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Gegenlicht-Experimente | Sammelthread

Gegenlichtmakro

Hallo,

hab da gestern abend in der Abenddämmerung auf meinem Balkönchen auch was Gegenlichtiges aufgeschnappt, zwar nicht die hohe Kunst, aber doch ganz putzig, wie ich finde: Das Tierchen ist nämlich gerade erstmal 2-3 Millimeter groß, der Draht im Bild zum Vergleich 2 mm dick, und da ich mit dem Stativ nicht nah genug rankam, musste ich halt 'ne Weile "turnen", es dann halt aus der freien Hand halbwegs scharfzukriegen:

PTX_1342_xs.webp


Man liest sich,
QN
 
Moin QN,
hohe Kunst hin oder her - ich finde Dein Bild durchaus gelungen. :) Die Lichtsäume an den Spinnenbeinen machen es zu etwas Besonderem.
 
Danke Fritzi,

der Witz war ja, dass die gestern abend noch total durchsichtig war, deshalb das Licht. Im Moment dagegen herrschen hier (Berlin-Neukölln) ja gerade wieder mal tropische Temperaturen, und heute abend soll's gewittern - von dem Netz ist also nix mehr zu sehen, aber an dem Eisendraht sah ich dann gerade noch so'n Minispinnchen herumhuschen, allerdings schon dunkel gefärbt. Kann sein, dass das Madame von gestern abend war, im neuen Gewand...

Gegenlicht und Makro ist nochmal 'ne ganz besonders prickelnde Mischung...

Man liest sich,
QN
 
Doppelpost - der Computer war schneller...
 
Moin QN,
war das also ein durchsichtiges Spinnenkind? "Insektipedia" Marcel wird dazu vielleicht mehr sagen können - auch wenn es gar kein Insekt ist.
Gegenlicht-Makros sind eine tolle Sache, das stimmt! Auch aus diesem Grund bekomme ich mein Tamron überhaupt nicht mehr von der Kamera runter.
Wie findest Du denn eigentlich meine letzten Bilder?
 
Hallo La Douce, Du fragst

Wie findest Du denn eigentlich meine letzten Bilder?

Wie ich sehe, hast Du auch schon gehörig am Blut der "Gegenlicht-Makrografie" (ich nenne das jetzt einfach mal so ;)) geleckt. Von der 6er-Serie gefallen mir die 3 letzten am besten, vielleicht wegen der kräftigen (Farb)Kontraste. Und dieser, ich sag mal so, "rote Tannenbaum", ich glaube, Nr. 4, ist das wirklich 'n Makro? Was mich dabei immer wieder fasziniert, ist, dass diese winzigen Sachen auch nochmal genauso komplex aufgebaut sind wie die großen, also zB. so 'ne Ameise eigentlich auch alles hat, was man zum Leben braucht, nur kleiner. Möchte mal wissen, wenn die auch nochmal Makrofotografie betreiben würden, was die dann für Fotos machen würden...

Machst Du Deine Fotos eigentlich mit Stativ, oder aus der Hand?

Man liest sich,
QN
 
Hola amigos

Dann will ich doch auch mal "ins Gegenlicht blicken" ;)

Kleopatra-Falter im Gegenlicht.

Saludos
Marcel

Kleopatra-Falter im Gegenlicht_2.webp
 
Moin zusammen,
Marcel, Dein Falter ist mal wieder klasse! Das Gegenlicht bringt den richtig schön zum Leuchten. :z04_photos:

Der "rote Tannenbaum" ist die Blütenrispe einer Astilbe. Die ganze Pflanze ist etwa 30 bis 40 cm hoch. Als Makro würde ich das Bild nicht wirklich bezeichnen wollen, eher als Nahaufnahme.
Ich gelte als Stativmuffel. Gestern abend war es so hell, dass das auch nicht nötig war.
 
...der Witz war ja, dass die gestern abend noch total durchsichtig war...
Hola QN

Bei so kleinen Spinnen wie der Deinigen, scheint das Licht (im Gegenlicht) ohnehin durch die dünne Chininhaut, das ist selbst bei grösseren so zu beobachten (siehe Beispiel unten).

Bei Auflicht hingegen merkt/sieht man das nicht.

Wie Fritzi schon schrieb, sind Spinnen keine Insekten, sondern Spinnentiere, zu denen auch Skorpione, Milben und Zecken gehören.

Bei einer doch recht grossen Spinne, der Wespenspinnne, ist der Durchscheineffekt bei den Beinen ebenfalls zu sehen.

Saludos
Marcel

Wespenspinne-im-Gegenlicht-a18977327.webp
 
Madame spinnt wieder...

Hallihallo,

wollte gerade ins Kino, da sah ich, das Madame sich an anderer Stelle wieder ein neues Netz bastelt, also meinerseits auch schnell wieder das Macro reingestöpselt, und fürs Stativaufbauen war auch diesmal keine Zeit, weil das Tierchen im Turbomodus hin- und herwuselte und außerdem gerade ein irres Licht auf meinen Balkon fiel. Daher auch nachfolgendes Bildchen (als eines der wenigen gelungenen) aus der Hand:

PTX_1375_cs.webp


Ist im übrigen der helle Wahnsinn, so einem Netzaufbau zuzusehen... Durch den Sucher konnte ich sogar die feinen Leimtröpfchen sehen, die wie Perlschnüre die Fäden zieren - die zu fotografieren, hätte ich allerdings mehr Ruhe gebraucht, und wahrscheinlich auch ein etwas anderes Licht. So aber ist, wie auch auf obigem Bild, von den Fäden fast gar nix zu sehen...

Man liest sich,
QN

PS. Ist übrigens seit gestern kaum gewachsen: immer noch gerade mal 2-3 Miilimeter klein...
 
Wie Fritzi schon schrieb, sind Spinnen keine Insekten, sondern Spinnentiere, zu denen auch Skorpione, Milben und Zecken gehören.

@Marcel: Bei sehr starker Vergrößerung sieht es auf manchen Bilder fast so aus, als ob die Spinne vier nebeneinanderliegende Augen hat, oder vielleicht sogar zwei Reihen davon - kannst Du das bestätigen? Auf meinem Krabbenspinnen-Foto von vor ein paar Wochen kam es mir auch so vor, also dass es auf jeden Fall mehr als zwei sind...

Man liest sich,
QN
 
Moin QN,
der Netzbau war dann doch auch Kino, oder? ;)
Hattest Du die ISO mit Bedacht so hoch gedreht? Das Bild rauscht ja gewaltig. Mit weiter geöffneter Blende und dafür reduzierter ISO hättest Du sicher auch kurz genug belichten können - sehr viel Tiefe hat das Motiv ja nicht.
 
Moin QN,
der Netzbau war dann doch auch Kino, oder? ;)
Hattest Du die ISO mit Bedacht so hoch gedreht? Das Bild rauscht ja gewaltig. Mit weiter geöffneter Blende und dafür reduzierter ISO hättest Du sicher auch kurz genug belichten können - sehr viel Tiefe hat das Motiv ja nicht.

Ins große Kino hab ich's dann alledings trotzdem noch geschafft: "Moonrise Kingdom". Ziemlich putziger Film... Und was die ISOs angeht: Ich persönlich finde Rauschen bzw. Körnigkeit, wie's früher hieß, manchmal gar nicht so doof. Und hier war ich halt wegen der Winzigkeit des Tierchens schon ziemlich nah an der Naheinstellungsgrenze, und wenn's dann halt noch was aus der freien Hand werden soll bei so'nem Wuseltierchen und der gleich hinter den Dächern verschwindenden Sonne, kann man nur Blende zumachen, Belichtungszeit runterdrehen und hoffen, dass wenigstens eines der Bilder später halbwegs scharf ist. Das Spinnchen ist halt wesentlich jünger als ich es bin, und da ist man halt noch flink und flott... ;)

Diese, wie ich es nenne, "Punktschweinwerfer-Situationen", wenn's rundherum duster ist und das Licht plötzlich durch ein Loch in den Wolken sticht, oder schon fast untergegangen ist und sich gerade nochmal durch irgendwelche Häuserlücken schlängelt, sind einerseits fotografisch wahnsinnig ergiebig, weil's dann meist auch wunderschöne Helldunkel-Kontraste hat, andererseits gehen diese Situationen aber auch wahnsinnig schnell vorbei, und wenn man da nicht in Blitzesschnelle die richtigen Entscheidungen trifft, ist der Augenblick auch schon wieder vorbei. Ich denke, da hilft auf die Dauer nur Übung...

Man liest sich,
QN
 
...Marcel: Bei sehr starker Vergrößerung sieht es auf manchen Bilder fast so aus, als ob die Spinne vier nebeneinanderliegende Augen hat, oder vielleicht sogar zwei Reihen davon - kannst Du das bestätigen?...
Hola QN

Dass Spinnen mehrere Augen haben ist so, aber ob das generelll die gleiche Anzahl ist, glaube ich nicht. Ich muss mich da mal schlau machen. Ich vermute mal, dass Spinnen, welche Netze bauen, nich so gut zu sehen brauchen, wie Fangspinnen.

Diese Krabbenspinne (sie baut keine Netze) z.B. hat 6 Augen, wie man gut sieht ;)

Saludos
Marcel

Krabbenspinne_3.webp
 
Nachtrag:

Spinnen haben mit wenigen Ausnahmen 8 Augen (2 Hauptaugen und 6 Nebenaugen), welche unterschiedlich angeordnet sind. Einzelne Arten haben "nur" deren 6 und die "Walzenspinnen" deren 4-8.

Trotz der vielen Augen sehen Spinnen eher schlecht, bis auf die Springspinnen, aber die Sichtwite ist bei denen auf etwa 30cm beschränkt.

Saludos
Marcel
 
... Und was die ISOs angeht: Ich persönlich finde Rauschen bzw. Körnigkeit, wie's früher hieß, manchmal gar nicht so doof. Und hier war ich halt wegen der Winzigkeit des Tierchens schon ziemlich nah an der Naheinstellungsgrenze, und wenn's dann halt noch was aus der freien Hand werden soll bei so'nem Wuseltierchen und der gleich hinter den Dächern verschwindenden Sonne, kann man nur Blende zumachen, Belichtungszeit runterdrehen und hoffen, dass wenigstens eines der Bilder später halbwegs scharf ist. Das Spinnchen ist halt wesentlich jünger als ich es bin, und da ist man halt noch flink und flott... ;)

Moin QN,
ich fragte mich einfach, warum Du bei diesem weitgehend zweidimensionalen Motiv die Blende so weit geschlossen hast. Selbst an der Naheinstellgrenze hätte irgendwas um die f/8 doch gereicht, dann hättest Du die ISO fast halbieren können.
Du hast völlig recht: diese Lichtsituation ist sehr spannend und braucht viel Übung, weil alles so schnell geht. Üben wir also weiter :)
 
Guten Morgen,
hier zwei Bilder aus unserem Garten heute morgen - endlich scheint mal wieder die Sonne :)

IMGP8901.webp


IMGP8923.webp
 
Moin zusammen,
noch ein Nachschlag von heute morgen:

IMGP8938.webp


Mit dem neuen silbernen Reflektor aufgehellt. :)
 
Moin nochmal,
hier ein Bild, über das ich gerade stolperte. Ich habe es letztes Jahr im Sommer aufgenommen, eben habe ich es noch etwas nachbearbeitet. Wie gefällt Euch das?

IMGP0417 (1).webp


Offenbar hatte ich es schon mal woanders eingestellt, dies ist aber eine neue Version.
 
Hola amigos

Da habe ich doch tatsächlich noch ein Gegenlichtbild im Archiv gefunden ;)

Saludos
Marcel

Weinrebenzweig

Weinrebe im Gegenlicht.webp
 
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