Hmmm, genau den kann ich nicht mehr hören, damit haben sie uns schon in der Schule vor über 40 Jahren genervt. Für mich ist das Geschichte wie der Burenkrieg, der Genozid der Spanier und Portugiesen in Südamerika oder die Greuel der römischen Legionen in Germanien. Irgendwann muß einfach mal ein Schnitt sein. Die politischen Implikationen der ständigen Remineszenzen an diese Zeit möchte ich mir hier ersparen und sie tun auch nichts zur Sache.
So isses, für mich als Nachkriegskind aus den Sechzigern habe
ich selber damit erst mal nix zutun, werde aber in den Medien immer als Deutscher damit in Verbindung gebracht, sowohl eine Kanzlerin, die über Staatshilfen diskutiert ist eine Nazi-Kanzlerin weil einige Hohlköpfe im Ausland sie so sehen wollen als auch der Deutsche ansich, wenn es mal wieder knapper wird mit der weltweiten Sympathie.
Wenn es heute Neos gibt, die sich damit heute beschäftigen, dann muss man die Energie in diese Richtung bündeln, die bekämpfen anstelle ständig diejenigen permanent daran zu erinnern, die bereits bestens diese Geschichte kennen und auch wissen wie schlimm das damals war - denn ich wurde bisher
mehrfach darüber aufgeklärt, kenne alle Daten des Holocaust und kenne auch den aktuellen Stand der Geschichtsbücher.
Es gibt genug Amerikaner, die nach der geplatzen Immobilienblase tagsüber die Akermann-Plakate mit Edding-Schnäuzern bemalt haben inklusive der entsprechenden Kreuze und abends die weißen Kapuzen aufsetzen um die
ungeliebten Menschen zweiter Klasse im eigenen Land zu jagen... Da kann man doch ruhig mal über den eigenen Tellerrand zur Weltgeschichte schauen ohne gleich die eigene Geschichte zu vergessen, oder ??
Zum Foto:
Journalismus und solche Fotos gehen für mich völlig in Ordnung, da habe ich schon ganz andere Fotos gesehen und sie haben mich aufgewühlt, ich habe diese schlimmen Bilder nie vergessen und genau das ist meiner Meinung nach das, was man bezwecken sollte damit.
Die Gesichter der Menschen darauf habe ich in einigen Tagen vergessen, die Bildaussage jedoch nicht. Es gab ein WorldPressAward-Foto welches einen Afrikaner zeigte, der ein totes Kind aus einem Container heraus auf einen Leichenhaufen warf, auch das Foto habe ich noch
strukturell im Kopf, die Gesichter jedoch darauf nicht. Die Aussage war wohl auch da etwas anderes und nicht aud zwei Gesichter bezogen - es zeigt mir
einen Zustand und keinen speziellen einzelnen Menschen mit seinem Gesicht.
Zum Gutmenschen:
Heute ist es hip sich ständig selbst an den Holocaust zu erinnern, die Ausbeutung von Juden etc. und das zu verurteilen, aber heute ist es auch hip die fetten Telegläser bei Amzon zu ordern, natürlich versandkostenfrei, denn der Paketbote muss für den Gutmenschen ja zum Dumpingpreis die Shore nach hause karren - scheiß egal, der Gutmensch will es billig - die Kleidung, der Kaffee und noch so einiges andere kann man ja heute im Discounter kaufen, ein T-Shirt für 2 Euro oder sonstige Schnäppchen eignen sich hervorragend für den Kneipenabend, denn da kann man allen erzählen wie cool man ist weil man das T-Shirt ja theoretisch wegwerfen könnte wenn das Bier für 3,40€ darauf Flecken hinterlässt...
Fazit ?
Wo fangen wir den nun an ?? Solche Fotos nicht zu zeigen ist viel schlimmer, denn das würde verhindern, dass man als
Wohlstandsmensch mal den Spiegel vor die eigene Fratze gehalten bekommt, und das würde höchstens das Gewissen beruhigen beim nächsten Schnäppchen.
Somit bin ich dankbar für solche Fotos, die MIR den Spiegel vor meine Fratze halten um dann auch anders zu handeln im Leben, das fängt damit an, dass ich FairTrade kaufe und Objektive im Shop abhole und es massiv vermeide bei Amazon etwas zu kaufen, was es auch hier in der Stadt gäbe und so weiter...
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