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Was kommt denn da von Zeiss

rein zur Information für Neugierige :

neue Zeiss - Objektive (28 , 35, 50) für Leica M heute in ebay.de zum Verkauf gesehen

Gruss , Norbert
 
Hallo Freunde, bin eben auf dieses Forum gestoßen. Fotografiere seit über 30 Jahren mit Meßsucherkameras ohne Blitz bei vorhandenem Licht. Aha-Erlebnis war der Gebrauchtkauf einer Contax II im Herbst 1974 (ehemalige DDR, betr. Leica weder Zugang noch Kenntnisse). Später russische Contax/Vorkriegsleica- Kopien benutzt. Mit Kiew II + III zufrieden, mit den M39-Tuchschlitzverschlussmodellen(Zorki, Fed, Leningrad) nicht. Immerhin half mir von letzteren die Objektivkollektion (1,5/50, 2,8/50, 2,0/85 - m.W. alles Zeiss-Nachbauten, mit Contax-Bajonett parallel auch an Kiew verwendet) mittels Voigtländer-M-Adaptern auf Hexar-RF umzusteigen. Nur ein neues japanisches 2,8/28 wurde zugekauft. Da bei russischer Fototechnik die Justierung stets nachzuprüfen war, half mir meine altbewährte Methode (gepflasterten Hof bei offener Blende aus Froschperspektive ablichten, Focuszone mit Pfeil markieren, der auf den Negativen in der Mitte des Tiefenschärfenbereiches liegen sollte), das angeblich abweichende Auflagemaß der RF zumindestens für meine Objektiv - Adapter - Kombination als irrelevant einzustufen. Für Hexar habe ich mich entschieden, nicht nur, weil eine neue Leica für mich finanziell unerreichbar ist, sondern auch weil ihre quaderförmige Bauweise mich eher an die geliebte, aber veraltete Contax/Kiew erinnert.Umso überraschter war ich von der Zeiss Ikon Meßsucherkamera - Neuankündigung! Werde zwar deshalb meine 5 Jahre alte Hexar nicht gleich ausmustern, aber spätestens wenn Zeiss Ikon vor Hexar auf Digital umstellen sollte, diesen Schritt gehen. Was meint Ihr zur Aussicht auf die digitale Suchersystemkamera? Epson gefällt mir nicht (Sucher und Meßbasis zu klein),Leica ungewiss und teuer, Hexar sehr ungewiss, sogar was die Weiterproduktion der analogen betrifft. Würde Zeiss Ikon es packen und eventuell sogar den Namen "Contax" zurückgewinnen, dann schließt sich für mich ein 30 Jahre alter Kreis, was ich nie zu träumen gewagt hätte!
Gruß! Christoph
 
Hallo Christoph,

ich habe leider nur ganz kurz Zeit, daher erhällst du von mir auch nur eine ganz kurze Antwort. Die Firma Zeiss ist nur auf Linsen und Objektive spezialisert. Von den neuen M-Mount-Objektiven werden aber nur das 15er und das 21er bei Zeiss gefertigt, die übrigen bei Cosina. Der Name Zeiss Ikon war ein Firmenname bis 1971, heute ist er nur ein Name für eine Kamera, die von Cosina konzipiert und gebaut wird. Die Firma Zeiss kann gar keine Kameras bauen, erst recht keine Digitalkameras. Wenn es einmal eine Zeiss Ikon-Digitalkamera geben sollte, wird sie vielleicht eine Weiterentwicklung der gegenwärtigen Epson-Kamera sein, die auch wieder in Zusammenarbeit mit der Firma Cosina konzipiert wurde.

Gruß Jochen
 
Hallo Jochen, das weiß ich, aber sie hätte dann größeren Sucher / breitere Meßbasis und (hoffentlich) ein traditionelles Contax - Zeiss Ikon "Bauhausdesign". Die Contax II von 1936 ist für mich die schönste Kamera, die je gebaut wurde (Ebenso wie Mercedes 300 SL / 190 SL die schönsten je produzierten Autos und M. Monroe die schönste Frau, die je gelebt hat) Da kann man nichts machen, ich bin eben durch und durch Ästhet!
"Zeiss Ikon" soll übrigens als Hersteller von Türschlössern die ganze Zeit überdauert haben, weshalb es auch relativ leicht war, die Firmenmarke als Fotohersteller neu zu beleben.
Abgesehen von Designfragen und fernöstlicher Produktion unter altdeutschem Namen dürfte das eigentliche Problem aber sein, ob man eine Suchersystemkamera 1:1 digital weiterbauen sollte oder bei der Gelegenheit gleich Autofocus einführen und das Format halbieren (wie bei den Spiegelreflexen), worüber ernsthaft zu diskutieren sich lohnt.
Gruß Christoph
 
Das Warten hat ein Ende.

Hatte gestern das Teil in beim Fachhändler in den Händen. Im Prospekt sieht das Teil ordentlich aus. In Natura ist die Lackierung weder chrom, noch silbern: mir kommt da nur GLIMMER in den Sinn!

Einziger Trost ist die in Leica-Foren so oft zitierte Haptik. Das Teil fühlt sich gut an und der Auslöser hört sich sooooo etwas von fein an!

Das Auge isst aber mit und bei der Lackierung kommt bei mir kein Hunger auf ...

Frohe Festtage, Nick
 
Lieber Admin,

hier fehlt eine Rubrik, in der die neue Zeiss-Knipse und vor allem die neuen Zeiss Objektive diskutiert werden. Mich würden Erfahrungsberichte über die neuen Geräte interessieren.

Paul

P.S.: Ich bin ja nicht so dogmatisch, was die Marke betrifft, so lange die Qualität stimmt.
 
Hallo,

ich muss mich hier etwas zurückhalten - oder gleich outen?
Ich habe ein Planar 1.4/50 an einem Fremdgehäuse - da mir weder die solmser noch die Contax-Gehäuse so gut gefallen, dass sie der wirklich erstklassigen Optik aus Deutschland gerecht werden - meine persönliche Meinung.
Die Gehäuse sind zu schwer & zu unhandlich, entweder sehr puritisch, womit man ja mit etwas Übung gut leben kann - oder viel schlimmer, total verbaut(wer bitte hat sich des 'Programmwahlschalter' der R5 ausgedacht?
Um zu erkennen, welches Programm ausgewählt wurde, sieht man weder im Sucher noch von der Kameraoberseite wirklich - es sei denn man steht direkt in der Sonne, schon im Dämmerlicht ein Zustand (OK, die LCD-Sucheranzeige meines 'liebsten Kindes' ist da auch kein bißchen besser)

Optikrechnen können auf der Welt sehr viele - diese schleifen auch. Die Frage ist, ob man den Markt hat, diese 'high-end-produkte' auch entsprechend zu vermarkten. Zeiss hat einen riesen Konzern im Rücken, die Verfahren & Prozesse, wie man zu einem Linsenschnitt oder einem durchkonstruierten, montierbaren Objektiv kommt, werden auch in anderen Geschäftsbereichen erfolgreich angewendet (www.zeiss.de/semiconductor), da spricht man von 25nm Auflösung ,o) und wer Zeiss ist, weiss man Welteit, ohne sich mit dem Image eines Fotokopiererherstellers rumschlagen zu müssen. Auch braucht man keine Plastebomber mit Turbomotivklingen um die 'high-end' Serien finanzieren zu können ... und doch fehlt mir bei alles Liebe zum Altertum und der Tradition ein Kamerasystem, das quasi 'in die Hand gebaut ist' - Samurai war ja mal ein netter Anfang
 
Hallo Tilman,

Du möchtest ...ein Kamerasystem, das quasi 'in die Hand gebaut ist' - ...

nimm eine Leica R9 oder R8
crazy.gif


LGaBN, Monti
 
Hab' Dank für den Hinweis, der nur von einem Leica-Jünger kommen kann - bitte verzeih' meine etwas scharfe Zunge ;o)
- man braucht einen starken Bizeps, nicht nur beim Fotografieren
- man braucht beide Hände
- man muß die Kamera, sobald man irgendetwas anderes als Blende & Zeit einstellen will, vom Auge nehmen & braucht zur Bedienung gelenkige Finger und genug Licht
- man muss sein Auge schon sehr an den Sucher drücken, um was zu sehen, da ändert auch ein sog. 'high eye point Sucher' nix dran

Ich möchte nicht sagen, dass jeder Mensch die gleiche Kamera / den gleichen Typ braucht. Auch mit einer Minilux lassen sich hervorragende Ergebnisse erziehlen, doch in / mit der Hand verschmelzen tut auch eine R9 nur für Minuten. Da erwarte ich von einem Produkt in der Preisklasse einfach mehr als Zuverlässigkeit & Bildqualität, was ja u.a. auch bei einer fast 80jährigen Rolleiflex zu finden ist.
Ich werde nicht aufhören, Dinge zu kritisieren (hoffentlich konstruktiv), die verbesserungsfähig sind (die Zugänglichkeit des Blendenrings bei einem R-Objektiv wie dem 2/90) und die andere besser gelöst haben, bin aber doch zu Kompromissen oder Krativität bereit (siehe den Kommentar zu Leica an Nikon oder einem Tele von Sinar an einer XPan). Ich bin selbst Konstrukteur bei einem der Hersteller für professionelle Optik & weiß zu gut, wie Produkte entstehen ... aber dann vieleicht besser in einem anderen 'thread'
 
Ich kann beim ZI-System immer nur wieder zur Vorsicht aufrufen, es ist Cosina und nicht zu verwechseln mit Carl Zeiss, deren Leistungen im prof. Bereich, Lithographie, Astronomie und Co hier (zu Recht) angepriesen werden.
Wer glaubt hier den teuren Leicas ein Schnippchen zu schlagen und urplötzlich die gleiche Qualität für ein Drittel bekommt, der täuscht sich - allein schon das 2/85 (echt Zeiss) kostet sogar ein wenig mehr als das Leica 90AA (die meisten Zeiss-Optiken kosten mehr als Leica, das war schon im Contax-System so).
Was Zeiss aber hier abliefert ist traurig. Man nehme ein wenig Know-How, einen faule Mittelweg (diesen technischen Stand hinsichtlich optischer Technologien, Baugröße etc. hat man teilweise schon in den 70ern erreicht - warum dann nicht gleich gebrauchte Leica-Optiken?), verschärfe ein wenig die Anforderugen an den Billig-Zulieferer (im Vergleich zu Zeiss ist Cosina blutiger Anfänger) und schreibe den prunkvollen Namen drauf, inkl. eines kleinen Image-Aufschlages.

Hier darf man auf keinen Fall mit Leica oder den echten Zeiss verwechseln:
Keine Quersubventionierung, innovative Rechnungen, Mehraufwand in Fertigung und Montage.

Denkt ihr das 1,4/50 Asph für über 2000€ ist mit dem 1,4/50 "Zeiss" für 500€ zu vergleichen, nur dass man über 1500€ für den roten Punkt bezahlt, während sich Zeiss in Genügsamkeit übt?
Nein, ich wette, dass Zeiss sogar mehr Marge aus dem vermeintlich billigeren Objektiv zieht...
Jetzt verurteile ich nicht jeden, der keine 2000€ für das 50er ausgeben kann/will, manch einer braucht die Qualität auch gar nicht - aber sich ihrer bewusst sein sollte man sich schon.

Ich würde diese Taktik nicht unterstützen, wenn ich preisgünstige M-Optiken brauche, bediene ich mich in der E-Bucht!


P.S.
Auch wenn dies ein wenig OT ist, muss ich nach vielen Jahren japanischer Massenware und seit mittlerweile 9 Jahren R8-Nutzung auf das Deutlichste protestieren:

- Es gab zu Beginn besagtes Elektronik-Problem, der Zulieferer (japanisch?) erachtete die Spezifikationen bei einem derart kleinen Kunden wohl für nebensächlich, er lieferte fehlerhafte Elektronik die wohl aufgrund einer Empfindlichkeit gegenüber elektrostatischer Aufladungen bzw. in Verbindung mit Benutzung der externen Kontakte fehlerhaft arbeitete. Die "Anbauteile" (Motor/Drive) verspäteten sich aber, der Fehler blieb unentdeckt. Ich bekam nach 2 Jahren freudigen Fotografierens mit der R8 den Winder und schon ging es los.
Leica reparierte kostenlos, wechselte evtl. den Zulieferer - nachher ist man immer schlauer.
Bis heute kann man eine bis zu 10 Jahre alte R8 enschicken und bekommt immer noch kostenlos die neue Elektronik! Eine Preisklasse darunter hat man dagegen nach 10 Jahren schon vergessen, dass dieses Produkt je gebaut wurde, schreckt mit einem absurden Kostenvoranschlag ab und drängt den Kunden zum Kauf eines neuen Modells...

Warum kaue ich dieses leidige und für Leicianer wohlbekannte Thema nochmal durch? Weil bis heute der R8/9 der Nimbus der Anfälligkeit anzuhängen scheint, bis heute Leute fragen, ab welcher Seriennummer man kaufen könnte, um sich teure Reparaturen zu ersparen...

Zur R8/9 kann ich nach 9 Jahren intesiver Praxis nur sagen:

- man will Sport/Reportage machen? Man kauft sich eine professionelle N/C.
- man will so wenig mit sich herumschleppen wie nur irgendmöglich? Das M-System wartet...
- Man hat unterdurchschnittlich kleine Hände und man kann die Kamera kaum halten? Man nehme eine alte R.

Der Rest - und damit meine ich auch Leute, welche das Design als häßlich empfinden, sechs Meßfelder für anachronistisch halten oder der Meinung sind, die 200g Mehrgewicht könnten sie bei ihrer 3kg-Objektivsammlung keinstenfalls mehr ertragen.... - kann mit der R8/9 das beste 35mm-SLR-System aller Zeiten außerhalb von Sport/Reportage-Tätigkeiten kaufen!
Die Qalität ist spitze, das Gehäuse ist gebaut wie ein Panzer, man darf sich selbst mit einigen Pfunden zuviel gerne drauf stellen. Ich habe sie von -25°C bis + 40°C und unter tropischen Bedingungen eingesetzt - NULL Probleme. Schlimmstenfalls muss man die unten liegenden Kontakte trocken wischen, die Abdichtung innerhalb des Gehäuses verträgt mehr Feuchtigkeit als die meisten Menschen.
Robustheit prägt auch die N/C-Top-Modelle (übrigens teuer und noch schwerer/klobiger), das Finish, Qualität in Material/Verarbeitung erreichen sie aber nicht. Verchromung, massiv gefräste Komponenten etc., präzise, individuell gefräste Filmführung (wahrscheinlich wäre das DMR sonst gar nicht möglich),
Der Sucher ist heller, der Beli empfindlicher, manuelles Arbeiten einfacher als mit jedem anderen mir bekannten System.
Bedienung/Ergonomie überhaupt, gerade die Bedienung mit Auge am Sucher ist doch eine der Parade-Disziplinen! Ob M, Contax oder F3 - Zeitenräder einfach auf die Deckkappe geklatscht, mehr oder weniger verstreute Tasten...
Die R8/9 dagegen wie aus einem Guss: Liegt satt in der Hand, Zeigefinder fällt sofort auf den Auslöser, Verschlusszeitenrad lässt sich leicht drehen, Beli-Modus direkt darunter, Abblendtaste am Mittelfinger...

Ob der Sucher für Brillenträger schlechter geeignet ist, kann ich allerdings nicht beurteilen - der Astrittspunkt der Pupille erscheint mir aber bei Konkurrenz-Suchern nicht besser.

Was hat das nun mit "was kommt denn da von Zeiss" zu tun? Nix, verschiebt es meinetwegen zu meinen anderen R8-Lobgesängen ;-)
Aber das passiert halt, wenn man nach 9 Jahren voller Begeisterung immer noch auf "Ungläubige" stößt und gerade zu viel Zeit hat ;-)

Die R8/9 ist für mich der beste Beweis dafür, dass eine komplett neu entwickelte M9, mit Titan-Hybrid-Verschluss, abnehmbaren Digitalrückteil, Vario-Sucher und aus dem Vollen gefräst keinesfalls den Durchbrach schaffen würde.
Jahrelang waren die R-Gehäuse mit ihrer Minolta-Basis ein Übel, welches man für die Optiken hinnehmen musste. Dann stemmt diese kleine Firma mit aller Gewalt, zig Millionen Entwicklungskosten, all ihrem Know-How die R8. Nein, nicht einfach irgendeine weitere SLR, sondern die Quintessenz manueller SLR-Fotografie der letzten Jahrzehnte, Design, technische Detaillösungen - raffiniert bis ins Detail.
Was passiert? Naja, die alten waren ja kleiner, die ist ja häßlich, warum hat die kein AF, da piept ja gar nichts, eigentlich viel zu teuer, ich hab gehört die kommt aus Japan...
Inzwischen verschleudert man auf Ebay für unter 1000€ top-Geräte, mir blutet das Herz angesichts dieser Anstrengungen...

Verzeiht diesen kurzfristigen Begeisterungs-Ausbruch, passiert mir bei der R8 häufiger, werde nun wieder teutonisches Trübsaal-Blasen üben... ;-)
 
@ Georg

Die Leica Objketive haben ohne Zweifel eine hohe Bildqualität. Und im direkten Vgl. auf Messen gefielen sie mir auch von der Haptik besser als die Zeiss-Ikon Objektive. Aber ich kann nur davor warnen, die optische Qualität der Zeiss Ikon Optiken zu unterschätzen.

Ich empfehle da einmal Vergleichsaufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen (Streulicht). Das ist die Achillesferse der gesamten Fotoindustrie. Egal ob Leica, Nikon, Canon, Minolta etc. Nur Zeiss scheint das signifikant besser in den Griff bekommen zu haben.

Ich habe in der Vergangenheit selber Vgl. mit einem Zeiss N 24-85 und einem Leica 90/2.8 neueste Rechnung gemacht. In Sachen Streulicht sah das gar nicht gut für das Leica aus. Und das bei einem 16 Linsen Zoom. Lest Euch einmal auf der Erwin Puts Seite den Vgl. zwischen den neusten Apsherical FB und dem besagten Zeiss Zoom durch. Gleiches Ergebnis.

Natürlich sind die Festbrennweiten von Leica in der Auflösung etwas besser, aber bei Streulicht schlechter. (Man muss zwischen den Zeilen bei Puts lesen, da er ja eigentlich nie etwas Negatives über Leica sagt).

http://www.imx.nl/photosite/japan/contaxn1.html

Also abwarten und vergleichen. Als Leica M user hat man ja die luxuriöse Qual der Wahl. Andere Systeme träumen davon, so viele gute Objektive aus den beiden "Edelschmieden" anschliessen zu können
happy.gif
 
Hallo Georg,

iich danke Dir, daß Du mein schlichte Aussage in #443 nimm eine Leica R9 oder R8
so wunderbar untermauert hast
kiss.gif


LGaBN, Monti
 
Cosina macht die neue Zeiss-Ikon!
Gut so!
Somit werden die Zeiss-Rechnungen der Optiken bezahlbar hergestellt und der Nutzer erhält ein sich immer noch von der Masse abhebendes System.
Mag sein das die Qualität nicht den letzten QS-Mann, weder bei Leitz noch bei Zeiss-Germany, glücklich macht, aber hoffentlich viele der Nutzer.


Schön zu sehen ist in diesem Thread, Zeiss gibt Diskussionsstoff und daß sagt bekanntlich schon vieles.
Nicht jedes neue Kamerasystem wird mit langen Threads empfangen!

PS: ich habe im übrigen keine Zeiss-Ikon!

PS:PS: ich bin der Meinung, jeder sollte mit dem System Fotografieren welches ihm am besten liegt.
Wenn es keine Leica ist, dann ist es keine Leica!
Wenn es denn doch eine sein sollte, dann ist es eine!

Grüße Horst
 
@Dirk
Ich habe diesen Vergleich auch schon gemacht, ich habe mir gerade (mehr oder weniger zu recht) von Herrn Altmann mangelnde Beweise vorwerfen lassen müssen, also habe ich in meinen spärlichen Scans gekramt. In Duisburg (beleuchtetes Stahlwerk) habe ich eine Photoserie gemacht und dabei mit meiner damaligen M6 und dem 2/35 Asph und meiner Hassi mit dem CB 2,8/80 gearbeitet. Beide Optiken repräsentieren den neuesten Stand gerade bzgl. Reflexe, Vergütung etc. - die CB-Serie hatte schon die neue Innenbeschichtung der CFE/CFI-Optiken. Das Planar ist ein Sechslinser, das Summicron ein Siebenlinser, womit sich theoretisch ein kleiner Vorteil für Zeiss ergibt.

Streulichtaufnahmen habe ich leider nicht zur Hand, aber die Unterschiede sind ähnlich. Alles was ich bieten kann sind starke Lichtquellen der Werksbeleuchtung, links Leica, rechts Zeiss.

28004.jpg


Ich weiß, kein optimaler Vergleich, aber vielleicht eine grobe Orientierung zur Reflexunterdrückung, Wiedergabecharakteristik bei starken Lichtquellen. Ich habe das MF-Dia des KB-Motivs leider nur analog, kann aber versichern, dass die Lichtquellen auf dem Schornstein gleich (wie auf dem helleren Motiv) wiedergegeben werden, während die "Korona" um den Ring beim KB durch den dunkleren Himmel zustande kommt.
Auffällig ist die Tendenz des Zeiss für eine "sternförmige" Wiedergabe.

Wie gesagt, sind alle aktuellen Leica-Optiken hochgradig streulichtresistent - Blendenflares, Geisterbilder o.ä. wie z.B. bei meinem alten 19er sind kein Thema mehr. In diesem konkreten Fall bescheinige ich dem 35er Summicron sogar eine etwas bessere Qualität.

Bestimmte Verfahrung zur Unterdrückung von Streulicht, Reflexen etc. sind sogar Leica/Zeiss-spezifisch, das Ablackieren der Linsenränder findet meines Wissens nur bei diesen beiden Firmen statt (evtl. noch Schneider?).

@Horst Fischer
Viele profitieren von der Produktion bei Cosina, aber Produkt und Kunde sind es sicherlich nicht. Die Kosteneinsparungen rühren nicht vom Produktionsstandort her - sogar ein Zeiss-Vorstand hat wenige Monate zuvor die Produktionskosten D vs. J als "vergleichbar" eingestuft. Es sind Unterschiede in der Qualität. You get what you pay for... - ich wünschte es wäre anders, viel Geld könnte ich sparen.
 
Hallo Georg,

ein netter Vergleich, aber man sollte, wenn man schon solch grundsätzliche Eigenschaften vergleichen will, doch lieber zu vergleichbaren Brennweiten greifen (das 80er ist ja bei der Hasselblad wohl eher ein Normalobjektiv) und vor allem sollte man bei gleichem Film und gleicher Blende und mit demselben Objekt (bei Außenaufnahmen) beim gleichen Licht arbeiten, sonst entstehen nur unnötige Streitereien, Legendenbildung und berechtigte Kritik der Befürworter der jeweils "unterlegenen" Optik.
Ich verweise hier auch auf Dirks Beitrag, der die enorme Streulichtunanfälligkeit der neuen Zeiss-Optiken anpreist, die Leica überlegen sein sollen.
Ich selbst habe viel Freude an Bildern aus meinem letzten Urlaub, in denen im Abendlicht die Sonne mit im Bild ist und die dennoch von der Kamera (Summicron 90 und Elmarit 35) glänzend gemeistert wurden. Wenn gescannt, werde ich sie hier oder in der Galerie zeigen, kann aber dauern.

Gruß,
Nils
 
Ich denke Leica hat sich eine Schaar von Liebhabern und Anwendern in den Jahrzehnten seiner Messsuchergeschichte erarbeitet und verdient!!!
Ohne Leica wäre diese Art der Fotografie wohl schon tot!?!?

Meines Erachtens wurde der Einstieg in die Messsucherfotografie, MIT NEUEM EQUIPMENT, allerdings für viele erst wieder durch Cosina möglich.
Zunächst als Voigtländer.
Nicht jeder kann und will, für sicherlich bessere Qualität, den Mehrpreis einer Leica bezahlen.
Dennoch erhält er bei Cosina, wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, ein sich aus der Masse der Fotoindustrie abhebendes System.
Ob nun der Preis von ca. 1500,- Euro für das ZI Gehäuse gerechtfertigt ist, mag dahingestellt sein!
Ob die Objektive ihr Geld wert sind muss die Zeit und müssen
(@Georg, DIREKTE)
Vergleiche zeigen.

Sicher trägt Zeiss mit der Vorstellung seiner "ach so tollen" Messsucherkamer mächtig auf!
Das ist Marketing!!!
Wir, die wir uns mit der Thematik beschäftigen, wissen das!

Aber auch Leica verkauft eine neue Gehäusegeneration als sei ein Neues Zeitalter der Fotografie angebrochen.
Derweil sind es Änderungen im Detail!
Das ist auch Marketing!!!

Ich bin, das mag den ein oder anderen Leser verwundern, ein Leica-Fan! Ohne Leica!!!

Habe mich irgendwann für Cosina/Voigtländer entschieden und die Entscheidung noch nicht bereut!

Der Ein oder Andere Leicaner ist ja auch Besitzer cosianischer Produkte!
Sei es nun ein Cosina Zweitgehäuse oder eines der vorzüglichen, teilweise mit Abstrichen zu verwendenden, Objektive!
Mancher kommt von Cosina Produkten wieder ab, mancher kauft mehr.
Eben jeder nach persöhnlichem Geschmack!!
Vor Cosina-Produkten zu warnen finde ich überzogen!
Im Gegenteil!
Ich denke gerade bei der Einführung der Cosina/Voigtländer-Modelle wurde eine besondere Kundenklienteel angesprochen!
Jene, welche sich eine Leice gerne kaufen würden aber nicht bereit oder in der Lage waren den Preis zu bezahlen.
Diese Käuferschicht fand in den Bessas ihre Messsucherkamera.

Leica ist und war auf diese Käufer nicht angewiesen!?!?!?

Ich jedenfalls konnte mir den Messsucher-Einstieg nur dank Cosina finanziell ermöglichen!
Meine Arbeit ähnelt der mit einer Leica, das Feeling ist ähnlich.
Bevor jetzt jemand auf "ähnlich" bezug nimmt!
Ich weis sehr wohl um den Umgang mit einer Leica!
Habe auch schon geraume Zeit (mehrere Wochen) mit einer M6 gearbeitet.
Sehr schöne Kamera super Haptik, ein Traum von vielen Fotografen.
Sehr hochwertige Optiken!
Dennoch geht auch nichts über die "Cosina's"!

Wie mit allem ist das Wichtigste sich mit dem System seiner Wahl vertraut zu machen, seine Stärken zu nutzen und die Schwächen zu umgehen.

Ich möchte nicht weiter ausholen, ist eh schon genug!
Ich wünsche jedem mit "seinem System" und "seiner Marke" atemberaubendes Licht und originelle Motive!


Beste Grüße Horst
 
Lieber Horst,
danke fuer Deinen Beitrag, den ich sehr erfrischend finde. Ich habe meine Bessa R2 wieder verkauft, weil ich mit dem Sucher nicht klar kam und festgestellt habe, dass drei Messsuchergehaeuse (M3, M6, R2) mindestens eines zu viel waren. Am liebsten ist mir die M6.

Dennoch benutze ich begeistert das 2,5/35 von Cosina Voigtlaender. Ich arbeite ueberwiegend mit offener Blende, selten kleiner als 5,6, und kann von diesem Objektiv (fast) nur gutes berichten. Von Vignettierung und Randverzerrungen keine Spur, Farbwiedergabe excellent. Ich bezweifle nicht, dass das 35er Summicron besser ist. Aber Cosina als quasi "Scherben" zu verdammen, ist nicht nur ueberzogen, sondern absoluter Quatsch.

In dem Sinne, stefan
 
Habe diesen langen thread nochmal durchgelesen und will folgende Info von Erwin Puts hier hinzufügen. Denn der Leica Guru scheint wohl die ZM-Objektive lieb gewonnen zu haben.


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Eine allgemeine Rezension zu ZM Objektive (mit dem Ergebnis, dass "Made in Japan" nicht gleich schlechter als "Made in Germany" bedeuten muss:

01) http://www.imx.nl/photosite/comments/c015.html
02) http://www.imx.nl/photosite/comments/c016.html
03) http://www.imx.nl/photosite/comments/c017.html


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Hochgelobt sei das Biogon-T* 2.8/21mm:
http://www.imx.nl/photosite/comments/c020.html


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Und zum gutem Schluß: ein paar empfehlenswerte ZM-Objektive an der M8.
http://www.imx.nl/photosite/leica/M8_5/m8_5.html

Mir gefällt es letztendlich, dass Erwin Puts doch so wissenschaftlich neutral ist und sich nicht scheut die Konkurrenz hochzuloben. So oft wie er für Leica wirbt, habe ich in der Vergangeheit fast wirklich geglaubt, dass er bei den Solmser auf der monatlichen Gehaltsliste steht.

Gruß L.
 
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