Moin!
vielleicht hast Du bemerkt, wie leidenschaftlich hier die APS-C Sensoren verteidigt werden - ist ja verständlich. Keiner der die gängigen Digitalkameras hat, hört gerne es gäbe auch noch wesentlich bessere Formate /Sensoren /Kameras.
Nur mal nebenbei: ich bin von digitalem Kleinbild (also dem vielgerühmten "Vollformat") und FT
bewusst und wohlüberlegt auf APS-C umgestiegen; und bereue es nicht. Mit einer leidenschaftsgetriebenen, undiffernzierten Diskussion hat das nichts zu tun, bzw kann ich eine solche nicht erkennen.
[...]aber es ist auch einfach andere mit Pauschalurteilen wie: auf WIKIPEDIA kann man nichts geben
Und Pauschalurteile á la "Vollformat ist besser" sind fundierte und zielführende Ansätze?
[...]mundtot zu machen. Der Ton der hier in Diskussionen verbreitet gepflegt wird, ist nichts für mich, deshalb werde ich mich wohl wieder zurückhalten.
Ähem, wie meinen? Von einer unsachlichen Diskussion sind wir hier weit entfernt, ich denke auch, das die Moderation besonders bei solch polarisierenden Themen ein waches Auge auf die Sachlichkeit der Beiträge hält.
Man muß sich einfach überlegen für was möchte ich die Kamera verwenden.
Eben, genau das ist doch der Punkt! Und Gesines bisherige Angaben implizieren imho nicht die Notwendigkeit für KB. Ich zitiere dazu gern nochmals meinen Beitrag #33, falls dieser untergegangen sein sollte:
mir erschließt sich aus Deinem Beitrag gerade wirklich nicht, woraus Du die Notwendigkeit für "Vollformat" schließt!?
Einerseits sind's die Farben. Das bekommt jede aktuelle Kamera hin, die Einstellungen und ggf der Workflow müssen passen. Weißabgleich, Farbsättigung etc pp.
Mit dem lichtstarken Normalobjektiv bist Du an Deiner APS-C DSLR zufrieden. Darf ich fragen, was das genau für ein Objektiv ist (Brennweite + größte Blende)?
Du schreibst, der Sensor Deiner Sony sein "nicht lichtstark" genug. Ist damit gemeint, dass Du bei wenig Licht zu starkes Bikdrauschen feststellst oder woran hapert es da?
Im Reigen der aktuellen Nikon, Sony, Canon, Pentax usw Kameras gibt es eigentlich keine Kamera mehr, die nicht auch bei höheren ISOs noch anständige Bilder mit moderatem Rauschverhalten liefern würde; unabhängig von der Sensorgröße...
Wenn wir da etwas mehr wissen, können wir vielleicht etwas präziser beraten...
Dass ein im Grunde irrationales "Habenwollen" Grund genug sein kann und darf, sich für das eine oder andere zu entscheiden, steht außer Frage. In einer Kaufberatung gehe ich aber davon aus, dass der Ratsuchende durchaus empfänglich für unterschiedliche Betrachtungsweisen, Argumente und Ratschläge ist. Und da wir uns in der Rubrik "allgemeine Kaufberatungen" befinden, halte ich es für durchaus legitim, wenn auch andere Sichtweisen und Möglichkeiten aufgezeigt werden.
Nochmal: eine rationale "Notwendigkeit" für "Vollformat" geht für mein Verständnis aus Gesines Einlassungen bisher nicht hervor; kann natürlich sein, dass sich das noch ändert. Und ein echtes "Habenwollen" erschlägt ohnehin jedes rationale Argument, wäre ja auch noch schöner, wenn man sein Hobby rein Rational betrachten müsste.
[...]wenn nur das Hauptmotiv scharf ist und der Rest in der Unschärfe verschwimmt, das funktioniert mit einer Vollformatkamera einfach besser.
Korrekt, KB kann einen Vorteil in der Freistellung generieren, das streitet niemand ab. Ergänzend sei aber gesagt, dass genügend Hobby-Photographen am KB mit einem 24-105 f4-Kit unterwegs sind und sich dann wundern, dass der APS-C-Kollege nebendrann mit seinem 2,8er-Zoom genauso gut (oder schlecht?) freistellt und dabei sogar noch bessere BQ in den Ecken liefert

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Die nächste Frage bleibt dann, inwieweit dies nach den individuellen Ansprüchen des jeweiligen Photographen überhaupt gewünscht / gefordert / gebraucht wird, will sagen, ob die extreme Freistellung überhaupt praxisrelevanz hat, oder ob APS-C oder µFT mit lichtstarken Objektiven die Ansprüche dahingehend evtl bereits zur vollsten Zufriedenheit erfüllen kann.
Die zeitweise sehr moderne extreme Freistellung bei Portraits z.B , bei der nur die Augen wirklich scharf abgebildet wurden und Nase und Ohren bereits in Unschärfe lagen, hat sich imho recht schnell abgenutzt und mir in Gänze (Ausnahmen bestätigen die Regel) nicht sonderlich gut gefallen.
Die Vorteile, oder ich nenne es lieber die Unterschiede, eines größeren Formats habe ich mit keiner Zeile verleugnet oder in Frage gestellt.
Ich habe auch einige Zeit Vollformat benutzt, bin aber vor einem Jahr wieder auf APS-C umgestiegen.
Dito, aber vor 2 Jahren, siehe oben.
Ob das bei Gesine gegeben ist, ob sie wirklich diese hohen Anforderungen hat, um die Nachteile von Vollformat aufzuwiegen, kann nur sie entscheiden.
Das kann anscheinend gar nicht oft genug betont werden.
Abschließend sei mir noch der Hinweis erlaubt, dass die Diskussionen um die "absolute Schärfe" aus meiner Sicht müßig ist. Pixelpeepen überlasse ich gern anderen, für mich entscheidet der Schärfeeindruck bei gewünschter Ausgabegröße im Zusammenhang mit dem Gesamtbild.
Beste Grüße, Jan