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Gegenlicht-Experimente | Sammelthread

Hallo,

da sich die Sonne heute doch für kurze Momente mal durch die Wolken gekämpft hat war heute die Gelegenheit für das Sternexperiment.

Meine ersten Sterne!

comp_IMGP6981-1.webp


comp_IMGP6982-1.webp


Unser Blauregen hat sich geopfert um die Sonne zu verstecken.

Gruß
Eckhard!
 
Hallo Eckard,

das erste Bild gefällt mir besser. Die Sonne kommt nicht so hell rüber. Die anderen Farben sind dadurch noch gut erkennbar und die Bildaufteilung ist schön. Mein Blick führt entlang des unteren Zweiges, dies macht das Bild interessant.

LG Jessy
 
Moin Eckhard,
das geht mir genauso. Nr. 1 ist klasse, Nr. 2 fällt dagegen etwas ab. :)
 
Hallo Jessy und fritzi,

Danke für Eure netten Antworten! Ja, das erste Bild gefällt mir auch besser, das 2. habe ich eingestellt, weil der Stern, wie ich finde, schöner ist.

Das ist ja das erste Mal, das mir sowas gelungen ist. Es werden bestimmt noch Gelegenheiten kommen um es noch besser zu machen.

Gruß
Eckhard!
 
Moin,

irgendwo in der Mitte wird die "Wahrheit" liegen; ich gebe Jessy und Fritzi insoweit recht, dass die Farben der Pflanze bei 1 viel schöner rüberkommen. Der Himmel ist aber bei der 2 deutlich schöner.

Aus der Mitte entspringt ein Fluss ;)


VG Jan
 
Hallo Eckhard,

ich schließe mich der Meinung von Jan an. Kannst du nicht mit der Fotobearbeitung bei Bild 1 den Himmel etwas blauer machen, dann sollte es passen.

Aber genau dieses Problem habe ich auch. Passen die Farben, dann ist der Himmel hell, obwohl er beim Fotografieren wunderschön blau war. Gibt es hier eine Lösung? All mein Probieren hat noch nicht wirklich was gebracht.

Viele Grüße
Sylvia
 
Hey Sylvia,

das Problem ist dann einfach der Kontrastumfang; evtl lässt sich das mit der leichten Überbelichtung "exposure to the right" (das kann Dirk = Pentaxburschi am besten erklären) beheben, vermutlich ist aber eher DRI oder der Grauverlaufsfilter angesagt. Die Möglichkeiten des Sensors sind halt technisch limitiert...


Gruß Jan
 
Hola Sylvia und Jan

Da lässt sich schon (noch) was machen ;)

Saludos
Marcel

comp_IMGP6981-1_m@rmor.webp
 
Marcel, Du bist EBV-mäßig echt auf 'ner anderen Ebene unterwegs ;)

Was Du aus dem RAW hättest machen können will ich lieber gar nicht wissen...

Gruß Jan
 
Moin,

Was der Jan da meinte mit "exposure to the right" (Belichtung nach rechts) ist keine Überbelichtung sondern eine leichte Unterbelichtung.
Gesteuert wird das über das Histogramm, wobei man darauf achtet, daß der Berg möglichst weit rechts beginnt, ohne abgeschnitten zu werden.

Der Sinn liegt darin, daß in dunklen Bereichen mehr Bildinformationen stecken, als in hellen Bereichen und mit gezielter Aufhellung anschließend in der EBV dann meist mehr Kontrast und Struktur rausgeholt werden kann.

In Wort und Bild wird das hier erklärt. Irgendwo gab es den Link hier auch schon mal.

C'Ya
Dirk aka Ralf
:D
 
Moin,

was der Ralf da meint, also das leichte unterbelichten des RAWs, ist.ein probates Mittel, um ausfressende Lichter zu vermeiden, nach dem Verständnis von Jan aber nicht "exposure to the right".

"Das Histogram nach rechts verschieben". Histogram rechts = helle Bildbereiche. Nach rechts verschieben = heller belichten, also tendenziell überbelichten.

Hab ich 'nen Denkfehler? Im Netz des deutschsprachiges zu finden fällt gar nicht sooo leicht, aber hier:


[url schrieb:
http://www.96dpi.de/archives/2012/06/15/expose-to-the-right/[/url]

Expose To The Right ist eine Technik, bei der man RAW-Aufnahmen so hell wie möglich belichtet. Die Spitzlichter sollten nicht ausfressen, aber das Histogramm soll, auch bei dunklen Szenen, möglichst weit nach rechts in den hellen Bereich rücken.

Nu ist wohl doch Dirk gefragt um hier für Klärung zu sorgen, der verwendet diese Technik schließlich, den entsprechenden Post finde ich irgendwie nicht...

Wo ich mich aber, wenn das denn jetzt alles so richtig ist, definitiv geirrt hätte ist, dass ETTR in der hier genannten Situation ein Mittel der Wahl gewesen wäre, denn o.g Quelle sagt zum Zweck von ETTR

Die Idee daran ist, dass der Signal-Rausch-Abstand mit mehr Helligkeit besser wird. Außerdem nimmt die Anzahl der möglichen Abstufungen zu, was feinere Übergänge ergibt.
...
ETTR ist in genau einer Situation nützlich. Wenn man schon die geringste ISO-Zahl eingestellt hat und die Qualität leicht verbessern möchte, kann ETTR helfen. Dabei nimmt man aber in Kauf, dass der Dynamikumfang für jede Blende Überbelichtung um eine Blende reduziert wird.


Wobei ich mich zum Sinn und Zweck von ETTR jetzt erstmal zurückhalte und meinen Tipp dahingehend zurückziehe; gefährliches Halbwissen ;)

Also, für zu große Kontrastumfänge bleiben: leicht unterbelichten (für mein Verständnis exposure to the left) und anschließend die Schattenreserven aus dem RAW kitzeln, HDR / DRI oder Filter; oder auf Mallorca leben und Marcel heißen ;)


VG Jan
 
Du siehst Eckhard, man lernt nie aus. Die Bilder mit dem "Sonnenstern" sehen doch gut aus.
Gelungen dagegen ist die Überarbeitung von Marcel. :z02_respekt:

Gruß Harry
 
Nachtrag zu ETTR:

http://en.wikipedia.org/wiki/Exposing_to_the_right schrieb:
ETTR images appear to be overexposed



http://www.luminous-landscape.com/columns/determining-exposure.shtml schrieb:
"With digital capture it is recommended that you “expose to the right” as Michael Reichmann says. This approach stems from digital cameras being able to record more information in the high values than in the low values. Exposing to the right means overexposing your image"

Ich hab's wohl doch richtig verstanden ;)


Gruß, Jan
 
Hola

Das widerspricht jedoch dem, was wir hier immer wieder "predigen", nämlch lieber etwas unterbelichten. Was ist nun richtiger
icon13.gif


Saludos
Marcel
 
Hola Marcel,
das muss kein Widerspruch sein: Ist der Dynamikumfang eines Motivs sehr hoch und läßt man die Kamera machen, ohne auf das Histogramm zu achten, kann es passieren, dass das Bild zu hell wird, also die Lichter ausfressen, was man hinterher nicht mehr retten kann. Diese Bilder sollte man also soweit unterbelichten, dass die Lichter gerade noch durchgezeichnet sind, was man am Histogramm daran erkennen kann, dass der Berg auf der rechten Seite nicht abgeschnitten ist, aber bis fast an den Rand heranreicht. Bei diesen Bildern hilft dann nur Schatten aufzuhellen, damit auch in den dunklen Bereichen noch Zeichnung zu sehen ist - hierbei sind die Reserven erheblich größer, als beim Abdunkeln von ausgefressenen Lichtern.
Anders bei weniger extremen Motiven oder Lichtsituationen: Hierbei lohnt es sich durchaus, etwas heller zu belichten, wieder nach Histogramm, genau wie oben, und hinterher das ganze Bild etwas abzudunkeln. Hierbei erhält man oft eine sehr viel detailliertere Zeichnung in den dunklen Bereichen, als wenn man die Kamera hätte machen lassen. Zudem rauschen diese Bilder oft weniger, als wenn man Schatten aufgehellt hätte um Zeichnung zu erhalten.
Dies wird in dem bereits verlinkten Filmchen von Hans-Peter Schaub auch recht deutlich.

Fazit: Es kommt auf die Situation an - wer hätte das gedacht? :z04_Flucht:
 
Moin Marcel,

nochmal ein Auszug aus einem der Zitate die ich hier eingefügt habe:

"Die Idee daran ist, dass der Signal-Rausch-Abstand mit mehr Helligkeit besser wird. Außerdem nimmt die Anzahl der möglichen Abstufungen zu, was feinere Übergänge ergibt."


Das Unterbelichten verwendet man also, um durch das Ausnutzen der RAW-Reserven in den Schatten die Dynamik zu steigern. Anscheinend kann der Sensor in hellen Bereichen mehr Informationen aufnehmen als in dunklen. Auch das ist keine Widerspruch, denn entscheiden ist ja beim Clipping, dass Bereich, die weiß dargestellt werden auch weiß sind, Bereiche die wir schon als schwarz sehen, können aber durchaus noch Helligkeitswerte aufzeigen, die wir halt rauskitzeln müssen. ETTR dient zur Verbesserung des Rauschverhaltens und zur feineren Abstufung der Helligkeitswerte (daraus entsteht die Frage, ob man ETTR dann an der K-5 überhaupt braucht :z04_Flucht:)

Mir ist das aber gerade auch alles zu verwirrend, daher mache ich einfach so meine Bilder, wie ich's kann: Rauschen in Kauf nehmen statt ETTR und bei zu großen Kontrasten knalle ich teilgetönte Resinscheiben vor die Linse oder mache auch mal DRI...


VG Jan
 
Oh mann - Jan, Du hast hier natürlich recht.

Ja, leicht überbelichten ist das exposure to the right. Und ich habe mir noch das Histo vorgestellt, so mit dem Datenberg auf der dunklen Seite, nämlich links... - und hab es nicht gerafft. :z04_head_wall:

Na hoffentlich passiert mir das am Samstag nicht, wenn TomTom mir sagt: rechts abbiegen - sonst lande ich noch in Moskau - und das, wo Andreas ja gar nicht dort ist dieses Wochenende...

Peinsam, Peinsam... :o

C'Ya
Ralf
 
Nu ist wohl doch Dirk gefragt um hier für Klärung zu sorgen, der verwendet diese Technik schließlich, den entsprechenden Post finde ich irgendwie nicht...

Moin Jan,

der Trick dabei liegt nach meiner Methode, die ich ja sehr oft anwende, einfach erklärt:

Exposure to the Right bedeutet ja eigentlich das leichte Überbelichten - was allerdings bei der digitalen Fotografie mit Belichtungsmessung und Co. wieder mal etwas diffus ist im Ergebnis. Das Verschieben des Histogramms nach "rechts" bringt zwar etwas für die Schatten, löscht aber die Strukturen in den hellen Bereichen aus. Mit der EBV ist es (nach meiner Erfahrung) einfacher dunkle Stellen aufzuhellen als helle Stellen abzudunkeln. - Kurz um - mir ist ein Himmel mit schönen Wolken und stellenweise aufgehellter Wald aus dem RAW lieber als ein heller Wald mit weißem Himmel. Fazit: Wenn man das Histogramm zu weit nach rechts schiebt ist das Risiko von Detailverlust größer als anders herum. Die aktuellen Sensoren schaffen eh locker den Dynamikumfang, den man für´s RAW heute nutzen kann...

Aus diesem Grunde übersetze ich für mich den Begriff Exposure to the right mit Belichten zur richtigen Seite und wende das dementsprechend an.

Als Erklärung warum man bisher lieber überbelichtet hat in der digitalen Fotografie ist einfach und schnell erklärt - die Sensoren in der Vergangenheit haben im RAW sicherlich wesentlich mehr an Grunddaten fürs Rauschen untergebracht und beim Aufhellen von dunklen Bereichen wesentlich mehr Rauschen erzeugt als beim Abdunkeln von hellen Bereichen.
Deshalb hatte man lieber den Himmel etwas überbelichtet und den Wald eben so optisch verbessert um anschließend den Himmel etwas abzudunkeln.

Im Prinzip kann es ja jeder halten wie er es will ;) :) und aus der Erfahrung heraus seine Schlüsse ziehen :)

:z04_bier01:
 
Moin Dirk,

mir ist's ohnehin egal, ich verwende diese Technik auch nicht, weil ich sie an digitalen Sensoren - ebenso wie Du - für nicht wirklich praxisrelevant halte; leicht unterbelichten und das Histogram im Postprocess nach rechts verschieben, um ausfressendeLichter zu vermeiden und Reserven aus den Schatten holen halte ich sie deutlich praxisrelevanter ;)

Im blauen Forum würden uns jetzt wieder 500 Super-Experten erklären, dass und weshalb man ohne klassisches ETTR eigentlich gar keine Fotos machen kann, aber wir sind ja zum Glück das schwarze Forum ;)

Mir ging es vielmehr darum, einmal den Tag zu erleben an dem Ralf entgegen einer vorherigen Aussage schreibt "Oh mann - Jan, Du hast hier natürlich recht". ;)


Gruß Jan
 
Moin, Ihr Experten ;)
Wir sind hier zwar nicht im Blauen Forum, und ich bin auch keine Super-Expertin, aber ich habe dennoch in der einen oder anderen Situation gute Erfahrungen mit dem ETTR gemacht: zum Beispiel bei relativ dunklen Motiven, in denen die Schatten abzusaufen drohen. :z04_Flucht:

Bei diesen Bildern hat das ganz gut funktioniert: http://www.pentaxinfo.de/forum/showpost.php?p=92345&postcount=64
 
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