schluck aus der Wasserflasche überlegten wir uns , wie wir weiter vorgehen wollten.
Es gab zwei Möglichkeiten, entweder seitlich an der Schlucht weiter hinunter und danach auf der gegenüberliegenden Seite den Berg zu erklimmen, zum Aussichtspunkt oder den Pfad nehmen, der uns an der Kante entlang wieder zu unserem Einstieg zurückführen würde, ohne die Höhenmeter zu haben.
Wir entschieden uns für den Rückweg, was sicherlich die richtige Entscheidung gewesen ist, denn als wir am Wagen zurück waren, spürten wir doch die Anstrengungen.